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Ersatzfernsehen

10. März 2009

Ein neues Video-Projekt ist jetzt mit einer ersten "Nullnummer" an den Start gegangen: Ersatz TV. Die bisher vorliegende Folge mit der Laufnummer Null wird vom Podcast-Urgestein Annik Rubens moderiert.

Wer haette das gedacht, dass Annik sich mal fuer Videoprojekte begeistern koennte, denn urspruenglich (2005) war sie ja in punkto Podcast voellig inkognito unterwegs und es hat lange gedauert, bis erste Bilder zur damals schon wohlbekannten Stimme auftauchten. Doch das ist Geschichte…

Die Hauptrolle in dem jetzt erschienenen Werk spielen Annik und ein Elch, dessen eigentliche Rolle jetzt noch nicht genau beschrieben werden kann. "Willkommen im Elchiversum" heisst es da gleich am Anfang, also werden wir ihm wohl noch oefter begegnen. Was folgt, ist fuer Computer-Laien oder lediglich sporadische Internet-Besucher sicherlich nur schwer zu verstehen. Begriffe wie "net neutrality", "speed cabling", "tumblr", "screencasts" und “eatr" sind schon eher was fuer Insider…

Was soll das? Der Administrator beantwortet es im Kommentarbereich zur nullten Folge selbst:
"Was wir wollen, ist sehr leicht erklärt: Journalistisch Themen behandeln – bekanntmachen, beleuchten, bewerten – die uns selbst interessieren. Wir haben auch vor, Fragen, die unserer Auffassung nach aus unbekannten Gründen nicht beantwortet werden, zu klären. Das ist ein hoher Anspruch, der sicher nicht in jeder Folge erfüllt werden wird; aber wir sind zuversichtlich, dass es hier und dort klappt." (…)

… und Annik selbst schreibt dort:
"Diese Pilotfolge war in der Tat thematisch etwas internetlastig – so soll das eigentlich nicht sein. Es soll noch mehr um Wissenschaft gehen, noch mehr um allgemeinere Themen und auch gerne mal um persönliche Sentimentalitäten. Schön wäre es, wenn die IT-Spezialisten nicht gelangweilt werden und die Internet-Anfänger was lernen. Ist eine schwierige Gratwanderung, aber wir arbeiten dran." (…)

Das lassen wir jetzt mal so stehen. Technisch gesehen ist es ganz gut gemacht, wenn auch einiges an Effekthascherei vorhanden ist. An der Dosierung der eingestreuten Effekte sollte noch gearbeitet werden, denn manchmal wirkte das Ganze dadurch doch etwas kuenstlich. Ungefaehr zehn Minuten Spielzeit hat dieses erste Video und die Macher/innen bezeichnen es noch als "experimentell".

Tatsaechlich erweckte das Filmchen manchmal den Eindruck, dass man irgendwo zwischen "Ehrensenf", der "TopTrnd-Show" oder einem moderneren Doku-/Infotainment-Format gelandet war.
"ErsatzTV" hat das Rad sicherlich nicht neu erfunden, doch es wirkt ambitioniert.
Mal sehen, wohin die Strasse fuehren wird…

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