Flohmarktvinyl: Rick Astley – Free

7. November 2017 Keine Kommentare

„You have been rickrolled“ – „…ist ein Scherz im Internet, bei dem ein ahnungsloser Internetnutzer auf ein Videoportal geleitet wird, auf dem ihm das Musikvideo des Liedes „Never Gonna Give You Up“ von Rick Astley präsentiert wird.“ Schreibt die Wikipedia.

Auch ich bin irgendwann mal darauf hereingefallen und war in dem Moment gar nicht so erzürnt, denn Rick Astley’s Megahit klingt auch heutzutage noch einigermaßen nett. Doch sollten ihm weitere Singles folgen, die viel zu sehr nach ihm klangen und die eindeutig die Handschrift seines damaligen Produzententeams „Stock-Aitken-Waterman“ trugen. Dieses nahm auch Kylie Minogue, Jason Donovan und weitere unter seine Fittiche und alles klang irgendwie ähnlich.

Umso besser war es für Rick Astley, dass er sich Anfang der Neunziger Jahre davon löste und versuchte, einen eigeneren Sound und eigene Lieder seinem Publikum näher zu bringen. Das 1991er Album „Free“ ist ein gutes und auch heute noch sehr gut durchhörbares Beispiel hierfür. 10 überraschend vielschichtige Songs, grösstenteils von Rick Astley selbst geschrieben und teilweise unter Mitwirkung von weiteren, bekannten Leuten (z.B. Mark King und Elton John) entstanden.

Ein entspannter Klangteppich trifft auf eigentlich unspektakuläre, aber vielleicht gerade deswegen angenehme Dramaturgien. Die Platte tut nicht weh, regt nicht auf, klingt nett und hatte mit dem leicht vergospelten „Cry For Help“ auch einen akzeptablen Hit zu bieten. Gleichzeitig markierte das Album aber auch einen zumindest vorläufigen Schlusspunkt unter Astley’s Karriere.

Wer diese LP auf dem Flohmarkt in gutem Zustand in der 2-Euro-Kiste sieht, sollte zugreifen, denn eine gute Nebenbei-Unterhaltung bietet sie allemal. Teurer darf sie aber auch nicht sein.

LP, RCA/BMG PL 74896


KategorienMusik

Funny Star Trek : The Orville

30. Oktober 2017 Keine Kommentare

The Orville“ ist eine neue Science-Fiction-Serie aus den USA – und sie sieht „trekkiger“ aus, als es die „richtige“ neue Star-Trek-Serie „Discovery“ bislang tut. „The Orville“ könnte von den Kulissen und der allgemeinen Atmosphäre her durchaus an „TNG“, „Voyager“ oder „Deep Space Nine“ anknüpfen…

Die Charaktere haben durchweg auf Anhieb einen gewissen Charme und wirken oftmals wie Mixturen aus mehreren Star-Trek-Figuren. Die ganze Serie ist stark an Star Trek angelehnt und man fühlt sich beim Betrachten irgendwie gleich heimisch…

Zunächst war eine gehörige Portion Skepsis angebracht, denn „The Orville“ ist eher als lustige Star-Trek-Parodie gemeint, also als eine Art „Science-Fiction-Comedy“ – und neuere, amerikanische Komödien sind ja bekanntlich selten mit Niveau gesegnet. „The Orville“ schrammt am Sumpf aus Klischees und flapsigen Sprüchen streckenweise nur haarscharf vorbei, doch generell ist es eher respektlos, aber das auf eine doch recht respektvolle Art und mit einer Ironie, die manchmal an den Film „Galaxy Quest“ erinnert.

Im weiteren Verlauf widmet sich die Serie auch durchaus ernsteren Themen, spannende Folgen sind ebenfalls zu verzeichnen.

Die technische Umsetzung gefällt, es wirkt alles andere als billig und schon die Pilotfolge macht(e) Lust auf mehr. Bislang gibt es „The Orville“ nur in Englisch, sie soll aber irgendwann über die ProSieben-Sat1-Gruppe auch in Deutsch verbreitet werden. Wer der englischen Zunge mächtg ist, wird mit der Originalfassung schon jetzt Spass haben!

Ich wurde schon gefragt, warum ich bisher noch nichts zur neuen „Discovery“-Serie geschrieben oder aufgenommen habe: Nun, das kommt noch, denn Star-Trek-Pilotfolgen und -Phasen waren seltenst wirklich gut und noch weniger konnten sie stellvertretend für die jeweils ganze Serie gesehen werden. Ich gebe der neuen Serie daher mehr Zeit, denn anscheinend dauert es (nicht zuletzt aufgrund ihrer Vielschichtigkeit) länger, bis sie sich in eine eindeutigere Richtung entwickelt hat…

KategorienMedien, Videos

Die BarFly CD ist da!

23. Oktober 2017 Keine Kommentare

Besser, als Jan Bobe es in seinem Beitext im Inlay der CD macht, kann man es kaum ausdrücken:

„Einmal im Monat scharen Gerry Spooner und Roger Clarke-Johnson ihre Jünger zur Barfly Session um sich und beschwören mühelos die Geister von Bessie Smith, Robert Johnson und Huddy Ledbetter herauf.

Dobro-Guitar, Blues Harp, Kontrabass und das arg ramponierte Kneipenpiano könnten authentischer nicht sein. Genau wie die etwa acht Protagonisten der örtlichen Blues-, Rock- und Folkszene, sie sich hier ein Stelldichein geben, um nach Herzenslust zu jammern und dabei vierzig Jahre Lebensalter und ebenso viele Stilrichtungen locker überspannen. Titel und Tonart per Zuruf, dann geht es los. (…)“

Das „BarFly“ hat schon viele Phasen (und Betreiber) der Weberei Gütersloh überlebt. Noch heute erfreut es sich grosser Beliebtheit – sicherlich auch aufgrund der Tatsache, dass hier gestandene und nahbare Musiker erdige, authentische Musik live spielen. Wie Jan Bobe im obigen Zitat schon schreibt: Vieles ist improvisiert, doch immer gekonnt und die Ergebnisse sind oftmals sogar für die Musiker selbst verblüffend. Sie verstehen sich seit Jahren – und das merkt man.

Nun wurde es Zeit, diese Musik in dieser Form auch mal „richtig“ zu konservieren. Zwar gab und gibt es schon unendlich viele Videoschnipsel bei YouTube und fuer private Zwecke wurden auch die ein- oder anderen Sessions mit eher semi-professionellem Equipment mitgeschnitten, aber eine „amtliche“ Publikation stand bis dato noch aus.

Die jetzt erschienene Barfly-CD wurde im legendaeren „Farmhouse Jazzclub“ zu Harsewinkel und nicht in der Weberei aufgenommen, trotzdem vereint sie eigentlich die typischen Kernstuecke, die auch in der Weberei oft aufgeführt wurden, in einem angenehm-breiten Sound auf 53 Minuten Spielzeit – inlusive Gerry’s beliebter Löffelperformance ;)

Wer ein Stück Gütersloher Kultur sein Eigen nennen möchte, sollte hier zugreifen. Die CD wird auch während der kommenden „GT smAll Stars“ – Konzertreihe und natürlich auch bei den nächsten Barfly Sessions (an jedem zweiten Donnerstag im Monat) in der Weberei erhältlich sein.

Die CD umfasst 12 Titel (u.a. „Sensitive Kind“, „Your mind is on vacation“, „Bourgeois Blues“ und „Putting on the style“) und kostet 15 Euro. Gerne reiche ich von auswärts an mich gerichtete Bestellwünsche per Email entsprechend weiter.

KategorienLokales, Musik

Altes Gezwitscher

18. Oktober 2017 Keine Kommentare

NormCast „is just starting to figure out what this is all about :)“

Das war mein allererster „Tweet“ auf „Twitter“, abgesetzt im März 2008. Knapp 12.000 weitere sollten bis zum Oktober 2017 folgen. Manchmal waren es kommentierte Links zu irgendwelchen Zeitungsartikeln, oftmals begleitende Kommentare zu live ausgestrahlten Fernsehsendungen, Weltnachrichten, Fussballspiele, undsoweiter. Natuerlich waren auch viele in 140 Zeichen gequetschte Beiträge in eigener Sache darunter. Doch das Allermeiste davon ist heutzutage nicht mehr relevant, denn es war immer situationsbezogen. Manches war ausserhalb des zeitlichen Kontextes sogar nicht mehr erwünscht und somit fasste ich nun den Entschluss, das Twitter-Archiv aufzuräumen, denn manche Dinge müssen nicht auf ewig im Netz der Netze auffindbar bleiben…

Twitter entschlacken. Ballast abwerfen. Aufräumen. Einfach ist das nicht, denn die meisten Online-Dienste und/oder Hilfsprogramme haben aufgrund einer Beschränkung, die Twitter irgendwann mal zusätzlich aktiviert hat, nur Zugriff auf die letzten 3.200 Tweets. Jeden Tweet einzeln zu löschen, das kam auch nicht in Frage, weil das viel zu umständlich, eintönig und langwierig gewesen wäre.

Eine Recherche brachte das vielversprechende Programm „Twitter Archive Eraser“ zutage, welches hier letztendlich auch wunderbar funktioniert hat.

Das Programm braucht (leider!) das Microsoft .NET-Framework 4.5, welches es aber bei Bedarf mit installiert. Also sollte man am besten sein Windows-System vor der ganzen Prozedur einmal sichern, damit es danach wieder sauber zurückgespielt werden kann.

Zudem muss das bisherige Twitter-Archiv vorher komplett heruntergeladen werden. Die Option hierfür findet sich aktuell in den Twitter-Account-Einstellungen ganz unten.

Nach dem Start fordert der Twitter Archive Eraser natürlich einen Login in den eigenen Twitter Account. Daraufhin wird eine Sicherheits-Pinnummer generiert, die das Programm für diese eine Sitzung für den Zugriff auf das Twitterkonto autorisiert. Alles andere ist eigentlich recht einfach. Das heruntergeladene Twitter-Archiv muss in den Eraser geladen werden, woraufhin alle bisher abgesetzen Tweets erscheinen. Diese sind dann entweder einzeln an- und abwählbar, man kann aber auch ganze Zeiträume (Monate, Jahre…) in einem Rutsch löschen lassen. Hier dauerte dieser Vorgang für die knapp 12.000 Tweets nur wenige Minuten.

Ein nützliches Werkzeug ist er also, dieser „Twitter Archive Eraser“. Das heruntergeladene Archiv kann für Nostalgiezwecke natürlich behalten werden, es wird im Browser sehr übersichtlich dargestellt und es lässt sich wunderbar darin stöbern. Ab jetzt ist es aber nur noch lokal auf dem Heim-PC vorhanden und nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Somit lassen sich auch internette Spuren verwischen…

Twitter ist ein grossartiges, schnelles Medium. Es verleitet aber in gewissen Situationen auch zu sehr spontanen Stimmungsäusserungen, die im Nachhinein nicht immer angebracht waren und/oder auf Dauer nicht mehr unbedingt erwünscht oder zutreffend sind. 12.000 Tweets aus acht Jahren wollte ich nicht komplett manuell kontrollieren – und zog somit diese Konsequenz. Die Alternative wäre gewesen, den Account zu löschen, allerdings wäre dann wirklich alles weg gewesen, auch die Follower und die Liste derer, denen man selbst folgt, von der User-ID ganz zu schweigen. Somit blieb das alles erhalten und nun heisst es: „Auf ein Neues“ – aber zukünftig etwas entspannter, überlegter und vielleicht auch nachhaltiger…

KategorienComputerkram

Preisgekroenter Funksilo

17. Oktober 2017 Keine Kommentare

Die Funkamateure des hiesigen Ortsverbandes „N47“ haben ein neues Clubheim, welches interessanterweise in einem umgebauten Spähnesilo in Oelde-Stromberg beheimatet ist. Von innen wirkt das Ganze auch aufgrund des liebevollen Holz-Interieurs gemütlich und erinnert an einen Leuchtturm. Rein funktechnisch ist der Standort natürlich ideal, demnächst sollen noch entsprechende Antennenaufbauten hinzukommen. Nun ist der „Funksilo“ vom „Deutschen Amateur Radio Club“ (DARC) mit einem mit 10.000 Euro dotierten Förderpreis bedacht worden – Herzlichen Glückwunsch!

via DIE GLOCKE:

Funker freuen sich über 10 000 Euro

Kreis Gütersloh (gl). „Unser Clubheim befindet sich zwar noch im Aufbau, doch wir sind auf einem guten Weg“, sagt Norbert Sölker, der stellvertretende Vorsitzende des Ortvereins Gütersloh der Funkamateure. Dass das Heim ankomme, erkenne man daran, „dass wir nun den ersten Platz gewonnen haben“.
Bei einer bundesweiten Abstimmung haben die Funkamateure aus der Region 10 000 Euro für den Ausbau ihres Clubheims und Ausbildungszentrums in Stromberg gewonnen.

Sölker bezog sich bei einer spontanen Party auf eine Abstimmung innerhalb des Bundesverbands Deutscher Amateur-Radio Clubs. Dabei war gefragt worden, welche Ausbildungszentren in Deutschland gefördert werden sollen. Der Ortsverband Gütersloh N 47 hatte sich mit seinem Konzept rund um das neue Clubheim in Stromberg beworben und kam auf den mit 10 000 Euro dotierten ersten Platz. (…)

KategorienAmateurfunk, Lokales