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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Rom à la Emmerich

20. Juli 2024 Kommentare ausgeschaltet


via Facebook:

"Der Untergang des römischen Reiches", "Ben Hur", "Gladiator" – das waren hervorragende Filme zum Thema "Rom".

Auch die gleichnamige Fernsehserie war äußerst sehenswert.

Nun hat sich der Regisseur Roland Emmerich an das Thema gewagt, denn anscheinend hat er keine Lust mehr darauf, das Weisse Haus spektakulär in seinen Filmen in die Luft zu jagen.

Das Ergebnis ist die neue, zehnteilige Serie "Those About To Die".

Erster Eindruck: Alles wirkt blass und sehr künstlich. Anthony Hopkins agiert in seiner Rolle sehr müde, die anderen Akteure bleiben zumindest in der Pilotfolge blass.

Die Story ist – naja. "Brot und Spiele" halt.

Vermutlich werde ich das nicht weiter verfolgen. Schade eigentlich…

Dieser Artikel vom BR trifft es ziemlich genau

KategorienMedien

Girl you know it’s true

24. April 2024 Kommentare ausgeschaltet

Der Film ist tatsächlich sehenswert. Ich selbst habe das Phänomen Milli Vanilli damals eher belächelt, trotzdem muss man anerkennen, dass der Song "Girl you know it’s true" den damaligen Zeitgeist verdammt gut und mit überragendem Erfolg getroffen hat. Dieser Zeitgeist wird im Film sehr gut eingefangen, auch die anderen Songs (wie z.B. "The only way is up" von "Yazz"), die damals große Hits waren, wurden stimmig platziert.
Matthias Schweighöfer spielt Frank Farian wirklich hervorragend und dem sonstigen Casting des Films ist schon allein aufgrund der optischen Ähnlichkeit der beiden Hauptakteure zu den Pop-Vorlagen großes Lob zu zollen.
Die Geschichte dieses kurzlebigen Pop-Duos ist tragisch – und die der eigentlichen Band, die dahinter steckte, letztendlich versöhnlich.
Ein Kommentar zu dem Film bei Wikipedia lautet: "Dieser Film gibt Milli Vanilli die Würde zurück" – und das trifft es genau…

KategorienMedien

Audio Technica DJ-Plattenspieler

12. Dezember 2023 Kommentare ausgeschaltet

Technics-Klone wurden hier ja schon einige getestet (zuletzt ein Modell von Pioneer), aber kein Gerät konnte dem Technics-Klassiker SL1200/1210 MKII das Wasser reichen.

Spoiler: Auch dieser nun getestete Audio Technica AT-LP120X-USB nicht. Trotzdem…

…ist er gekommen, um zu bleiben.

Gesucht war kein wirklicher Ersatz für den zweiten Technics, sondern ein Alternativgerät, welches auch 78 Umdrehungen für Schellack-/Grammophonplatten bietet. Von Technics gibt es ein neueres Modell, den "MK7", der aber mehr als das Dreifache dieses Audio-Technica-Klons kostet. Natürlich nicht zu Unrecht.

Für 260 Euro kam ein Riesenpaket ins Haus. Alles war super verpackt, der Zusammenbau dieses Plattenspielers ging schnell und reibungslos. Ein AT95-Nadelsystem wurde gleich mitgeliefert und somit konnte es schnell losgehen.

In Bezug auf die Bedienung liegt hier für Technics-Anwender kein Problem vor, allerdings merkt man schnell, dass die Verarbeitungsqualität nicht an den Klassiker heranreicht. Aber das muss sie auch nicht.

Das Plastikgehäuse ist nicht zu leicht, aber deutlichst leichter als die Vorlage, leider ist es daher natürlich sehr anfällig für "Rumpelfrequenzen". Wenn man auf dem Chassis aber nicht unbedingt Bongo spielt, fällt das nicht weiter negativ auf.

Der Motor ist sehr präzise, der Gleichlauf wunderbar. Allerdings braucht er (gerade bei 78rpm) etwas länger, bis er die volle Drehzahl erreicht und hält. Dabei bleibt er im Gegensatz zum Pioneer nahezu geräuschlos.

Der Plattenspieler hat einen eingebauten Vorverstärker, den man zu- oder abschalten kann. Somit kann dieses Gerät auch an einem normalen LineIn-/CD-Anschluss betrieben werden. Zudem ist ein USB-Ausgang vorhanden, der die Signale direkt an einen PC zu liefern vermag. Hier verbleiben wir aber beim traditionellen Phono-Anschluss.

Die Verarbeitung ist zwar, wie schon erwähnt, beiweitem nicht so gut wie beim Technics, sie muss sich aber auch nicht schämen oder ganz verstecken. Der Tonarm ist leichter und etwas unpräziser, trotzdem gelingen Ausrichtung und Gewichtung sehr gut. Die Knöpfe reagieren wie sie sollen und die DJ-Gimmicks sind ganz nett, wenn auch nur Behelf. Zum richtigen Mixen sollte weiterhin der Technics bevorzugt werden.

Dieser AudioTechnica richtet sich eher an diejenigen, die zuhause Schallplatten "normal hören" und/oder digitalisieren wollen – und diese Aufgaben bewältigt er zur völligen Zufriedenheit.

Das einzig Lächerliche ist die kleine Lampe, die hier mitgeliefert wird und die man sozusagen in eine Cinchbuchse manuell einstecken muss. Bei anderen Geräten, inklusive Pioneer oder Reloop, schnellt sie auf Knopfdruck aus dem Chassis, beim Technics geht das sogar ganz sanft und langsam. Diese "Aufsteckfunzel" hätte man sich hier also sparen können und sie verbleibt daher in der Verpackung.

Das Tonabnehmersystem klingt okay, freilich ist da noch Luft nach oben. Ein zum Testen aufgestecktes Technics-/Shure-System brachte auf Anhieb einen erheblich druckvolleren und breiteren Klang. Für 78er-Schellackschätzchen muss man sowieso eine andere Nadel verwenden, dann klingen aber auch diese überraschend gut.

Fazit: Mission erfüllt. Sollte sich eine gewisse Langlebigkeit und Zuverlässigkeit einstellen, wird dieser Audio Technica den hier seit über 30 Jahren vorhandenen und problemfrei funktionierenden Technics SL-1210MKII weiterhin begleiten.

KategorienMedien, Musik

PopStop schliesst die Pforten

28. Oktober 2023 Kommentare ausgeschaltet

UPDATE:

PopStop ist wieder da :-)

Hier ein Zitat aus dem zugehörigen Facebook-Profil vom 9.2.2023:

"Tja – ich hatte es ja schon auf unserer Homepage im November geschrieben: „Was jetzt auf dem ehemaligen Stream von PopStop zu hören ist, hat mit PopStop nichts mehr zu tun – was nicht bedeutet, dass ich nicht jederzeit wieder damit starten könnte, wenn mich die Langeweile packt! Bis dahin würde ich gerne bei einem Projekt meines Sohnes Thore mitmachen, der das Internetradio 'The Rock – Radio Helgoland' betreibt. Das ist einer der ersten KI-Sender! Wenn ich da mitmache, trifft analog auf digital – oder NB v KI – natürlich Blödheit gegen künstliche Intelligenz. Finde ich spannend!“ Das war eine interessante Erfahrung – aber KI, unsere Art der Moderation und die gespielte Musik passen nicht gut zusammen – spannend war besonders die Live-Montagssendung – die würde Thore gerne weitersenden – warum nicht? Montags also live bei PopStop und bei „The Rock – Radio Helgoland“ simultan!
>PopStop – Das Musikradio< und unsere ‚couragiert kuratierte‘ Rotation ist ab sofort wieder auf dem bisherigen Stream zu hören – und ab März werden dort auch wieder zwischen 20.00 und 24.00 Uhr moderierte Sendungen laufen – Heinz Canibol, Alexander Stock, Willi Gass, Uwe Kemmer, Dieter Haubrich und ich sind die Moderatoren – und wenn jemand das Gefühl hat, er würde in dieses Team auch noch passen – bitte melden! Frank Laufenberg"

UPDATE ENDE

"PopStop – Das Musikradio" wird an diesem Wochenende nach zehn Jahren Dauerbetrieb eingestellt.

Ich bedaure das sehr. Hier wurde noch (bzw. wieder) mit "alten Haudegen" Radio in bester Tradition gemacht. Fundierte Musikmoderationen, spezialisierte Musiksendungen von der Schellackplattenära bis in die 2000er, Country, Pop und Rock’n’Roll und vieles mehr gab es dort zu hören.

Eine meiner Lieblingssendungen waren die "Antihits in deutscher Sprache", die zwar meistens sehr Liedermacher-lastig waren, wo aber Sachen liefen, die so wahrscheinlich seit Jahrzehnten nicht mehr im Radio zu hören gewesen waren.

Dave Colman nuschelte sich durch seine spezielle, immer unterhaltsame Musikauswahl. Pit Weyrich spannte zeitliche Musikbögen quer durch die Jahrzehnte und Manfred Sexauer war bis zu seinem Tod auch dort zu hören.

All das wurde musikalisch und stimmlich umrahmt von Frank Laufenberg, der mit immer anderen Sendungen aufkam, "Hits und ihre Vorlagen" vorstellte oder auch seine Version vom "Krieg der Welten" präsentierte. Seine unfassbar riesige und vielseitige Tonträgersammlung war dabei sicherlich von großem Vorteil, das hauseigene Sendestudio wirkte auf den Fotos im immer gut betreuten Facebookprofil sogar sehr gemütlich.

Selbst, wenn keine moderierten Sendungen liefen: Der Zufallsgenerator des dortigen Musikrechners spuckte geniale Sachen aus, von denen im heutigen Formatradio niemals die Rede sein würde. Somit schaffte "Popstop" den Spagat zwischen "Hinhör-Radio" und auch mal "Nebenbei-Medium" beim Geschirrspülen sehr vortrefflich und es war eine zuverlässige, internette Anlaufstelle.

Ich habe sehr oft darüber nachgedacht, mich mit meinen Sendungen selbst mal dort zu bewerben, es kam aber nie dazu…

Nun ist (erstmal…?) Schluss mit Popstop. Es bleiben schöne Erinnerungen an hervorragende Sendungen und tolle Stimmen.

Vielen Dank dafür und alles Gute an alle Beteiligten!

KategorienMedien

10 Jahre The Blacklist

29. Juli 2023 Kommentare ausgeschaltet

The Blacklist ist eine bemerkenswerte Fernsehserie. Über einen Zeitraum von zehn Jahren hat sie mich unterhalten und begleitet.

James Spader als Raymond Reddington, der eine FBI-Taskforce mit Informationen über Kriminelle füttert und dabei selbst seine kriminellen Machenschaften sozusagen legitimiert. Das Ganze ist großartig gespielt und über weite Strecken intelligent und spannend inszeniert.

Nun ist diese Serie, nach 218 Folgen in 10 Staffeln, zu Ende gegangen. Das Ende selbst soll hier nicht gespoilert werden, nur soviel: Es lässt einen vielleicht zunächst etwas enttäuscht zurück – aber, wenn man gründlich darüber nachdenkt, ist es genau so richtig und stimmig…

Manche Leute mögen das belächeln, aber eine TV-Serie, die einen lange begleitet hat, hat etwas familiäres. Mein mittlerweile verstorbender Vater sah noch die ersten Staffeln davon, ein paar Folgen schauten wir zusammen. Somit ist das Ende einer solchen langjährigen Serie etwas ganz anderes als z.B. ein kurzlebiger 10-Teiler. Es ist eine Geschichte, die eine andere (Lebens-) Geschichte begleitet, deren Zeitlinie zeitweise parallel verläuft – und die dann endet, während die andere Spur weiter ihre Bahn zieht.

Es war mir ein Vergnügen, Mr. Reddington!

KategorienMedien