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Endlich ordentliche MP3-Downloads!

Das ist es! Tschuess iTunes und wie sie alle heissen…

Legale Musik-Downloads zu einem fairen Preis, in ordentlicher Qualitaet, ohne DRM und in einem allgemein-kompatiblen Format – das war bis vor gar nicht allzu langer Zeit noch voellige Utopie.

Das folgende soll wirklich keine platte Werbung sein, es ist ein kurzer Erfahrungsbericht ueber eine neue Plattform, die zumindest dem Schreiber dieser Zeilen exakt (!) das Gewuenschte bietet.

Via Amazon.de kann man seit kurzem auch komplette Alben oder einzelne Songs als MP3-Dateien herunterladen. Die Auslieferung erfolgt natuerlich sofort nach der Bestellung – als normaler Download.
In diesem Fall habe ich mich mal testweise fuer den “HDL-Song” von “Jasper” entschieden, allein schon deswegen, weil dieses Lied schon durch einige Podcasts gegangen ist und der Interpret Unterstuetzung verdient hat.

Die folgenden Bilder lassen sich durch Klick vergroessern…

Der Bestellvorgang ist denkbar einfach und duerfte fuer Leute, die ohnehin schonmal etwas bei Amazon bestellt haben, intuitiv zu bewaeltigen sein. Zunaechst geht es auf die MP3-Angebotsseiten und man sucht sich etwas aus. Viele gaengige Alben gibt es fuer ca. 5 Euro, einzelne Songs fuer ungefaehr einen Euro.

Der gewuenschte Song wird angeklickt und danach in den virtuellen “Einkaufswagen” verschoben. Wurden alle Titel ausgewaehlt, klickt man auf “Zur Kasse gehen” und eine optionale Installation eines “Amazon-MP3-Downloaders” wird angeboten, der bei der Integrierung der kommenden Files in ein etwaiges iTunes- oder Windows-Media-Player-System helfen soll. Dieser Schritt wurde hier einfach uebersprungen, da ein eigenes System vorhanden ist. Letztendlich startet der Download sofort und automatisch ueber den Browser, wenn auf “Bestellung abschicken” geklickt wurde. Abgerechnet wird beispielsweise per Bankeinzug. Die MP3 war in wenigen Sekunden hier und abspielbereit.

Der “HDL-Song” duerfte wohl nicht mehr “podsafe” sein, da er mittlerweile bei Sony Music erschienen ist. Dafuer ist es eine neu-eingespielte Version, die sehr gut klingt. Die Datei hat allerdings nicht die urspruenglich erwarteten 256 kbps durchgehend-konstant, sondern ist variabel codiert. Die Bitrate schwankt also je nach Anforderung zwischen 192 und 320 kbps, also um den angegebenen Wert herum, was auch voellig in Ordnung ist. Die Datei ist ohne digitalen Kopierschutz und kann somit so oft wie gewollt gebrannt, gehoert oder kopiert werden.

Es muss keine proprietaere Software, die z.B. irgendwelche traegen Quicktime-Speichermonster in den Autostart schreibt, installiert werden. Das ist ein grosser Pluspunkt. Zudem haben die Dateien eine sehr gute Qualitaet, es gibt eine grosse Auswahl und groesstenteils sehr faire Preise.

Einwandfrei, ich bleib’ dabei… (fuer diesen Beitrag erfolgte leider kein Sponsoring durch Amazon.de :))

KategorienComputerkram, Medien, Musik
  1. 14. April 2009, 16:13 | #1

    … das monströse iTunes-Programm (mit seinem unsäglichen Update) als grober Klotz hinter den iTunes-Store ist sicherlich noch das große Minus der Musik-Downloads darüber; was aber DRM und Bitrate der iTunes-Musik angeht, kann man sich hier (meiner Meinung nach) auch nicht mehr beschweren.

    Ansonsten aber bin ich auch hoch erfreut, dass Amazon *endlich* in den deutschen Markt gekommen ist (und ich habe auch schon einen Song darüber gekauft, der im iTunes-Stor *nicht* verfügbar war!) — hoffentlich ist das für Apple genug Anreiz, auch einen Web-Based-iTunes-Store anzubieten, der ohne Monster-iTunes-App auskommt. Gibt es den nicht sogar schon, wenn auch nur für iPhone-Nutzer?

  2. Sebastian
    14. April 2009, 19:21 | #2

    geht mir genauso wie dir Norman, exakt das, was ich mir unter Musik-Download vorstelle.
    Kein DRM, kein Softwarezwang, gute Qualität.
    Die ersten 15€ hab ich schon in Amazons MP3 Angebot gesteckt ;)

  3. Jürgen
    14. April 2009, 22:09 | #3

    Zeit ist es ja geworden, dass hier in D endlich was passiert. Mir war als Windows-Nutzer iTunes schon ein Dorn im Auge, jetzt als Nur-Noch-Linux-Nutzer fiel das sowieso flach. Als Amazon seinen Musikdownload in den USA mit einem Downloadprogramm startete, habe ich schon abgewunken: mit proprietärer Software nur für Windoes wird das nix. Zum Glück haben sie die Kurve bekommen. Und ich garantiere: das wird ein Hit und alle werden sich verwundert die Augen reiben, dass in D sooooo viel Musik *gekauft* wird.
    Achja und die Preise werden sicherlich auch noch runter gehen, wenn im Sommer Napster nachzieht und Apple merkt, dass ihnen jede Menge Geschäft wegbricht.

    Meint
    Jürgen

  4. 14. April 2009, 22:41 | #4

    Nach gut 300 gekauften Songs über AmazonMP3, möchte ich auch kurz meinen Senf dazu geben. Als Kunde möchte man es Einfach haben. iTunes war mir immer zu ‘umständlich’. Ich brauchte keinen weiteren Player, keine weitere Verwaltung, kein Syncronisieren-Quatsch, keinen weiteren Mini-Browser, um überhaupt auf ein Angebot zugreifen zu können. Diesen Software-Zwang finde ich nicht besonders Kundenfreundlich.

    AmazonMP3 kann ich als Kunde einfach nutzen. Ohne grossen Firlefatz! Kaufen, Download, Musik hören! Das alles über den Browser MEINER Wahl, den Player MEINER Wahl. DRM frei.

    Alle bis jetzt gekauften Titel liegen im 256kbit VBR vor. Die Codierung liegt bei alles Songs bei einer variablen Bitrate. Laut Amazon.

    Wer ein oder mehrere Alben kauften möchte, kommt allerdings nicht um die zusätzliche Software herum. Der Amazon-MP3-Downloader wird dafür benötigt. Ein kleines Programm, welches im Hintergund die Downloads managed, ist von meiner Seite aus zu verschmerzen. 250 Lieder wurden damit Ruckzuck und ohne Probleme heruntergeladen.

    Das ist ne Runde Sache! So macht shoppen Spaß!

  5. Graulv
    18. April 2009, 12:05 | #5

    Auch ich bin vom Amazon MP3-Angebot begeistert, auch wenn ich in der Regel lieber die Original-CDs im Regal habe.
    Das MP3-Angebot, so habe ich festgestellt, ist ganz besonders dann interessant, wenn man nach Alben sucht, die nicht mehr im normalem Verkaufsprogramm sind und dann gar nicht oder nur völlig überteuert von Gebraucht-Händlern zu beziehen sind. (z.B. R.Wahnfried – “Tonwelle” ca. 75,-€ gebraucht gegenüber 9,90 € MP3). Gleiches gilt auch für nicht mehr lieferbare Maxi-Single CDs.

    Sehr interessant ist auch das Stöbern bei Musikern, die bereits seid längeren nicht mehr unter uns weilen, wie z.B. einige Blues- und Jazzmusiker. Da scheint Amazon neben all den für mich eher uninteressanten Samplern auch alle möglichen (nicht mehr erhältlichen) Original-Alben aus den Keller geholt zu haben. Zum Beispiel bekommt man unter ‘Ella Fitzgerald’, wenn man den etwas versteckten Link [Alle Alben des Künstlers] anklickt, etwa 240 Alben aufgelistet.

    Leider scheinen aber auch einige Künstler ihre Alben (noch) nicht auf diese Weise verkaufen zu wollen. Meine Suche nach ‘Peter Gabriel’ brachte beispielsweise nur 3 Treffer hervor.

    Bei all der Kauffreude sollte man aber auch immer den Preis im Auge haben. Ich habe bemerkt, dass einige CDs in Hardware günstiger waren als der MP3-Download; und da greif ich dann doch lieber zur Silberscheibe.

    Viele Grüße nach Gütersloh
    Danke für Deinen tollen Podcast und Dein Blog
    Graulv

  6. 23. April 2009, 13:34 | #6

    Yeah. Genau mein Nerv getroffen. Ich kann iTunes nicht ab, installiert ungefragt Dienste unter Windows die fleissig nach Hause und sonstwo hin telefonieren. Von den überteuerten Verkaufspreisen (sogar aufschlag weil ja jetzt ganz toll ohne DRM) und den wenigen abgaben an den Künstler ganz zu schweigen. Apple hat den Knopf erfunden den niemand braucht und jeder denkt er muss ihn haben, applaus dafür aber das reicht dann auch.
    Alternativen gibts vielleicht noch Napster und Zune Market, wo man für 15$ im Monat leider nur eine kleine Auswahl von 2-4 Millionen DRM verseuchten MP3`s erhält. Gerade mal 5% von dem was das Internet zu bieten hat, echt traurig. Nunja, bis dann endlich die 1$ p2p-pauschale pro Monat von jedem Internet Nutzer abgezwackt wird und herausgefunden wurde wie man denn am besten feststellt, was von wem runtergeladen wurde damit der Copyright Inhaber auch seinen Obulus vom Kuchen abbekommt, gehen noch ein paar Leute in den Knast und müssen horrende Strafen ablöhnen.
    Bis ein Licht aufgeht: Moment mal, wir sollten vielleicht aufhören gegen Filesharing zu kämpfen, sondern Wege finden davon zu profitieren. Klingelingeling!

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