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Archiv für die Kategorie ‘Musik’

Ortopilot

14. Juli 2016 1 Kommentar

Es muessen nicht immer die “Der-Beste-Mix-Der-80er-Und-Das-Beste-Von-Heute-Wellen” sein, die neue Musik bekannt machen. In diesem Fall hoerte ich diesen Song auf WDR 5, einem wortlastigen Kulturprogramm, wo er zur Entspannung eingeflochten war. Da die musikalische Reizueberflutung auf derartigen Kulturfrequenzen nicht unbedingt gegeben ist, hoerte ich mit Interesse zu – und fand es auf Anhieb grossartig. “Remind me” ist eine entspannte Coverversion des gleichnamigen “Röyksopp”-Songs.

Ortopilot” alias Matt Hutchison hat zum gegenwaertigen Zeitpunkt drei Alben mit eigenen Songs und weitere fuenfzehn (!) mit Coverversionen aufgenommen. Anspieltipp: “Viva La Vida” (richtig, von Coldplay…)

Es lohnt sich auch, auf seinem Youtube-Kanal nach weiteren Werken zu stoebern.

KategorienMusik, Videos

History Of (Mashup-) Rock

12. Juli 2016 Keine Kommentare


DAS ist das wahrscheinlich beste Mashup-Video aller Zeiten.
Absolut sehens- und hoerenswert…


KategorienMusik, Videos

Ohrenfutter im Juni 2016

19. Juni 2016 Keine Kommentare

Bob Dylan – Fallen Angels
Die Knödelstimme singt amerikanische Standards. Joah… das ist eine nette Idee, in der Umsetzung ist es aber eher unspektakulaer, teilweise sogar sehr langweilig. Dylan ist ein genialer Songschreiber, aber nach wie vor kein wirklich guter Saenger. “Dylan-Songs werden erst dann richtig gut, wenn er sie nicht selbst singt”, heisst es oft und da ist was Wahres dran. Hier singt er selbst Sachen, die nicht von ihm stammen und kreiert damit ein “Worst Case Scenario”.

Eric Clapton – I still do
“…and when I say Blues – I mean Blues…”
Eric macht es immernoch – und das ist gut so. Allerdings wirkt dieses Album zu routiniert und irgendwie blutleer. Handwerklich wie immer gut, aber leider sehr unauffaellig und nebenbei mitplaetschernd. Zusammen mit dem oben erwaehnten Bob-Dylan-Album ergaebe sich hiermit eine perfekte Einschlaf-Playlist…

Reinhard Mey – Mr. Lee
Der Mann schafft eines immer wieder: Man legt den Bleistift, Kugelschreiber oder die Maus an die Seite, haelt inne – und hoert zu. Wenn auch seine Stimme mittlerweile deutlichst aelter klingt (weil er ja auch deutlichst aelter geworden ist), so schmeichelt sie immernoch dem Ohr. Die Geschichten sind oftmals so aus dem Leben gegriffen und liebevoll ausgemalt, dass man die Schrecken der Tagesschau gerne mal fuer vier Songminuten vergisst. Moege er noch lange leben!

Roxette – Good Karma
Unlaengst musste Saengerin Marie gesundheitsbedingt ihren endgueltigen Abschied von der Live-Buehne nehmen und demzufolge wird sich Per Gessle zukuenftig wohl mehr in sein Studio zurueckziehen. Hoffentlich findet er dann nicht soooo viel Zeit, um weiter an stimmenverfremdenden Effekten zu schrauben, denn die fallen auf diesem Album manchmal unangenehm auf, auch wenn sie nicht voellig im Vordergrund stehen. Die Songs sind durchaus komplex und man kann eine Weiterentwicklung attestieren, allerdings geht das zulasten der Leichtgaengigkeit, die viele Vorgaengeralben des Duos auszeichnete. Wer Roxette hoeren will, erwartet nette, niveauvolle Popsongs, wie sie auch hier zu finden sind, aber eben nicht nur. Ein Album, das man wenigstens zweimal hoeren sollte, um sich ein Urteil bilden zu koennen

Michael Van Merwyk – New Shoes
Da ist er wieder, der Blues-Bär, der Vizeweltmeister im Bluesspielen. Diesmal wieder zusammen mit seinen Kollegen von “Bluesoul”. “Catching The Rain” und “New Road” sind und bleiben meine bisherigen Lieblings-CDs von “MvM”, aber wer Michael’s Alben kennt, der weiss, was ihn erwartet und er wird auch hier nicht enttaeuscht werden, denn wie immer gibt es solides Handwerk zu entdecken. Gute-Laune-Anspieltip: “Lonely Days”.

Red Hot Chili Peppers – The Getaway
Da sind sie wieder. Mit einer tollen Vorab-Single (“Dark Necessities”) im Gepaeck und einem gereiften Sound, der etwas glattgebuegelter daherkommt als noch zu “Blood, Sugar, Sex, Magik”-Zeiten. Kein Wunder, denn seitdem sind ja auch satte 25 Jahre vergangen. Dennoch fehlen auch die Brachialelemente nicht und diese paaren sich hier mit diversen, potenziellen Singleauskopplungen. Das ist alles andere als enttaeuschend, reicht aber auch (noch) nicht ganz an “Stadium Arcadium” oder “Californication” heran. Eventuell hilft mehrmaliges Hoeren, um diese Einordnung zu aendern, das Potenzial ist zweifelsohne gegeben. “The Getaway” wird voellig zurecht eines der erfolgreichsten Alben des Jahres werden…

Paul Simon – Stranger to Stranger
Tja hmmm… dieses Werk ist schwer zu beurteilen. Es ist absolut experimentell, teilweise witzig (“Wristband”), teilweise aber auch schraeg und unzugaenglich(er). Wer einen adaequaten Nachfolger zum legendaeren “Graceland”-Album sucht, wird hiermit sicherlich nicht ganz gluecklich werden. Was der eigentlichen Produktionsqualitaet dieser neuen Platte aber Unrecht tut. Also: Am besten – testen!

Ein Klick auf die Coverbildchen fuehrt zum jeweiligen Daten- / Tontraeger bei Amazon.de .
Die Links unterstuetzen diese Seite.

KategorienMusik

The Road Of Life

27. Mai 2016 Keine Kommentare

Michael Van Merwyk und Larry Garner am Mittwoch, den 25.05.2016 in der Weberei Guetersloh. Sie spielen “The Road Of Life”.

Spontaner Handymitschnitt mit nachtraeglich verbessertem Ton…

KategorienLokales, Musik, Videos

Schellackplattenlagerung

26. April 2016 Keine Kommentare

Schellack- bzw. Grammophonschallplatten fuehren in der hiesigen Sammlung ein Schattendasein. Grundsaetzlich haben sie auch keinen so hohen Sammlerwert (wie z.B. seltene LP- oder Singlepressungen), aber sie sind vertonte Geschichte. Wirklich gut erhaltene Schellackplatten findet man heutzutage nur noch selten, meistens sind es auch nur deutsche Titel aus dem Oper, Operetten- oder Volksmusikbereich, die auf mich keinen grossen Reiz ausueben. Schlager-Klassiker schon eher, aber auch nur selten. Allerdings sind Originalpressungen aus dem Jazz & Swingbereich sehr interessant und am allermeisten kribbelt’s bei internationalen Rock’n'Roll-Klassikern, die damals teilweise zweigleisig publiziert wurden, als 7inch-Single und als 10inch-Schellack- oder Vinylplatten. Doch gibt es beispielsweise einen Evergreen von Glenn Miller oder Duke Ellington nur wirklich original auf Schellackplatte, die dann auch einen Ehrenplatz in jeder Sammlung verdient haben sollte…

Man glaubt es kaum, wie gut Schellackplatten, mit einem ordentlichen Geraet und einer passenden Saphirnadel abgespielt, tatsaechlich klingen koennen. Von der hoeheren Zerbrechlichkeit mal abgesehen, sind sie sehr pflegeleicht und selbst grobere Kratzer sind nur selten hoerbar. Natuerlich reden wir hier nicht von Grammophonen mit Nagelnadeln :-)

Originalcover findet man fuer Schellackplatten leider nur noch selten und in den allermeisten Faellen handelt es sich nur um “Labelcover”, also Papierschuber mit dem aufgedruckten Logo der jeweiligen Plattenfirma. Diese Cover sind also absolut austauschbar und tragen bei einer Schellackplatte nicht wesentlich zum Gesamtwert der Platte bei. Ganz anders ist das natuerlich bei Singles und LPs.

Somit stehen Schellackplatten gerne mal nebeneinander aufgereiht in entsprechenden Schallplattenstaendern, wo sie zustauben und beim Herausnehmen oder Ablegen weitere Kratzer bekommen koennen. Hier sollte man im einschlaegigen Fachhandel passende 10inch Papphuellen erwerben, die Platten darin verstauen und sie aufrecht stehend, wie LPs auch, lagern. Diese Huellen gibt es fuer kleines Geld z.B. bei Protected.de (aktuell € 12,50 fuer 50 Stueck via Amazon) und letztendlich geben die Platten dadurch im Regal auch ein homogenes Bild ab.

Ich sammele nur ausgesuchte Schellackplatten mit Aufnahmen, die eine persoenliche Bedeutung haben. Somit werden es auf Dauer wohl auch nur wenige Exemplare in die hiesige Schellackecke schaffen, diese werden dann aber allesamt etwas Besonderes sein…

KategorienMedien, Musik