Virtueller 5-Euro-Shop

26. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

Durch einen Artikel im "Westfalen Blatt" stiess ich auf die Plattform "Gigalo.de". Dort passiert alles nach dem Motto "Die Welt fuer einen Preis" – naemlich 5 Euro. Die dort registrierten Anwender koennen fuer diesen Festpreis Dienstleistungen fast saemtlicher Art anbieten. Die "Kaeufer" ueberweisen das Geld, welches Gigalo.de erst dann weiterleitet, wenn die Leistung auch tatsaechlich erbracht wurde.

Das liest sich interessant, zeigt aber schon bei einem ersten Blick in diverse Rubriken, dass ein hohes Missbrauchspotenzial vorhanden ist. "Fuer 5 Euro sage ich dir, wie du umsonst YouTube-Videos herunterlaedst", steht dort z.B. in der Rubrik "Musik und Audio". Im Grunde genommen richtet sich so ein "Angebot" an diejenigen, die entweder zu faul zum "Googeln" sind und/oder noch nichts vom "Video Download Helper" gehoert haben…

Viele Anbieter springen auf fahrende Zuege auf und versuchen, vom Wissen anderer zu profitieren. "Fuer 5€ werde ich dir jedes beliebige Video von Youtube in ein beliebiges Format downloaden" heisst es in einem weiteren Angebot. Selbst schuld, wer bei wirklichem Interesse daran nicht via Google die Seite "KeepVid.com" findet und das selbst erledigt. Naja, nicht jeder kann alles wissen und somit wird es immer Leute geben, die mit dem Nicht-Wissen anderer bares Geld verdienen. So gesehen ist das also bisher noch nicht schlimm.

Ein weiteres Angebot wie z.B. "Fuer 5 Euro bekommst du 5 Lieder deiner Wahl" hingegen ist aeusserst grenzwertig, sollte es sich bei den angebotenen Songs nicht um (GEMA-) freie Musik handeln und selbst wenn, waere auch das mit diversen CC-Lizenzen nicht vereinbar, weil sich hier jemand durch das kostenfrei angebotene Werk eines anderen eventuell bereichert.

Doch es gibt auch Sinnvolles und Nuetzliches, wie z.B. "Fuer 5 Euro spreche ich einen 10 Sekunden Werbe-Clip" oder Textuebersetzungen in andere Sprachen.

Die Plattform befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase und mit ein paar Nachbesserungen koennte das sogar was werden. Bisher scheint sie aber noch nicht wirklich bekannt zu sein, denn keine der hier genannten "Dienstleistungen" wurde bisher verkauft…

KategorienComputerkram

Osterfeuer auf dem Meierhof Rassfeld

25. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

Laut Presse gab es am diesjaehrigen Ostersonntag 55 genehmigte Osterfeuer in Guetersloh. Das ist schon eine stattliche Menge und es hat sicherlich dazu beigetragen, dass die einzelnen Veranstaltungen nicht komplett ueberlaufen waren. Ohnehin scheinen die wirklich grossen, schon fast "kommerziellen" Osterfeuer aus der Mode gekommen zu sein…

Frueher (sprich: in den 90er Jahren) waren wir oft beim grossen Osterfeuer an der Reithalle in Hollen. Was fuer viele Jahre eine nette, schon doerflich anmutende Veranstaltung gewesen ist, mutierte spaeter zu einer voellig ueberladenen "Riesenparty" – mit den entsprechenden Nebenwirkungen. In der Reithalle wummerten die Baesse und jedesmal, wenn man 'rein oder 'raus wollte, musste man eine Koerperdurchsuchung ueber sich ergehen lassen. Schlaegereien gab es regelmaessig…

Somit suchten wir nach Alternativen und landeten vor ein paar Jahren beim Osterfeuer in Pavenstaedt, welches aber irgendwie auch nicht so "gemuetlich" und auch schon eine Spur zu aufgeblasen war. Mittlerweile hat es uns schon zum zweiten Mal auf den "Meierhof Rassfeld" verschlagen und das war fast so, wie ein Osterfeuer sein sollte. Man traf bei freiem Eintritt Leute aus der Nachbarschaft, das Feuer war ausreichend-gross, das Gelaende ist sehr idyllisch und es ertoente keine nervende Ballermann-Musik. Es gab eine Wuerstchenbude und einen kleinen Getraenkestand, an dem Flaschengetraenke angeboten wurden. Und genau hier liegt Verbesserungsbedarf, denn ein "ordentlicher" Bierstand mit gezapftem Bier wuerde sich dort schon lohnen. Ein bisschen "Luxus" darf also doch sein… :-)

KategorienLokales

NormCast 184

22. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

This English-language-episode provides an interview with Alan Silson, one of the founding members of the band SMOKIE, talking about old times and new challenges. He is currently working on new recordings together with Phil Shackleton who also joins the conversation.

Free MP3 – Download : NormCast Episode 184 (2011-04-22)

Links:

Alan Silson’s Homepage | Phil Shackleton’s Homepage

"Just One Look" | Old Smokie and Old Folkie

Smokie – The original recordings | Smokie (Wikipedia) | The current Smokie-Band

Music:
Connor O’BrienThe Blue Room (taken from his album "PrizeFighter")

KategorienNormCast

In Flagranti

21. April 2011 Kommentare ausgeschaltet


"Wir sind reifer geworden" – Das ist ein Ausspruch, den junge Bands gerne zur Veroeffentlichung ihres zweiten oder dritten Albums anbringen. Nun ist das Duo "KonFerenz" allein schon rein altersmaessig der Tokio-Hotel-Epoche entronnen, doch befindet es sich nach dem Debut "KonTakt" und dem Nachfolger "InTakt" nun auch erst beim dritten Album und zeigt dabei schon im Begleittext des Promo-CD-Exemplars ein hohes Mass an Faehigkeit zur Selbstanalyse:

In zwölf Episoden durch die Nacht der Großstadt. Urbane Beats und weite Klangflächen, treibende Grooves und funkiges Gerät. Mit ihrem dritten Album markieren Joachim Krohn und Marc Bornée – aka KonFerenz – die nächste Etappe ihres künstlerischen Wegs. Nu Jazz und Electronica, zeitlos und international, kühl und leidenschaftlich zugleich. (…) Vielschichtige Harmonien über rhythmisch filigranen Gerüsten, schimmernde Sounds wie auf nassem Asphalt, auf dem sich die Nachtlichter der Metropole widerspiegeln. (…)

Besser haette man es kaum zusammenfassen koennen. "KonFerenz" schaffen es mit diesem neuen Album "In Flagranti" vortrefflich, den Lauschenden in ihren Bann zu ziehen. Unterstuetzt werden sie dabei wieder einmal durch die Saengerin Chinaza, die weitere Facetten ihrer Sangeskunst zeigt. Vom (nebenbei erwaehnt oftmals sehr erotisch klingenden) Sprechgesang ueber laessig, ja fast schon swingend daherkommenden Einlagen ("Con Leche") bis hin zu kraftvollen Passagen (wie z.B. im Titelsong "In Flagranti") erstreckt sich der Eindruck, dass ihr bei der Produktion mehr Entfaltungsmoeglichkeiten als zuvor gegeben wurden.

"Consideracao", der dritte Song des Albums, kommt stimmlich gekonnt jazzig-angehaucht daher, hierfuer zeichnet die Gastsaengerin Liza Da Costa verantwortlich.

Der Klangteppich im KonFerenzRaum ist breit und satt (um nicht zu sagen "fett") und dabei echt sauber. Das Album ist astrein abgemischt und selbst minimal ausgestattete Klangpassagen kommen packend daher. Beliebte Stilmittel sind das immer mal wieder dazwischenhaemmernde Piano, raffinierte Drum-Sequenzen und filigrane Basselemente, die auch ein Mark King sicherlich gerne hoeren wuerde. KonFerenz bewegen sich nicht konsequent in ihrer Musiknische, sondern widerstehen saemtlichen Versuchen, ihrer Musik einen vorgefertigten Stempel aufzudruecken, durch die Tatsache, dass auch Gernhoerer anderer Genres hier einige musikalische Zitate wiederfinden duerften. Jazz und Swing haben wir hier schon belegt, fehlt noch die Santana-esque Gitarre in Track Nummer 4 :)

Der achte Song "Dimension" kommt in deutscher Sprache daher. Eigentlich koennte er beispielsweise auch "Folge mir" heissen, doch KonFerenz bleiben ihrer Tradition der konsequenten Einbegriffs-Namensgebung auch auf dieser Platte treu. Die Songs heissen "Kadenz", "Injektion", "DisTanz", "DeKadenz", usw. und machen das Wiedererkennen nur anhand der Titelliste schwer. Doch Namen sind Schall und Rauch, wenn die Musik fuer sich spricht. KonFerenz sind nunmal keine Einzelsongvirtuosen, unter dem Strich zaehlt das Gesamtwerk. Auch dann, wenn mal wieder ein Song quasi "in flagranti" beim Hervorstechen erwischt wird…

Das Album erscheint im Mai 2011. Das Album ist mittlerweile erschienen! Siehe hier.

KategorienMusik

Noch gut aber fast nichts mehr wert

20. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

Die Masse macht’s… das Start-Up-Unternehmen "Wirkaufens" hat seit seiner Gruendung vor ca. drei Jahren schon ein huebsches Suemmchen mit vermeindlichem "Elektroschrott" verdient. Die Firma kauft alte (und neue!) Handys, Laptops, MP3-Player usw. an, richtet sie ggf. wieder her und verkauft sie dann wieder, unter anderem via eBay.

Ein Artikel bei Welt Online beweist, dass das Prinzip funktioniert und auch angenommen wird. Der wesentliche Unterschied zu anderen, derartigen Firmen wie z.B. Lapstore liegt in der Interaktivitaet. Waehrend andere Firmen gebrauchte, "von irgendwoher besorgte" und von ihnen ueberholte Technik auf ihrer Webseite wieder zum Verkauf anbieten, koennen die Anwender bei "WirKaufens.de" den Wert ihrer Waren sofort berechnen lassen. Sind sie mit dem Ergebnis einverstanden, koennen sie auf "Verkaufen" klicken und bekommen einen DHL-Beleg zum kostenfreien Versand der Ware an WirKaufens.de. Dort angekommen, werden die Angaben und das Geraet geprueft und sollten alle Angaben der Wahrheit entsprechen, bekommt der Verkaeufer den zuvor berechneten Betrag ueberwiesen. Natuerlich kann es sein, dass die Macher von "WirKaufens.de" das Geraet dann mit gutem Gewinn wieder weiterverkaufen, aber das ist ja auch deutlichst gewuenscht, denn das Aufbereiten und Weiterverbreiten birgt einen nicht unerheblichen Aufwand in sich.

Ein lohnender Verkauf eines Einzelstuecks fuer den Einzelnen ist allerdings nicht immer gewaehrleistet. Das hier abgebildete Fallbeispiel zeigt, dass alte, aber noch funktionsfaehige Hardware nicht immer gleich verkauft werden muss, denn das hier zu sehende Nokia 3310-Handy leistet hier noch immer gute Dienste in Verbindung mit der alten Handynummer. Fuer die zu erwartenden zwei Euro Erloes trinke ich lieber irgendwo ein Bier und behalte es :-)

KategorienComputerkram