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Archiv für die Kategorie ‘Musik’

Aktion Arschloch

4. September 2015 Keine Kommentare

Es ist ein Phänomen: Innerhalb kürzester Zeit hat es die “Aktion Arschloch” geschafft, den Anfang der 90er erschienenen Song “Schrei nach Liebe” der Berliner Band “Die Ärzte” wieder in höchste Chartpositionen zu katapultieren. Das erinnert zumindest technisch an C.C. Chapman’s “Bum Rush The Charts” – Aktion von 2007 und auch entfernt an das Jahr 2010, als versucht wurde, das Liedchen “Boomerang” von “Blümchen” an die Chartspitze zu hieven, damit der damalige Sieger der Casting-Show “Deutschland sucht den Superstar” diese auf Anhieb nicht erobern konnte.

Im Gegensatz zu den beiden letztgenannten Beispielen hat die “Aktion Arschloch” ihr Ziel nahezu erreicht, denn der “Schrei nach Liebe” befindet / befand sich mittlerweile auf Platz 1 der Amazon- und auch der iTunes-Charts.

Die Band selbst hat sich ebenfalls dazu gemeldet:

“die ärzte finden es gut und wichtig, dass im Radio Stellung bezogen wird. Die Aktion wäre auch mit jedem anderen Anti-Nazi-Song cool. Wenn es unser Lied sein soll, unterstützen wir das aber natürlich gern.
Wir wollen an dieser Sache definitiv nichts verdienen und werden alle Einnahmen von „Schrei nach Liebe“ (auch aus der GEMA) an Pro Asyl spenden.
Wir wünschen allen Nazis und ihren Sympathisanten schlechte Unterhaltung.
Bela, Farin, Rod” Quelle: Bademeister.com

Der Song passt sprichwoertlich wie “die Faust auf’s Auge” zu dieser Aktion, die aufgrund der Ereignisse in Heidenau und anderswo ins Leben gerufen wurde. Rechte Dumpfbacken hatten in übelster Art und Weise die dortigen Flüchtlingsheime und deren Bewohner attackiert…

KategorienMusik

Wingenfelder in Guetersloh

16. August 2015 Keine Kommentare

Kai Wingenfelder war Kopf und markante Stimme der Band “Fury In The Slaughterhouse“, die sich im Jahr 2008 aufloeste. Viele Hits pflasterten ihren Weg…

Zwei Jahre spaeter gruendete er zusammen mit seinem Bruder Thorsten das Projekt “Wingenfelder“, welches vorwiegend deutschsprachige Songs im Repertoire hat.

Doch diese Songs haben es in sich. Das bislang juengste Album “Selbstausloeser” (auch als hervorragende Doppel-Vinyl-LP erhaeltlich) beweist eindrucksvoll, wie sich Kai’s Stimme, deutsche Texte und Musik, die manchmal doch noch “Fury-esque” daherkommt, unterhaltsam, gekonnt und wohlklingend miteinander verbinden lassen…

Am 13.8.2015 gastierten die beiden mit Band im Rahmen der “Woche der kleinen Kuenste” in Guetersloh – und boten einen fulminanten Reigen aus eben diesen neuen, deutschsprachigen Songs und ein paar Fury-Klassikern wie z.B. “Time to wonder”. Das Publikum war aber nicht nur bei diesen alten Hits textsicher, sondern sang auch bei den neueren Sachen begeistert mit, was die beiden Frontmaenner sichtlich genossen und ihrer Freude auch musikalisch Ausdruck verliehen. Es war ein stimmiger Abend in lauschiger Sommeratmosphaere, an dem die Wingenfelders sich auch sehr volksnah zeigten…

Ihre Livequalitaeten seien hiermit empfohlen. Geht mehr auf Konzerte! :)

KategorienLokales, Musik

Alligator In My Garden Shed

4. Juli 2015 Keine Kommentare

The SAZERAC SWINGERS (from “Güterslohisiana”!) sometimes consider themselves to be the “Infamous Sazerac Swingers” – which is not true anymore. Right now they’re gaining more and more airplays, gigs and acceptance – even in New Orleans, the hometown of “their” music… Well done so far, Gentlemen! Here’s a new music video…

KategorienLokales, Musik, Videos

They called him Hansi

10. Juni 2015 Keine Kommentare

James Last ist gestorben. Es ist sehr schade. Jetzt hier und an dieser Stelle seine Bio- und Discographie aufzudroeseln, waere quasi ueberfluessig, denn das werden in den naechsten Tagen andere machen…

Mit James Last geht ein ganz Grosser, der deutlichst vielseitiger war, als so manch einer vielleicht denkt. Es gab wohl kaum ein Musikgenre zwischen Klassik und Rock, an das er sich nicht herangetraut hat. Unzaehlige Schallplattenaufnahmen zeugen von seiner Emsigkeit.

Sein Sound war unverwechselbar: Gepflegt, breit, melodisch, vielschichtig. Sogar fuer Elvis Presley hat er einen Song geschrieben (“Fool”) und auf dem Album “They Call Me Hansi” rockte er mit Jan Delay, Tom Jones, Herbert Groenemeyer und anderen. Auch die Deutschrapper “Fettes Brot” haben zusammen mit ihm einen Hit gehabt. Sein “Einsamer Hirte” schaffte es in den Abspann von Quentin Tarantino’s “Kill Bill”-Film und Kinder meiner Generation erinnern sich bestimmt noch an die “Starparade” mit Rainer Holbe, in der James Last mit seiner Band regelmaessig zu sehen war.

Er war ein Wegbegleiter, der eigentlich “irgendwie immer da war”, wie man so schoen sagt. Schade, dass er nun gehen musste…

Hier das Stueck “Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung”, aus dem gleichnamigen Film. Eine Melodie und ein Arrangement, welches nach wie vor fuer Gaensehaut sorgt…

KategorienMusik, Videos

Eric Schwartz (…from Hollywood!)

21. April 2015 Keine Kommentare

“The world is a small place…” – zu diesem Ergebnis kamen ein gewisser Eric Schwartz und ich am Samstag, den 18.4.2015 im “Green’s“, dem Irish Pub in Guetersloh.

Als Gast von “Chicago Mike” Beck gab Eric dort ein paar Songs zum besten und ziemlich schnell stellte sich heraus, dass er ein sehr netter und auch lustiger Mensch ist, den es erstmalig nach Deutschland verschlagen hatte.

“Eric Schwartz (with a “t”) from Hollywood”, wie er sich selbst mehrmals ankuendigte, hat schon ein bewegtes Musikerleben vorzuweisen, welches unter anderem auf seinen Alben “The Aristocrat” und “The Better Man” dokumentiert ist. Mal Country, mal Blues, mal Funk, mal Pop – hier mischt sich vieles mit sehr bissigen Texten!

Wir tranken ein Bier zusammen und kamen ins Gespraech, wobei sich herausstellte, dass er schon vor vielen Jahren in Adam Curry‘s Podcast, dem damals beruehmtesten Podcast der USA, mit einem Song ueber die bekannte und pikante Clinton-Lewinsky-Affaere (“Clinton got a Blowjob”) gespielt wurde. Auch im “NormCast” wurde dieses ironische Liedchen damals angespielt. Und nun, nach all den Jahren, trifft man sich in einer Guetersloher Kneipe und redet darueber – auch ueber gemeinsame Bekannte, wie z.B. David Ippolito, der unter anderem in der “Podparade” mit dem Song “Tom Cruise scares me” wochenlang zugegen war. Dass Eric und David sich kennen, verwundert kaum, denn beide weisen diesen typisch-amerikanischen, bissigen Songschreiber-Humor vor, der beim Zuhoeren fuer viel Spass sorgt.

Ein netter Mensch, der tolle Musik macht – Come back soon, Eric!

CD “The Aristocrat” (Amazon-Link) | CD “The Better Man” (Amazon-Link)

KategorienLokales, Musik