Schlag den HaMa
“HaMa” ist die am gestrigen Samstagabend haeufig bei Twitter verwendete Kurzform des Namens “Hans-Martin”. Der wiederum gehoert einem jungen Mann, der an diesem Abend innerhalb der erfolgreichen Fernsehsendung “Schlag den Raab” anfaenglich vom Publikum ausgewaehlt wurde, um gegen Stefan Raab anzutreten. Es sollte es bereuen… …oder doch nicht?
Das, was sich da auf dem Bildschirm abspielte, war in mehrerer Hinsicht beispiellos. Der 24-jaehrige, sportliche Kandidat mit einer Vorliebe fuer Traubenzucker brachte es innerhalb kuerzester Zeit zustande, nahezu das gesamte Hallenpublikum gegen sich aufzubringen. Markige Sprueche, Selbstbeweihraeucherungen und andere, merkwuerdige Verbalattacken liessen schnell darauf schliessen, dass Hans-Martin zumindest ein -vorsichtig ausgedrueckt- gesundes Selbstbewusstsein hat. Am Ende gewann er gegen Stefan Raab im “Muenzenschnipsen” und trug somit 500.000 Euro Preisgeld mit heim. Zugegeben, er hat gut gekaempft, das kann man ihm nicht absprechen. Aber, wie heisst es doch so schoen: “Der Ton macht die Musik”. Und Hans-Martin traf leider zum Unmut der Zuschauer gerne mal den falschen Ton. Stefan Raab selbst sagte, dass er generell ungern verlieren wuerde, “aber heute ganz besonders”, worauf Hans-Martin flapsig erwiderte, dass er hergekommen sei, um das Geld zu gewinnen und nicht, um Raab’s Freund zu werden. Auch eine Einstellung…
Viel interessanter als das Geschehen auf dem Bildschirm war aber die grosse Anteilnahme, die via “Twitter” zu verzeichnen war. Innerhalb kuerzester Zeit schaukelte sich das Treiben dort hoch, die schriftlichen Attacken gegen “HassMartin“, wie er dort schon nach wenigen Minuten Sendezeit genannt wurde, haeuften sich und nahezu ausnahmslos jeder, der einen “Tweet” mit dem “Hashtag” “#sdr” beendete (was fuer ein Kauderwelsch, gell? :)), war pro Raab und contra “HaMa”.
Sollte Hans-Martin sich diese Twitter-Historie irgendwann einmal durchlesen, braeuchte er mit Sicherheit jedes Quentchen seines Selbstbewusstseins und seines IQs, den er in der Sendung selbst mit “143″ angab. Die Twitter-Kommentare waren emotional, spontan und meistenteils nicht nett (was noch harmlos ausgedrueckt ist). Aber sie zeigen, wie schnell dieses Medium ist und wie schnell etwas in den siebten Himmel gehoben und/oder verrissen werden kann. “Brot und Spiele”…
So gesehen moechte man jetzt nicht unbedingt in Hans-Martin’s Haut stecken, aber der wird sich aufgrund seines Gewinns sicher denken, dass 500.000 Euro doch ein gutes “Schmerzensgeld” sind. Und unter dem Strich hat die Sendung bestens unterhalten, denn spannend war es sprichwoertlich bis zuletzt. “Schlag den Raab” ist zwar viel zu werbelastig, aber konzeptionell sicherlich eines der derzeit interessantesten Show-Formate im deutschen Fernsehen…
Update:
Beim “virtuellen Sonntagmorgenspaziergang” fanden sich weitere Beitraege zum Thema z.B. hier:
Artikel bei Welt Online / Blogeintrag bei Scherzinfarkt.net / Artikel bei RP-Online


also sein seltsames verhalten wäre sicherlich durch drogen zu erklären, vermutlich ein amphetamin oder halt kokain. die pupillen, der “toilettengang”, das anschließende nase hochziehen und die nasale stimme, die aufgekratztheit, passt alles zusammen…
Ich hoffe die testen den mal…
was meint ihr dazu???
ich glaube der typ war einfach nur ein spast.
einer der wenigen “hochbegabten” die irgendwie doch noch in der lage sind soziale beziehungen zu halten oder zu knüpfen.
aber ich würde mich natürlich freuen wenn man nachträglich einen drogentest machen würde und dieser in seinem falle positiv ausfiele. das wär super.
hans-martin ist einfach wahnsinnig unsympathisch.
das hab ich im Schlag-den-Raab-Forum gefunden:
http://www.file-upload.net/download-1884949/Abibuch.rar.html
zieht euch das unbedingt rein. Das hat einer aus seiner Stadt (Pinneberg) hochgeladen. Sind Ausschnitte aus seinem Abibuch. Dort hat er den Spitznamen “Amok-Hans”. Das beste sind aber die Kommentare seiner Mitschüler auf der 2. Seite.
Das zeigt ganz klar, dass seine unsympathische Art nichts mit Aufregung oder so zu tun hat. Das war schon immer so und hatte in der Schule auch keine Freunde…
Ich hab die Sendung nicht von Anfang an gesehen gestern. Fand dieses “mit sich selbst sprechen” bei Volleyball relativ befremdlich. Der Buschmann hat sich ja darüber auch fast ein wenig lustig gemacht…
ProSieben hat in den Nachrichten einen Nachbericht zur Sendung gebracht. Am Ende wurde erwähnt, dass Hans-Martin von seinem Geld u.a. eine Fete für seine Freunde geben will. Der Kommentar “wieviele Freunde er hat, hat er nicht verraten” war allerdings polemisch und überflüssig… Aber das ist halt Privat-TV.