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Archiv für die Kategorie ‘Star Trek’

Des iPad’s Opa

28. Januar 2010

Apple hat das “iPad” vorgestellt. Es ist optisch ein “iPhone XXL”, technisch gesehen eine Art Tablet-PC mit beruehrungsempfindlichen Bildschirm. Die Apple-Juenger haben also mal wieder nettes Technikfutter bekommen…
Das Video der Praesentation mit Steve Jobs liess hier sofort wieder Erinnerungen an “Star Trek” aufkommen, denn im Grunde genommen haben die Macher der verschiedenen Fernsehserien aus dem Hause Gene Roddenberry dieses “iPad” schon vor vielen Jahren prophezeit, man erinnere sich an die Pads, die die Captains oftmals entgegennahmen, um dann mit wichtiger Mine darauf herumzutippen (siehe hier!).


“Die kleinen, quadratischen Scheiben, die z.B. Dr. McCoy oftmals in den rasselnden Computer schob, koennten vom Format her einer MiniDisc gleichen”, heisst es in einem aelteren Artikel dieser Webseite. Vielleicht waren diese bunten Quadratscheiben auch die Ur-Ahnen der Compact-Flash-Karten und somit der mobilen, statischen Speicher. Die “Kommunikatoren” gleichen heutigen Klapp-Handys und das “Beamen” ist auf Mikroebene auch schon Realitaet. Also dann: Weiter geht’s…

Computerkram, Star Trek

Star Trek XI

14. Mai 2009

Achtung: Der folgende Beitrag enthaelt “Spoiler”. Wer den Film bisher noch nicht gesehen hat, dieses aber noch nachzuholen gedenkt, moege die Lektuere der folgenden Worte bitte verschieben :-)

Zunaechst sollte dieser Beitrag den Titel “Ein grosses Geschenk” tragen, denn das ist dieser Film: Ein grosses Geschenk an diejenigen, die Star Trek lieben, an diejenigen, die es erschaffen und bisher geformt haben und an diejenigen, die schon seit unzaehligen Fernsehfolgen der verschiedenen Serienableger einen Einstieg in das sogenannte Star-Trek-Universum suchen.

Es ist schlichtweg atemberaubend und unglaublich, wie dieser Film diese Gratwanderung hinbekommt, fuer Neuankoemmlinge und fuer “alte Hasen” gleichermassen interessant zu sein, daher ein grosses Lob an J.J. Abrams, den Regisseur des Films. Hier wurde sich die Freiheit genommen, bekannte und sogar legendaere Dinge aus der Star Trek-Saga abzuaendern (die Geschichte sozusagen neu zu schreiben) und es wurde gleichzeitig dem Bisherigen gehoerigen Respekt gezollt, was sich vor allem in der sorgfaeltigen Nuancierung der Hauptcharaktere wiederspiegelt.

Der erste Fernsehkuss zwischen einer Schwarzen und einem Weissen fand demnach nach wie vor zwischen Kirk und Uhura in der Ur-Folge “Platon’s Stiefkinder” aus dem Jahr 1968 statt, innerhalb der hier nun gezeigten Zeitlinie kuessten sich Spock und Uhura - diesmal aber in 16:9 :)

Jetzt wissen wir auch, was aus Admiral (!) Archer’s Beagle wurde, denn er wurde bei einem von Scotty’s fruehen Beam-Experimenten -vorsichtig ausgedrueckt- veraendert. Wir erfahren, wie Captain Christopher Pike (aus dem Ur-Pilotfilm “Der Kaefig” und der daraus resultierenden, spaeteren Doppelfolge “Talos IV-Tabu”) in den Rollstuhl kam und sehen Sulu’s ersten, klaeglichen Startversuch.

Chekov ist ein siebzehnjaehriger Jungspund, den der Bordcomputer aufgrund seines speziellen Akzents zunaechst nicht versteht. Und dann ist da noch - Uhura, gespielt von Zoe Saldana. Gerade in den Nahaufnahmen ihres Gesichts sieht der geneigte Kinobesucher, mit welcher Sorgfalt die Schauspieler ausgesucht worden sind, denn die Aehnlichkeit zum juengeren Original ist absolut gegeben. Ihre weiteren, auch koerperlichen Attribute sprechen natuerlich ebenfalls fuer sich…

Der spaetere Captain Kirk wurde also nicht (wie z.B. in “Star Trek IV - Zurueck in die Gegenwart” erwaehnt) in Iowa geboren, sondern auf einem Raumschiff, waehrend sein Vater sich mutig dem Feind entgegen stellt und letztendlich mit dem Leben dafuer bezahlt. Der Film zeigt den jungen Kirk zunaechst als Sauf- und Raufbold, doch ziemlich schnell schimmert das, was ihn spaeter ausmachen sollte, schon durch. Hier ist allerdings ein Schwachpunkt des Films zu vermerken: Die “Karriere” des Kadetts Kirk, der binnen einer einzigen Mission zum ersten Offizier und letztendlich zum Captain aufsteigt, ist ziemlich unglaubwuerdig, auch wenn sie einer situationsgebundenen Logik nicht entbehrt.

Der junge Spock wirkt sehr authentisch, wenn er auch manchmal zu schielen scheint. Im Film trifft er in einer Szene auf sein aelteres Ich (gespielt vom “Original” Leonard Nimoy). Diese Szene war okay, haette aber durchaus noch etwas tiefer gehen koennen. Zuvor rettet Spock mit einem ziemlich zappeligen Raumvehikel die Enterprise.

Die wiederum rettet die Welt. Mal wieder. Oder erstmalig? Wie auch immer. Zugegeben, die Story ist nicht die ausgefeilteste schlechthin, eigentlich ist sie sogar ziemlich simpel, aber die Umsetzung bestimmt hier den Spass- und Spannungsfaktor. Es knallt und blitzt und generell rappelt es gehoerig im Karton - natuerlich in Dolby Surround…

Ein weiterer, kleiner Schwachpunkt ist (und das ist wohlmoeglich der deutschen Synchronisation anzulasten) Montgomery Scott alias “Scotty”. Die Gesichtszuege der jungen Vorlage sind sehr gut getroffen, hier wirkten seine Dialoge meistenteils aber doch eher aufgesetzt und manchmal sogar richtig “platt”. Zudem ist der “Maschinenraum” (eher eine Maschinenhalle) viel zu gross, als dass man ihn wie in der Urserie als Scotty’s Reich bezeichnen koennte. James Doohan, der originale Mr. Scott, hatte einen schottischen Akzenteinschlag, mit dem im Original immer wieder kokettiert wurde. Dieses Element fehlt zumindest hier in der deutschen Fassung gaenzlich und laesst Scotty etwas farblos erscheinen.

A-pro-pos “farblos”: Wer kommt waehrend einer der ersten, gezeigten Aussenmissionen gleich ums Leben? Natuerlich, der Typ im roten Anzug :) Wie fast immer. Damals….

Es gibt sogar Sequenzen in diesem Film (vornehmlich im ersten Drittel), in denen komplette Dialogsequenzen aus der Ur-Serie so woertlich und passend in den Gesamtkontext eingebaut wurden, dass es den “Wissenden” maechtig amuesiert und den “Unwissenden” zumindest schmunzeln laesst.

Ich koennte jetzt noch stundenlang ueber diesen Film schreiben, moechte aber natuerlich nicht alles kommentieren und somit verraten. Nur soviel noch:

Das Raumschiff Enterprise selbst ist das Symbol fuer die Gratwanderung, die dieser Film bravoroes meistert: Man erkennt sie trotz ihres zeitgemaessen, aeusseren Feinschliffs sofort wieder und freundet sich mit ihr an, wenn auch die Bruecke selbst ein wenig zu hell und unbunt (was nicht “farblos” heissen soll) geraten ist.

Waehrend des ersten Teils des Abspanns blieben alle (!) Kinobesucher sitzen. Eine schoene, flotte, orchestrale Version des Original-Fernsehthemas von Alexander Courage schlug zum einen die Bruecke zur “Zukunft” (bzw. zur nostalgischen Fernsehvergangenheit), die hier im Kontext die alte Ur-Fernsehserie ist und zum anderen liess die Musik und ihre visuelle Umsetzung die Leute nicht los.

Den Schreiber dieser Zeilen eingeschlossen.


Alles in allem: Ein Meisterwerk mit minimalen Schwaechen, dem man jeden Dollar des hohen Budgets anmerkt und welches ein grosses Fortsetzungspotential in sich birgt.

Star Trek

Alte Verbundenheit

30. April 2009

William Shatner ist bereits 78 Jahre alt und es ist lange her, dass er als “Captain Kirk” das Raumschiff Enterprise kommandierte. Andere Captains folgten und Shatner selbst widmete sich anderen Projekten, wie z.B. seinen Rollen in den TV-Serien “TJ Hooker” oder “Boston Legal” sowie einem bemerkenswerten Musikprojekt mit Ben Folds, aus dem das hoerenswerte Album “Has Been” hervorging.

Trotz alldem hat William Shatner doch noch eine gewisse Verbundenheit zum Thema “Star Trek”, wie das folgende Video zeigt. Man achte mal auf seinen Gesichtsausdruck, als er die “neue alte Enterprise” im Trailer zum neuen “Star Trek”-Film erstmalig sieht. Das spricht Baende…


Zum Video (neues Fenster)

Der Film startet am Donnerstag, den 07.05.2009 in den deutschen Kinos.

Star Trek

Vorfreude auf Star Trek XI

19. November 2008

“Fire all weapons”… Es ist lange her, dass unsereins sich wirklich so richtig und mit allen Schikanen auf einen Film gefreut hat. Jetzt ist es allerdings wieder soweit, auch wenn der Film erst im naechsten Jahr offiziell Premiere feiern wird.

Sozusagen “gebrandmarkt” durch jahrelangem “Star-Trek-Konsum”, dem man gerne froehnte, lechzt man nach neuem, oder -wie in diesem Fall- eigentlich nach altem, denn der neue Film erzaehlt die Geschichte von Kirk, Spock & Co. von Anfang an. Mit neuen Schauspielern und anscheinend seeehr aufwendig.

“In einem Zeitalter, in dem Actionfilme wie “The Transporter” oder “Mission Impossible” die Kinogänger anlocken, verblassten die Enterprise-Filme IX und X zu teils philosophierenden, gedankenschwangeren Kammerspielen, die den Weg des klassischen Actiongenres verlassen haben. (…) “Star Trek 11″ ist mit 150 Millionen Dollar Budget drei mal so teuer als 2002 “Star Trek 10: Nemesis”. Abrams (also J.J. Abrams, der Regisseur) will den Fans etwas ganz Neues präsentieren. Auch diejenigen, die bisher keinen Zugang zu Star Trek hatten, sollen sich angesprochen fühlen und sich ohne Schwierigkeiten in den Stoff hineinfinden können.” (Quelle: Suite101.de)

Also das, was ich bisher gesehen habe, ist in jeder Hinsicht vielversprechend! Die begleitende Webseite “www.startrekmovie.com” ist ebenfalls sehr aufwendig gemacht. Wenn der Film nur halbwegs das haelt, was die Vorab-Videoschnipsel versprechen, dann: Energie! :-)

Original - Trailer hier: http://de.youtube.com/watch?v=Nrq4MWZYaYA

Deutscher Trailer hier: http://de.youtube.com/watch?v=CPGlA2pFNpI

Star Trek

Kampfstern Galactica

31. August 2008

Im Jahr 1978 ging`s los. Der Kampfstern Galactica machte sich unter der Fuehrung von Commander Adama (gespielt von Lorne Greene, der auch schon in “Bonanza” das Familienoberhaupt Ben Cartwright spielte) auf den Weg zur Erde, nachdem die Heimatwelt von den Zylonen, einer letztendlich androiden Spezies, zerstoert worden war.

Auf ihrer Reise wurde die “Galactica” immer wieder von den Zylonen angegriffen, spektakulaer-anmutende Raumschlachten waren das Resultat. Eigentlich gab es nur eine Handvoll Raumschlachtszenen, die innerhalb der ersten 24 Folgen der ersten Staffel (also der Ur-Serie) immer wieder mal wiederholt wurden: Mal seitenverkehrt, mal rueckwaerts, mal “beschnitten” - aber immer wiedererkennbar.

Ich habe es geliebt - als Zehnjaehriger. Es war spannend und die Charaktere besassen einen hohen Sympathiefaktor. Dirk Benedict alias “Starbuck” (der spaeter als “Face” im “A-Team” noch bekannter werden sollte) und natuerlich Commander Adama, der in der ersten Staffel auch noch ein wirklicher Charakterkopf war. In der Folgeserie wurde er leider zum Statisten degradiert…

Viele bekannte Gaststars zierten die Urserie, unter anderem Audrey Landers (aus “Dallas” bekannt), Rick Springfield (”Celebrate Youth”), Lloyd Bridges (”Hot Shots”), Patrick MacNee (”Mit Schirm, Charme und Melone”) und auch Ana Alicia alias “Melissa Agretti” aus der kultigen “Falcon Crest“-Serie sowie der 1997 verstorbene Edward Mulhare, bekannt als “Devon Miles” aus “Knight Rider”.

Trotz akzeptabler Einschaltquoten und einer schnell wachsenden Fangemeinde (Science Fiction war schwer angesagt zu der Zeit, denn der “Krieg der Sterne” begann ein Jahr zuvor und das “Raumschiff Enterprise” war ein Jahr spaeter erstmalig im Kino zu sehen) wurde die Serie wahrscheinlich wegen zu hoher Produktionskosten nach einer Saison abgesetzt. Immerhin hatte sie ein akzeptables Ende - wenn auch ein zumindest halb-offenes.

Es gab einige Folgen, die waren “nicht so dolle”, wie man so schoen sagt, manch andere hatten aber einen hohen Spannungsgrad und daraus resultierenden Unterhaltungsfaktor. Letztendlich wurden aus der ersten Serie auch zwei komplette Filme zusammengeschnitten. Aus heutiger Sicht wirkt das alles zwar ziemlich altbacken und einige Elemente (wie z.B. der kuenstliche Hund “Muffet”) regen eher zum schmunzeln an als das man sie ernst nehmen koennte. Doch laesst man sich sozusagen in die Atmosphaere fallen, dann funktioniert es auch heute noch - bis zu einem gewissen Punkt.

1980 gab es noch einmal eine zehnteilige Wiedebelebung der Serie, die in punkto Handlung davon ausging, dass die Galactica letztendlich die Erde findet. Diese “zweite” Serie waere besser nie gedreht worden, denn zum einen bediente sie sich in punkto Special Effects meistens an der Vorgaengerserie (deren entsprechende Sequenzen einfach wiederverwendet wurden) und zum anderen war sie so schlecht gemacht, dass der Abschaltknopf oftmals in greifbare Naehe rueckte. Die Serie lief im Kinderprogramm, also wurde ein auch im Verhalten unsaegliches “Sternenkind” (”Doctor Zee”) dem Commander Adama vor die Nase gesetzt, dem er sich anscheinend unterordnen musste. Desweiteren hatten die beiden (neuen) Hauptakteure, die “Starbuck und Apollo” aus der Vorserie ersetzten, ueber weite Strecken der zweiten Serie nichts weiter zu tun, als auf eine Horde Pfadfinderkinder (”The Super Scouts”) mit besonderen Faehigkeiten aufzupassen und Probleme in der damals normalen Erdenwelt zu loesen - mit bei Bedarf fliegenden Motorraedern. Welch ein Humbug! Die Serie hat ausserdem ein unbefriedigendes Ende und sollte demzufolge aus der Galactica-Geschichte gestrichen werden.
Was heisst hier “sollte”? Sie wurde. Zumindest von vielen Fans und Fanseiten.

Mit der ab 2003 gestarteten “Battlestar Galactica”-Serie sollte das Thema in die filmtechnische Gegenwart gefuehrt werden und tatsaechlich war und ist das -bis auf wenige Referenzen- nicht mehr mit der Urserie vergleichbar. Allerdings habe ich nur einen Teil der ersten Staffel dieser neuen Serie gesehen und dabei schnell das Interesse daran verloren. Nach einem einigermassen gelungenen Pilotfilm flachte das Ganze ziemlich schnell ab. Vielleicht sind die aktuelleren Folgen besser, aber heutzutage schaut man, wenn ueberhaupt Zeit und Interesse zum DVD-Schauen da ist, doch lieber “24″ & Co.

Viele Leute haben bei “Star Trek” zunaechst gesagt, dass sie nie eine Serie ausser der Urserie mit Kirk und Spock akzeptieren wuerden. Captain Picard hat viele bekehrt und fuer nicht wenige ist “Deep Space Nine” der interessanteste Star-Trek-Ableger. Ich konnte jeder der Star-Trek-Varianten etwas abgewinnen, beim “Kampfstern Galactica” wird es aber wohl lediglich bei der Ur-Serie bleiben…

Weiterlesen: Treffende Kritik an “Galactica 1980″ (englisch)

Star Trek