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Smartphone franzoesisch

Mein erstes Handy ueberhaupt war ein Motorola M3888, welches es um das Jahr 1999/2000 herum fuer 100 DM inklusive 10DM Gespraechsguthaben gab. Es folgten das beruehmte Nokia 3310, das 6230i, ein Sony W810i, ein Samsung Galaxy Y, ein Samsung Galaxy Ace 2. Nun, nach 15 Jahren Handynutzung, kommt das erste No-Name-Produkt daher. Oder doch nicht?

Ich war ueberrascht, als ich hoerte, dass die Firma WIKO in Frankreich nach Apple und Samsung der drittgroesste Smartphone-Anbieter ist. In einem hiesigen EXPERT-Laden stiess ich auf das Modell „Wiko Darkmoon“ – und war ueberrascht, was dieses fuer gerade mal 159 Euro zu bieten hatte. Der Verkaeufer meinte, dass das Geraet ungefaehr auf dem Niveau des Samsung Galaxy S3 liegen wuerde, was sogar einigermassen zutreffend ist.

Das „Darkmoon“ ist ein schoen flaches, leichtes Geraet mit 4,7-Zoll Display, welches noch bequem in die Hosentasche passt. Die Grafik ist klar, scharf und deutlich; umstaendliches Scrollen auf Webseiten faellt nahezu komplett aus.

Ob man tatsaechlich eine 5-Megapixel-Frontkamera braucht, sei dahingestellt, aber damit macht man bei Skype & Co. sicherlich eine besonders gute Figur, wenn gewuenscht. Die hintere 8-Megapixel-Kamera liefert sehr ordentliche, scharfe Bilder. Allerdings muss man sich etwas mit ihr vertraut machen, um entsprechend-gute Bildergebnisse zu erzielen. HD-Videoaufnahmen gelingen ebenfalls, allerdings leider „nur“ im 3GP-Format. Hier waeren MP4 oder AVI wuenschenswerter gewesen. Trotzdem bereitet die Weiterverarbeitung der Videos am PC keine Schwierigkeiten…

Der Lautsprecher ist ueberraschend wohlklingend und laut genug. Die Verstaendlichkeit bei Telefonaten laesst keine Wuensche offen. Das Geraet verfuegt ueber ausreichend Speicherkapzitaeten, die sich via Steckkarte noch erweitern lassen. Desweiteren koennen zwei SIM-Karten eingesteckt und somit zwei verschiedene Nummern verwaltet werden. Bei Benutzung von nur einer SIM-Karte nervt der nach jedem Start zu lesende Hinweis, dass keine zweite SIM-Karte vorhanden ist, was hoffentlich demnaechst durch ein Software-Update abgestellt werden wird. Der Hinweis laesst sich aber schnell wegdruecken und bleibt dann auch unterdrueckt – bis zum naechsten Neustart…

Kratzfestes Gorilla-Glas gibt es in diesem Preissegment nur selten bis gar nicht und somit ueberrascht das Wiko auch an dieser Stelle durch das Vorhandensein desselben. Das Android-Betriebssystem 4.2.2. ist vom Werk her nicht ueberladen und laeuft bisher fehlerfrei. Anlass zur Kritik bietet allerhoechstens noch die Tatsache, dass der Akku fest verbaut und nicht austauschbar ist. Doch ist dies bei vielen anderen Modellen inklusive iPhone ja auch „normal“ und stellt an dieser Stelle kein Problem dar. Das Geraet haelt bei normaler Nutzung jetzt schon zwei Tage durch, der Akku wird erst nach weiteren Ladezyklen seine volle Kapazitaet erhalten.

Alles in allem macht dieses Geraet wirklich einen sehr (!) guten Eindruck und wird in punkto Haltbarkeit hoffentlich den hiesigen Vorgaengern nicht nachstehen. In zwei Jahren sehen wir mal weiter… :-) | Wiko-Darkmoon-Amazon-Link (unterstuetzt diese Seite)

KategorienComputerkram
  1. Totti
    3. August 2014, 12:21 | #1

    Hallo Norman, ich kann das nur bestätigen. Habe auf deine Empfehlung das WIKO Rainbow im selben Laden gekauft, weil es just gestern für 159Euro im Angebot war, ist aber fast baugleich mit dem Darkmoon. Ich kann nur sagen, TOP, O.K. wenn man von einem Samsung Galaxy 1 auf ein aktuelles Gerät umsteigt, liegen Welten dazwischen, nur ich finde das Preis/Leistungsverhältnis echt klasse und habe bisher noch keine negativen Punkte gefunden. Super Display und echt schnell. Dual-Sim nutze ich jetzt auch. Astrein. Klar, der Akku ist in den ersten Tagen, wenn man ordentlich rumdaddelt natürlich schnell am Ende, Super ist aber der Stromverbrauch im Standby! Auf diesem Wege deshalb: DANKE für die Info!

  1. 24. Mai 2017, 14:33 | #1
  2. 26. Mai 2017, 11:49 | #2