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Archiv für die Kategorie ‘Musik’

They called him Hansi

10. Juni 2015 Keine Kommentare

James Last ist gestorben. Es ist sehr schade. Jetzt hier und an dieser Stelle seine Bio- und Discographie aufzudroeseln, waere quasi ueberfluessig, denn das werden in den naechsten Tagen andere machen…

Mit James Last geht ein ganz Grosser, der deutlichst vielseitiger war, als so manch einer vielleicht denkt. Es gab wohl kaum ein Musikgenre zwischen Klassik und Rock, an das er sich nicht herangetraut hat. Unzaehlige Schallplattenaufnahmen zeugen von seiner Emsigkeit.

Sein Sound war unverwechselbar: Gepflegt, breit, melodisch, vielschichtig. Sogar fuer Elvis Presley hat er einen Song geschrieben (“Fool”) und auf dem Album “They Call Me Hansi” rockte er mit Jan Delay, Tom Jones, Herbert Groenemeyer und anderen. Auch die Deutschrapper “Fettes Brot” haben zusammen mit ihm einen Hit gehabt. Sein “Einsamer Hirte” schaffte es in den Abspann von Quentin Tarantino’s “Kill Bill”-Film und Kinder meiner Generation erinnern sich bestimmt noch an die “Starparade” mit Rainer Holbe, in der James Last mit seiner Band regelmaessig zu sehen war.

Er war ein Wegbegleiter, der eigentlich “irgendwie immer da war”, wie man so schoen sagt. Schade, dass er nun gehen musste…

Hier das Stueck “Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung”, aus dem gleichnamigen Film. Eine Melodie und ein Arrangement, welches nach wie vor fuer Gaensehaut sorgt…

KategorienMusik, Videos

Eric Schwartz (…from Hollywood!)

21. April 2015 Keine Kommentare

“The world is a small place…” – zu diesem Ergebnis kamen ein gewisser Eric Schwartz und ich am Samstag, den 18.4.2015 im “Green’s“, dem Irish Pub in Guetersloh.

Als Gast von “Chicago Mike” Beck gab Eric dort ein paar Songs zum besten und ziemlich schnell stellte sich heraus, dass er ein sehr netter und auch lustiger Mensch ist, den es erstmalig nach Deutschland verschlagen hatte.

“Eric Schwartz (with a “t”) from Hollywood”, wie er sich selbst mehrmals ankuendigte, hat schon ein bewegtes Musikerleben vorzuweisen, welches unter anderem auf seinen Alben “The Aristocrat” und “The Better Man” dokumentiert ist. Mal Country, mal Blues, mal Funk, mal Pop – hier mischt sich vieles mit sehr bissigen Texten!

Wir tranken ein Bier zusammen und kamen ins Gespraech, wobei sich herausstellte, dass er schon vor vielen Jahren in Adam Curry‘s Podcast, dem damals beruehmtesten Podcast der USA, mit einem Song ueber die bekannte und pikante Clinton-Lewinsky-Affaere (“Clinton got a Blowjob”) gespielt wurde. Auch im “NormCast” wurde dieses ironische Liedchen damals angespielt. Und nun, nach all den Jahren, trifft man sich in einer Guetersloher Kneipe und redet darueber – auch ueber gemeinsame Bekannte, wie z.B. David Ippolito, der unter anderem in der “Podparade” mit dem Song “Tom Cruise scares me” wochenlang zugegen war. Dass Eric und David sich kennen, verwundert kaum, denn beide weisen diesen typisch-amerikanischen, bissigen Songschreiber-Humor vor, der beim Zuhoeren fuer viel Spass sorgt.

Ein netter Mensch, der tolle Musik macht – Come back soon, Eric!

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KategorienLokales, Musik

40 Jahre Boney M

23. März 2015 Keine Kommentare

Frank Farian’s Kult-Truppe BONEY M wird 40 Jahre alt – und Sony Music feiert mit.

John Munich alias John Jürgens, Sohn von Udo Jürgens, hat dafür einen wirklich gelungenen Remix des BoneyM-Hits “Sunny” fabriziert, der in diesem kleinen Teaser-Video angespielt wird.

Die Machart der Audiospur dieses Videoteasers dürfte “NormCast”-Hörern durchaus vertraut sein ;) Der BoneyM-Jubiläums-Sampler erscheint am 27.3.2015!

KategorienMusik, Videos

Erstellt wieder MixedTapes!

22. März 2015 Keine Kommentare

Frueher hing man mit gespreizten Fingern vor dem Radiorecorder und hoffte, dass Mal Sondock nicht in die aufzunehmenden Lieder hineinmoderierte. Musik wurde erlebt, gelebt, konserviert, wiederholt, vorgefuehrt – und sie blieb im Gedaechtnis.

Heutzutage bewirkt die Medienflut, dass dieses Gefuehl oftmals auf der Strecke bleibt. Zuviele Reize lassen Kleinigkeiten noch unbedeutender werden. Ein neuer Song ueberlebt 12 Wochen in der Heavy-Rotation der Radiosender und ist danach schnell wieder vergessen…

Kuerzlich habe ich in einem Anflug von Nostalgie (und aufgrund der Tatsache, dass ploetzlich ein Tapedeck zur Verfuegung stand) mal wieder ein “Mixed Tape” gemacht, auf dem die -subjektiv empfunden- besten Songs der letzten beiden Jahre verewigt werden sollten. Frueher waere mir sowas leicht gefallen, aber heutzutage fragt man sich: “War der Song ueberhaupt 2013 aktuell oder doch schon 2012?” und oftmals kommt der Schrecken, wenn ein nach wie vor vertrautes Lied ploetzlich schon vier Jahre oder noch aelter ist…

Bis zum Jahr 2000 habe ich immer zum Monatsende eine “Monats-CD” mit den aktuellsten Songs erstellt, die dann erstmal ein paar Tage lang im Auto lief. Musik wurde im zeitlichen Kontext erlebt und diese laesst sich auch heute noch zeitlich zuordnen. Danach verschwimmen die zeitlichen Grenzen zunehmends, was schade ist…

Also: Macht wieder mehr MixedTapes! Zur Not tut’s auch ein “Monats-USB-Stick” :-)

KategorienMusik

Unsterblicher Glenn Miller Sound

15. März 2015 Keine Kommentare

Glenn Miller war ein bedeutender und wirklich hervorragender Musiker, der es geschafft hat, einen “eigenen” Sound zu kreieren, der wiederum und letztendlich durch einen kleinen Unfall zustande kam, wie im nach wie vor sehenswerten Film “Die Glenn Miller Story” sehr schoen zu sehen ist…

Damals noch auf 78er-Schellackplatten gepresste Hits wie “In The Mood”, “Moonlight Serenade” oder “Little Brown Jug” pflasterten seinen Weg, den er sich neben anderen Groessen wie Louis Armstrong oder Benny Goodman bahnen musste. Musikalische Mitstreiter, die letztendlich seine Freunde wurden.

Beim Durchsehen des Plattenarchivs fielen mir unlaengst zwei Alben auf, die den Glenn-Miller-Sound gekonnt variieren und auf andere Genres uebertragen. Diese beiden LPs zeigen auf ihre jeweilige Art und Weise, wie genial Miller auch nach seiner Zeit noch haette klingen koennen.

Frank Davenport und sein Orchester spielen “Greensleeves”, die “Battle Hymn of the Republic” oder auch Tschaikowsky’s Klavierkonzert im Glenn-Miller-Stil so authentisch, dass man meinen koennte, er (also Glenn Miller) und sein Orchester haetten es hoechstselbst so aufgenommen. Diese 1964 erschienene LP, eine englische Pressung, ist bei “Allegro Records” erschienen und traegt die Nummer “ALL 738″. Sie ist von diesen beiden die deutlichst hoerherwertigere Platte. Link zur LP.

Die “Hiltonaires” waren fuer damalige (Anfang der 70er Jahre) Verhaeltnisse sehr mutig und uebertrugen Glenn-Miller’s Klangbild auf diverse Beatles-Nummern. So verschmelzen die “Moonlight Serenade” und “Something” zu einem fast schon neuen Stueck und ergaenzen sich praechtig. Auch “I want to hold your hand” oder “Michelle” klingend verblueffend-echt nach – Glenn Miller! Lediglich der Chor (die Tony Mansell Singers) erinnert manchmal leider etwas stoerend an die 70er-Jahre, doch ist er nicht bei allen Songs vertreten. Diese LP ist bei “Sonic” erschienen und traegt die Nummer “9011″. Link zur LP

Diese Platten tauchen vereinzelt mal auf Flohmaerkten auf. Neu sind sie wohl nur schwer bis gar nicht mehr zu bekommen. Bei eBay gibt es sie aktuell fuer ca. 12-30 Euro.

KategorienMusik