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Archiv für die Kategorie ‘Computerkram’

UnTreibige Hart-Ware

12. Mai 2010 2 Kommentare

Windows 7 stellt in vielerlei Hinsicht einen Bruch mit vorherigen Windows-Versionen dar. In der 64-Bit-Variante sogar noch extremer. Beim Kauf eines derzeit aktuellen Windows-Rechners mit mehr als vier Gigabyte RAM wird in den allermeisten Faellen schon das 64-Bit-System aufgespielt oder beigeliefert, damit unter anderem der ueppige Speicher auch zur Geltung kommen kann, denn 32-Bit-Versionen von Windows 7 lassen jeglichen vorhandenen Speicher jenseits dieser 4-Gigabyte-Grenze unberuehrt und unbenutzt, da sie diesen nicht verwalten koennen. Das gilt natuerlich auch fuer die Vorgaengersysteme wie beispielsweise Windows XP oder Windows 2000.

Doch auch dann, wenn ein aktueller 64-Bit-Rechner vorhanden und vollstaendig installiert ist, kann es nachtraeglichen Aerger geben. Eventuell vorhandene, aeltere, externe Peripheriegeraete, die beispielsweise ueber den USB-Bus Anschluss finden und die unter einem 32-Bit-Vorgaenger noch einwandfrei funktionierten, verweigern innerhalb der neuen Umgebung ihren Dienst. Das System erkennt sie einfach nicht richtig. An dieser Stelle haette eine Art “Treiber-Kompatibilitaetsmodus” zumindest der Benutzerfreundlichkeit gut getan. Doch Microsoft besteht auf die Verifizierung der Signatur jedes einzelnen Treibers, die von den Herstellern von “Fremdhardware” auch ordentlich bezahlt werden muss. Auf der einen Seite ist das okay und traegt zur Stabilisierung des Systems bei, indem es einen “Wildwuchs” von schlecht programmierten Treibern unterbindet. Andererseits schauen diejenigen in die Roehre, die noch externe Hardware aus XP-Zeiten in Gebrauch haben. Drucker, Scanner, Kameras… alles kann betroffen sein.

Hier funktionieren ein USB-zu-Seriell-Adapter des Typs “CH341″ (wird z.B. zur Anbindung des TS-2000-Funkgeraetes gebraucht) und ein Bontempi PM747 Keyboard (von dem lediglich die Klaviatur als Eingabe fuer Musiksoftware gebraucht wird) derzeit noch (!) nicht unter Windows7 / 64Bit, da die betreffenden Herstellerfirmen bisher zwar Treiber fuer Vista und Windows7 zur Verfuegung stellen, aber eben leider nur fuer die 32-Bit-Varianten. Hoffentlich wird an dieser Stelle in absehbarer Zeit nachgebessert bzw. nachgeliefert…

Es erinnert an die Zeit, zu der von 16- auf 32 Bit umgeschwenkt wurde. Damals gab es aehnliche Probleme, die sich mit der Zeit relativierten. “Der fruehe Vogel faengt den Wurm”, heisst es so schoen, aber diejenigen, die viele Hardwarekomponenten benutzen, deren Kompatibilitaet zu einem (unter dem Strich im Normalfall schnelleren) 64-Bit-System fraglich ist, sollten diese Geraetschaften entweder in Rente schicken oder noch warten, bis sich die “groesseren” Rechner durchgesetzt haben, denn spaetestens dann kommen die Hersteller nicht um die Bereitstellung der entsprechenden Treiber herum. Und das ist gut so.

Update:
Kurz nach der Freischaltung dieses Artikels kam eine Email der Firma “Bontempi” hier an. Sie bezieht sich auf eine entsprechende Anfrage, die gestern von hier aus abgeschickt wurde. Zitat:

(…) auf unserer Internetseite, stellen wir Ihnen kostenlos den Treiber für
Windows 7 (32 Bit) zur Verfügung.
Den Treiber mit 64 Bit werden wir in den nächsten Wochen zum kostenlosen
Download auf unserer Internetseite zur Verfügung stellen.
Leider müssen wir solange warten, bis uns dieser von Microsoft zur Verfügung
gestellt wird.(…)

Sehr loeblich :-)

Update vom 22.06.2010:
Der Windows 7 / 64-Bit-Treiber ist jetzt auf der Bontempi-Seite vorhanden: Link

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iPad – Verbot auf Lebenszeit

28. April 2010 1 Kommentar

Ueber Microsoft wurde schon viel gemeckert. Sie waeren diktatorisch und wuerden ihre Marktposition unter anderem zu Ungunsten der Kunden ausnutzen, hiess es. Sei’s wie es sei, wer suchet, der wird auch Beispiele finden. Doch die Konkurrenz bekleckert sich auch nicht immer mit Ruhm. Apple zum Beispiel. Zugegeben, sie sind innovativ und bauen tolle Dinge, doch ihre Produktpolitik ist aus Sicht eines verhaeltnismaessig neutralen Beobachters oftmals haarstraeubend. Allerdings hat Apple anscheinend (!) den grossen Vorteil, dass viele Fans (manchmal auch “Juenger” genannt) ihnen mehr oder weniger “blind” folgen und gerne mal Dinge sprichwoertlich in Kauf nehmen, die in anderen Laendern schon zumindest Grenzfaelle fuer den Verbraucherschutz darstellen wuerden…

Einen amerikanischen Studenten hat es jetzt besonders hart erwischt: Er darf “auf Lebenszeit” kein iPad mehr kaufen. Warum? Hier steht’s in Deutsch und hier steht’s im Original. Naja, hoffen wir mal, dass er den iPad-Hype ueberlebt und sich danach auf’s naechste “Gadget” stuerzen kann…

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VLC-Alternative: KMPlayer

22. April 2010 Keine Kommentare

Der verbreitete VLC-Mediaplayer ist zurecht sehr beliebt, denn er ist kostenlos, plattformuebergreifend und er bringt die allermeisten, fuer den normalen Anwender notwendigen Codecs gleich von Haus aus mit. Somit ist er eine schlanke und schnelle Alternative zu den oftmals unflexiblen Bordmitteln des Betriebssystems. Allerdings ist er nur ziemlich nuechtern gestaltet und nicht immer unbedingt fehlerfrei. Dort, wo der VLC Probleme bereitet, koennte mit dem “KMPlayer” eine andere Freeware-Alternative zum Einsatz kommen. Im Audio-Kompaktmodus (siehe Bild oben) erinnert er ansatzweise an den alten “Winamp 2.x”, wobei er schlank, schnell und mit allen noetigen Elementen ausgestattet ist. Doch auch im Videomodus braucht er sich nicht zu verstecken:

Ueppige Konfigurationsmoeglichkeiten, eine relativ schlanke Installation, kein grossartiger Werbefirlefanz, ein ansprechendes (zudem individuell anpassbares) Aeusseres und seine hohe Kompatibilitaet lassen ihn zu einer echten Alternative werden. Ebenso eignet er sich zur Wiedergabe von DVDs und diverser Apple-Formate sowie REAL-Dateien. Ein weiterer, grosser Vorteil ist die digitale Lesezeichenfunktion…

Schon zu Windows 9x/2000/XP-Zeiten haben Programme wie der VLC oder der “Media Player Classic” (MPC) den unsaeglichen Windows-Media-Player hier ersetzt. Unter Windows7 bahnt sich hier nun eine dauerhafte Kombination aus Winamp 5 (fuer die Jukebox nach wie vor trotz “Media Monkey” & Co. die allerbeste und bewaehrteste Loesung) und dem “neuen” KMPlayer an.

Nein, dieser Artikel wurde leider nicht gesponsert :-) Zum KMPlayer – Download bei Chip.de

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XAMPP : WordPress lokal testen

19. April 2010 Keine Kommentare

Viele Webseiten (auch diese) basieren auf dem WordPress-CMS-System. Es ermoeglicht u.a. das Darstellen, Erweitern und Verwalten von Datenbank-Inhalten. Um WordPress providerseitig nutzen zu koennen, bedarf es der Moeglichkeit des PHP-Scriptings, welches bei vielen Providern in den Grundpaketen noch nicht enthalten und daher aufpreispflichtig ist.

Wurde dann beispielsweise ein Paket mit einer (!) enthaltenen Datenbank gebucht und die Seite letztendlich fertig eingerichtet, sind weitere Tests (z.B. fuer irgendwelche Verbesserungen) schwierig, da sie von aussen rein theoretisch jederzeit mitverfolgt werden koenn(t)en. Ausserdem koennen unueberlegte, spontane Handlungen die Integritaet der Datenbank gefaehrden und die Seite ggf. unerreichbar machen. Somit bietet sich eine lokale Installation an, die allerdings einen laufenden Server voraussetzt. Eine entsprechende Konfiguration war bis dato recht aufwendig und manchmal sehr knifflig, nicht selten kam hierfuer das Betriebssystem Linux zum Einsatz.

Doch mittlerweile gibt es eine recht einfache Loesung, die es selbst dem Laien einfach machen wird, z.B. (s)eine WordPress-basierte-Webseite lokal zu bearbeiten : Xampp.

Zitat Wikipedia: “XAMPP ermöglicht das einfache Installieren und Konfigurieren des Webservers Apache mit der Datenbank MySQL bzw. SQLite und den Skriptsprachen Perl und PHP (mit PEAR). Das X steht hierbei für die verschiedenen Betriebssysteme, auf denen es eingesetzt werden kann. XAMPP enthält zusätzlich andere nützliche Werkzeuge wie den FTP-Server ProFTPd oder FileZilla Server, den Mailserver Mercury, phpMyAdmin, Webalizer und OpenSSL.”

Zu Deutsch: “Ein paarmal klicken und dat Dingen löppt” :)
Es ist wirklich sehr einfach. Die heruntergladene Xampp-Datei wird in ein Verzeichnis entpackt. Danach werden die noetigen Routinen auf Mausklick nacheinander gestartet. Ist eine WordPress-Nutzung gewuenscht, laesst sich dieses daraufhin ganz normal in diese Umgebung installieren und von dort aus nutzen. Hier steht, wie’s geht!

Schoener Nebeneffekt: Dieses Verfahren hinterlaesst so gut wie keine Spuren im Betriebssystem.
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann Xampp getrost auch in ein z.B. mittels Virtualbox emuliertes Gastsystem à la Windows XP installieren.

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Windows 7: Einheitliche Ordneransicht

7. April 2010 3 Kommentare

Windows 7 bricht mit vielen Traditionen und Gewohnheiten. Manchmal ist das von Vorteil, doch bei manchen Dingen werden gewisse Ablaeufe unnoetig verkompliziert. Windows 7 hat die Eigenart, den Ordnertyp aufgrund der mehrheitlich vorhandenen Inhalte zu bestimmen. Befinden sich beispielsweise drei MP3-Dateien und vier Bilder in einem Ordner, so wird dessen Ansicht auf die eines “Bilderordners” abgestimmt, so dass die Audiodateien z.B. mit einem grossen Icon der normalerweise zugeordneten Abspielsoftware versehen werden, was nicht immer homogen aussieht. Filmdateien oeffnen sich oftmals in einer kleinen Voransicht. Fuer das schnelle Auffinden diverser Dateien ist diese an sich gut gedachte Funktion eher hinderlich…

Um die aus aelteren Windows-Versionen bekannte, einheitliche Ordneransicht wieder herzustellen, bedarf es bei Windows 7 leider eines zumindest fuer den Laien relativ komlplizierten Eingriffs in die Registrierung, wie er bei IT-Administrator.de beschrieben wird. Wer’s einfacher haben will, kann bei Patrick Gotthard vorbeischauen und sich dort eine kleine “reg-Datei” herunterladen, die diesen Vorgang auf Mausklick automatisiert. Die Moeglichkeit, beispielsweise zwischen Listen- und/oder Symboldarstellung zu waehlen, bleibt davon unbeeinflusst und weiterhin gegeben.

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