Zensur…
Aus dem PC-Welt-Redaktionsblog:
Einigen kritischen Bloggern könnte es bald juristisch an den Kragen gehen. So berichtet das Manager-Magazin von einem Urteil des Hamburger Oberlandesgerichts, wonach Firmen Ihren Firmennamen nicht in privaten Blog-Namen dulden müssen. Schlechte Sache für die Meinungsfreiheit und für kritische Medienwatch-Projekte – als erstes Opfer fiele mir da (ebenso wie den Kollegen vom Manager Magazin) Niggemeiers Bildblog ein.
Na toll! Das betrifft anscheinend zunaechst nur die eigentlichen Blognamen an sich, aber in Deutschland ist ja bekanntlich alles moeglich, wenn es um detaillierte (=uebertriebene!) Regelungen geht. Der zweite Schritt waere dann, dass wir diese Namen auch nicht mehr in den Blogartikeln selbst nennen duerfen, oder wie? Dann schreiben wir demnaechst in den Privatblogs ueber “2+1Sat”, “Die Automarke mit dem Stern”, “Blöd-Zeitung”, “Third-1 Life”, “WMB reverse”, “pinkfarbene Telefonabieter”, “2″ (als Synonym fuer “1und1″), “Suppenzusatz in brauner Flasche” (Maggi) oder “Winzigweich” (Microsoft). Spitzenidee… :(


Das wiederum ist unwahrscheinlich. Berichten über etwas darfst Du immer und in jedem Fall unter Nennung des Namens. Und das wird auch so bleiben (es sei denn, man schafft Artikel 5 GG ab). Aber ein Blog-Name, der fällt sicher unter Markenrecht und damit stehen kritische Blogger schnell vor Gericht oder erhalten Abmahnungen.
Viel spannender finde ich die Frage, was wäre mit “Bahnhasserblog.de”, “Postaerger.com” etc. (nur fiktive Namen), also Begriffen aus dem täglichen Sprachgebrauch.
Sehr super ja :-(
Ich denke da gerade an einen komischen Videocaster mit scheinbar einem Markenartikel im Blog-Namen….