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Archiv für die Kategorie ‘Lokales’

Trash Humanica – Moon Palace

22. Mai 2012 Kommentare ausgeschaltet

Ian Peppercorn hat viele Wurzeln – auch in Guetersloh. Bereits vor etlichen Jahren spielte er oefters mit der Band "GYPP" in hiesigen Gefilden, zog sich dann zwischenzeitlich etwas zurueck und ist nun wieder aktiv.

Zusammen mit seinem langjaehrigen Wegbegleiter Brian Rudd veroeffentlichte der weiterhin dauerhaft in England lebende Ian Peppercorn als Duo "Trash Humanica" die CD "Moon Palace".

Die ersten Aufnahmen dazu gab es bereits im Jahr 2011 und Ian stand diesebzueglich im NormCast Nr.185 im Mai 2011 spontan Rede und Antwort. Die damaligen Demo-Aufnahmen haben sich mittlerweile zu einem ausgereiften Sound-Konstrukt gemausert, welches man so von ihm sicherlich nicht unbedingt erwartet haette.

Mich erinnert das an den Indie-Pop der zweiten Haelfte der 80er Jahre, Vergleiche zu "The Mission" und aehnlichen Vertretern dieser Aera sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Der Titelsong "Moon Palace" ist die erste Single des gleichnamigen Albums und unlaengst als Video erschienen. Wer Interesse an einer CD hat, kann sich gerne bei mir melden, ich leite das entsprechend weiter.


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Freitag18 – Saisonbeginn

4. Mai 2012 Kommentare ausgeschaltet

Saisonauftakt der Veranstaltungsreihe "Freitag 18" auf dem Dreiecksplatz in Guetersloh:

Die Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz e.V. hat fuer die Saison 2012 wieder ein Programm zusammengestellt, welches sich vielseitig liest und vom Deutschrock der Band "Hans Dampf" ueber Folk mit "High Germany" bis hin zur Klassik mit dem "Staatsbadorchester" reicht.

Die Auftaktveranstaltung am 4.5.12 bestritt bei bestem Wetter die sehr gut aufgelegte Truppe "Crystal Pasture", deren Musik mich irgendwie an eine Mixtur aus den "Global Kryner" und den "17 Hippies" erinnerte, sie beschreiben es selbst als "Dorfmusik und Polka". So ertoente die beruehmte "Juliska aus Budapest" ebenso wie eine ziemlich individuell-geniale Coverversion des Kraftwerk-Klassikers "Das Model". Absolut gelungen!

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Sir Cliff’s Influences

5. April 2012 Kommentare ausgeschaltet

Er hat mit "Spanish Influences" eine selbstinterpretierte CD vorgelegt und ist aus der hiesigen Musikszene nicht wegzudenken: Roger Clarke-Johnson.

In der heutigen Ausgabe vom "Westfalen Blatt" wird er gleich mit einer ganzen Seite gewuerdigt, siehe hier: Artikel von Stefan Lind

Ausschnitt:

"Dieses Treffen im Jahre 1958 hat sein Leben geprägt. Als Roger Clarke-Johnson 14 Jahre alt war, durfte er dem Sänger Cliff Richard in dessen Garderobe seine Gitarrenkünste demonstrieren. Und als hätte er es nicht schon vorher geahnt, war ihm in diesem Moment klar: »Das will ich auch. Ich möchte Musiker werden.«

Eine lange wechselvolle Karriere hat Roger Clarke-Johnson inzwischen hinter sich, 1983 hat sie ihn mit seinem Kumpel Jerry Hovell nach Deutschland gebracht (»es waren die Damen, die uns hierher gelockt haben«), und seither ist er in Gütersloh und in der weiten Umgebung eine feste Größe, was gute handgemachte Pop-, Rock- und Bluesmusik angeht. (…)"

Und in der Tat weiss Roger einige Geschichten aus alten Zeiten zu erzaehlen, doch die alten Wurzeln halten ihn nicht davon ab, auch neue Dinge anzugehen.

Wer u.a. die alte Story mit Cliff Richard im englischen O-Ton nochmal nachhoeren moechte, hat in den beiden, mittlerweile fast sieben (!) Jahre alten NormCast-Folgen Nr.34 und Nr.35 nach wie vor Gelegenheit dazu…

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Riviera Sunrise

8. Januar 2012 Kommentare ausgeschaltet

"Riviera Sunrise" ist ein von Richie Arndt geschriebener Song aus der CD "Crossing Borders" (2011). Hier gespielt von Richie zusammen mit Timo Gross und Alex Conti in der "Weberei" Guetersloh am 6.1.2012. Drei Hocker, drei Musiker, drei Gitarren und eine schlichte Buehne – mehr braucht es nicht fuer einen netten Musikabend zum Hinhoeren…

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Kult-Knackis rocken die Weberei

30. Dezember 2011 Kommentare ausgeschaltet

In schwarz-weisser Knastkleidung hocken vier "GT smAll Stars" hinter Gittern und schauen traurig drein. Alles scheint aussichtslos, das Konzert 2011 steht auf der Kippe. Doch die treuen Fans des Stammtisches bei "Ecki" in der "Alten Heuwaage" in Guetersloh koennen das so nicht akzeptieren und entwickeln einen Schlachtplan zur Befreiung der Musiker. Somit machen sich unter anderem Volker Wilmking, Joerg Holtkamp, Jerry Hovell, Roger Clarke-Johnson, "Puttchen" und der Schreiber dieser Zeilen auf, um sie aus dem Gefaengnis zu befreien…

Natuerlich gibt es ein (vorlaeufiges) Happy End, denn punktgenau auf die zuvor in bester Jack-Bauer-Manier heruntergezaehlte Sekunde schaffen es die befreiten Knackis auf die Buehne der "Weberei" in Guetersloh.
Das Ganze ist ein Kurzfilm, der vor der diesjaehrigen Konzertreihe produziert wurde und teilweise auf dem Gelaende der Maschinenfabrik Niewoehner in Guetersloh-Avenwedde entstand. Als kurzweilige Einleitung der Konzertabende funktionierte er wunderbar, denn schliesslich stand die Band waehrend der ersten Stuecke auch stilecht im Knast-Look auf der Buehne.

In diesem Jahr gab es Altbewaehrtes, aber auch "Neues" auf die Ohren. Am ersten Abend erstreckte sich die musikalische Bandbreite (auch Dank der zwischenzeitlich auftretenden "BarFly"-Band) vom "Guitar Boogie Shuffle" bis zu "Mama" von Genesis, welches in epischer Breite dargeboten wurde und Mickey Meinert als Saenger einiges abverlangte.

Richie Arndt spielte inbruenstig den Blues und lieferte sich spaeter mit Mickey eine heftige Gitarrenschlacht, sehr zum Vergnuegen der Lauschenden. Fred Brachmann stand wie immer quasi "eingemeisselt" am linken Buehnenrand und begleitete die wieder sehr rocklastige Band auf seiner Gitarre. Auf der anderen Buehnenseite trommelte der "Motor der Band", Stefan Denninger, munter drauflos und dazwischen wechselten sich Gerry Spooner und Steve Haggerty, beide mit rauhen Whisky-Stimmen gesegnet, vor dem mittleren Mikro ab. Christian Kretschmar, derzeit bei "Schiller" mitwirkend, spielte Bass, Percussion und Cello und avancierte somit einmal mehr zum Publikumsliebling. Achim Meier thronte wie immer in seiner Keyboard-Burg quasi ueber allem und entlockte der ebenfalls wieder vorhandenen, originalen Hammond B3 unter anderem authentische Deep-Purple-Klaenge.

Zum Schluss standen sie alle wieder gemeinsam auf der Buehne und zelebrierten zusammen mit dem Publikum das obligatorische "No Woman No Cry" von Bob Marley.

Die Veranstaltung ist mittlerweile zum Kult geworden und sie verbindet vor den Augen und Ohren des Publikums Hobby-Musiker mit absoluten Vollprofis, die ueber das Jahr verteilt bei vielen, namhaften Kuenstlern engagiert sind.

Die Karten sind meistens innerhalb von wenigen Tagen ausverkauft und Grossteile des Publikums bestehen aus Leuten, die sich -wie die smAll Stars selbst- hier und jetzt nur einmal im Jahr treffen. Das verbindet Publikum und Akteure zusaetzlich, es ist gefuehlt ein grosses Familientreffen.
Urspruenglich fanden sich die heutigen GT smAll Stars schon vor vielen Jahren privat-motiviert zusammen, woraus ein nach dem Schneeballprinzip wachsendes Projekt entstand, welches sich heutzutage auf einem generell sehr hohen Musikniveau befindet.
Aber auch die smAll Stars sind natuerlich nicht unfehlbar (wie denn auch, wenn man nur einmal im Jahr in dieser Konstellation zusammenkommen kann) und vermeindlich-kleine Fehlerchen wurden und werden von der Presse gerne mal ausgewalzt. Doch genau so etwas spornt sie an, diese Rampensaeue. Der diesmal gezeigte Vorfilm ist ein Beweis dafuer, ist er doch als kleine Retourkutsche in Richtung Presse gemeint – aber aufgrund der Presse auch erst entstanden. Somit gab es auch hier mal wieder ein positives, befruchtendes Element…

Die smAll Stars machen das in erster Linie aus Spass, denn keiner von ihnen MUSS es machen. Trotzdem sind sie keine Spassband (oder gar "Tanzmucker"), sondern eher eine Ansammlung von talentierten Individualisten, die alljaehrlich zu einer Band zusammenwachsen, wenn auch nur fuer wenige Tage.

Solange dieses Gefuehl, wie in diesem Jahr wieder geschehen, auch beim Publikum ankommt, werden die smAll Stars funktionieren. Alle Jahre wieder…

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