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Archiv für die Kategorie ‘Videos’

Neuvorstellung der CD

23. August 2010 1 Kommentar

“40 Mark soll die Miniplatte kosten, das Abspielgeraet rund 2000 Mark.” Damals, im Jahr 1982, wusste man noch nicht, dass die “Miniplatte” alias die CD irgendwann mal auf Flohmaerkten fuer 1 Euro das Stueck erhaeltlich sein wuerde und dass die Abspielgeraete heutzutage auch HD-Videos bewerkstelligen, teilweise zum Preis von umgerechnet weit unter 100 Mark…

Hertie-Kaufhaus in Guetersloh, Schallplattenabteilung, ca. 1983/84: Ein schmaler, rechteckfoermiger Glaskasten steht auf einmal mitten im Vinyl-Reich. Darin befinden sich die ersten Compact Discs und ein aus heutiger Sicht recht klobig anmutender CD-Player. Vornehmlich gab es zunaechst Klassik-Scheiben der “Deutschen Grammophon” zu hoeren und zu kaufen, denn besonders die leisen Passagen der klassischen Musik sollten von den Klangeigenschaften der CD profitieren. Das erste, in punkto CD relevante Pop/Rock-Album erschien 1985 mit “Brothers In Arms” von den “Dire Straits“, welches auch gezielt fuer die CD-Spezifikationen produziert wurde und daraufhin ueber Wochen die Spitze der Album-Charts bewohnte.

Liest man eine dieser Originalpressungen heutzutage digital aus (siehe hier), so wird man feststellen, dass die Huellkurven im Vergleich zu heutigen Produktionen sehr flach sind. Damals setzte man noch sehr auf feine Dynamik, waehrend gegenwaertig bei fast allen Produktionen die Pegel sprichwoertlich bis zum Rand ausgesteuert werden. Auch hier zeigt sich, dass alles irgendwie lauter und “genormter” geworden ist…

Ein schoenes Zeitdokument ist dieses Video von der Neuvorstellung der CD im Jahre 1982:

KategorienMedien, Musik, Videos

Wonderful Life

16. August 2010 Keine Kommentare

Der Song “Wonderful Life” der englischen Elektronik-Band “HURTS” (aus Manchester) laesst viel Raum fuer zeitliche Zuordnungen, denn er wirkt zeitlos. Trotzdem haben sie es irgendwie geschafft, mit ihrem Sound umgehend Assoziationen in Richtung 80er-Jahre-Synthie-Pop auszuloesen und dabei trotzdem modern zu klingen.

Werner Reinke stellte dieses Lied kuerzlich in einen musikalischen Zusammenhang mit den Sounds der Band “Real Life” aus den achtziger Jahren. Und das ist auch nicht unbedingt von der Hand zu weisen. Mich erinnert der Rhythmus im Refrain immer ein wenig an “I know there’s something going on” von Frida (bzw. Russ Ballard & Phil Collins). Generell koennte “Wonderful Life” vielleicht auch in Schubladen mit der Aufschrift “Haircut 100” oder “ABC” hineinpassen, aber wenn man sich bemueht, koennte man auch die “Cutting Crew” und weitere Zeitgenossen wie z.B. die “Tears For Fears” heraushoeren. Der Song ist in dieser Version echt ein kleines Wunder, denn mehr 80er passen kaum in moderne vier Minuten…

KategorienMusik, Videos

Star Wars Underground

19. Juli 2010 Keine Kommentare

Die Grenze zwischen Realitaet und Fiktion ist bei vielen Menschen nicht klar definiert, aber manchmal geschieht dies auch mit Absicht und bringt dadurch etwas Spass in den Alltag.
Man stelle sich vor, dass waehrend einer Bahnfahrt ploetzlich Indiana Jones mit seiner Peitsche durch die Gaenge rennt, Captain Kirk einen Klingonen verfolgt oder Harry Potter die Klimaanlage des ICEs repariert. Fiktion? Vielleicht.
Doch das Darth Vader durchaus weiss, was eine U-Bahn ist, beweist das folgende Video :-)

KategorienVideos

Gimme hope, Joachim!

3. Juli 2010 1 Kommentar

Es gibt sie meistens schon Wochen vor einer Fussball-WM oder -EM: Die Songs, die die feiernden Massen begleiten sollen. Zielgerichtete Produktionen, die oftmals ihre Wirkung nicht verfehlen. Diesmal sind Shakira’s “Waka Waka” und K’naan’s “Waving Flag” die international erfolgreichsten Beitraege dieser Art.

Doch es ist immer wieder erfrischend zu sehen, welche Eigendynamik so etwas entwickeln kann, wenn so ein Wettbewerb erstmal angelaufen ist. Die Lena-Parodie von “Uwu Lena” machte in Deutschland den Anfang und der Grand-Prix-Siegertitel “Satellite” mutierte zu “Schland-o-Schland“, was letztendlich mit einem Plattenvertrag belohnt wurde.

Aber viel pfiffiger und witziger ist die neue Version vom alten Eddy-Grant-Oldie “Gimme hope, Jo’anna” der deutschen Formation “Basta“, die vor allen Dingen durch das witzige Video gewinnt. Inspiriert durch die TV-Serie “South Park” enthaelt das Filmchen doch einige schwarzhumorige Andeutungen.


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Mittlerweile gibt es eine weitere, textlich etwas aktualisierte Version davon: Link zum Video

“Die Vier Sterne” haben mit “Nur Italien nicht! (Wer den Cup gewinnt, ist scheiss egal)” einen recht eingaengigen und nicht boese gemeinten Song gemacht…


Zum Video (neues Fenster)

…was auch von italienischer Seite her humorvoll beantwortet wurde: Link zum Video

Also, da ist derzeit richtig Bewegung drin. Nicht nur auf den Fussballfeldern Suedafrikas…

Update vom 7.7.2010:
An dieser Stelle war fuer kurze Zeit ein 26-sekuendiges, selbstgemachtes “Video” (eigentlich waren es nur drei Standbilder mit Ton) verlinkt, in dem am 3.7.10, also kurz vor dem Spiel Deutschland gegen Argentinien, nur (!) der Refrain des Liedes “Nur Italien nicht” einmal (!) leicht abgewandelt (“Argentinien” statt “Italien”) gesungen wurde. Dieses Video wurde durch die Agentur, die zumindest einen der vier Mitwirkenden in dem oben verlinkten Originalvideo vertritt, bei YouTube gesperrt. Eigentlich im Nachhinein voellig zurecht, sorry dafuer! Das Video war nicht boese gemeint und hatte keinen kommerziellen Hintergrund. Es sollte auch nur ein kleiner Scherz sein und vor allen Dingen etwas Aufmerksamkeit auf das Original lenken, das sich derzeit wirklich zu einem richtigen Ohrwurm entwickelt. Aber es scheint noch einen weiteren Grund fuer die Sperrung (es wurde mittlerweile auch vollstaendig geloescht und wird nicht mehr weiter verbreitet) gegeben zu haben und das duerfte die offizielle, mir bis gerade eben noch unbekannte, neue Version des Songs sein, die am 6.7.2010 bei YouTube eingestellt wurde und jetzt gerade, waehrend diese Zeilen entstehen, 310 Aufrufe aufweist. Doch dabei wird’s garantiert nicht bleiben, denn das Original wurde schon ueber 800.000mal angeklickt.
In dieser neuen Version singt Dittmar Bachmann alias “Der Viate Stern” dann auch (Zitat): “Wer den Cup gewinnt, ist scheiss egal, nur Italien nicht und Argentinien nicht… (…)”.
Tja, so kann’s gehen :-) Hier der Link zur neuen Video-Original-Version

KategorienMusik, Videos

Hofgeschichten und ein Bandoneon

29. Juni 2010 2 Kommentare

Als Einleitung zitiere ich den Chillerstadt-Blog von Markus Kaes:

Ein Dorf nicht weit von Stuttgart, seine Geschichte und seine Geschichten aus 250 Jahren: Zum Jubiläum dieser kleinen Gemeinde, die sich als Gemeinschaft versteht, haben Sven Kucher, Stefan Morgenstern, Mark Lohrmann und Tobias Kurzweg einen Film gedreht, der daran erinnert, dass es nicht immer schneller, größer, lauter sein muss – manchmal darf es auch ruhiger, kleiner und persönlicher sein. Zu diesem Film habe ich die Musik beigetragen, hier ein kurzer Ausschnitt:


Zum Video (neues Fenster)
| bei YouTube | bei Vimeo

Hier kommt übrigens zum ersten Mal mein Bandoneon ins Spiel, ein wunderbares, aber äußerst schwieriges Instrument, für mich absolutes Neuland … aber das ist eine andere Geschichte.”

…und genau diese andere Geschichte kommt jetzt :-)

Mein Grossvater vaeterlicherseits hat in fruehen Jahren gerne und oft Bandoneon gespielt. Doch irgendwann wanderte dieses mittlerweile historische Instrument erst auf den Dachboden und spaeter in den Keller, wo es ueber Jahrzehnte gelegen hat. Nachdem mein Opa spaeter leider auch einen Schlaganfall erlitt, mit dem er danach noch einige Jahre lebte, war an das Bandoneon-Spielen nicht mehr zu denken. Er starb in den 90er Jahren.

Vor ungefaehr zwei Jahren begann ich damit, alte Sachen, die hier unbenutzt herumlagen, zu sichten und sie gegebenfalls zu reparieren oder zu verkaufen. Dabei kam auch das alte Bandoneon wieder ans Tageslicht und mehr oder weniger zufaellig wurde Markus Kaes aufgrund eines Gespraechs mit mir darauf aufmerksam. Zuvor hatte er auch erwaehnt, dass er so ein Instrument suchen wuerde. Ich schickte ihm ein paar Fotos des hiesigen Exemplars und er war gleich Feuer und Flamme. Das Einigen auf einen adaequaten Preis war trotz des sichtbaren Gebrauchtzustandes reine Formsache und ich schickte ihm das Geraet zu. Eine eigentlich im Spass formulierte “Bedingung” nahm Markus aber dennoch ernst, denn ich schrieb ihm, dass die erste MP3-Datei, die unter Zuhilfenahme dieses Geraetes zustande kaeme, “meine” sei :)

Tja… und gestern kam diese Datei tatsaechlich hier an. Es ist das kleine Musikstueck, welches unter den obigen Film gelegt wurde. Tja, ein Mann – ein Wort. Mein Opa haette sich sicherlich sehr gefreut und ich empfinde das auch als etwas Besonderes. Somit hat der Klang des Bandoneons seinen Weg in die Gegenwart gefunden und dieser Blogbeitrag ist ein tolles Beispiel dafuer, wie schoen sich gewisse Dinge manchmal fuegen koennen. Markus, vielen Dank!

KategorienDiverses, Musik, Videos