Purple hat nicht ewig Zeit

15. Oktober 2026 Kommentare ausgeschaltet

Ende Dezember 2009 musizierte Purple Schulz mit den hiesigen "GT smAll Stars" und dort traf ich ihn zum ersten Mal "livehaftig". Es folgten eine bierselige Nacht im Freundeskreis und ein unter verkaterten Bedingungen am nächsten Morgen aufgenommener Podcast. Alles andere ist Geschichte. Wir sind seitdem immer irgendwie in Kontakt geblieben und mittlerweile absolviert er das dritte Konzert in der Gütersloher Apostelkirche, auch unter weiterer Vermittlung durch Hans-Hermann Strandt, der sicherlich noch als treibender Motor der "Woche der kleinen Künste" vielen Güterslohern in Erinnerung geblieben sein dürfte.

Nun ist Purple Schulz 70 Jahre jung geworden und das feiert er mit einer sehr vielseitigen Werkschau unter dem Motto "Ich hab nicht ewig Zeit". Das Ganze gibt es als CDs, Downloads und als Vinyl-Edition. Alles weitere dazu habe ich in einer Rezension bei JPC geschrieben, die ich an dieser Stelle einfach mal rezitieren möchte. Alles Gute, lieber Purple Schulz!

Dieses Zitat aus dem schön gestalteten Innencover bringt es genau auf den Punkt:
"70? – Mathematisch stimmt es.- Niemand, der ihn kennt, glaubt es."

Purple Schulz, mittlerweile 70 Jahre jung, versprüht eine Vitalität, die sich gewaschen hat, die sich nach wie vor in neuen, bemerkenswerten Songs zeigt und die ihn zudem immer wieder auf ausgiebige Konzertreisen schickt.

"Ich hab nicht ewig Zeit" ist eine längst fällige Retrospektive seines musikalischen Schaffens, welche, neben einigen Hits, weitere Perlen enthält, die bisher nur auf den alten Alben oder in der Schublade schlummerten. Purple hat sich ihrer würdig angenommen, sie restauriert, aufgepimpt und letztendlich wurden die 21 Titel dieser Doppel-LP speziell hierfür sogar extra neu remastered.

Das hat sich besonders gelohnt, denn der Klang dieser auch technisch absolut sauberen, farbigen Pressungen ist wirklich hervorstechend-gut. Die Musik steht akustisch im Raum, alles klingt wohlig-breit, sauber und sehr ausgewogen. Seine Stimme ist gerade bei den alten Hits wunderbar in den Klangteppich eingewebt, ohne unterzugehen oder zu dominant zu sein. Bei den neueren Songs wirkt sie besonders dort kraftvoll, wo die Dramaturgie der Songs es verlangt. Hier wurde sehr viel Liebe und Können in die vinylspezifische Abmischung gelegt und allein schon dafür lohnt sich diese Edition besonders.

Zudem ist insbesondere die zweite Platte für diejenigen interessant, die Purple Schulz bisher nur aufgrund seiner alten Hits kannten, denn diese beinhaltet ebenfalls phantastisch klingende, neuere Songs und auch Liveaufnahmen. Die meistens sehr intimen Livekonzerte, die oftmals in ganz besonderen Hallen, Kirchen oder Theatersäälen stattfinden, lassen viele Songs noch sehr viel intensiver als gewohnt erscheinen. Auf Seite 4 befindet sich zudem die 2019er-Version von "Sehnsucht", die diesem Hit weitere Tiefe und Kraft verleiht. Absolut hörenswert.

Ein kleiner Wermutstropfen ist vielleicht die Tatsache, dass die gleichnamige CD-Box viele weitere Songs beinhaltet, die in Vinylform anscheinend (und leider) keinen Platz gefunden haben, allerdings hätte das den wahrscheinlich zur Verfügung stehenden Rahmen deutlichst gesprengt. Somit sei an dieser Stelle auch die CD-Box empfohlen, bietet sie doch weitere akustische Einblicke in das breitbandige Schaffen des Purple Schulz.

Diejenigen, die (wie der Schreiber dieser Zeilen) aber das besondere, wohlige Klangerlebnis einer gut produzierten Schallplatte und die mit ihr anheimgehende Haptik geniessen möchten, sind mit dieser wirklich Spass machenden Doppel-Vinyl-Edition bestens bedient.

KategorienLokales, Medien

Asterix und das Bezahlsystem

8. Oktober 2026 Kommentare ausgeschaltet

Früher nannte ich fast alle Asterix-Hefte aus dem Ehapa-Verlag mein eigen. Sie wurden gekauft wenn sie aktuell waren, im Ausland, im Urlaub und im Tante-Emma-Laden gegenüber.

Irgendwann schwand das Interesse, die Softcover-Hefte vergilbten und/oder einzelne Seiten lösten sich. Somit wurden sie vor dem innerlich prophezeiten, gänzlichen Zerfall auf dem Flohmarkt mit noch gutem Gewissen verkauft.

Die Zeit verging, doch irgendwann kam, angestachelt durch ein liebes Geburtstagsgeschenk, die Ambition, die an sich schönen und kultigen Geschichten in "richtiger' Buchform zu besitzen. Also sammele ich seit geraumer Zeit einzelne Ausgaben der 41-bändigen Asterix-Hardcoverserie via Kleinanzeigen zusammen.

Der Neupreis pro Buch beträgt bei Amazon aktuell 14 Euro. Der "sportliche" Sammelaspekt meinerseits besteht nun darin, die Sammlung für die Hälfte des Neupreises (oder weniger) zu vervollständigen. Das hat mit den ersten 30 gekauften Bänden auch wunderbar funktioniert.

Ich schrieb diverse Anbieter bei Kleinanzeigen an, machte ihnen ein Angebot inklusive Versand, so dass für mich der Preis pro Buch nie über 7 Euro (oftmals auch darunter) lag. Bezahlen würde ich per Echtzeitüberweisung und Alternativen wie PayPal und das interne Kleinanzeigen-Bezahlsystem würde ich ausschliessen, da ich beides nicht nutze. Viele Leute übermittelten mir daraufhin ihre Iban-Nummer, ich habe meistens umgehend bezahlt und nicht selten hatte ich das Buch bereits innerhalb von einem oder zwei Tagen im Briefkasten. Absolut unkompliziert. Und schnell.

Mittlerweile häufen sich aber die Absagen. Es heisst dann, dass nur das Kleinanzeigen-Bezahlsystem akzeptiert werden würde. Warum?

Für Verkäufer ist es problembehaftet, denn man kann im Endeffekt ohne Geld und ohne Ware enden (Ware wird korrekt verschickt, Käufer behauptet, einen Stein bekommen zu haben, reklamiert, somit kein Geld und keine Ware).

Als Käufer biete ich dem Verkäufer aber sozusagen "kritiklos" an, ihm oder ihr vorab Geld zu überweisen, ohne zu wissen, ob mir überhaupt was geschickt wird. Also ist der Verkäufer hierbei eigentlich im Vorteil, trotzdem beharren viele auf diesem blöden "Bezahlsystem", welches seit seiner Einführung Kleinanzeigen sehr nachhaltig negativ verändert hat.

Zudem bringt mir die reine Kombination aus Iban-Nummer und zugehörigem Namen noch lange keine Möglichkeit, ein fremdes Bankkonto zu übernehmen und/oder zu manipulieren. Das befürchten aber anscheinend viele. Unbegründet, wohlgemerkt.

Wenn mich ein Angebot interessiert, dann schaue ich immer (!) nach den weiteren Angeboten des Anbieters, wie lange er/sie dabei ist und letztendlich entscheidet der Verlauf der direkten, schriftlichen Kommunikation, ob ich "zuschlage" oder nicht. Zu früheren eBay-Zeiten kamen natürlich auch noch die Bewertungen hinzu.

Mittlerweile ist das alles sehr frustrierend. Man schreibt nette Mails, nennt Adressen, eigene Homepages und sonstige Referenzen, gibt sich also richtig und redlich Mühe – und dann kommt die lapidare Antwort: "nur Bezahlsystem". Nun denn. Dann ist das halt so. Schade ist es aber trotzdem – und manchmal auch sehr ärgerlich…

Ich werde die Sammlung trotzdem vollenden. Auch ohne euch :))

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Werner Reinke wird 80

19. Juni 2026 Kommentare ausgeschaltet

Werner Reinke war und ist einer meiner großen Radiohelden. Viele von denen, allen voran Mal Sondock, leben nicht mehr, aber Werner erfreut sich bester Gesundheit, sendet an fast jedem Samstagmorgen von 9-12 Uhr auf hr1 seine toll recherchierte und zusammengestellte Sendung "Reinke am Samstag" – und wird heute 80 Jahre alt.

In den 80er Jahren baute ich Antennen, um hr3 auf 89,5 mhz vom Sender "Hoher Meisner" so gut wie möglich empfangen zu können, denn die "Hitparade International" war absolute Hörpflicht. Werner’s sonore Stimme wird für mich immer unvergesslich bleiben – und hoffentlich noch lange moderieren.

In der ARD-Mediathek gibt es derzeit ein kleines 20min-Filmchen, welches seine Karriere nachzeichnet. Link zum Filmbeitrag

KategorienMedien

Woechentliche Amateurfunkrunde

26. März 2026 Kommentare ausgeschaltet

Hier mal ein kleiner lokaler Hinweis:

Einmal wöchentlich findet am jeweiligen Donnnerstagabend ab 19:30 Uhr "Küchenzeit" eine Sprechfunkrunde im 2m-Band statt.

Austragungsort ist die Frequenz 144,275 mhz in SSB (USB) bei vertikaler Antennenpolarisation.

Die Runde wird zunächst geführt und anschliessend folgt die "offene Runde", die sich dann auch mal auf andere Frequenzen verlagert, z.B. im Kurzwellen- oder UKW-Relaisbereich.

Der "normale" Einzugsbereich ertreckt sich über Großteile Ostwestfalen-Lippes, dem Münsterland und dem Sauerland.

Die Runde ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und trifft sich mittlerweile auch manchmal im "richtigen", analogen Leben zum Essen oder z.B. auf dem "Rösenbecker Stein" bei Brilon zu einer Art Fieldday.

Zuhörer und aktiv teilnehmende Funkamateure sind hierbei immer willkommen!

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Sternenflottenakademie

17. Januar 2026 Kommentare ausgeschaltet

Es gibt eine neue Star-Trek-Serie: "Starfleet Academy". Sie wurde wieder von Alex Kurtzman gemacht und spielt in der "Discovery"-Timeline. Mehr brauchen viele nicht zu wissen, um das Ganze gleich abzustempeln. Leider mache ich das auch.
Schon "Discovery" hatte viele Elemente, die ich nicht mochte und die mich nervten und nun führt die "Academy" diesen Zeitstrang auch noch fort.
Die erste Folge war zwar gar nicht sooo schlecht, die zweite hingegen gähnend langweilig. Es gibt bisher keinen wirklichen Handlungsstrang (oder besser gesagt: Spannungsbogen!), denn alles plätschert vor einer zwar gut anzusehenden, aber absolut überladenen Hochglanzkulisse einfach so dahin.
Die Charaktere sind oftmals "flapsig" wie ihrer Diaolge auch. Zudem werden die Rollen mittlerweile gefühlt eher aufgrund von körperlichen und/oder sexuellen Eigenschaften der Darsteller und der durch sie repräsentierten Gesellschaftsgruppen besetzt und nicht zwingend aufgrund der Rollencharakteristik selbst. Das ist anscheinend mittlerweile so gewollt, wird aber nicht immer dem Anspruch gerecht, eine wirklich "gute" Serie zu kreieren.
Zudem wird übertrieben-viel Humor der oftmals flachen Art eingebracht, der die vielen Reminiszenzen an vergangene Serien und Filme des Franchises leider überspielt und diese oftmals auch verpuffen lässt.
Nein, ich bin bisher absolut nicht begeistert von dieser neuen Serie, gebe ihr aber weiterhin eine Chance.

Weiterlesen bei Fernsehserien.de

UPDATE: Mittlerweile wurde die erste Staffel komplett gesichtet. Der Weg war steinig, einige Folgen waren leider sehr langweilig, es gab kaum Lichtblicke, lediglich die letzten beiden Folgen liessen etwas (!) Star-Trek-Feeling aufkommen. Nun wurde bekannt, dass die Serie nach der bereits abgedrehten, zweiten Staffel eingestellt wird.
Das Bedauern hält sich hier in Grenzen ;)

Hier eine interessante Analyse der Ereignisse bei digitalfernsehen.de

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