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Chrome OS: Alles online oder was?

Man nehme einen Browser, blaehe ihn zu einem “Betriebssystem” auf und fertig ist: Chrome OS. Koennte man meinen. Aus dem Hause Google kommt die Idee, eine Art Exklusiv-Anwendung zu kreieren, die im Grunde genommen einer Terminalfunktion fuer Vorgaenge im Internet gleichkommt. Der ohnehin nicht unumstrittene “Chrome”-Browser bildet das Frontend zum derzeit noch recht lahmen Unterbau.

Das Ganze ist noch nicht fertig, viele Leute basteln gegenwaertig daran, natuerlich auch an der Geschwindigkeit. Ein interessantes Video erklaert den Sinn und Unsinn des neuen Betriebssystems, welches sogar Microsoft das Fuerchten lehren soll und es bleibt zumindest ein Einwand letztendlich bestehen: Was ist, wenn ich meine (persoenlichen) Daten eben nicht im Internet ablegen moechte?

Es stellt sich die Frage, ob es gut ist, wenn gewisse Dinge laut Vision der Google-Macher zukuenftig nur noch online ablaufen sollen. Die Matrix laesst gruessen…

Das System kann derzeit als virtuelle Festplatte z.B. fuer Virtualbox heruntergeladen und ausgiebig getestet werden. Somit beeinflusst es das normale, auf dem Testrechner vorhandene Betriebssystem nicht. Den kostenlosen und legalen Download gibt es hier: Chip Online

Fakt ist, dass die Kernidee, die hinter Google’s Vorstoss steckt, mit fast allem bricht, was traditionelle Computernutzung angeht. “Cloud Computing” heisst das Zauberwort, welches bei diesem System auch als Passwort haette dienen koennen. Ein Vorteil: Die Hardwareschlachten waeren erstmal passé, denn der eigene Rechner muss ja nicht mehr viel machen, es wird quasi fuer den Moment gelebt und so gut wie nichts zwischengelagert. “Toll”, mag der eine jetzt denken waehrend der andere die Nase ruempft.

Dem “muendigen” Anwender wird der lokale Speicher immer lieb und teuer sein, egal, von welchem Betriebssystem er gesteuert wird. Ob Chrome OS in die Liga von Apfel, Kleinweich und Tux aufsteigen wird, darf an dieser Stelle durchaus bezweifelt werden. Allerdings macht Google sich die Allgemeinheit zunutze, denn das System ist zumindest in der jetzigen Entwicklungsphase frei verfuegbar und jeder darf seine Ideen mit einbringen. Das ist zumindest ein kleiner Pluspunkt, aber das hatten wir beim “echten” Linux auch schon…

KategorienComputerkram
  1. 22. November 2009, 01:30 | #1

    Ja ich bin von der Idee auch nicht angetan. Meine Daten habe ich doch gerne unter Kontrolle und auf meiner eigenen Festplatte. Und das Fernbackup auch nur auf dem eigenen Server. Eine Webseite ins Netz stellen oder ein Profil auf diversen Web 2.0 Plattformen ist das eine, aber wirklich alles übers Netz laufen zu lassen finde ich etwas übertrieben.

  2. 23. November 2009, 16:08 | #2

    Nein, der mündige Bürger wird selbst entscheiden ob er das gut oder schlecht findet und nicht automatisch die Nase rümpfen.
    Jeder wird seine Argumente dafür oder dagegen haben. Peinlich wirds eben nur wenn man versucht seine Meinung dem mündigen Bürger aufzuzwingen. Das verträgt dieser nähmlich nicht sehr gut.

    vg
    Andreas

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