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Archiv für die Kategorie ‘Musik’

#christmaslikeroger mit Robbie

8. Dezember 2019 Kommentare ausgeschaltet

Weihnachtsplatten begleiten viele Familien über Jahrzehnte. Das "Christmas Album" von BoneyM ist hier so ein Beispiel. Desweiteren die "Rock Christmas"-Compilation, Weihnachts-LPs von Elvis Presley und Harry Belafonte und sogar die Flippers geben sich die Ehre (nicht lachen, die Platte ist kitschig-schön :)). Traditionellere Choraufnahmen haben mittlerweile allerdings ausgedient. Neue Weihnachtsaufnahmen bringen frischen Wind in die Weihnachtsplaylist und in diesem Jahr sind es vornehmlich zwei Werke, die hier überzeugen konnten.


Die hiesigen Lokal-Jazz-Helden "The Sazerac Swingers" haben eine auf 250 Exemplare limitierte Weihnachts-CD in klassischer Albumlänge vorgelegt. Die Songs stammen, von zwei speziell arrangierten Traditionals einmal abgesehen, durchweg aus der Feder von Frontman Max Östersötebier. Knackige Texte paaren sich mit swingender-klingender Fröhlichkeit und manchmal geheimnisvoll anmutenden Klangteppichen. Da singt er darüber, dass er seine Großmutter wiederhaben möchte, damit Weihnachten wieder so wie früher wird. "Smoke that Turkey" wird von einem im Booklet befindlichen Putenrezept begleitend illustriert und eindeutig-zweideutige Augenzwinkereien wie "Nutcracker is a Girl" sorgen für zusätzlichen Spaß. Das Ganze klingt schön breit und ausgewogen, die Musiker sind gut gelaunt und generell hinterläßt die knappe Dreiviertelstunde den Drang, die "Play"-Taste noch einmal zu drücken, denn die Zeit vergeht wie im Flug. Langeweile? Fehlanzeige!

Auch Robbie Williams besinnt sich auf seine Traditionstugenden und teilt sein Weihnachtswerk "The Christmas Present" in zwei Teile. Der erste Teil liefert in bester "Swing-when-you’re-winning"-Manier schöne Versionen vom "Winter Wonderland" oder auch "Let it snow! Let it snow! Let it snow!". Es klingt wie eine imaginäre Bonus-CD zu seinem legendären Swing-Album von 2001. Das in den Kritiken oft verspottete Duett mit Helene Fischer ist dabei nicht wirklich störend, aber eines stimmt: "Lasziv und dreckig kann sie nicht" (Zitat C.J.) und somit klingt "Santa Baby" ziemlich brav. Zu brav.
Der zweite Teil liefert grötenteils neue Songs – und klingt wie das Robbie-Williams-Album, welches damals anstelle von "Rudebox" hätte kommen müssen. Nach all den Jahren, die aufgrund der einseitigen Radioplaylisten mit "Angels" und "Feel" überbrückt wurden, sind diese neuen Weihnachtssongs überraschend erfrischend und angenehm. Robbie singt im Duett mit Jamie Cullum, Rod Stewart oder Bryan Adams und die Songs wirken weder kitschig noch altbacken, obwohl sie den Gernhörern von "Escapology" und diversen Vorgängeralben akustisch entgegenkommen.

Fazit: Beide Alben sind absolut empfehlenswert! Im direkten Vergleich schneiden die Sazerac Swingers aber noch besser ab, denn hier ist wirklich alles komplett anders und neu. Naja, zumindest fast :) (=> Man achte mal auf "Lasst uns froh und munter sein")

KategorienLokales, Musik

Von aus dem Nirgendwo

6. November 2019 Kommentare ausgeschaltet

"From Out Of Nowhere" heisst das neue Album vom Electric Light Orchestra, welches mittlerweile unter "Jeff Lynne’s ELO" firmiert.


An dieser Stelle könnte eine episch-lange Einzelkritik der zehn Songs erfolgen, doch letztendlich lässt sich das Ganze ganz schnell zusammenfassen: Die Platte birgt in musikalischer Hinsicht absolut keine wirklichen Überraschungen.
Kompositorisch-hervorstechendes sucht man vergebens und alles klingt wie schon tausendmal in ähnlicher, mehr oder weniger typischer ELO-Manier gehört.

Während "Alone in the Universe" vor mittlerweile vier Jahren völlig zurecht als Wiederauferstehung eines kultigen Retro-Sounds gefeiert wurde, wirkt das neue Werk irgendwie wie ein müder Abklatsch davon. Vielleicht hatte die 2015er-Platte die Latte etwas zu hoch gehängt. Hinzu kommt, dass "From Out Of Nowhere" ziemlich platt klingt. Man vermisst Breite, Dynamik und vor allem Höhen. Somit plätschern die gerade mal 32 Minuten Gesamtspielzeit auch akustisch recht beliebig dahin.

Nicht falsch verstehen: Die Platte ist insgesamt nicht schlecht und die ELO-Gernhörer werden Sie gerne annehmen, aber auf Dauer dann vielleicht doch eher die alten Alben wieder hervorholen…

KategorienMusik

Reloop RP4000MK2 Plattenspieler

19. September 2019 Kommentare ausgeschaltet

Natürlich erinnert er an einen der berühmten Technics-DJ-Plattenspieler und sicherlich ist das beabsichtigt. Im direkten Vergleich mit einem Technics SL1210MK2 schneidet der Reloop RP-4000 MK2 vorhersehbar schlechter ab – hat aber trotzdem seine Qualitäten.

Allen voran: Der Preis. Mit gerade einmal ca. 275 Euro Neupreis ist dieser ebenfalls recht schwer anmutende Plattenspieler preislich sehr attraktiv. Er wiegt ungefähr drei Kilo weniger als der Technics, steht aber fest und solide und sein Korpus wirkt auch so. Der Tonarm erscheint dagegen etwas "schlabbriger" als beim Technics, bietet aber eine ähnliche Form und geht in punkto Verarbeitung auch noch in Ordnung.

Das Justieren der Auflagekraft ist etwas fummeliger als beim Technics, gelingt letztendlich aber doch relativ schnell und einfach nach bewährtem Prinzip.

Der Reloop hat einen neu entwickelten Motor, der zügig startet und stoppt und in dieser Version sogar einen Rückwärtsmodus bietet. Den Gleichlauftest konnte der Reloop gegen den Technics durchaus bestehen, denn einmal in Phase liefen zwei identische Maxis ohne weitere Abweichungen durch.

Die Pitchregelungsbandbreite ist justierbar und es gibt mit 78rpm eine zusätzliche Geschwindigkeit, die vor allem die Schellackplatten-Fans freuen wird. Tatsächlich klingen Schellackplatten mit diesem Gerät unter Verwendung einer passenden Nadel (hier mit Shure N75-3 getestet) überraschend gut…

Der Dreher kommt mit einem Mittelstück für Singles, bietet aber im Gegensatz zum Technics keine entsprechende Vertiefung zur Lagerung desselben. Ebenfalls im Lieferumfang ist eine Headshell mit einem vormontierten Ortofon-Nadelsystem, welches einen ordentlichen Job macht und für den Anfang ausreichen dürfte.

Eine schöne, dicke Gummimatte, wie sie beim Technics vorzufinden war, fehlt hier allerdings und anstatt dessen gibt es nur ein leichtes Reloop-Slipmat. Eine Abdeckhaube muss für knapp 40 Euro dazugekauft werden…

Der Plattenspieler klingt ordentlich und ist für das Geld wirklich brauchbar verarbeitet. Lediglich eine Sache mag den ein- oder anderen stören: Der Motor macht ein leicht vibrierendes, hintergründiges Laufgeräusch. Während man beim Technics absolut nichts davon hört, ist das beim Reloop schon befremdlich, laut mehreren Foren aber nicht ungewöhnlich. Sobald der Tonarm aber die Rille erreicht, fällt es nicht weiter auf…

Ach ja, noch ein "Defizit": Die Füße des Plattenspielers sind sehr breit und daher ist der innere Abstand zueinander kürzer als beim Technics. Folge: Man kann das Cover der laufenden Platte nicht einfach so unter den Plattenspieler schieben wie beim Technics und man befindet sich plötzlich auf der Suche nach einer alternativen Ablage. Okay, das ist eine Banalität – aber es ist auch komisch, wenn man "nur" Technics gewohnt ist :-)

Mit einem Technics kann das Gerät nicht mithalten – vor allem dann nicht, wenn man jahrelang Technics gewöhnt ist und dann auf einmal so ein vermeintlicher Billigdreher daneben steht. Dennoch schlägt der Reloop sich wacker und dürfte nicht zuletzt aufgrund seiner technischen Ausstattung bei vielen Leuten geldbeutelschonend seine Arbeit verrichten…

KategorienMedien, Musik

Cesar’s Bike – A Bromance

13. September 2019 Kommentare ausgeschaltet

GtsmAllStars-Lokalmatador MICKEY MEINERT hat einen Song aus seinem aktuellem Album "Bewegungen" neu bearbeitet und ihn mit seinem Freund CESAR ANOT neu aufgenommen. Dazu wurde ein stimmiges Video im nächtlichen Paris gedreht…

CESAR‘S BIKE 2 (le duetto)
performed by
MICKEY MEINERT & CESAR ANOT

A bromance on bycicles in Paris at night.

We recorded and produced this new version as a duet,
the groove changed and Cesar is singing more parts.

You can find download options for this special single version here:
Cesar’s Bike pt.2 (Le Duetto)

Find Mickey’s latest album here:
Timezone Records

KategorienLokales, Musik, Videos

Music mit den smallStars

6. Juli 2019 Kommentare ausgeschaltet

"Es war eine rauschende Rocknacht", könnte man in Anlehnung an den alten Filmtitel feststellen, denn genau das war es. Es war heiss, es war sommerlich und irgendwie ganz anders als sonst – trotzdem sprang der Funke sofort über… Hier kommt für alle die, die es nicht miterlebt haben, die erste Zugabe des Abends…

KategorienLokales, Musik, Videos