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Archiv für die Kategorie ‘Amateurfunk’

Preisgekroenter Funksilo

17. Oktober 2017 Keine Kommentare

Die Funkamateure des hiesigen Ortsverbandes „N47“ haben ein neues Clubheim, welches interessanterweise in einem umgebauten Spähnesilo in Oelde-Stromberg beheimatet ist. Von innen wirkt das Ganze auch aufgrund des liebevollen Holz-Interieurs gemütlich und erinnert an einen Leuchtturm. Rein funktechnisch ist der Standort natürlich ideal, demnächst sollen noch entsprechende Antennenaufbauten hinzukommen. Nun ist der „Funksilo“ vom „Deutschen Amateur Radio Club“ (DARC) mit einem mit 10.000 Euro dotierten Förderpreis bedacht worden – Herzlichen Glückwunsch!

via DIE GLOCKE:

Funker freuen sich über 10 000 Euro

Kreis Gütersloh (gl). „Unser Clubheim befindet sich zwar noch im Aufbau, doch wir sind auf einem guten Weg“, sagt Norbert Sölker, der stellvertretende Vorsitzende des Ortvereins Gütersloh der Funkamateure. Dass das Heim ankomme, erkenne man daran, „dass wir nun den ersten Platz gewonnen haben“.
Bei einer bundesweiten Abstimmung haben die Funkamateure aus der Region 10 000 Euro für den Ausbau ihres Clubheims und Ausbildungszentrums in Stromberg gewonnen.

Sölker bezog sich bei einer spontanen Party auf eine Abstimmung innerhalb des Bundesverbands Deutscher Amateur-Radio Clubs. Dabei war gefragt worden, welche Ausbildungszentren in Deutschland gefördert werden sollen. Der Ortsverband Gütersloh N 47 hatte sich mit seinem Konzept rund um das neue Clubheim in Stromberg beworben und kam auf den mit 10 000 Euro dotierten ersten Platz. (…)

KategorienAmateurfunk, Lokales

Erweitertes Handyverbot am Steuer

16. Juli 2017 Keine Kommentare

Jeder kennt sie, die Szenen aus Kriminalfilmen und Kultfilmen wie „Convoy“ – Truckerrebellen oder Polizisten mit Mikrophonen vor dem Mund – und das waehrend der Fahrt. Mobilen CB-Funk gibt es seit über vierzig Jahren, Polizeifunk natuerlich noch laenger, auch Amateurfunk gibt es in vielen Facetten in den Autos. Ganz extreme „Funksportler“ schnallen sich sogar eine Morsetaste auf das Knie und froehnen dieser Kommunikationsart waehrend der Fahrt. Morsen ist fuer sie wie eine zweite Muttersprache und stellt daher fuer diese Leute auch keine grosse Anstrengung bzw. Ablenkung dar.

Nun soll das „Handyverbot am Steuer“ deutlichst ausgeweitet werden. Angeblich soll der CB-Funk-artige Betrieb noch bis zum Jahr 2020 „verschont“ bleiben, aber danach sei auch damit Schluss. Es stellt sich die Frage, was das soll? Es funktioniert problemlos seit vielen Jahrzehnten, ganze Industriezweige, Behoerden und damit Arbeitsplaetze haengen daran und es gibt keine siginifikanten Statistiken, die belegen, dass es jemals ein erhoehtes Unfallaufkommen durch „klassischen“ Funkbetrieb waehrend der Fahrt gegeben haette. Ein Grund hierfuer ist sicherlich die Tatsache, dass ein Handmikrophon mit Sendetaste (PTT) an einem flexiblen Spiralkabel haengt, welches waehrend der Fahrt zum Mund gefuehrt wird – eben so, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Auch beim Schalten und Bedienen weiterer Autoelemente stoert es nicht, da es sich quasi mitbewegt. Abgesehen davon kann es auch weit abgesetzt vom Mund betrieben werden. Also, was soll das? Polizisten, Taxifahrer und auch Zivilisten wie ich sagen: „Herzlichen „Dank“ fuer diesen Bloedsinn“. Wobei die Polizei sicherlich eine Ausnahmegenehmigung bekommen duerfte…

Eine weitere Regelung kommt dazu: Geraete mit ablenkendem Charakter (Smartphones, Tablets usw.) duerfen nur bedient werden, wenn der Motor des Wagens vollstaendig abgeschaltet ist. Die automatische Abschaltung reicht dafuer nicht. Auch das ist doch wieder vollkommener Humbug. Eine Klimaanlage laeuft nunmal nicht bei abgeschaltetem Motor und das Telefongespraech im am Strassenrand stehenden Auto soll doch nicht in einer Ueberhitzung enden. Wenn ein Auto mit ausreichender Beleuchtung und angezogener Bremse sicher steht, dann sollte das genuegen.

Natuerlich ist es voellig richtig, dass Smartphones, Tablets, Laptops usw. vom Fahrer waehrend der Fahrt NICHT benutzt werden duerfen, da sie einen erhoehten Blickkontakt erfordern. Ein Handy, welches fest an das Ohr gehalten wird, „behindert“ den Fahrer auch und auch hier ist ein dementsprechendes Benutzungsverbot sinnvoll. Aber alles, was flexibel gehalten und bedient werden kann und/oder vielleicht sogar eine Sprachsteuerung aufweist, sollte von dem Verbotewahn ausgenommen werden.

Kurzbericht: Leixen VV-898

14. Mai 2017 Keine Kommentare

Die sogenannten „Chinaböller“ erobern den Amateurfunk-Gerätemarkt. Was mit kleinen Handfunkgeräten z.B. der Marke „BaoFeng“ begann, findet mittlerweile seine Fortsetzung in mobilen Transceivern für das 2m und 70cm-Band. Ein Duobander für unter hundert Euro Neupreis – verlockend ist so ein Angebot in Anbetracht der horrenden Gebrauchtpreise für alte Markengebrauchtgeräte allemal. Aber vorsicht…

Der „VV-898“ Mobilduobander von Leixen ist ungefähr so klein wie zwei nebeneinander liegende Zigarettenschachteln. Es gibt einen PL-Antennenanschluss, eine 3,5mm Klinkenbuchse für externe Lautsprecher, ein fest herausgeführtes Stromkabel und vorne eine aufgeräumte, aber spatanische Front. Die Lesbarkeit und die Beleuchtung des Displays sind ausgezeichnet, die Tasten aber doch nicht unbedingt leichtgängig. Drei davon lassen sich individuell programmieren.

Das Gerätchen hat eine klare Menüführung, dennoch musste die (englischsprachige) Bedienungsanleitung für die ein- oder andere Funktionserklärung herhalten. Die Programmierung der nötigsten Grundfunktionen sind am Gerät selbst mit etwas Geduld zu bewältigen. Es gibt auch ein Programmierkabel samt Software, beides war hier aber nicht enthalten.

Für aktuell knapp 70 Euro bei Amazon und aufgrund der Tatsache, dass dieses Gerätchen nur ein Teil einer ohnehin getätigten Bestellung war, habe ich mir den Spass mal erlaubt und habe eines mitbestellt. Um eines vorweg zu nehmen: Es geht demnächst zurück.

Zwar ist die Wiedergabe über den kleinen, an der Gehäuseoberseite eingelassenen Lautsprecher überraschend gut und das Gerät ist in Ermangelung eines nervigen Lüfters auch schön leise, dennoch ist die mit dem mitgelieferten (und leider immer beleuchteten) Originalmikrophon produzierte Qualität der Modulation nur als mittelmässig bis schlecht zu bezeichnen. Das Mikro ist sehr enpfindlich, was Atemgeräusche angeht. Eine geräteintern abrufbare Einstellfunktion brachte zwar eine leichte Verbesserung, aber zudem leider eine unangenehme Verstärkung eines Rauschpegels. Der Empfang ist klar, wird aber ab und zu durch die (trotz auf geringster Stufe befindliche) Rauschssperre kurzzeitig unterbrochen. Dies war letztendlich das K.O.-Kriterium. Eventuell lässt sich der Effekt durch einen Eingriff intern justieren bzw. beheben, aber aufgrund des bei diesem Neugerät dadurch drohenden Garantieverlustes wurde hier von einem Blick ins Innere abgesehen.

Der Yaesu-/Kenwood-verwöhnte Funkamateur vermisst bei diesem Billigfunkgerät ein- oder zwei traditionell verwendbare, ordentliche Einstell-Drehknöpfe und einige andere Annehmlichkeiten, die zurecht höherpreisigere Markengeräte zu bieten haben. Dieses Gerät eignet sich als billiges, geräuschloses „OV-Telephon“ im Shack oder aufgrund der geringen Abmessungen auch zum Einbau ins Auto – wirklich zu überzeugen vermag es (mich) jedoch nicht.

KategorienAmateurfunk

Vielseitiger Duobander

9. März 2017 Keine Kommentare

Achtung, dieses Funkgerät ist gefährlich! ;)

(Quelle: eBay)

KategorienAmateurfunk

Bluetoothkurzwellenlautsprecher

10. Oktober 2016 Keine Kommentare

Die Ueberschrift mag verwirren, trifft es aber irgendwie. Ein „JBL Go„-Bluetooth-Lautsprecher, der auch eine 3,5mm-Aux-Buchse aufweist, eignet sich wunderbar als Funklautsprecher – und zwar im traditionellen Sinne. Hier wurde er testweise an einen Yaesu FRG-100 Kurzwellenempfaenger angeschlossen und sofort gab es ein wohlklingendes Geraeusch vom 40m-Band.

Der Anschluss an den Receiver erfolgte ueber dessen „Rec“-Ausgang, einem Festpegelanschluss. Somit ist es nach wie vor moeglich, auch den internen Lautsprecher des FRG-100 zu benutzen. Zwischengeschaltet ist derzeit zu Testzwecken ein „JPS NIR-12 Noise and Interference Reducer„. Hiermit koennen auf NF-Basis entstehende Stoergeraeusche ausgefiltert werden. Da hier der QRM-Pegel durch PLC und andere Dreckstechnologie, die sich in der Nachbarschaft eingenistet hat, in letzter Zeit stark gestiegen ist, wird dieses anscheinend recht einflussreiche Geraet mal ausprobiert.

Fazit ist aber, dass der „JBL Go“ wirklich sehr gut an einem Funkgeraet klingt und somit zu ausgewogenen Signalen der gehoerten Stationen beitraegt. Man kann ihn im Aux-Betrieb gleichzeitig via Bluetooth (z.B. vom Smartphone ausgehend) ansprechen. Sobald ein Signal uebrtragen wird, schaltet er darauf um. Wird die Bluetooth-Verbindung gehalten, ohne dass ein Nutzsignal uebrtragen wird (z.B. wenn der MP3-Player angehalten wird), dann schaltet er sofort zurueck auf die Aux-Wiedergabe. Sehr praktisch…

KategorienAmateurfunk