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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

SD adé – So what?

9. Mai 2017 Kommentare ausgeschaltet

Ein Beitrag bei Golem.de und in diversen anderen Onlinezeitungen weist heute auf eine moegliche Abschaltung der privaten SD-Satellitenfernsehsignale in naher Zukunft hin. Demnach koennten die bisher kostenfrei empfangbaren, "normal" aufloesenden Kanaele von RTL, SAT1 & Co. in den naechsten fuenf Jahren zugunsten einer Exklusivverbreitung ueber die "HD+"-Plattform abgeschafft werden. Danach waeren diese Fernsehsender nur noch mit einer entsprechenden Karte gegen eine monatliche Gebuehr zu empfangen. So weit, so schlecht…

Werbung alleine scheint sich nicht mehr zu rentieren und sie trifft bei Fernsehzuschauern auch zunehmend auf Nichtakzeptanz. Es ist ja auch ein Kreuz. Kaum ist der Ferrari durchs Ziel, kaum ist die letzte Runde geboxt oder gerade dann, wenn Vin Diesel und Paul Walker gemeinsam ueber die Pisten rasen, kommt – Werbung. Die Atmosphaere ist dahin, man wird wieder brutal in die Realitaet der eigenen Welt zurueckkatapultiert. Das ist nicht schoen – und vielen Leuten ist es mittlerweile einen zusaetzlichen, ueberschaubaren Geldbetrag wert, dafuer zu bezahlen, dass das eben nicht mehr passiert. Doch schauen wir der Realitaet mal ins Auge: HD+ bietet den Sendern viele Steuermoeglichkeiten, die die Fernsehfreiheit ihres Publikums beschneiden. Beispielsweise ist es den Sendern moeglich, Aufnahmen ihrer Programme zu verhindern oder sie mit der Einschraenkung zu versehen, dass beispielsweise nicht vorgespult (und damit die Werbung nicht weggespult) werden kann. Dafuer sieht man die Werbung immerhin in HD. Ganz toll…

Die Zukunft des Fernsehens wird nicht rosig. Senderbetreiber werden sich ob der wachsenden Konkurrenz durch diverse Online-Streaming-Portale in Zukunft genauer ueberlegen muessen, ob sie es sich leisten koennen, die Kunden zu veraergern. Lineare Privatfernsehsender, die in grottenschlechter Qualitaet senden (Family TV), werden diese Zeit hoechstwahrscheinlich gar nicht mehr erleben. Diejenigen, die Fernsehserien nach wenigen Folgen absetzen oder in Spartenkanaele verschieben (ProSieben, Kabel Eins & Co.), werden ihre Zuschauer weiterhin an Netflix oder Amazon verlieren. RTL (und insbesondere RTL 2) wird bemerken, dass ein messbarer Grossteil der Zuseherschaft nicht bereit sein wird, fuer Scripted-Reality ueberhaupt zu bezahlen, die entsprechenden Konsumenten werden sich andere Ganztagsberieselungen suchen (muessen), denn HD+ Karten werden bestimmt nicht z.B. via Hartz4 subventioniert werden.

Undsoweiterundsoweiter. Dies ist natuerlich eine rein subjektive Einschaetzung und vielleicht kommt es ja auch ganz anders. Dennoch: Ich bezahle lieber einen kleinen Betrag fuer einen von mir ausdruecklich gewuenschten, mir zugestreamten Inhalt, als pauschal fuer hochaufloesende Gaengelung mit werbezerstueckelten Inhalten. Sollte eine Abschaltung der entsprechenden Sender erfolgen, wird man auch nicht mehr beim Zappen dort haengenbleiben (koennen). Auch gut…

Die Sache mit den Zugangskarten ist auch so eine Sache. Eine Karte funktioniert meistens nur in einem Geraet. Fuer das Zweitgeraet im Schlafzimmer oder Sommergarten braucht es im Normalfall eine weitere Karte. Abgesehen von der finanziellen Zusatzbelastung muss hier auch immer hin- und hergesteckt werden. Frueher machte man den Fernseher an und alles war auf Knopfdruck da. Heutzutage muessen zunaechst Huerden aus Pincodes und schlechten Menues ueberwunden werden. Womit wir beim SKY-Receiver waeren :)

Uebrigens: Sky blendet beispielsweise waehrend Fussballuebertragungen auch Werbung ins laufende Bild ein. Die Halbzeitpausen sind ebenfalls gespickt mit Werbespots. War es denn nicht mal so, dass dafuer bezahlt wurde, dass dieses eben NICHT der Fall ist? Auch hier ist eine Negativentwicklung zu verzeichnen…

Ein Prinzip wird sich auch im zukuenftigen Fernsehsegment zwingend bewahrheiten: Der Markt regelt sich selbst. Mal schauen, wer von denen, die jetzt versuchen, auf Biegen und Brechen neue Standards durchzusetzen, dann noch auf dem Spielfeld stehen wird…

KategorienMedien

Starlog Magazine

22. April 2017 Kommentare ausgeschaltet

Das "Starlog" Magazin erschien von 1976 bis 2009 und fokussierte wesentlich auf das "Star Trek" Universum, zumal dieses Magazin urspruenglich auch aus Star-Trek-Fankreisen hervorging. Dennoch wurden viele andere Serien und Filme beruecksichtigt, z.B. "Space:1999" (in Deutschland als "Mondbasis Alpha 1" bekannt) und "Star Wars". Nun gibt es ein sehr schoenes Online-Archiv (LINK), in dem nach Herzenslust gestöbert werden kann. Die Hefte sind als Animation ansehbar, Downloadmoeglichkeiten im PDF-Format gibt es ebenfalls. Lohnenswert!

KategorienMedien

Neuer Deutscher Schwurbelpop

6. April 2017 Kommentare ausgeschaltet

Jan Böhmermann und das "Neo Magazin Royale" haben mal wieder einen 'rausgehauen.

Ein grossartiger Beitrag ueber das, was ich gerne als "Neuen Deutschen Schwurbelpop" bezeichne, also ueber all diese Betroffenheitssongs der leidenden, jungen Bendzkos, Bouranis, Giesingers, Schweighoefers und wie sie alle heissen. Das soll nicht heissen, dass ich diese Songs und deren Urheber grundsaetzlich ablehne (im Gegenteil!), aber dennoch faellt die mittlerweile eingetretene Haeufigkeit der in diesem Videobeitrag parodierten Stilmittel deutlichst auf und es war wirklich an der Zeit, dass jemand das mal passend auf den Punkt bringt.



KategorienMedien, Musik, Videos

Naechtliche Radioplauderei

16. März 2017 Kommentare ausgeschaltet

Das ist doch mal eine nette Geschichte… Der Schreiber dieser Zeilen geht ins Bett und läßt das Radio noch etwas mitlaufen. Plötzlich wird ein Musikrätsel gestellt, welches nur aus jeweils einem Ton aus drei unterschiedlichen Songs besteht. Nach dem zweiten Hören hatte ich die Lösung, ging mit dem Smartphone auf die zugehörige Webseite und schickte meine erratenen Titel als Liste dorthin.

Kurze Zeit später kam eine Anfrage nach der Telefonnummer und wiederum kurze Zeit später war ich live im Radio. Da ich zunächst aus Gewohnheit die "falsche" Nummer, nämlich die des Büros, angegeben hatte und die dementsprechende Korrekturmail nicht ankam, musste ich das zugehörige Gerät noch schnell über zwei Etagen heranschaffen und hoffte, dass die Drahtlosverbindung halten würde. Sie hielt…

Alles weitere ist in diesem kleinen Audioausschnitt zu hören.
Na denn: Prost Kaffee und Dank an den netten Moderator: Frank Hofmann von SR 3.

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Scheibe spielt Scheibe

28. Februar 2017 Kommentare ausgeschaltet

via Heise Newsticker:

Der anhaltende Vinyl-Boom bringt auch den Markt für Plattenspieler in Schwung. Spannend sind vor allem Innovationen wie das Wheel von Miniot: Das schöne Gerät besticht durch eleganten Minimalismus und eine clevere Bedienung.

Wheel ist eine Scheibe – und eine Schönheit. Der minimalistische Plattenspieler ist etwas breiter als eine Schallplatte und lässt alles Unnötige weg. Statt vieler Knöpfe gibt es nur einen einzigen Schalter. Die gesamte Technik verbirgt sich unter der Schallplatte in einem runden Gehäuse aus Walnuss-, Mahagoni- oder Kirschbaum-Holz. (…) Der Tonabnehmer (ein angepasster AudioTechnica AT95E) befindet sich unter der Platte, ist also im Betrieb unsichtbar und versperrt nicht die Sicht aufs rotierende Vinyl. Die Nadel ist immer wohlbehütet und vor Staub geschützt. Gesteuert wird der Plattenspieler über den Mittelstift, der gleichzeitig Schalter ist. Stupst man dessen Spitze an, pausiert die Wiedergabe. Stößt man den Stift nach links oder rechts, springt die Nadel zum nächsten oder vorherigen Titel – wie beim CD-Player. Die richtige Rille findet Wheel mittels Infrarot-Sensor.

Auch die Anschlüsse verbergen sich unter dem Gehäuse. Wheel verfügt ausschließlich über analoge Cinch-Audioausgänge und ein 3,5-mm-Klinkenstecker. Denn: "Music is analog, so is Wheel."

Sehr stylisch und das AT95 duerfte auch nicht allzu schlecht klingen.

Weitere Infos hier: Kickstarter.com

KategorienMedien, Musik