TYT TH-7800 Transceiver

15. Januar 2020 Kommentare ausgeschaltet

Ein preisgünstiges "OV-Telephon" sollte es werden, nur an einer Unterdachantenne nebenbei betrieben. Wenn es dann noch zusätzlich das Ortsrelais mit beackern könnte, umso besser…

Zunächst ging die Suche in Richtung modernerer Kleinsttranceiver à la Retevis RT95 oder Midland CT2000. Letztendlich war es bei dem einen die unmittelbare Abhängigkeit vom PC und bei dem anderen die nirgendwo einsehbare Mikrophonpolung, was letztendlich ein Umdenken und ein Rückbesinnen auf bereits gehabte Geräte herbeiführte und im Kauf des TYT TH-7800 Dual-Band-FM-Transceivers resultierte.

Für preisgünstige 159 Euro (Technische Daten bei Funktechnik Bielefeld) gab es einen absoluten Klon des Yaesu FT-8800, der hier zuvor auch mal über eine längere Zeit in Betrieb gewesen ist. Was nach dem Verkauf des Yaesus schmerzlich vermisst wurde, waren die abspeicherbaren Frequenzpaare (sechs an der Zahl, über die frontseitigen Tasten A-F abrufbar). Diese waren doch sehr praktisch, zumal die Konstellation der zu hörenden Frequenzen schnell und abhängig vom Betrieb mit dem Haupttransceiver somit schnell angewählt werden konnte.

Auch sonst ist der TYT dem FT-8800 so frappierend ähnlich, dass es eigentlich keine Umstellung der Bediengewohnheiten nötig hat(te). Ausgeliefert wird der TYT mit Separationskabel und entsprechender Halterung für das Display, so dass ein abgesetzter Betrieb jederzeit möglich ist.

Die Verarbeitung ist überraschend gut, der Druckpunkt der frontseitigen Tasten ist aber höher als beim Yaesu. Die Menüführung ist intuitiv, der Empfang vergleichbar-gut. Lediglich die Modulation mit dem beleuchteten DTMF-Handmikrophon erschien leiser und gedrungener. Da der TRX hier sowieso mittels Weiche am Shack-Standmikrophon mitbetrieben wird, fiel das nicht weiter negativ ins Gewicht. Mit dem Standmikro erreicht der TYT ähnlich-gute Rapporte wie der Yaesu zuvor.

Ein 40er Lüfter ist vorhanden, der auch gut losföhnt, letztendlich aber weniger aufdringlich wirkte. Dennoch wurde er durch ein kompatibles Modell der Firma "Noctua" ersetzt und seitdem ist herrliche Ruhe :)

Fazit: Der TYT TH-7800 ist ein aus heutiger Sicht eher klassischer Duobander, der noch direkt am Gerät durchprogrammiert und eingestellt werden kann. Er bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist ideal geeignet für diejenigen, die bei einem "Nebenbei-Gerät" keinen Wert auf digitale Zutaten legen.

KategorienAmateurfunk

AOMEI Backupper

6. Januar 2020 Kommentare ausgeschaltet

Solid State Drives (SSDs), also Festplatten, die ohne irgendeine Mechanik auskommen und daher schneller und leiser als herkömmliche Festplatten sind, gibt es mittlerweile in brauchbaren Größen zu erschwinglichen Preisen.

Somit gab es heute eine 1-Terabyte-SSD nachträglich auf den Gabentisch. Aktuell bestand aber noch gar kein Verlangen nach Neuinstallation des Betriebssystems, da es eigentlich noch wunderbar funktionierte und somit wurde nach einer günstigen Cloning-Software gesucht, die die bisher eingebaute Festplatte komplett, also inklusive Systempartition, auf die neue SSD bootfähig kopiert. Hierfür wurde die SSD in ein externes USB 3.0 Gehäuse eingesetzt.

Die Fast-Freeware "AOMEI Backupper" erledigte den Rest erschreckend einfach. Während der Schreiber dieser Zeilen sich selbst schon auf der Suche nach einer geeigneten "GParted"-Live-CD oder weiteren Tools à la "Acronis True Image" wuseln sah, tat die beiläufig ergoogelte und sehr einfach zu bedienende Software bereits ihren Dienst. Zwei Klicks – zwei Festplatten – okay – ab dafür. Nach knapp 5 unbeaufsichtigten (!) Kopierstunden war alles gelaufen.

Die SSD wurde in das System fest eingebaut, die alte Festplatte ausgebaut und alles bootete, als wäre nichts gewesen – das allerdings viel schneller als vorher.

Fazit: Einfach, praktisch, empfehlenswert.

KategorienComputerkram

Wolfgang Back (1943-2019)

19. Dezember 2019 Kommentare ausgeschaltet

Der langjährige Mit-Moderator des "WDR Computerclub" ist verstorben (siehe Heise-Meldung).

Mit Wolfgang Back geht auch ein Podcast-Pionier, wurde der "Computerclub2"-Podcast doch schon vor Jahren zu einer auch (!) in punkto Reichweite absoluten Ausnahmeerscheinung in der Szene.

Ich habe ihn als netten, freundlichen, aber auch eigenwilligen Menschen kennengelernt.

Jetzt baut er seinen "Lallus" im Himmel. Ruhe in Frieden!

KategorienMedien

15 Jahre NormCast

17. Dezember 2019 Kommentare ausgeschaltet



KategorienMedien, NormCast

#christmaslikeroger mit Robbie

8. Dezember 2019 Kommentare ausgeschaltet

Weihnachtsplatten begleiten viele Familien über Jahrzehnte. Das "Christmas Album" von BoneyM ist hier so ein Beispiel. Desweiteren die "Rock Christmas"-Compilation, Weihnachts-LPs von Elvis Presley und Harry Belafonte und sogar die Flippers geben sich die Ehre (nicht lachen, die Platte ist kitschig-schön :)). Traditionellere Choraufnahmen haben mittlerweile allerdings ausgedient. Neue Weihnachtsaufnahmen bringen frischen Wind in die Weihnachtsplaylist und in diesem Jahr sind es vornehmlich zwei Werke, die hier überzeugen konnten.


Die hiesigen Lokal-Jazz-Helden "The Sazerac Swingers" haben eine auf 250 Exemplare limitierte Weihnachts-CD in klassischer Albumlänge vorgelegt. Die Songs stammen, von zwei speziell arrangierten Traditionals einmal abgesehen, durchweg aus der Feder von Frontman Max Östersötebier. Knackige Texte paaren sich mit swingender-klingender Fröhlichkeit und manchmal geheimnisvoll anmutenden Klangteppichen. Da singt er darüber, dass er seine Großmutter wiederhaben möchte, damit Weihnachten wieder so wie früher wird. "Smoke that Turkey" wird von einem im Booklet befindlichen Putenrezept begleitend illustriert und eindeutig-zweideutige Augenzwinkereien wie "Nutcracker is a Girl" sorgen für zusätzlichen Spaß. Das Ganze klingt schön breit und ausgewogen, die Musiker sind gut gelaunt und generell hinterläßt die knappe Dreiviertelstunde den Drang, die "Play"-Taste noch einmal zu drücken, denn die Zeit vergeht wie im Flug. Langeweile? Fehlanzeige!

Auch Robbie Williams besinnt sich auf seine Traditionstugenden und teilt sein Weihnachtswerk "The Christmas Present" in zwei Teile. Der erste Teil liefert in bester "Swing-when-you’re-winning"-Manier schöne Versionen vom "Winter Wonderland" oder auch "Let it snow! Let it snow! Let it snow!". Es klingt wie eine imaginäre Bonus-CD zu seinem legendären Swing-Album von 2001. Das in den Kritiken oft verspottete Duett mit Helene Fischer ist dabei nicht wirklich störend, aber eines stimmt: "Lasziv und dreckig kann sie nicht" (Zitat C.J.) und somit klingt "Santa Baby" ziemlich brav. Zu brav.
Der zweite Teil liefert grötenteils neue Songs – und klingt wie das Robbie-Williams-Album, welches damals anstelle von "Rudebox" hätte kommen müssen. Nach all den Jahren, die aufgrund der einseitigen Radioplaylisten mit "Angels" und "Feel" überbrückt wurden, sind diese neuen Weihnachtssongs überraschend erfrischend und angenehm. Robbie singt im Duett mit Jamie Cullum, Rod Stewart oder Bryan Adams und die Songs wirken weder kitschig noch altbacken, obwohl sie den Gernhörern von "Escapology" und diversen Vorgängeralben akustisch entgegenkommen.

Fazit: Beide Alben sind absolut empfehlenswert! Im direkten Vergleich schneiden die Sazerac Swingers aber noch besser ab, denn hier ist wirklich alles komplett anders und neu. Naja, zumindest fast :) (=> Man achte mal auf "Lasst uns froh und munter sein")

KategorienLokales, Musik