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Felix Baumgartner – der Ueberflieger

15. Oktober 2012

"Red Bull verleiht Flüüügel"… der Werbeslogan des Herstellers der bekannten Gummibaerchenfluessigkeit ist quasi Realitaet geworden, denn der oesterreichische Extremsportler Felix Baumgartner wagte am 14.10.2012 im Rahmen des gelungenen Projekts "Red Bull Stratos" den Sprung aus der Stratoshpaere zurueck auf die Erde und fiel zwischenzeitlich schneller als der Schall – sponsored by … siehe oben :)

Lediglich durch einen dicken Spezialanzug geschuetzt, sprang Baumgartner aus fast 40km Hoehe aus seiner Kapsel, die zuvor mehr als zwei Stunden an einem Heliumballon haengend fuer den Aufstieg gebraucht hatte. Der rasante "Rueckflug" des gebuertigen Salzburgers dauerte dann auch nur wenige Minuten bis zur souveraenen Fallschirmlandung.

Das oesterreichische "Servus TV" uebertrug das Spektakel in HD und der YouTube-Stream wurde ebenfalls millionenfach frequentiert. Als Felix Baumgartner die Luke seiner Kapsel oeffnete und ausstieg, stockte einem wirklich der Atem. Mutig, mutig…

Natuerlich kamen in den Kommentarbereichen zum Event auch wieder die Leute zum Vorschein, die in Anbetracht der immensen Kosten des Events darauf hinwiesen, wieviele Brunnen beispielsweise in Suedafrika davon haetten gebaut werden koennen, wie auch der Journalist Mario Sixtus sueffisant per Twitter anmerkte: "Mal wieder generische Nörgeltweets in meiner Timeline: $EVENT kostet $VIELGELD damit hätte man besser $GUTETAT! #stratos #redbullstratos!". Bei Facebook erntete er dafuer unter anderem einen Kommentar, den auch ich mit "Gefällt mir" belohnt habe: "Für mich wars eine kleine Mondlandung, hat sich gelohnt! Privates Geld ist nicht verschwendet, sondern verwendet!".

Ob diese Aktion einen "Nutzen" fuer die Wissenschaft hat oder nicht, darueber streiten sich die Gelehrten mittlerweile, aber eigentlich ist das voellig egal. Events wie diese wecken Interesse, bannen Menschen vor den Bildschirmen und liefern allerlei Gespraechsstoff – das ist gut. Und wenn ein innovatives (und sponsorfreudiges) Unternehmen daran mitverdient, ist das nichts verachtenswertes.

Ich habe Felix Baumgartner vor neun Jahren einmal im technischen Museum in Sinsheim getroffen. Wahrscheinlich hat er dort, als er auf dieser Flugzeugtragflaeche stand (ganz rechts im Bild), schon ueber weitere Extremtaten nachgedacht… :-)

Das Projekt scheint manchen Leuten auch kreative Fluegel zu verleihen, wie dieses Video beweist. Es zeigt eine Nachstellung des Sprungs – mit Legospielzeug!

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