Home > Diverses > Die unfreiwillige Schranke

Die unfreiwillige Schranke

Es ist unglaublich. Diese Zeilen entstehen ungefaehr 45 Minuten nach einem einschneidenden Erlebnis. Der Schreiber dieser Zeilen faehrt nach einer netten Party in der hiesigen Weberei mit dem Fahrrad durch die in der Kerninnenstadt gelegene Fussgaengerzone auf dem zugewiesenen Radstreifen gen Heimat. Mittendrin lungern ein paar Jugendliche mit -wie es im Pressejargon immer heisst- “suedlaendischem Aussehen” herum. Einer derjenigen steht spontan auf und haelt seinen rechten Arm “schrankenmaessig” in den Weg, mit den in gebrochenem Deutsch gesprochenen Worten: “10 Euro Zoll”. Der nahende Radfahrer “zieht durch”, wie man so schoen sagt, und hoert nach dem Durchbrechen der Sperre noch die Worte: “Du W**er, f*ck deine Mutter”.

In Anbetracht der Tatsache, dass der Radfahrer sowieso in der Unterzahl gewesen waere, begnuegt er sich mit den -zugegebenermassen populistischen- Worten: “Geh` dahin, wo du hergekommen bist” und setzt den Heimweg fort. Das Echo bleibt aus.

Ich sage es ungern, aber aus tiefstem Herzen: “Das man sich sowas im eigenen Land bieten lassen muss, ist schon heftig…”

Keine (!) der jetzigen und bisherigen Regierungen hat sich diesbezueglich bisher mit Ruhm bekleckert und ein (praeventives?) Patentrezept kennt der Schreiber dieser Zeilen zugegebenermassen auch nicht, doch eine (nach aussen hin sicherlich “platt”-klingende) Erkenntnis bleibt leider: “So kann es nicht weitergehen…” :(

KategorienDiverses
  1. Anti-Christ
    14. April 2007, 07:27 | #1

    Leider ist man immer alleine unterwegs wenn einem solche nettigkeiten passieren.

    Ansonsten verstehen diese Art Typen nur eine Sprache.

    Laut sagen darf man es ja leider nicht. Schade.

    Aber besser du bist weiter gefahren als nen Messer zwischen den Rippen.

    der Anti-Christ

  2. 17. April 2007, 08:10 | #2

    Ätzend, zweifellos.
    Aber solche A-löcher findest du immer und überall.

    Ob allerdings die “Herkunft” die Erklärung dafür liefert, möchte ich bezweifeln.

    Grüße,
    markus

  3. 17. April 2007, 10:29 | #3

    Naja, Markus, Fakt ist, dass wir hier in der Gegend (und anscheinend nicht nur hier) gerade mit Jugendlichen, die einen Migrationshintergrund aufweisen, diesbezueglich viele Probleme haben.
    Wenn man sich z.B. mal mit einem Polizisten unterhaelt (wie ich kuerzlich mit einem Kommissar), bekommt man doch ein sehr truebes Bild von “der anderen Seite des Nachtlebens”. Leider war dieses auch nur einer von mehreren Vorfaellen, die mir oder Leuten aus dem Bekanntenkreis passiert sind.
    Das solche Verhaltensweisen zwingend mit der Herkunft zusammenhaengen, ist sicherlich nicht zu beweisen und soll hier auch nicht generell unterstellt werden, aber dass sie oftmals (oder besser gesagt: manchmal) dazu beitraegt, ist zumindest statistisch belegbar….

  4. Norman
    26. April 2007, 00:11 | #4

    Ich wurde auf einen Text hingewiesen, der auf einem “Blog” veroeffentlicht wurde, den ich eigentlich meide. Dieser Text, sollte er sich auf diesen Beitrag beziehen, unterstellt, dass hier auslaenderfeindliche Tendenzen in die Welt gesetzt wuerden. Es ist schon erstaunlich, was manche Leute fuer eine Phantasie entwickeln, wenn es darum geht, ein auf ihrer Seite anscheinend immer schon vorhanden gewesenes, festgesetztes Klischeebild mit Phrasen zu untermauern.
    Mein Text ist lediglich eine -zugegeben emotionale- Schilderung dessen, was passiert ist. Waeren es Deutsche gewesen, so haette “Mann” das auch deutlich gesagt. Waren es aber nicht. Auffaellig ist lediglich die erwaehnte Statistik. Und die geistert ja nun recht haeufig durch die Medien. Ich habe selbst einige auslaendische Bekannte (und Freunde!) und niemals ein Problem damit gehabt, genausowenig hat mich jemals interessiert, welchen sozialen Hintergrund jemand hat. Hauptsache, es handelt sich um einen guten Menschen. Viele Eindruecke stimmten, manche leider auch nicht… Nobody is perfect!

  1. Bisher keine Trackbacks