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Archiv für die Kategorie ‘Musik’

Michael Bublé’s Christmas

13. Dezember 2011 Kommentare ausgeschaltet

Alle Jahre wieder – singen wir die gleichen Lieder und es stellt sich wirklich die Frage, ob es erneute Interpretationen von "Winter Wonderland", "Frosty The Snowman" oder "White Christmas" ueberhaupt braucht. Die Antwort ist: Jein!
Michael Bublé bewegt sich mit seinem Weihnachtsalbum irgendwo zwischen Ambition und Kommerz, wobei er manchmal ins Kitschige abdriftet. Das Ganze kann sich irgendwie nicht entscheiden, ob es eher retro klingen oder modern wirken soll. Doch einige Aufnahmen vereinen beide Elemente auf sehr angenehme Art und Weise. BeSwingt und richtig gut kommt beispielsweise der Klassiker "Santa Claus is comin' to town" daher und der Song "Blue Christmas" verbreitet einen Hauch von New Orleans. Manchmal schiesst Bublé aber auch ueber’s Ziel hinaus und somit wirkt z.B. sein "Jingle Bells" eher kuenstlich, weil zuviel versucht wurde, wobei das Lied letztendlich leider auf der Strecke blieb. Die Frage, ob die doch ziemlich schmalzige "Ave Maria"-Fassung haette sein muessen, wird wohl unterm Weihnachtsbaum entschieden, denn diese Platte wird in dieser Weihnachtssaison diejenige sein, auf die sich die gesamte Familie einigen koennen wird. Es gibt Schlimmeres… Ziel erreicht.

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Freies Adventssingen

28. November 2011 Kommentare ausgeschaltet

via Heise-Newsticker:

"Der Verein Musikpiraten e.V. hat sein im vergangenen Jahr veröffentlichtes Liederbuch mit gemeinfreien Weihnachtsliedern neu aufgelegt. " Singen im Advent – 2. Auflage" enthält 37 Weihnachtslieder von "Stille Nacht" über "O Tannenbaum" bis "Jingle Bells". Die Stücke wurden neu für das Liederbuch gesetzt, sodass beim Vervielfältigen der Noten und Liedtexte keine Gema-Gebühren fällig sind. (…) Die Stücke in dem Liederbuch "Singen im Advent" sind gemeinfrei, weil ihre Urheber seit mehr als 70 Jahren tot sind, und sind frei von Ansprüchen der von der Gema vertretenen VG Musikedition, die die Rechte der Urheber von Notenwerken (nicht aber der Musik und Texte selbst) wahrnimmt. (…)"

Tolle Aktion! Generell sollte man mal auf der Webseite der "Musikpiraten" vorbeischauen, denn dort gibt es CC-Musiktipps und derzeit wird dort auch das Thema "GEMA-Vermutung" behandelt. (…dieses Unwort koennte man auch mit "Pauschalverdacht" uebersetzen…)

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Blomberger Songfestival Nr.5

21. November 2011 Kommentare ausgeschaltet

Es ist schon wieder ein Jahr her

Am Samstag, den 19.11.11 ging’s fuer unsereins zum zweiten Mal zum Blomberger Songfestival. Es fand wiederum im heimeligen und kino-aehnlichen Kulturhaus statt. Das Auto wurde ein paar hundert Meter entfernt geparkt und waehrend des Fussweges zum Veranstaltungsort war alles still. Blomberg wirkte wie ausgestorben. Doch der Saal selbst war gerammelt voll…

Am Abend zuvor war bereits u.a. Christina Lux zu Gast und an diesem Samstagabend schneiten wir mitten in den Aufritt von Volkwin Mueller und "Zacky" Tsoukas hinein. Zuvor hatte Adwoa Hackman bereits fuer viel Begeisterung gesorgt, wie uns zugetragen wurde. Beim naechsten Mal sind wir puenktlich… :-)

Der Abend stand unter dem Motto "Imagine" und somit spielte Volkwin John-Lennon-Songs und ein paar eigene Stuecke zur Gitarre, begleitet von Zacky’s virtuos-kraftvollem Trommelspiel.
Ein grosser, von Pierre-Louis Plat gefertigter Imagine-Holzschriftzug vor der Buehne unterstrich das Thema. Der Franzose und seine Frau Andrea kuemmerten sich dann auch um die Gaeste und versorgten sie mit ausgesuchten Weinen.

Den Abschluss des Abends und damit auch des diesjaehrigen Festivals bestritten Purple Schulz und Josef Piek. Dichte, gefuehlvolle Balladen wechselten sich mit leichtgaengigen, fast comedyhaften Nummern ("Programmaenderung") und natuerlich einigen Purple-Schulz-Hits ("Sehnsucht", "Schoene Leute") ab.

Ein Hoehepunkt war seine Xavier-Naidoo-Parodie, in der er "nur Aufschnitt nehmen" (statt "Abschied nehmen") wollte. Das Ende des begeistert aufgenommenen Sets innerhalb des wohl "schnuckeligsten Festivals, das ich kenne" (O-Ton Purple) hatte ein wenig Udo-Juergens-Feeling in sich. Ruediger "Purple" Schulz bestritt es alleine, mit umgehaengtem, weissem Handtuch und Klavier und liess "Kleine Seen" als kraftvolle Ballade daherkommen, die sich vom wabernden Synthie-Sound des Originals eindrucksvoll entfernte.


Hinterher trafen sich alle Beteiligten im Foyer, wo natuerlich auch die neuesten CDs angeboten wurden. Unter anderem gibt es mittlerweile einen Doppel-CD-Sampler, auf dem die Highlights der ersten vier Jahre Blomberger Songfestival vereint wurden. Dieter Kropp, Mickey Meinert, Schelpmeier und Julian Dawson sind unter anderem darauf zu hoeren.

Dieses war der fuenfte Streich, doch der sechste folgt – mit Sicherheit!

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Marianne Rosenberg Live

18. November 2011 Kommentare ausgeschaltet

Ja, richtig gelesen… :-)

Sie ist eine Schlagersaengerin, Buchautorin, Synchronsprecherin und generell sehr agil: Marianne Rosenberg. Der ihr wohl ewig anhaengende Erfolgshit "Er gehoert zu mir" war bisher ihr groesster Wurf, doch auch andere Songs wie "Marleen" oder "Ich bin wie du" duerften dem ein- oder anderen Schlagernostalgiker noch in Erinnerung geblieben sein…

Seitdem sind mehr als 30 Jahre vergangen und Marianne Rosenberg wandelt auf neuen Pfaden. Nachdem sie vor drei Jahren ein Jazz-/Chanson-Album aufgenommen hat, kommt sie in ihrem aktuellen Programm zur CD "Regenrhythmus" sehr modern und elektronisch daher. Auch die gute, alte "Marleen" erstrahlt in einem zeitgemaessen, runderneuertem Soundgewand und man wunderte sich wirklich ueber das, was da auf der Buehne im "Ringlokschuppen" zu Bielefeld geboten wurde. Das ist nicht mehr die kleine, junge Frau von damals, sondern eine gestandene Dame, die ambitionierte Texte schreibt, deren Stimme manchmal aber noch immer diesen leicht-kindlichen Beiklang hat…

Dem Schreiber dieser Zeilen erging es an diesem Abend aehnlich wie vor drei Jahren, als er zu einem Juliane-Werding-Konzert eingeladen wurde. Auch Marianne Rosenberg hatte ich seit Jahren nicht mehr auf dem Radar und dementsprechend-niedrig war die Erwartungshaltung. Doch der Abend ging absolut in Ordnung. Ein- oder zwei Uptempo-Nummern mehr haetten dem Repertoire tatsaechlich gut getan, aber generell war es ueberraschenderweise sehr rockig, so dass man beim Gitarristen Mickey Meinert auch gerne mal einige U2-Anleihen heraushoeren wollte… :)

Marianne sagte, dass sie sehr stolz ist, zu einer Ikone der Schwulenszene erkoren worden zu sein. "Weil man dazu gemacht wird". Tatsaechlich schienen auch viele Schwule und Lesben im Publikum gewesen zu sein. Dennoch war das Publikum auch rein altersmaessig sehr gemischt, sozusagen von 18-80 war alles vertreten.

Nach zwei Stunden war alles vorbei. Auch dieser Einladung bin ich gerne nachgekommen, aber jetzt darf’s dann doch erstmal wieder was à la U2 & Co. sein… :-)

Und bevor Fragen kommen: Wir haben sie zwar hinterher backstage noch getroffen, aber zu einem Podcastgespraech ist es leider nicht mehr gekommen…

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Alles Gute, Wolfgang!

4. November 2011 Kommentare ausgeschaltet

BAP ist definitiv die deutsche (pardon, koelsche) Band, deren CD-Anteil in der hiesigen Deutschrock-Ecke am groessten ist…
Aktuellen Medienberichten zufolge ist Wolfgang Niedecken anscheinend schwer erkrankt.
An dieser Stelle bleibt nur der Wunsch nach schneller Genesung!
Alles weet joot… …hoffentlich…
Bess demnaehx!

Update vom 7.11.11
Es geht ihm besser! Hier ein Link zu einer persoenlichen Nachricht bei BAP.de

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