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Archiv für 2007

Kaffeestöckchen

29. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Ist es eine Art virtueller Stafellauf? Zumindest erinnert es etwas daran, ausserdem hat es etwas von einem Kettenbrief. Letzterem stehe ich eigentlich immer skeptisch gegenueber, zumal Kettenbriefe oftmals nur dafuer eingesetzt werden, um Emailadressen oder Telefonnummern zu sammeln. Aber "von Blog zu Blog", das ist eine nette Idee :)

Somit moechte die Band KonFerenz etwas mehr ueber meine "Kaffeetrinkgewohnheiten" erfahren, das entsprechende Kaffeestoeckchen wurde mir hier von Ihnen ueberreicht.

Stark muss er sein. Zwar nicht unbedingt so stark, dass der Loeffel drin stehen bleibt, aber trotzdem stark genug. Schwarz darf er sein, Zucker ist in geringem Mass geduldet, Milch kommt nur sehr selten hinzu. Dann sollte er sich allerdings nur so gerade eben braun einfaerben. Leute, die ihren Kaffee in der Milch ertraenken, sind mir suspekt ;)

Als Behaeltnisse sind auch mir die beruehmten "Poette" am liebsten. Hier mal eine Auswahl meines Bestandes. Werbepoette kommen aufgrund des kleinen Familienbetriebes (Baugeschaeft) immer wieder mal `rein, andere sind oftmals "Mitbringsel". Der Nuernberger Gluehweinstiefel ist eigentlich eher eine Dekoration :) Obwohl man auch daraus ganz gut Kaffee trinken kann….

Obwohl ich auch mal geraucht habe (gluecklicherweise laaaaaange her…), konnte ich es nie verstehen, dass es Leute gibt, die morgens noch vor dem Zaehneputzen die erste Zigarette konsumieren. Bah. Und vor dem ersten Kaffee bzw. Fruehstueck ging das bei mir schonmal gar nicht. Nach einer durchzechten Nacht darf es aufgrund des kausalen Nachdurstes am Morgen danach gerne erstmal ein ordentliches Glas Wasser oder Sprudel sein, im Normalfall ist der Morgenkaffee aber das erste Ritual des Tages. Gerne gibt es ab und zu am Nachmittag nochmal einen, dann aber meistens in Verbindung mit ein paar Keksen zum "einstippen" ;)

So, und hiermit reiche ich dieses virtuelle Kaffeestoeckchen weiter an meinen lieben Kollegen von der Podparade, Roger und an den "PodPimp himself", Sir Alex Wunschel vom "Tellerrand-Podcast"!

Der wichtigste Kaffeepott ist uebrigens dieser:

KategorienDiverses

Podcast Award 2007

28. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Der Podcast-Kongress / -Award 2007 liegt hinter uns. Wieder einmal war es ein hoechstinteressantes Wochenende in Koeln. Ein sauberes Hotel wurde von Alex Wunschel ("Tellerrand"), Jasmin Paul ("Buchkolumne"), Juergen Schlund ("Podcastcafe"), Mike Borrmann ("Podparade") und meiner Wenigkeit in Beschlag genommen. Die Aufenthaltszeit dort war verschwindend-gering, sollten wir die meiste Zeit doch im Mediapark 7 verbringen…

Mike und ich trafen erst am Freitagabend zur Verleihung des Podcast-Award 2007 ein. Es gab ein froehliches Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern, wie z.B. Markus Kaes ("Chillerstadt"), Christian Hieber (ipodfun.de), Winnie ("Winnie Fragen"), Anne ("Trivial Delight"), Timo ("Filme und so") usw. Natuerlich kamen noch viele weitere, nette Begegnungen (zunaechst unbekannterweise) hinzu, z.B. mit Gregor Wossilus ("Entirely Entertaining"), Stefanie Baldermann ("Pudelwohl") und Wolfgang Back (Computer Club Zwei).

Die Verleihung der Awards wurde von Katrin Bauerfeind ("Ehrensenf") souveraen, witzig und durchweg sympathisch moderiert. Das Bild ganz unten in diesem Beitrag zeigt die Nominierten und Gewinner nach der Veranstaltung. Wer im einzelnen gewonnen hat, das laesst sich auf der begleitenden Webseite nachlesen, selbst Heise hat darueber berichtet und auch in der Tagesschau soll etwas zu sehen gewesen sein.

In der Rubrik "Kultur:Klang" gewann nicht unsere "Podparade", sondern Gregor Wossilus fuer seinen Podcast "Musik ohne Film". Ein sehr netter Zeitgenosse, witzig und schlagfertig. Und wenn mich einer fragt, ob ich enttaeuscht war oder bin: Mir erging es wie Mike (mit dem ich ja u.a. die Podparade mache). Wir waren gespannt, aber trotzdem gelassen und haben es dem Gregor gerade nach seiner Dankesrede erst recht gegoennt. Er war einer der wenigen, dem man die Freude richtig ehrlich anmerkte. Ich persoenlich habe dieses und andere Ergebnisse uebrigens schon vor einiger Zeit in einer Email ein paar Leuten gegenueber exakt vorhergesagt. Intuition? Wer weiss.
Natuerlich haetten wir gerne gewonnen, aber die Podparade war sowieso ein "Exot" in dieser Kategorie, da diese Kategorie, wie uns hinterher erklaert wurde, eigentlich fuer die "Musikschaffenden" gemacht ist und war. "Wir kamen an der Podparade nur nicht vorbei. In einer "normalen" Musik-Kategorie haettet ihr mit Abstand gewonnen" (Zitat), wurde uns versichert. Nun denn, "halb-schwanger" gibt es nicht und somit nochmal eine herzliche Gratulation an Gregor!

Der weitere Verlauf des Abends sollte trotzdem fuer die Muehen der Anreise mehr als entlohnen. Nachdem weitere Podcast-Produzenten wie z.B. der "ComputerClub 2" ausgezeichnet worden waren und mit "iFranz.TV" sogar ein Videopodcast-Projekt aus Guetersloh zu den Preistraegern gehoerte, gab es im Anschluss viele tolle Begegnungen, Gespraeche und einfach nur eine geloeste Stimmung, die sich teilweise in wahren "Aufnahmeorgien" wiederspiegelte.

Hinterher gab es die obligatorische Party im Foyer mit einer "Extra- Marilyn- Monroe- Happy- Birthday- Vokal- Performance" (welch Wortkomposition!) durch Katrin Bauerfeind fuer Alex Wunschel um Mitternacht.
Happy Birthday, PodPimp! :)
Damit nicht genug, rannte nach dem Ende der Party noch ein ganzer Pulk von Podcastern in die Innenstadt, um nach einer Zwischenstation beim noch geoeffneten "Wurst-Willy" und vor der Endstation im obligatorischen "McDonald`s" noch im "Päff", einer Koelsch-Kneipe, ein paar mit Gerstenkaltschale gefuellte Reagenzglaeser in geselliger Runde zu leeren. Um vier Uhr morgens war alles vorbei…

Der naechste Tag begann trotzdem schon recht frueh und es gab hervorragende Vortraege zu hoeren und zu sehen, unter anderem von Alexx Koellner ("iFranz.TV") und Juergen Schlund ("Podcastcafe"). Zu jeder Zeit gab es eine gut-funktionierende WLAN-Verbindung ins Internet und die Bewirtung mit Getraenken und weiteren Kleinigkeiten wie z.B. Gemuesehappen und Muffins funktionierte ebenfalls ausgezeichnet.

Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, die auf einiges an Medieninteresse gestossen ist, die mit "Looser Generated Content" ein neues Unwort des Jahres generierte, auf der fruchtbare (und wertvolle!) Gespraeche gefuehrt wurden, wo zwei Podcaster sich letztendlich als Paar den erstaunten Projektkollegen praesentierten (Gregor und Steffi), wo die vermeindlich-prominenteren Leute und Leutinnen voll mitgezogen haben und ueberhaupt nicht abgehoben oder distanziert daherkamen. Dieses illustre Grueppchen, welches sich da vom 26. bis 27. Januar im Mediapark 7 aufhielt, kann man mit Sicherheit nicht als Ansammlung von "Nerds" bezeichnen, die ausnahmsweise mal ihre vier Waende verlassen haben. Im Gegenteil, es waren ein paar derjenigen, die die zukuenftige Medienlandschaft schon jetzt beeinflusst haben und diese in Zukunft weiter produktiv mitgestalten koenn(t)en…

Wir haben viele Bilder gemacht und auch viel Audio- und Videomaterial aufgenommen. Es gibt ein offizielles "Flickr-"Album, in das einige Leute schon Aufnahmen eingespielt haben.

KategorienMedien

Spiele-TV-Schwund

25. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Es faellt auf: Aus "Viva Plus", zuletzt nur noch ein nervtoetender Spielesender à la "Neun Live", wurde unlaengst ein Comedyprogramm. Der Spielesender "1-2-play" hat jetzt auch seine Pforten geschlossen. "1-2-play war der Versuch, ein neues, echtes Quiz-Format zu etablieren. Nach einem viel versprechenden Start haben wir jedoch nicht genügend Mitspieler für unser spannendes Konzept mobilisieren können. Deshalb werden wir den Sendebetrieb leider einstellen", teilte der Sender seinen Mitspielern per Mail mit." (via Digital TV). Seitdem laeuft auf dem Sat-Transponderkanal nur noch eine Endlos-Schleife mit einer Dame, die sich ueberschwenglich bei den treuen Zusehern (gab`s die wirklich???) sogar mit "LuftiKuss" bedankt… Sollte diese stundenlange Bildschirmbeschwoerung um einen Ratebegriff endlich auch auf breiter Flaeche ein Ende haben? Hoffentlich…. Schlimmer sind da nur noch "AstroTV" und Konsorten (hier absichtlich nicht verlinkt…).

KategorienMedien

HRK goes Eurovision

23. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Ob das gut geht? Heinz Rudolf Kunze moechte zum "Eurovision Song Contest" (ehemals "Grand Prix Eurovision de la Chanson") und stellt sich demnaechst u.a. zusammen mit Roger Cicero und der neuen Castinggruppe "Monrose" dem deutschen Vorentscheid. (Quelle: Netzeitung)

"HRK" fiel zunaechst Anfang der 80er Jahre als linksgerichteter, kritischer Liedermacher auf. Lieder wie "Balkonfruehstueck" oder "Sicherheitsdienst" und weitere warfen einen oftmals kritisch-ironischen Blick auf diverse Zustaende der damaligen Zeit. Ungefaehr Mitte der 80er gab es dann einen wahren "Hit-Reigen" fuer Kunze, der mit "Lola", "Dein ist mein ganzes Herz", "Dies ist Klaus" und weiteren Liedern lange anhielt.

Spaetere Lieder wie "Tohuwabohu" zeigten aber auch, dass er gerne mal eine Art "lyrische Verwirrtheit" zeigen oder stiften wollte oder konnte, zumindest konnte man es vielseitig interpretieren.

Lesungen, nahezu gaenzlich ohne Musik auf CD oder in Rillen gepresst, markierten dennoch einen gewissen Anspruch, den Kunze sich immer bewahrt hat und den er nach wie vor gut und glaubwuerdig vermitteln kann.

Aber: Heinz Rudolf Kunze bei so einem Wettbewerb in der heutigen Zeit? Das koennte spannend (oder auch aeusserst langweilig) werden. Er wird bestimmt nicht als Klingone auf die Buehne kommen oder Trommelgruppen und Bauchtaenzerinnen um sich scharen. Seine einzige Chance besteht vielleicht nur darin, eine neue Version von "Held der Arbeit" in russischer Sprache zu singen, dann waeren ihm zumindest die Punkte der umliegenden Oststaaten sicher :-)

Trotzdem: Mutig-Mutig, Herr Kunze und an dieser Stelle viel Glueck!

Heinz Rudolf Kunze im Internet: http://www.heinzrudolfkunze.de

KategorienMusik

Greenfingers

22. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Es sind diese kleinen, netten Filme, die oftmals im Wulst der Blockbuster voellig untergehen. Sieben Jahre hat dieser Film schon wieder auf dem Buckel. Die deutsche Filmindustrie hat ihm den mal wieder typisch-duemmlichen Zusatztitel "Harte Jungs und zarte Triebe" verpasst. Vielleicht hat auch das im negativen Sinne dazu beigetragen, dass der Film in voellig falsche Klamauk-Kategorien einsortiert wurde, bevor er die Chance hatte, gesehen zu werden…

Es ist einer dieser typischen, leisen Charakterfilme, die jenseits von Pyrotechnik und harten Actionszenen ihre eigene Welt aufbauen und diese auch vermitteln koennen. So etwas koennen nur die Englaender, Schotten und Iren so richtig gut, auch wenn bei "Greenfingers" die USA als Co-Produzenten die Finger ebenfalls im Spiel hatten. Dem Film selbst merkt man das aber so gut wie gar nicht an.

Ein Strafgefangener kommt in den offenen Vollzug und durch einen Zufall entdeckt er sein Talent fuer Gartenarbeit. Seine Mitgefangenen lassen sich davon beeinflussen und zusammen stellen sie alsbald die verblueffensten Dinge an. Sie bringen es sogar zu einer Nominierung fuer die hoechstangesehenste, britische Gartenschau.

Was sich jetzt ziemlich unspektakulaer anhoert, birgt viel Wort- und Spielwitz in sich, parodiert gewisse, britische Eigenarten in genialer Art und Weise und macht letztendlich viel Spass. Ein Film fuer Hirn und Herz, ein wenig im Fahrwasser von "Der Englaender, der auf einen Huegel stieg und von einem Berg herunterkam" oder auch "Grasgefluester"…

KategorienMedien