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Laptop, gefilzt!

9. Dezember 2006

Wer mit dem eigenen Laptop in die USA einreisen moechte, muss eventuell um sein Geraet und die darauf befindlichen Daten bangen. Die Lektuere eines entsprechenden Zeitungsberichtes am heutigen Samstagmorgen liess den geneigten Leser doch ein wenig erschrecken. Es werde manchmal nicht nur geprueft, ob das Laptop nicht doch eine verkappte Bombe ist, sondern oftmals werfen die Kontrolleure auch einen intensiven Blick auf den Dateninhalt des Geraetes. Das kann unter Umstaenden zur Beschlagnahmung des Notebooks fuehren und die Dauer bis zur Rueckgabe kann sogar bis zu einem Jahr betragen. Unglaublich. 9/11 hin oder her, aber das ist schon ein massiver Eingriff in die Privat- (oder Geschaefts-) sphaere. Da bleibt nur: Lediglich die noetigsten Daten mitnehmen und sensible Sachen entweder durchweg verschluesseln oder ganz weglassen. Aber gerade die verschluesselten Sachen duerften die Aufmerksameit der neugierigen US-Behoerden erregen, so dass bezweifelt werden kann, dass das Vorhandensein derselben auf der Festplatte eine zuegige Rueckgabe des eventuell beschlagnahmten Geraetes unterstuetzen wuerde. Die andere Alternative waere tatsaechlich, alles offen zu legen. Aber, wer will das schon??? Eine Zwickmuehle. Daten an sich koennen nicht explodieren und etwaige Bauplaene fuer Bomben, Waffen und aehnliche Dinge koennen sich die Kriminellen, die das wollen, sowieso jederzeit von nahezu jedem Punkt auf der Welt aus ueber das Internet beschaffen. Auch die Softwarekriminalitaet kann dadurch nicht wirksam bekaempft werden, denn auch diese laesst sich auf aehnliche Art und Weise besorgen. Daher stellt sich mal wieder die Frage nach dem sachbezogenen Nutzen dieser Massnahmen…
Link zum Thema: Golem.de

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