WordPress – Benutzer kennen das: Im Spambereich des “Betriebssystems” ihrer Webseite sammeln sich auf Dauer viele nicht freigegebene Eintraege an, die im allgemeinen auch mit einem Mausklick geloescht werden koennen, da die Spamerkennung gut funktioniert. Dort finden sich Textauszuege aus Buechern, nicht richtig codierte, russische oder chinesische Schriftfetzen oder sogar Bettelkommentare, die gerne mit “Dear Sirs” beginnen…
Doch das hier war zumindest mir bisher neu:
Hier wurde kein Blogbeitrag, sondern ein Kommentar des vorherigen Eintrags komplett rezitiert und mit einem anderen Absender nebst Link versehen. Ziel ist es natuerlich, als “Nutzkommentar” erkannt und dann mitsamt Link auf der Webseite freigeschaltet zu werden. Letztendlich ist es nichts anderes als dreister Content-Klau…
Es ist schon erstaunlich. Nach einigen 100 Auktionen, einem einwandfreien Bewertungsprofil und ueber zehnjaehriger Taetigkeit sollten eBay-Auktionen fuer den Schreiber dieser Zeilen eigentlich kein Hexenwerk (mehr) sein, aber manchmal gibt es doch noch Dinge, die man zunaechst nicht wirklich versteht.
Das Fallbeispiel: Eine sehr detailreich dokumentierte Auktion. Jeder einzelne Artikel des Pakets wurde einzeln und gut fotografiert, die hochaufloesenden Bilder zusaetzlich per Link in den Auktionstext eingebunden. Zudem gab es eine sehr ausfuehrliche, aber nicht zu sehr verwirrende Liste mit den jeweiligen Eigenschaften.
Angesetzter Preis: 30 Euro. Ergebnis: Nada. Nichts. Keiner kauft.
Zeitgleich gab es aehnlich gelagerte Auktionen anderer Leute, die sich in ihren Artikelbeschreibungen lediglich auf die Angaben “gut erhalten” und “keine naehere Beschreibung moeglich, weil Laie” beschraenkten. Es folgten ellenlange “keine Garantie, keine Ruecknahme”-Textpassagen. Doch die Leute kauften wie bloed und erzielten Preise jenseits der 80 Euro.
Woran liegt’s? Ist es das “Abenteuer”, welches die Kaeufer suchen? Die Ungewissheit bzw. der Ueberraschungseffekt? Kaufen sie lieber die Katze im Sack anstatt vorher genau zu wissen, was sie erwartet?
Sei’s wie es sei.
Die urspruengliche Auktion wurde auf zwei allgemeine Bla-Bla-Zeilen “umgetextet”, der ein- oder andere (absichtliche) Schreibfehler eingebaut – et voilà: 90 Euro Endstand. Alles verkauft.
Manche Dinge muss man nicht verstehen, sondern nur erkennen… :-)
eBay hat einen Blick ueber den Tellerrand gewagt und eine Sofort-Verkauf-Funktion in seine Plattform eingebaut. Das Ganze funktioniert wie z.B. WirKaufens.de. Da eBay unverhaeltnismaessig mehr Nutzer als die Konkurrenz hat, wird dieser neue “Service” fuer diese sicherlich schaedlich sein…
eBay bezahlt vorgegebene Preise fuer bestimmte Handy-, Computer-, Digitalkamera-, oder Navigeraete. Der Anwender muss per “Multiple Choice” ein paar Fragen zum Zustand des Geraetes beantworten, bekommt dann das Preisangebot und bei Akzeptanz desselben kann er das Geraet kostenfrei an eBay (bzw. an das mit eBay zusammenarbeitende Unternehmen “FLIP4NEW”) senden. Dort werden die Angaben mit der Ware verglichen und wenn alles in Ordnung ist, wird das Geld auf das Bank- oder das PayPal-Konto ueberwiesen. So weit, so gut. Positiv sei angemerkt, dass dies NICHT auf PayPal beschraenkt wurde. Negativ, aber auch nachvollziehbar ist die Tatsache, dass fast nur neuere Modelltypen angekauft werden. Fuer die “Oldies” gibt’s ja nach wie vor die Moeglichkeit der Auktion…
Fuer ein Samsung N140 Netbook in absolutem Bestzustand gaebe es hier 90 Euro. Hmmmm… Nicht so schlecht wie erwartet, es bleibt aber trotzdem hier :) Ein normales HTC-Desire kann es derzeit auf 175 Euro bringen und ein Apple 8GB iPhone 2G auf 115 Euro. Naja, besser als der Gang zum schummrigen Klischee-Kleinladen in der Vorstadt ist es allemal…
“Mit nur 75.000 US-Dollar legte vor 30 Jahren ein kleines Softwareunternehmen den Grundstein für ein Imperium. Das von Bill Gates und Paul Allen gegründete Microsoft erwarb die Rechte am Disk Operating System QDOS von Seattle Computer Products, um es unter eigener Flagge vermarkten zu können. Der 27. Juli 1981 gilt daher als Geburtstag von MS-DOS.” (Quelle: Heise-Newsticker)
Erinnerungen werden wach, z.B. an drei Disketten mit Dos 6.22 (+ Zusatzfloppy), an weitere Disketten mit Windows 3.11, an IBM-Dos und an lange Textbefehle, die zum Teil auch heutzutage noch von Nutzen sein koennen…
Zeit, mal wieder die alte “DosBox” zu starten… :-)
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