Morsetestsender

19. Februar 2020 Kommentare ausgeschaltet

Beim Herumstreifen über die Kurzwellenbänder fiel unlängst eine absolut präzise Morseübertragung auf der Frequenz 3881 khz auf. Dort wurden Fünfergruppen gemorst, wie sie früher auch zu Übungszwecken z.B. bei der Bundeswehr eingesetzt wurden. In der Marinefernmeldeschule Flensburg-Mürwik lernten wir damals 26wpm (=Wörter pro Minute, definiert an dem Wort "Paris") als Standard. Für die Amateurfunklizenz waren lediglich 12wpm nötig. Der hier nun gefundene Sender überträgt ungefähr 20wpm und eignet sich sehr gut zur Auffrischung des CW-Gehörs. Die gesendeten Gruppen können auf der zugehörigen Webseite nachgelesen und zu Korrekturzwecken genutzt werden.

"Die Station FAV22 wird von der französischen DIRISI (Direction Interarmées des Réseaux d’Infrastructure et des Systèmes Informatiques) zu Übungszwecken betrieben. Die Sender befinden sich im Département Eure (27, Normandie) und die Senderleistung beträgt 1 kW, 5 kW bzw. 10 kW."
(Quelle: http://www.darc-c12.de/node/1242)

Magnifique! :)

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Satellitenlauscher

2. Februar 2020 Kommentare ausgeschaltet

Der geostationäre Amateurfunk-Satellit "Qatar-OSCAR 100" ist mittlerweile eine mit relativ einfachen Mitteln nutzbare Anlaufstation für Funkamateure geworden. Doch auch diejenigen, die den Aufbau einer ggf. zusätzlichen Satellitenschüssel scheuen, können zumindest passiv dabei sein, denn die Webseite https://eshail.batc.org.uk ermöglicht das Zuhören auf Web-SDR-Basis, beispielsweise am PC oder auf dem Smartphone. Sehr interesant…

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TYT TH-7800 Transceiver

15. Januar 2020 Kommentare ausgeschaltet

Ein preisgünstiges "OV-Telephon" sollte es werden, nur an einer Unterdachantenne nebenbei betrieben. Wenn es dann noch zusätzlich das Ortsrelais mit beackern könnte, umso besser…

Zunächst ging die Suche in Richtung modernerer Kleinsttranceiver à la Retevis RT95 oder Midland CT2000. Letztendlich war es bei dem einen die unmittelbare Abhängigkeit vom PC und bei dem anderen die nirgendwo einsehbare Mikrophonpolung, was letztendlich ein Umdenken und ein Rückbesinnen auf bereits gehabte Geräte herbeiführte und im Kauf des TYT TH-7800 Dual-Band-FM-Transceivers resultierte.

Für preisgünstige 159 Euro (Technische Daten bei Funktechnik Bielefeld) gab es einen absoluten Klon des Yaesu FT-8800, der hier zuvor auch mal über eine längere Zeit in Betrieb gewesen ist. Was nach dem Verkauf des Yaesus schmerzlich vermisst wurde, waren die abspeicherbaren Frequenzpaare (sechs an der Zahl, über die frontseitigen Tasten A-F abrufbar). Diese waren doch sehr praktisch, zumal die Konstellation der zu hörenden Frequenzen schnell und abhängig vom Betrieb mit dem Haupttransceiver somit schnell angewählt werden konnte.

Auch sonst ist der TYT dem FT-8800 so frappierend ähnlich, dass es eigentlich keine Umstellung der Bediengewohnheiten nötig hat(te). Ausgeliefert wird der TYT mit Separationskabel und entsprechender Halterung für das Display, so dass ein abgesetzter Betrieb jederzeit möglich ist.

Die Verarbeitung ist überraschend gut, der Druckpunkt der frontseitigen Tasten ist aber höher als beim Yaesu. Die Menüführung ist intuitiv, der Empfang vergleichbar-gut. Lediglich die Modulation mit dem beleuchteten DTMF-Handmikrophon erschien leiser und gedrungener. Da der TRX hier sowieso mittels Weiche am Shack-Standmikrophon mitbetrieben wird, fiel das nicht weiter negativ ins Gewicht. Mit dem Standmikro erreicht der TYT ähnlich-gute Rapporte wie der Yaesu zuvor.

Ein 40er Lüfter ist vorhanden, der auch gut losföhnt, letztendlich aber weniger aufdringlich wirkte. Dennoch wurde er durch ein kompatibles Modell der Firma "Noctua" ersetzt und seitdem ist herrliche Ruhe :)

Fazit: Der TYT TH-7800 ist ein aus heutiger Sicht eher klassischer Duobander, der noch direkt am Gerät durchprogrammiert und eingestellt werden kann. Er bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist ideal geeignet für diejenigen, die bei einem "Nebenbei-Gerät" keinen Wert auf digitale Zutaten legen.

KategorienAmateurfunk

AOMEI Backupper

6. Januar 2020 Kommentare ausgeschaltet

Solid State Drives (SSDs), also Festplatten, die ohne irgendeine Mechanik auskommen und daher schneller und leiser als herkömmliche Festplatten sind, gibt es mittlerweile in brauchbaren Größen zu erschwinglichen Preisen.

Somit gab es heute eine 1-Terabyte-SSD nachträglich auf den Gabentisch. Aktuell bestand aber noch gar kein Verlangen nach Neuinstallation des Betriebssystems, da es eigentlich noch wunderbar funktionierte und somit wurde nach einer günstigen Cloning-Software gesucht, die die bisher eingebaute Festplatte komplett, also inklusive Systempartition, auf die neue SSD bootfähig kopiert. Hierfür wurde die SSD in ein externes USB 3.0 Gehäuse eingesetzt.

Die Fast-Freeware "AOMEI Backupper" erledigte den Rest erschreckend einfach. Während der Schreiber dieser Zeilen sich selbst schon auf der Suche nach einer geeigneten "GParted"-Live-CD oder weiteren Tools à la "Acronis True Image" wuseln sah, tat die beiläufig ergoogelte und sehr einfach zu bedienende Software bereits ihren Dienst. Zwei Klicks – zwei Festplatten – okay – ab dafür. Nach knapp 5 unbeaufsichtigten (!) Kopierstunden war alles gelaufen.

Die SSD wurde in das System fest eingebaut, die alte Festplatte ausgebaut und alles bootete, als wäre nichts gewesen – das allerdings viel schneller als vorher.

Fazit: Einfach, praktisch, empfehlenswert.

KategorienComputerkram

Wolfgang Back (1943-2019)

19. Dezember 2019 Kommentare ausgeschaltet

Der langjährige Mit-Moderator des "WDR Computerclub" ist verstorben (siehe Heise-Meldung).

Mit Wolfgang Back geht auch ein Podcast-Pionier, wurde der "Computerclub2"-Podcast doch schon vor Jahren zu einer auch (!) in punkto Reichweite absoluten Ausnahmeerscheinung in der Szene.

Ich habe ihn als netten, freundlichen, aber auch eigenwilligen Menschen kennengelernt.

Jetzt baut er seinen "Lallus" im Himmel. Ruhe in Frieden!

KategorienMedien