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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Nach dem Bade – Hitparade!

24. August 2018 Kommentare ausgeschaltet

Die ZDF-Hitparade war für meine Generation neben "Disco", "BeatClub", "Formel Eins" prägend. Schon als kleiner Stöpsel durfte ich an Samstagabenden zumindest noch die Hitparade schauen, später dann auch die folgenden, grossen Samstagabendshows "in ihrem Zett-Deh-Eff", wie der heute leider verstorbene Dieter Thomas Heck es immer liebevoll ankündigte.

In den 90er Jahren war meine Mutter mal Kandidatin in seiner Sendung "Musik liegt in der Luft". Sie gewann als Zweitplatzierte eine Reise in die Tuerkei und pflegte danach noch länger einen lockeren Briefkontakt mit Herrn Heck.

Für mich war er eine Ikone der deutschen Fernsehunterhaltung, die nun leider so prominenten Vorgängern wie Rudi Carrell, Hans-Joachim Kulenkampff, Peter Frankenfeld und vielen weiteren nachfolgt. Mögen sie im Himmel weiterhin tolles Fernsehen machen!

KategorienMedien, Musik, Videos

Die DSGVO ist aktiv

25. Mai 2018 Kommentare ausgeschaltet

Mit dem heutigen Tag ist die DSGVO (DatenSchutzGrundverOrdnung) in kraft. Mit ihr soll(t)en zwar die Nutzerdaten sicherer werden, doch treibt sie auf dem Weg dahin seltsame Blüten.

Allen voran dürften viele Leute bemerkt haben, dass es auf unzähligen Webseiten mittlerweile Pop-Up-Fenster gibt, die die explizite Zustimmung zur dort herrschenden "Cookie-Policy" verlangen. Beim Surfen über mehrere Seiten wird das schnell zu einer nervigen Tortur. Letztendlich klicken wahrscheinlich die allermeisten Seitenbesucher dort einfach auf "OK", um weiterlesen zu können. Zumindest denen, denen die Cookies also egal sind, kann geholfen werden: Für Firefox- und Chrome-Anwender gibt es ein kleines, aber äusserst funktionelles Plugin mit dem sinnigen Namen "I don’t care about Cookies". :)

Mit dem heutigen Stichtag habe ich die Kommentarfunktionen auf dieser Webseite erstmal komplett deaktiviert. Somit werden durch mich bzw. durch die Kommentarfunktion überhaupt keine personenbezogenen Daten gesammelt.

Dies ist hoffentlich nur eine vorübergehende Lösung, denn es ist ein Trauerspiel, dass selbst die Blogseiten der kleinen Leute somit zwangsweise zu statischen Ansehobjekten verkümmern (müssen).

Die bisherigen Kommentare, die VOR Inkrafttreten der DSGVO hier abgegeben wurden, wurden um die zugehörigen IP-Adressen und Avatarbilder erleichtert und bleiben erstmal noch stehen, allerdings muss ich mir leider vorbehalten, sie eventuell nachträglich zu löschen, was schade wäre, denn schliesslich gibt es diese Webseite seit 14 Jahren. Aktuell sind diese Kommentare quasi unsichtbar.

Wer mir Feedback geben möchte, kann dies weiterhin z.B. über Facebook machen.

Mit dem heutigen Tag wird es hier vorerst auch keine weiteren Links zum Amazon-Partnerprogramm mehr geben.

Die DSGVO ist sicherlich gut gemeint, aber den internetten Alltag wird sie leider zumindest mittelfristig extremst beschneiden…

Oh-mein-Gott!

18. Mai 2018 Kommentare ausgeschaltet

Von CBS kommt ein erster Trailer zur Neuauflage der TV-Serie "Magnum":

via Rob Vegas:

"Der Trailer zum Magnum P.I. Reboot bei CBS ist nun veröffentlicht worden. Ganz ehrlich? Es sieht schlimm aus. Mit dem Original aus den 80ern hat dieser Reboot nichts mehr gemein. Bestenfalls die Musike aus dem Intro hört man am Ende kurz. Magnum wird einfach immer Tom Selleck sein."

Ja, recht scheint er zu haben, der gute Rob Vegas. Nach dem Betrachten dieses Trailers kam mir gleich der Begriff "seelenlos" in den Sinn. Warum? Die Originalserie "Magnum" hatte liebenswerte, teilweise vielschichtige Charaktere. Sie hatte Witz der niveauvolleren Art (man erinnere sich an die geniale Episode "Der Magnum-Higgins-Krieg"), eine ordentliche Kamera und war überhaupt nicht mit Action überladen. Meistens trugen die Geschichten selbst die Spannung und nicht die Spezialeffekte…

Nun ist es sicherlich irgendwie auch ungerecht, eine Serie gleich mit dem ersten Trailer zu verurteilen, aber das hier sieht doch alles recht "platt" aus. Es weckt die Befuerchtung, dass die Charaktere nur blasse Abbilder der Vorlagen sind und dass Materialschlachten an der Tagesordnung sein duerften, denn schliesslich zeichnen die Macher der "The Fast And The Furious"-Filmreihe fuer diese neue Serie mitverantwortlich.

Ein weiterer Trend bei diesen sogenannten "Reboots" ist die Tatsache, das urspruenglich maennliche Hauptfiguren einer Originalserie in der Neuauflage oftmals weiblich sind. Macht man das, um eine gewisse "Correctness" zu pflegen? Die Figur der bzw. des "Starbuck" auf dem "Kampfstern Galactica" war ein (hier tatsaechlich gelungenes) Beispiel, andere Serien wie "Elementary" zogen nach. Beim neuen "Magnum P.I." wird es eine quirlige Frau sein, die den (bzw. jetzt die) "Higgins" mit britischem Akzent spielt. Letzterer scheint immerhin eine kleine Hommage an den leider mittlerweile verstorbenen Darsteller des Higgins, John Hillerman, zu sein. Aber so wirklich passend erscheint (mir) das alles nicht…

Darf man gespannt sein? Ja. Denn nicht alle Reboots sind erfolglos. Zum Beispiel bringen es "Hawaii 5-0" oder erstaunlicherweise sogar "MacGyver" mittlerweile schon auf mehrere Staffeln. Ein Publikum ist dafuer also da. Ob dieser neue "Magnum" seinem Vorgaenger Tom Selleck auch in der Publikumsgunst das Wasser reichen kann, wird sich zeigen.

Wer sich das wohlige Andenken an einen Fernsehmeilenstein der 80er Jahre bewahren moechte, sollte sicherlich Abstand von dieser neuen Version nehmen. Die Neugier wird vielleicht zum "Hineinzwinkern" fuehren, aber wahrscheinlich nicht lange anhalten.

KategorienMedien, Videos

DVB-T2 in OWL

25. April 2018 Kommentare ausgeschaltet

Während in den großen Ballungszentren und Metropolen das digital-terrestrische Antennenfernsehen DVB-T2 schon länger aktiv ist, wurden in der Nacht vom 24. auf den 25. April 2018 auch die abgelegeneren Gegenden berücksichtigt, indem unter anderem die Sender Bielefeld (Hünenburg) und Detmold (Bielstein) auf den neuen, effizienteren Übertragungsstandard umgestellt wurden.

Das bisherige DVB-T hatte nicht zu unrecht den Beinamen "Pixelfernsehen", denn die bis dato via Bielefeld empfangbaren, nur öffentlich-rechtlichen Sender waren nur mit mäßiger, meistens etwas unscharf-matschig wirkender Bildqualität verfügbar.

Nun findet der TV-Tuner (es muss ein modernerer sein) auf Anhieb knapp 50 Sender anstatt der bisherigen 13, doch folgt eine kleine Ernüchterung auf dem Fuß, denn nur ein kleiner Anteil davon ist auch "normal" nutzbar. Die öffentlich-rechlichen Programme von ARD und ZDF sind größtenteils in echtem HD (1080p) vertreten und übertreffen somit bildqualitativ ihre normalen Äquivalente im Kabelnetz oder auf dem Astra-Satelliten. Das ist ein absoluter Pluspunkt des neuen Standards.

ARD, ZDF, WDR, NDR, SWR, 3SAT, ZDFNeo, ZDFInfo, Kika, One, oder Arte stehen in bestem HD da, doch der HR oder der BR und ARD Alpha sind "nur" via "hbbtv" empfangbar. Das heisst, dass der Fernseher zusätzlich an das Internet angeschlossen sein muss, damit diese Streams nach Anwahl auch tatsächlich erscheinen. Das wird für viele sicherlich erstmal ein K.O.-Kriterium sein, denn gerade auf dem Land ist die entsprechend notwendige Breitbandstruktur nicht immer gegeben.

Auf dieses Übertragungsverfahren setzen auch die dort jetzt schon "verlinkten" Privatkanäle, für die eine Feischaltung der "Freenet"-Plattform notwendig ist, was wiederum 5,65 Euro zusätzlich im Monat kostet. Aktuell findet man dort aber nur relativ uninteressante "B-Sender", wie z.B. "1-2-3-TV". Die populären Privatsender wie RTL, Pro7 usw. sollen erst ab dem Herbst dieses Jahres verfügbar sein. Ein Freenet-Antennenabo lohnt sich daher aktuell noch nicht.

Es stellt sich die Frage, warum aktuell z.B. das ZDF oder 3SAT zusätzlich noch in SD vorhanden sind, denn diese Ressourcen hätten doch für weitere HD-Inhalte genutzt werden können…
Update: Anscheinend hat die kleine Antenne tatsächlich einen weiteren, noch nicht umgestellten DVB-T-Sender aufgeschnappt, der die SD-Programme "dazwischengemogelt" hat ;) Scannt man nur lokal, dann werden 46 Programme gefunden.

Was bleibt? Wahrscheinlich jede Menge Elektromüll, denn die alten DVB-T-Receiver können den den neuen Standard nicht mehr empfangen und müssen entsorgt werden. Putzig ist es aktuell, mit anzusehen, wie einige Leute noch versuchen, solche Geräte via eBay Kleinanzeigen und auf anderen Plattformen zu verhökern ;)

Letztendlich dürfte die Umstellung aber zumindest für die kommende Fussball-WM einen deutlichen Komfortgewinn bringen, denn ein aktueller Kleinfernseher mit einer u.U. improvisierten Antenne (siehe oberes Bild), schnell in den Garten gestellt, reicht völlig aus, um die Spiele in wirklich deutlichst besserer Bildqualität geniessen zu können.

Für den "Heimbetrieb" sehe ich die Zukunft allerdings weiterhin im Satelliten- und IP-Empfang…

KategorienMedien

Springer versus Adblocker

19. April 2018 Kommentare ausgeschaltet

Der Axel-Springer-Verlag geht im Rahmen einer Klage vor dem Bundesgerichtshof gegen Adblocker vor. So weit, so schlecht.

"In dem Rechtsstreit geht es um die Zulässigkeit des Internet-Werbeblockers "Adblock Plus" des Kölner Unternehmens Eyeo. Internetnutzer können die Software kostenfrei herunterladen. Sie verhindert, dass bestimmte Werbeinhalte auf Internetseiten angezeigt werden, indem sie mit Hilfe von Filterregeln Serverpfade und Dateimerkmale von Werbeanbietern identifiziert und blockt ("Blacklist"). Es besteht die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen von den Filtern zu machen und in eine sog. Whitelist aufnehmen zu lassen. (…)
Axel Springer hält das Programm für eine unlautere Behinderung des Wettbewerbs. Und damit ist der Verlag, der u.a. hinter Bild.de und welt.de steht, nicht allein. Auch Handelsblatt und Zeit Online sowie RTL und ProSiebenSat.1 gingen schon gegen ADBlockPlus vor. Die Gerichte entschieden bislang eher gegen die Verlage. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln aber untersagte Eyeo zwar nicht das grundsätzliche Modell Werbeblocker, aber doch das von ihr betriebene Whitelisting-Modell. Nun ist der BGH am Zug. Und man darf mit einer Grundsatzentscheidung rechnen. (…)
Katsivelas hält Werbeblocker für "ein wichtiges und zugleich legitimes technisches Hilfsmittel, mit dem Internetnutzer störende und teilweise auch datenschutzrechtlich bedenkliche Werbung unterdrücken können". Sie dienten der Wahrnehmung ihres Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Für wettbewerbswidrig hält der Wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Informations- und Kommunikationsrecht, Gesundheitsrecht und Rechtstheorie der Universität Hamburg, der sich mit dem Thema in mehreren Fachbeiträgen beschäftigt hat, sie nicht. Schließlich könnten die Nutzer autonom entscheiden, ob und inwieweit sie die Werbung auf Webseiten durch Adblocker blocken; und die Seitenbetreiber könnten stattdessen auch auf bezahlte Inhalte setzen oder Adblock-Nutzer von ihren Seiten ausschließen – so wie es bild.de schon seit längerem tut. (…)"

Natürlich ist es völlig nachvollziehbar, dass werbetreibende Verlage ihr internettes Geschäft gefährdet sehen, doch an dieser Stelle kann nur wiederholt angemerkt werden: Selbst schuld!

Solange sich Werbefenster aufdringlich und kaum wegklickbar über Textpassagen legen; solange der heimische Musikgenuss durch Störgeräusche von diversen ungefragt eingeblendeten Werbespots gestört wird; solange Videos ungefragt loslaufen und somit den Daten- und Akkuverbrauch negativ beeinflussen; solange die Webseitenbesucher ungefragt zu Testobjekten für durch Werbung eingeschleusten Schadcode werden – solange muss dem Ottonormalanwender das Recht auf Selbstschutz bedingungslos (!) zugestanden werden!

Die gängigen Adblocker bieten die Möglichkeit, "gute" Seiten in eine "Whitelist" einzutragen und somit hat jede Webseite die Möglichkeit, sich ihren guten Ruf zu verdienen. Komplett muss ja nicht auf Werbung verzichtet werden – aber annehmbar muss sie sein.

Bis dahin bleibt nur zu hoffen, dass Springer’s Klage abgewiesen wird…

KategorienMedien