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Archiv für die Kategorie ‘Computerkram’

Altes Gezwitscher

18. Oktober 2017 Keine Kommentare

NormCast „is just starting to figure out what this is all about :)“

Das war mein allererster „Tweet“ auf „Twitter“, abgesetzt im März 2008. Knapp 12.000 weitere sollten bis zum Oktober 2017 folgen. Manchmal waren es kommentierte Links zu irgendwelchen Zeitungsartikeln, oftmals begleitende Kommentare zu live ausgestrahlten Fernsehsendungen, Weltnachrichten, Fussballspiele, undsoweiter. Natuerlich waren auch viele in 140 Zeichen gequetschte Beiträge in eigener Sache darunter. Doch das Allermeiste davon ist heutzutage nicht mehr relevant, denn es war immer situationsbezogen. Manches war ausserhalb des zeitlichen Kontextes sogar nicht mehr erwünscht und somit fasste ich nun den Entschluss, das Twitter-Archiv aufzuräumen, denn manche Dinge müssen nicht auf ewig im Netz der Netze auffindbar bleiben…

Twitter entschlacken. Ballast abwerfen. Aufräumen. Einfach ist das nicht, denn die meisten Online-Dienste und/oder Hilfsprogramme haben aufgrund einer Beschränkung, die Twitter irgendwann mal zusätzlich aktiviert hat, nur Zugriff auf die letzten 3.200 Tweets. Jeden Tweet einzeln zu löschen, das kam auch nicht in Frage, weil das viel zu umständlich, eintönig und langwierig gewesen wäre.

Eine Recherche brachte das vielversprechende Programm „Twitter Archive Eraser“ zutage, welches hier letztendlich auch wunderbar funktioniert hat.

Das Programm braucht (leider!) das Microsoft .NET-Framework 4.5, welches es aber bei Bedarf mit installiert. Also sollte man am besten sein Windows-System vor der ganzen Prozedur einmal sichern, damit es danach wieder sauber zurückgespielt werden kann.

Zudem muss das bisherige Twitter-Archiv vorher komplett heruntergeladen werden. Die Option hierfür findet sich aktuell in den Twitter-Account-Einstellungen ganz unten.

Nach dem Start fordert der Twitter Archive Eraser natürlich einen Login in den eigenen Twitter Account. Daraufhin wird eine Sicherheits-Pinnummer generiert, die das Programm für diese eine Sitzung für den Zugriff auf das Twitterkonto autorisiert. Alles andere ist eigentlich recht einfach. Das heruntergeladene Twitter-Archiv muss in den Eraser geladen werden, woraufhin alle bisher abgesetzen Tweets erscheinen. Diese sind dann entweder einzeln an- und abwählbar, man kann aber auch ganze Zeiträume (Monate, Jahre…) in einem Rutsch löschen lassen. Hier dauerte dieser Vorgang für die knapp 12.000 Tweets nur wenige Minuten.

Ein nützliches Werkzeug ist er also, dieser „Twitter Archive Eraser“. Das heruntergeladene Archiv kann für Nostalgiezwecke natürlich behalten werden, es wird im Browser sehr übersichtlich dargestellt und es lässt sich wunderbar darin stöbern. Ab jetzt ist es aber nur noch lokal auf dem Heim-PC vorhanden und nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Somit lassen sich auch internette Spuren verwischen…

Twitter ist ein grossartiges, schnelles Medium. Es verleitet aber in gewissen Situationen auch zu sehr spontanen Stimmungsäusserungen, die im Nachhinein nicht immer angebracht waren und/oder auf Dauer nicht mehr unbedingt erwünscht oder zutreffend sind. 12.000 Tweets aus acht Jahren wollte ich nicht komplett manuell kontrollieren – und zog somit diese Konsequenz. Die Alternative wäre gewesen, den Account zu löschen, allerdings wäre dann wirklich alles weg gewesen, auch die Follower und die Liste derer, denen man selbst folgt, von der User-ID ganz zu schweigen. Somit blieb das alles erhalten und nun heisst es: „Auf ein Neues“ – aber zukünftig etwas entspannter, überlegter und vielleicht auch nachhaltiger…

KategorienComputerkram

AdBlockPlusAlternative

22. August 2017 Keine Kommentare

AdBlock Plus“ war hier in den letzten fuenf Jahren ein stressraubendes Firefox-Plugin, denn es blockierte zurecht aufdringliche Werbung auf vielen Webseiten. Die Grundsatzdiskussion, ob Werbeblocker gut oder schlecht sind, soll an dieser Stelle nicht wieder angefacht werden, aber eines kann festgehalten werden: Alles, was ungefragt Toene von sich gibt, ganz extrem blinkt und/oder sich kaum wegklickbar ueber die eigentlichen Inhalte einer Webseite legt, ist unerwuenschte Werbung, vor der sich schuetzen zu wollen ein voellig legitimer Wunsch ist. Schlimmer wird’s noch, wenn ueber Werbebanner Schadcode importiert wird oder Videos automatisch starten. Also: Ein AdBlocker hat eine Berechtigung, solange die Werbetreibenden es derart auf die Sptze treiben, wie das vielerorts derzeit der Fall ist. Fuer die „guten Seiten“ erlauben sie ja immerhin das einfache Definieren von Ausnahmen.

Natuerlich lassen die Werbebannerprogrammierer das nicht auf sich setzen und somit beginnt auch auf diesem Sektor das Katz-und-Maus-Spiel regelmaessig aufs Neue. Leider wurde „AdBlockPlus“ mittlerweile abgehaengt, denn dieses Plugin hat massiv an Effizienz eingebuesst und wird zunehmends ausgehebelt. Eine Suche nach einer Alternative ergab einen vielversprechenden Hinweis auf uBlock Origin, einem ebenfalls einfach zu installierenden Programm, welches aktuell auch werbekritische Seiten (noch) einwandfrei (weil werbefrei) anzeigt.

Das Plugin ist sofort einsatzbereit und bedarf keiner weiteren Konfiguration. Es zeigt in der Browserleiste die Anzahl der blockierten Anfragen in Bezug auf die dargestellte Webseite an und kann mit einem Klick auf das grosse Start/Stop-Symbol bequem aktiviert oder deaktiviert werden. Die Einstellung merkt es sich fuer den naechsten Besuch. Aber, nicht vergessen: Ausnahmen definieren! Viele Seiten, deren Inhalte man gerne liest, finanzieren sich aus Werbung. Serioese Seiten schalten keine unserioese Werbung!

Das Bild ist eine Collage. Das uBlockOrigin-Fenster erscheint nur auf Mausklick…

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Keine sichere Verbindung

27. Juli 2017 Keine Kommentare

Der Firefox-Browser sammelt Daten – wie alle anderen Browser auch. Er merkt sich unter anderem die Zugangsvoraussetzungen der besuchten Webseiten und gerade bei aelteren Installationen kann es vorkommen, dass diese „Zertifikate“ bei gesicherten Verbindungen (erkennbar am „s“ in „https://“) eben genau diese verhindern, weil sie angeblich zu alt sind. Das Ende der Reise ist dann die Fehlermeldung „Gesicherte Verbindung fehlgeschlagen“ und die eigentlich harmlose Webseite ist nicht mehr erreichbar.

Im Netz kursieren mehrere Loesungsansaetze, die von einem zu aendernden Eintrag via „about:config“ bis hin zum simplen „Cache leeren“-Hinweis reichen. All dies hatte hier nichts bewirkt, doch auf einer englischen Webseite gab es die Loesung: Die Editierung oder Loeschung der Datei „SiteSecurityServiceState.txt“ im Anwendungsdatenverzeichnis des Firefox-Browsers. Die Datei kann ueber die Suche leicht gefunden werden.
(z.B. in C:\Users\Anwendername\AppData\Roaming\Mozilla\Firefox\Profiles).

Der vollstaendige Beitrag steht hier: Link

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Fensterwarnung

17. Juli 2017 Keine Kommentare

Eine neue, sehr aufdringliche Werbemasche macht zur Zeit die Runde: Pop-Up-Gewinnspielfenster, wie hier im Bild zu sehen. In diesem Fall kam es ueber einen Facebook-Beitrag, der auf die Homepage der „Göttinger Tageszeitung“ verwies. Dort muss(te) wohl irgendein Werbebanner geschaltet gewesen sein, ueber das der Code fuer dieses „Gewinnspiel“ ausgeloest wurde.

Es empfiehlt sich also nach wie vor, auch bei serioes anmutenden Webseiten vorsichtig zu sein. Das Fenster legt sich so penetrant ueber das gesamte Smartphone-Display, dass es nicht wegklickbar ist und man es nur durch Beenden des Browsers erstmal loswird. Danach muss der Browser entweder direkt ueber einen anderen Link aufgerufen werden und/oder dessen Cache geleert werden, sonst kommt dieser Scheiss (!) immer wieder.

Dahinter verbirgt sich nichts anderes als Betrug und mit Sicherheit kein Gewinn. Am PC duerfte das nach wie vor voellig berechtigte „AdBlock Plus“ dieses Problem verhindern, doch auf dem Smartphone ist Vorsicht geboten!

Weitere Infos gibt es bei www.Onlinewarnungen.de.

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Erweitertes Handyverbot am Steuer

16. Juli 2017 Keine Kommentare

Jeder kennt sie, die Szenen aus Kriminalfilmen und Kultfilmen wie „Convoy“ – Truckerrebellen oder Polizisten mit Mikrophonen vor dem Mund – und das waehrend der Fahrt. Mobilen CB-Funk gibt es seit über vierzig Jahren, Polizeifunk natuerlich noch laenger, auch Amateurfunk gibt es in vielen Facetten in den Autos. Ganz extreme „Funksportler“ schnallen sich sogar eine Morsetaste auf das Knie und froehnen dieser Kommunikationsart waehrend der Fahrt. Morsen ist fuer sie wie eine zweite Muttersprache und stellt daher fuer diese Leute auch keine grosse Anstrengung bzw. Ablenkung dar.

Nun soll das „Handyverbot am Steuer“ deutlichst ausgeweitet werden. Angeblich soll der CB-Funk-artige Betrieb noch bis zum Jahr 2020 „verschont“ bleiben, aber danach sei auch damit Schluss. Es stellt sich die Frage, was das soll? Es funktioniert problemlos seit vielen Jahrzehnten, ganze Industriezweige, Behoerden und damit Arbeitsplaetze haengen daran und es gibt keine siginifikanten Statistiken, die belegen, dass es jemals ein erhoehtes Unfallaufkommen durch „klassischen“ Funkbetrieb waehrend der Fahrt gegeben haette. Ein Grund hierfuer ist sicherlich die Tatsache, dass ein Handmikrophon mit Sendetaste (PTT) an einem flexiblen Spiralkabel haengt, welches waehrend der Fahrt zum Mund gefuehrt wird – eben so, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Auch beim Schalten und Bedienen weiterer Autoelemente stoert es nicht, da es sich quasi mitbewegt. Abgesehen davon kann es auch weit abgesetzt vom Mund betrieben werden. Also, was soll das? Polizisten, Taxifahrer und auch Zivilisten wie ich sagen: „Herzlichen „Dank“ fuer diesen Bloedsinn“. Wobei die Polizei sicherlich eine Ausnahmegenehmigung bekommen duerfte…

Eine weitere Regelung kommt dazu: Geraete mit ablenkendem Charakter (Smartphones, Tablets usw.) duerfen nur bedient werden, wenn der Motor des Wagens vollstaendig abgeschaltet ist. Die automatische Abschaltung reicht dafuer nicht. Auch das ist doch wieder vollkommener Humbug. Eine Klimaanlage laeuft nunmal nicht bei abgeschaltetem Motor und das Telefongespraech im am Strassenrand stehenden Auto soll doch nicht in einer Ueberhitzung enden. Wenn ein Auto mit ausreichender Beleuchtung und angezogener Bremse sicher steht, dann sollte das genuegen.

Natuerlich ist es voellig richtig, dass Smartphones, Tablets, Laptops usw. vom Fahrer waehrend der Fahrt NICHT benutzt werden duerfen, da sie einen erhoehten Blickkontakt erfordern. Ein Handy, welches fest an das Ohr gehalten wird, „behindert“ den Fahrer auch und auch hier ist ein dementsprechendes Benutzungsverbot sinnvoll. Aber alles, was flexibel gehalten und bedient werden kann und/oder vielleicht sogar eine Sprachsteuerung aufweist, sollte von dem Verbotewahn ausgenommen werden.