Glueckskekse

10. Februar 2009 Kommentare ausgeschaltet

Sie begegnem einem so ca. zwei- bis dreimal im Jahr beim Besuch eines chinesischen Restaurants: Die Glueckskekse. Nachdem "Die Sseeehn unn die Secksunfünfziiich, ja gernä…" :-)) verspeist wurden, widmet man sich den in kleinen Tuetchen befindlichen und mit einer Art Eiswaffelsubstanz umverpackten Papierstreifen, die fernoestliche Weisheiten enthalten sollen. Nachdem frueher auf der einen Seite ein deutschsprachiger Satz stand und auf der Rueckseite ein englischsprachiger mit ganz anderem Sinn, gibt es die Gluecksstreifen mittlerweile sogar viersprachig und mit einheitlicher Bedeutung.
Eine echte Evolution :-)

Allerdings geht dieser "Brauch" nicht -wie man leicht vermuten koennte- auf eine lange, chinesische Tradition zurueck. Wer hat`s erfunden? Die Amis. Mal wieder. Nicht nur der rot-weisse Weihnachtsmann hat amerikanische Wurzeln (=> Coca Cola), auch die vermeindlich-chinesischen Glueckskekse sind eine Erfindung eines amerikanischen Gastronoms.

Eine definitiv-neuere Weiterfuehrung ist allerdings der virtuelle Glueckskeks.
Auf http://www.dein-glueckskeks.de/ gibt es ihn, ohne Waffel.

Da lob' ich mir doch einen richtigen, vor allen Dingen dann, wenn solch ein Text enthalten ist:

Na, das waer`s doch…

KategorienDiverses

OH YEAH! 4.0

9. Februar 2009 Kommentare ausgeschaltet

Michael Van Merwyk hatte geladen – und alle kamen. Anlass zum Feiern gab es genug, denn an diesem Samstag, den 7.2.09 wurde er vierzig Jahre alt, feierte sein 25-jaehriges Buehnenjubilaeum und ausserdem die Veroeffentlichung seiner neuen CD "Catching The Rain". Die "Bluesnight Band" und Spezialgaeste wie Nadja Grosspietsch und Larry Garner aus Baton Rouge heizten im bis in die hintersten Winkel prallgefuellten "Roadhouse" in Wiedenbrueck den Leuten bis in die fruehen Morgenstunden im Rahmen des von "MvM" organisierten Blues-Festivals ein. Langjaehrige, musikalische Weggefaehrten wie Jerry Hovell, Roger Clarke-Johnson und Gerry Spooner waren natuerlich ebenfalls zugegen.


Larry Garner ist ein alter Freund Michaels, der an diesem Abend auch als Koch in Erscheinung trat. Mit eigens aus seiner Heimat mitgebrachten Gewuerzen kochte er fuer Michael`s persoenliche Geburtstagsgaeste (die an einem extra Eintrittsbaendchen zu erkennen waren) ein originales Louisiana Gumbo. Und das war ausgesprochen lecker…

Musikalisch war das Ganze sehr hochwertig. Da wurde der Kontrabass auch mal im "Draufliegen" gespielt und eine Gitarre mutierte zur Zither. Lange Soli gehoerten natuerlich ebenfalls dazu, trotzdem gab es auch Ausfluege in die Pop- und Rockwelt, selbst Reggae-Klaenge waren zu hoeren. An einer Stelle imitierte Larry Garner den Rapper "2Pac" so gekonnt, dass hinterher der ganze Saal kurzzeitig in eine Art "Hip-Hop-Taumel" verfiel. Und das bei einem Blues-Publikum… Gerry Spooner liess die Loeffel fliegen und Larry Garner holte auch mal Leute aus dem Publikum zum Mitmachen auf die spaerlich ausgeleuchtete Buehne.

Eine tolle Atmosphaere herrschte dort im "Roadhouse". Das folgende Video ist leider etwas zu dunkel, was aber in Anbetracht der Lichtverhaeltnisse nicht zu aendern war. Das Festival wird in der zweiten Jahreshaelfte in eine neue Auflage gehen und bis dahin werden wir Michael bestimmt noch oefters in und um Guetersloh auftreten sehen (zum Beispiel am 12.2. in der "Weberei" beim "BarFly"). Happy Birthday, Michael!

Link zu diesem Video bei YouTube.com

KategorienLokales, Videos

Funker? Find' ich…

8. Februar 2009 Kommentare ausgeschaltet

…das musste mal wieder gesagt werden! :-)

KategorienAmateurfunk

Fernsehen aus aller Welt

7. Februar 2009 Kommentare ausgeschaltet

Der Schritt geht eindeutig in die richtige Richtung. Ein barrierefreies Internet kennt keine Regionalcodes und Aussperrungen aufgrund von laenderspezifischen IP-Adressen. Doch bis dahin ist es leider noch ein langer, steiniger Weg. Die Krise beim auf den Bildschirm starrenden Mausklicker faengt schon bei YouTube an, wenn dort nach Anwaehlen eines ggf. amerikanischen Videos der schoene Satz "Sorry, this video can`t be displayed in your country" steht…

Virtuelle Fernsehdienste wie "Zattoo" oder "Wilmaa.com" sind leider auch regional beschraenkt oder haben ein regional-wechselndes Programmangebot. Die allermeisten Auswanderer koennten ihre Heimatsender doch bequem ueber das Internet empfangen, wenn da nicht diese stumpfsinnigen Lizenz- und Verbreitungsgrenzen waeren. Da liegt auch das Problem. Es muessen neue Lizenzmodelle her, die auch von kleineren Sendern bewaeltigt werden koennen.

Das oesterreichische ORF1 ist z.B. auf dem Astra-Satelliten digital verschluesselt und fuer den "Normal-Deutschen" nicht sichtbar. Gruende dafuer gibt es mehrere, z.B. verhindert eine innerdeutsche Lobby erfolgreich die Verbreitung von ORF1, denn dort laufen die gaengigen Filme und Serien ohne Werbeunterbrechungen und in sehr guter Bild- und Tonqualitaet. Aber der ORF erwirbt die Lizenzen natuerlich nur fuer den inneroesterreichischen Bereich und somit kollidieren die Interessen. Die deutschen Sender sind in Oesterreich trotzdem frei empfangbar.

In Zukunft muessten ueberregionale Lizenzmodelle mit Abonniermoeglichkeiten etabliert werden. Im Zeitalter des schnellen Internets, HDTV verbreitenden Satelliten und Set-Top-Boxen sollte das zumindest in technischer Hinsicht kein Problem sein (noch vorhandene, ggf. DSL-freie Oasen mal ausgenommen). Fremdspracheninteressierte haetten sicherlich gerne z.B. diverse englische und amerikanische, franzoesische oder spanische Sender zur Verfuegung. Und das zuverlaessig nebst ordentlicher Qualitaet.

Ein erster, kleiner Schritt in diese Richtung ist das kostenlose WWITV. Die hochwertigen Programme muss man dort zwar mit der Lupe suchen, trotzdem bietet sich dort die Moeglichkeit, Fernsehsender und weitere Videostreams inklusive diverser Webcams aus aller Welt zu sehen. Teilweise geschieht dies zumindest schonmal auf dem technischen Niveau einer Video-CD. Manchmal sehen die Streams aber auch vergroessert noch gut aus. Fernsehsender aus Haiti oder Djibouti, den Philippinen oder der Schweiz wecken sicherlich die ein- oder andere Neugier. WWITV bietet die Streams nicht selbst an, es ist eher eine Linksammlung fuer ohnehin im Netz verfuegbare Videoangebote, teilweise "live", teilweise aber auch fuer abrufbare Aufzeichnungen.

Ein Tip fuer Leute mit Englischkenntnissen: Ueber WWITV ist das regulaere, daenische Fernsehen empfangbar. Dort gibt es viele amerikanische Serien und Filme im Originalton mit daenischen Untertiteln. Das deutsche Musikfernsehen "Deluxe TV" ist ebenfalls verfuegbar. Ansonsten findet sich in der Auflistung natuerlich auch viel Schrott, aber der muss ja nicht weiter beachtet werden.

Fazit: Fuer unterwegs auf dem Laptop ist das gegebenenfalls eine recht praktische Sache!

KategorienMedien

Podcasts vor vier Jahren

6. Februar 2009 Kommentare ausgeschaltet

Im Jahr 2005 erregte der Begriff "Podcast" nach ersten Achtungserfolgen im Jahr zuvor erstmalig eine etwas groessere Aufmerksamkeit auf breiterer Ebene. Allerdings gab es die vielen Spartenpodcasts z.B. von den Radiosendern noch nicht und die Szene war deutlichst ueberschaubarer. Virtuelle Privatfunker hatten damals noch groessere Chancen, beachtet zu werden. Heute geht doch vieles in der Gesamtmasse schlicht und ergreifend unter…

Viele Podcasts sind auch tatsaechlich untergegangen, andere haben sich wacker gehalten. Einer der ersten Podcasts, die sich auf einen Fachthemenbereich spezialisierten, war und ist der "SharePointPodcast" von Michael Greth, der jetzt sein vierjaehriges Jubilaeum feiert.

Das Bild ist ein Screenshot aus der Anfangszeit des Portals "Podster.de", datiert auf den Mai 2005, welches natuerlich aus meiner Sicht aus naheliegenden Gruenden aufgehoben wurde :) Der "NormCast" war damals tatsaechlich ueber Wochen ganz oben in den dortigen Charts. Derzeit taucht er da nicht mehr auf, auch weil er seit einigen Wochen ruht, also nicht aktualisiert wurde.

Weitere Portale versuchten sich in der Folgezeit neben "Podster.de" und Fabio`s "Podcast.de" zu etablieren, letztendlich duerfte hier aber die Podcast-Implementierung in Apple`s "iTunes"-Software einer der groessten Meilensteine gewesen sein.

Mittlerweile gibt es auch einige neuere, private Podcasts, die sich trotz kommerzieller Konkurrenz ebenfalls etablieren konnten, z.B "Duebel`s Geistesblitz" oder die "Ohrenblicke". Es lebt also weiterhin, auch wenn der allgemeine Enthusiasmus, diese Aufbruchstimmung, die so zwischen 2004 und 2006 deutlichst zu spueren war, mittlerweile doch einer gewissen Normalitaet gewichen ist…

KategorienMedien