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WOK-WM 2008

9. März 2008

Was vor ein paar Jahren noch als Spass began, das hat sich mittlerweile zu einer Geldmaschinerie entwickelt. Die von Stefan Raab initiierte "Wok-WM" ging an diesem Wochenende in die naechste Jahresrunde. Mit dabei waren einige Leute, denen man gerne zuschaut und viele sogenannte "Stars", die der nicht-24-Stunden-Pro7-guckende Sofasitzer nicht einmal ansatzweise kannte.

Und dazwischen, (leider) alle Jahre wieder: Sonya Kraus! Brrr… Auf Deutsch gesagt: die Tante kann einem wirklich gehoerig auf den Senkel gehen! Das hat schon fast "Gülcan-Niveau". Voellig ueberdrehte und meistenteils nicht einmal ansatzweise treffende Moderationen machten jeden Zieleinlauf der Wokfahrer fuer die zuschauende Sofakartoffel zur Tortur. Zapped! Dazwischen Werbung-Werbung-Werbung. Daemliche Fragen ("Nennt man ihn "Wokl-Schorsch" oder "Pickl-Schorsch??") und – noch mehr Werbung. Zapped!

Die "Sueddeutsche" bringt es mal wieder auf den Punkt:
Eine Meute an Moderatoren – Oliver Welke, Matthias Opdenhövel und die unvermeidliche Sonya Kraus – bemühte sich um gute Stimmung und Sinnstiftung. Meistens vergebens.

Natuerlich hat das Spektakel auch seine netten Seiten, ohne Frage. In diesem Jahr waren es beispielweise die Jungs von "Fettes Brot", die sich nahezu waehrend der gesamten Laenge ihres Hits "Bettina, zieh Dir bitte etwas an" vom Publikum auf Haenden tragen liessen. Der Song geht echt ins Ohr…

Wie gut, dass dieser Samstag einer der seltenen Ausnahmesamstage war, an denen nichts anders anlag. Relativ frueh am Abend mutierte die "Wok-WM" zur Hintergrundberieselung und andere (meist schon laenger aufgeschobene) Taetigkeiten rueckten in den Vordergrund. Ansonsten haette die Fernbedienung wohl Hoellenqualen ausgestanden ;)

Nochmal die "Sueddeutsche":
(…) Während im Sandalenfilm innerhalb weniger Minuten alles geschieht, passierte am Samstagabend in viereinhalb Stunden (inklusive Werbepausen) ziemlich wenig. Man rodelte – mal allein, mal zu viert. Zwischendurch gab es Autos zu gewinnen. Als Zuschauer ergötzte man sich an der Fähigkeit der Kameraleute, so gut wie keine Einstellung ohne Sponsorenlogo verstreichen zu lassen(…)

Diese Veranstaltung macht mittlerweile leider einen etwas angestaubten Eindruck, trotz der urspruenglich-genialen Idee. Vielleicht waere Stefan Raab gut beraten, weniger Pro7-Pathos in der Sendung zu platzieren und auch mal wieder interessantere Leute in die Sendung einzuladen. Obwohl der Georg Hackl zurecht ein absoluter Sympathietraeger ist. Aber schiebt bitte die Sonya Kraus durch den Burger-King-Feuerkreisel… Bis zum naechsten Mal!

Link zum vollstaendigen Artikel bei Sueddeutsche.de

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