StuckBau

5. März 2008

Ein bisschen Werbung in familiaerer Sache:

Sollten Sie mal ein Spezialgeschaeft fuer Stuck- und Aussenputzarbeiten in und um Guetersloh suchen, dann waeren Sie bei meinem Vater an der richtigen Adresse, die Sie seinem folgenden Bauschild entnehmen koennen:

Es gab frueher auch mal eine eigene Webseite, der ich diesen Text entnommen habe:

ROLF OSTHUS fuehrt seinen seit 1934 existierenden Traditionsbetrieb in zweiter Generation. Trotz der allgemein aeusserst schwierigen Nachkriegszeiten hat er fruehzeitig die Ambition gehabt, irgendwann in die Fusstapfen seines Vaters Emil Osthus zu treten und erwarb schon recht frueh die dafuer notwendigen Qualifikationen. Zusammen mit seiner Frau Gerlind und Sohn Norman zog er in den siebziger Jahren von GT-Isselhorst nach Guetersloh-City und begann, den vaeterlichen Betrieb systematisch auszubauen. Mittlerweile wurde die Palette des Machbaren deutlichst ausgeweitet, die “Spezialitaeten” sind beispielsweise Innen- und Aussenputzarbeiten, Stuck, Vollwaermeschutz, Akustik und Trockenbau. Der feste Mitarbeiterstamm hat sich ueber Jahre hinaus in seinem Fach bewaehrt und zeichnet sich durch hohe Bestaendigkeit aus. Der Aktionsradius des Betriebes erstreckt sich ueber nahezu ganz Ostwestfalen – Lippe.

Fuer Interessierte hier noch ein bisschen allgemeine Fachhistorie:

Ein Werbespruch lautet : “Der Stukkateur gibt dem Haus das Gesicht”.
Und das stimmt auch sinngemaess, denn erst dann, wenn das Grundgeruest eines Bauwerkes steht, dann kommen Decken, Fassaden, Putz- und Stuckarbeiten usw. an die Reihe.

Der Begriff “Stuck” stammt aus Italien, “stucco” ist dort die Bezeichnung fuer plastische Ausformungen von Kalk- und Gipsmoerteln auf bereits verputzten Decken, Waenden oder Gewoelben.

Der Begriff “Putz” hat viele Wurzeln, im “Fruehneuhochdeutschen” gab es z.B. den Begriff “Butzen” und in vielen Dialekten gibt es Ableitungen davon. “Putz” steht im uebertragenen Sinne fuer “schmuecken”.

Stukkateure arbeiten vorwiegend mit Gips, eines der bereits aus dem alten Aegypten bekannten, aeltesten Bindemittel ueberhaupt. Spaeter trieben die Griechen die Weiterentwicklung und -Aufbereitung von Gips-Moertel-Gemischen voran und letztendlich waren es die Roemer, die das Ganze nach Deutschland brachten. Seit dem Mittelalter wurde Gips fuer Innen- und seit dem spaeteren Mittelalter auch fuer Aussenputzarbeiten verwendet. Es gibt auch gegenwaertig noch erhaltene Baudenkmaeler, die entsprechende Spuren aufweisen.

Waehrend der Zeit der Renaissance kamen italienische Stukkateure (“stuccadores”) ueber Frankreich und Tirol nach Deutschland und uebten einen grossen Einfluss auf die hiesige Baukultur aus. Spaeter, in der Zeit des Barocks, entfaltete sich die kuenstlerische Seite des Handwerkes dem Zeitgeist folgend recht stark und fuehrte zur Bluetezeit des Stucks ca. in der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Im 19. Jahrhundert profitierte das Ansehen und die Verbreitung des Stucks von der Eitelkeit und dem Geltungsbeduerfnis vieler grosser Bevoelkerungsschichten und somit entstanden viele, oftmals nur der Repraesentation dienende Schmuckbauten.

Mittlerweile dient der Stuck aber nicht mehr nur dem Verzieren und Schmuecken, sondern er erlebt im Rahmen der Einbindung in neue Techniken z.B. zur Energieersparnis eine zeitgemaesse Adaption. Die Anforderungen und Anwendungsbereiche erschliessen sich in immer kuerzeren Zeitabstaenden, und im Zuge dieser Entwicklung nehmen Stuckprofile z.B. Lichtquellen unsichtbar auf und beziehen Be- und Entlüftungseinrichtungen mit ein. Rationell vorgefertigte Stuckdeckenplatten stehen zur Bewältigung akustischer und wärmetechnischer Probleme zur Verfügung. Verbunden mit ihrer leichten Verarbeitung verbindet sich damit eine ornamentale Oberflächengestaltung, die unserer heutigen Architektur angepasst ist.

Somit verbindet die Stucktechnik auch heute noch das Traditionelle mit dem Zeitgeist…

…und meine Mutter dichtete mal:
“Gib` Deinem Herzen einen Ruck – nimm Osthus-Stuck”!

Schoenes Schlusswort, finde ich…

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