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MTFT Balun – die einfache Wunderdose

Was vor Jahren als “Notloesung” angedacht war, verrichtet heutzutage noch immer brav seinen Dienst: Ein MTFT-Balun aus dem Hause Wimo. Er dient zur Anpassung von nicht resonanten Antennendraehten. In dieser kleinen Wunderdose steckt nicht viel an materiellem Wert, wahrscheinlich zahlt man den an sich sehr hohen Neupreis von derzeit ca. 50-60 Euro fuer die Indoor Version wohl eher fuer das verwendete “Know-How”. Es gibt ebenso eine Version in wetterfestem Gehaeuse mit Mastmontagemoeglichkeit. Diese war damals hier nicht vorhanden und somit wurde der “normale” Balun mit einer schwarzen Satelliten-LNB-Halterung an der Spitze eines ca. 8m hohen, bis dahin fuer eine vertikale S4-Antenne verwendeten Alumastes befestigt, nachdem er zuvor mit Klarlack behandelt worden war. Und so haengt er da schon seit vielen, vielen Jahren…

Knapp 20m Langdraht werden von ihm (end-)gespeist und die damit erzielten Empfangs- und Sendeergebnisse sind in der Tat sehr zufriedenstellend. Saemtliche Amateurfunkbaender koennen vom internen Antennentuner des Kenwood-TS2000-Transceivers ohne zusaetzliche Hilfsgeraete problemlos und schnell angepasst werden (sofern ueberhaupt noetig, denn diese Konstellation hat einige resonante Bereiche). Das Signal innerhalb Deutschlands und darueber hinaus liegt meistens deutlichst auf aehnlichem Niveau wie die Signale, die andere, hiesige Amateurfunkstationen mit ihren teilweise viel hochwertigeren Antennen produzieren. Das haben einige Gespraechsrunden auf der Kurzwelle bewiesen. Das Geheimnis der hiesigen Drahtantenne liegt wohl darin, dass der Speisepunkt relativ hoch und frei liegt und dass es vom Shack bis zum Speisepunkt oben am Mast ungefaehr 70m Antennenkabel des Typs RG213 gebraucht hat, wobei ein Grossteil dieser Leitung durch einen unterirdischen, stillgelegten Kanal verlaeuft. Auf den oberen Baendern (insbesondere auf 10m und 15m) macht sich das natuerlich negativ bemerkbar, liegt aber noch im tolerablen Bereich. Die unteren Baender funktionieren ganz prima, auch 160m-Anpassung ist kein Problem, dem so produzierten Signal wurden oftmals schon sehr gute Rapporte erteilt.

Natuerlich ist diese Antenne ein Behelf, aber ein sehr effizienter und pflegeleichter Behelf. Sie hat bisher saemtliche Stuerme nahezu problemlos ueberstanden. Spoetter argumentieren immer wieder gerne, dass man bei Benutzung eines solchen Baluns das Allermeiste sozusagen “nutzlos verbrennt”. Das mag sein, aber nach all den Jahren kann getrost und mit Recht gesagt werden, dass diese Loesung (wohlgemerkt abseits jeglicher Contest-Absichten und jenseits von jeglichem Interesse an dicken Endstufen) fuer Normalbetrieb mit einem normalen bis-zu-100-Watt-Transceiver voellig ausreichend ist!

Weiterlesen: Externer Erfahrungsbericht als PDF-Datei

KategorienAmateurfunk
  1. 11. April 2010, 14:22 | #1

    Hallo Norman,

    ich kann mich dem von dir Geschriebenen nur anschließen. Ich selbst betreibe eine ziemlich ähnliche Konstellation aus 20m Draht und einem Balun, diesmal befindet sich die Konstellation allerdings nicht draußen im Freien, sondern unter dem Dachfirst, also unter Dach.

    Die Ergebnisse von meinem Standort in JN39KF, die ich seit wenigen Monaten mit dieser Antenne Einfahre, erstaunen umso mehr, wenn man bedenkt, dass ich unter meinen Voraussetzungen bei digitalen Betriebsarten kaum über die 30 Watt-Grenze mich wage und im SSB-Betrieb sind es idR. nie mehr als 50 Watt, die mein FT-857D von sich gibt.

    Am anschaulichsten kann man sich die Leistung seiner Anlage vor Augen führen, indem man einfach mal einige Stunden auf dem entsprechenden Band mit geringster Sendeleistung (hier wären es 5 Watt) in der Betriebsart WSPR ein Bakensignal aussenden lässt und dann mal vergleicht, welche anderen Baken man in der gleichen Zeit gehört hat und wer einen selbst gehört hat.

    Wäre doch für dich sicherlich auch einmal interessant, oder?

  2. 11. April 2010, 16:03 | #2

    Hallo Norman,

    wichtig ist doch, dass das ganze funktioniert! Und das tut es bei dir doch ganz hervorragend. Immer wenn mal OV-Kollegen in fernen Ländern Urlaub machten und zeitweilig auch funkten, warst du dort immer laut und deutlich zu hören…viele Grüße und 73 de Michael, DL2YMR

  3. 11. April 2010, 17:31 | #3

    Hallo Norman,
    meine Erfahrungen im letzen Sommer mit einer Eibenbaulösug waren ähnlich gut, aber leider hatte ich viel mit BCI (PC-Lautsprecher, Stereoanlage…) zu tun.
    Danke für deinen Beitrag, der mit Mut macht es noch einmal mit dieser Antenne zu versuchen.
    73, Udo, DG6YBE

  4. 11. April 2010, 18:52 | #4

    Hallo Norman,

    könntest Du mir bitte kurz den Titel und Interpreten der Titelmelodie vom QTH-Germany nennen?

    Vielen Dank im Voraus und eine schöne Woche
    Roland

  5. 11. April 2010, 19:21 | #5

    @Udo
    Ich habe derzeit noch einen zweiten Balun unter Dach mit nur ganz wenigen Meter Draht. Mit dem sende ich nicht, er ist nur zum Hoeren fuer den Zweit-RX, trotzdem habe ich’s mal probiert. Das Ding haengt -nur durch eine Deckenwand getrennt- ca. 4 Meter ueber meinem Shack. Nur dann, wenn ich damit mit mehr als 10 Watt auf 20m sende, gibt’s BCI. Ansonsten ist’s ruhig. Der in diesem Blogbeitrag beschriebene Aussendraht macht hingegen keinerlei Stoerungen, auch nicht bei “Volldampf”.

    @Roland
    DAS ist eine schwere Frage. Ich habe den Sound von einem Podsafe-Soundportal und nur als “QTHGintro.wav” gespeichert :-) Ich schaue das bei Gelegenheit mal nach, das Original schlummert bestimmt noch irgendwo im Soundarchiv aber ich habe saemtliche QTHG-Dateien mittlerweile ausgelagert…

  6. 11. April 2010, 20:13 | #6

    @normcast
    Das habe ich mir fast schon gedacht, ich war nämlich auch nicht erfolgreich bei der Recherche des Musiktitels. Aber trotzdem vielen Dank für die schnelle Antwort und alles Gute für Dich!
    Roland

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