Er KAHN, sah und siegte!

2. September 2008 Kommentare ausgeschaltet

Wow! Eine perfekt inszenierte Show fuer einen wuerdigen Fussballer… Das heutige Abschiedsspiel fuer Oliver Kahn, einem der besten Torhueter der Post-Sepp-Maier-Aera, zwischen dem FC Bayern Muenchen und der deutschen Fussballnationalmannschaft (welches natuerlich 1:1 unentschieden endete) war ein gelungenes Finale einer beeindruckenden (und langen!) Torhueter-Karriere. Er verliess das Spielfeld zu den Klaengen von "Time To Say Goodbye" (gesungen vom ebenfalls anwesenden Paul Potts) und ging die leeren Gaenge bis zur ebenfalls menschenleeren Umkleide alleine. Natuerlich war das so gewollt, natuerlich war das "kitschig" und medienwirksam, aber es war klasse! Der Mann hat`s verdient!

Oliver Kahn war bzw. ist das, was man noch als richtigen "Charakterkopp" bezeichnen kann. Einer der kantigen Sportler mit Charisma, von denen es in der derzeitigen Fussball-Landschaft nur noch wenige bis gar keine mehr gibt. Seine Leistungen sollten wirklich vereinsuebergreifend anerkannt werden, denn auch bei ihm stand der sportliche Aspekt absolut im Vordergrund…

http://www.oliver-kahn.de

KategorienDiverses

BarFly Open Air

1. September 2008 Kommentare ausgeschaltet

Im Mai dieses Jahres verstarb Peter Gruenheit, der unter anderem ueber Jahre hinweg die Veranstaltungsreihe "Guetersloher Sommer" betreut hat. Aus diesem Anlass wurde am 31.08.2008 ein Sonderkonzert zum Gedenken an ihn auf der Freilichtbuehne im Mohns Park zu Guetersloh organisiert.

Bei allerbestem Wetter war der Austragungsort mal wieder proppenvoll. Anstelle des eigentlich schon obligatorischen Miele-Schirms stand diesmal eine luftig-ueberdachte Traversenkonstruktion auf der Buehne, denn es gab auch etwas mehr Buehnentechnik als sonst. Kleine Rauchschwaden und Lichtspiele wurden dezent platziert, so dass das Erscheinungsbild doch sehr harmonisch war…

Nach Buergermeisterin Maria Unger`s einleitenden und an Peter Gruenheit erinnernden Worten eroeffnete Phil Shackleton den musikalischen Reigen mit einer mitreissenden Mischung aus "Goldies" wie z.B. "Mrs. Robinson" von Simon & Garfunkel und eigenen Songs. "Diary" ist mit Sicherheit eines seiner allerschoensten Lieder… (MP3-Download)

Phil riss die Leute mit markanter Melodiestimme und seiner immer wieder genial-klingenden Gitarre in seinen Bann und so nach und nach holte er dann die ersten Mitstreiter auf die Buehne. Letztendlich stand dort eine zeitlang auch die typische "BarFly"-Besetzung, die sich normalerweise an jedem zweiten Donnerstag im Monat im Kneipenbereich der "Weberei" trifft, um fuer das Publikum unentgeldlich gemeinsam zu musizieren. Generell ist die Musik der "BarFlyers" immer recht Blues-lastig, gelegentliche Ausfluege in andere Genres sind aber durchaus oefters mal an der Tagesordnung. Und spaetestens dann, als Gerry Spooner seine obligatorische "Loeffelperformance" (der Name ist halt Programm…) zu "That`s Alright" ablieferte, konnte man viele, sich neugierig in Richtung Buehne reckende Haelse im Publikum beobachten.

Michael Van Merwyk bearbeitete seine unter anderem durch "BlueSoul" bekannte E-Gitarre mal begleitend, mal dominant und der unlaengst noch fuer Howard Carpendale spielende Achim Meier gab sich ebenfalls fuer zwei Songlaengen die Ehre, diesmal an dem sonst von Benni Bobe bearbeiteten TastenKasten :)

Zum Schluss standen alle Mitwirkenden noch einmal gemeinsam auf der Buehne, leider ohne die zuvor angekuendigten "Thunderbirds", die "aus organisatorischen Gruenden" lediglich durch Martin Rode am Saxophon vertreten werden konnten.

Ein harmonisches Konzert mit (zuvor angekuendigter) Ueberlaenge war es, das generell Appetit auf mehr machte und vielleicht waere es eine gute Idee, die "BarFly"-Truppe und/oder die "GT smAll Stars", zwischen denen es ja eine grosse personelle Schnittmenge gibt, zumindest einmal pro Saison auf die Buehne im "MoPa" einzuladen…

Kein Artikel ohne "Aber" :-) Was (zumindest mir) negativ aufgestossen ist, waren die leider aeusserst ausgepraegten Dunstwolken, die der portugiesische Sardinenbraeter, der auch schon die "Guetersloh International"-Veranstaltung mit einem entsprechenden Aroma deutlichst ueberzog, produzierte. Selbst so mancher Bierbecher hatte den Fischgeruch spaeter spuerbar angenommen. Nichts gegen Fisch an sich, aber unter dem dichten Baumbestand im Park haette es doch eigentlich von vornherein denkbar sein muessen, dass der stinkende Qualm nicht so leicht abziehen kann. Und leider musste anscheinend der eigentlich dringend notwendige, zweite Bierwagen dem Fischgrill weichen, was manchmal doch zu unangenehm-langen Wartezeiten am einzigen Bierstand fuehrte, obwohl sich die darin befindlichen Helfer/innen redlich bemuehten. Ueber Jahre hat die Konstellation "Zwei-Bierwagen-eine Wuerstchenbude" doch voellig ausgereicht…

Verbesserungsvorschlag fuer`s naechste Mal: Die "alten Verhaeltnisse" unter Hinzufuegung von beispielsweise einem Fischbroetchenstand wiederherstellen. Und schafft bitte das Becherpfand ab. Da muss es doch eine Loesung geben, denn letztendlich muss man sich fuer ein Bier zweimal anstellen und die vergebene Zeit waere den Musikern auf der Buehne in Form von Aufmerksamkeit doch eher zu goennen, oder?

Davon mal abgesehen: Tolle Veranstaltung, schoenes Wetter, viiiiel Publikum und eine heimelige Umgebung. Absolut gelungen!

Die Musiker:
Gerry Spooner – Gitarre, Gesang, Loeffel
Phil Shackleton – Gitarre, Gesang
Roger Clarke-Johnson – Kontrabass
Michael Van Merwyk – E-Gitarre
Andreas Gruenert – Mundharmonika
Martin Rode – Saxophon
Volker Wilmking – Querfloete, Gesang
Benni Bobe – Tasten
Jan Koeckstadt – Schlagzeug
Achim Meier – Special Guest an den Tasten

KategorienLokales

Kampfstern Galactica

31. August 2008 Kommentare ausgeschaltet

Im Jahr 1978 ging`s los. Der Kampfstern Galactica machte sich unter der Fuehrung von Commander Adama (gespielt von Lorne Greene, der auch schon in "Bonanza" das Familienoberhaupt Ben Cartwright spielte) auf den Weg zur Erde, nachdem die Heimatwelt von den Zylonen, einer letztendlich androiden Spezies, zerstoert worden war.

Auf ihrer Reise wurde die "Galactica" immer wieder von den Zylonen angegriffen, spektakulaer-anmutende Raumschlachten waren das Resultat. Eigentlich gab es nur eine Handvoll Raumschlachtszenen, die innerhalb der ersten 24 Folgen der ersten Staffel (also der Ur-Serie) immer wieder mal wiederholt wurden: Mal seitenverkehrt, mal rueckwaerts, mal "beschnitten" – aber immer wiedererkennbar.

Ich habe es geliebt – als Zehnjaehriger. Es war spannend und die Charaktere besassen einen hohen Sympathiefaktor. Dirk Benedict alias "Starbuck" (der spaeter als "Face" im "A-Team" noch bekannter werden sollte) und natuerlich Commander Adama, der in der ersten Staffel auch noch ein wirklicher Charakterkopf war. In der Folgeserie wurde er leider zum Statisten degradiert…

Viele bekannte Gaststars zierten die Urserie, unter anderem Audrey Landers (aus "Dallas" bekannt), Rick Springfield ("Celebrate Youth"), Lloyd Bridges ("Hot Shots"), Patrick MacNee ("Mit Schirm, Charme und Melone") und auch Ana Alicia alias "Melissa Agretti" aus der kultigen "Falcon Crest"-Serie sowie der 1997 verstorbene Edward Mulhare, bekannt als "Devon Miles" aus "Knight Rider".

Trotz akzeptabler Einschaltquoten und einer schnell wachsenden Fangemeinde (Science Fiction war schwer angesagt zu der Zeit, denn der "Krieg der Sterne" begann ein Jahr zuvor und das "Raumschiff Enterprise" war ein Jahr spaeter erstmalig im Kino zu sehen) wurde die Serie wahrscheinlich wegen zu hoher Produktionskosten nach einer Saison abgesetzt. Immerhin hatte sie ein akzeptables Ende – wenn auch ein zumindest halb-offenes.

Es gab einige Folgen, die waren "nicht so dolle", wie man so schoen sagt, manch andere hatten aber einen hohen Spannungsgrad und daraus resultierenden Unterhaltungsfaktor. Letztendlich wurden aus der ersten Serie auch zwei komplette Filme zusammengeschnitten. Aus heutiger Sicht wirkt das alles zwar ziemlich altbacken und einige Elemente (wie z.B. der kuenstliche Hund "Muffet") regen eher zum schmunzeln an als das man sie ernst nehmen koennte. Doch laesst man sich sozusagen in die Atmosphaere fallen, dann funktioniert es auch heute noch – bis zu einem gewissen Punkt.

1980 gab es noch einmal eine zehnteilige Wiedebelebung der Serie, die in punkto Handlung davon ausging, dass die Galactica letztendlich die Erde findet. Diese "zweite" Serie waere besser nie gedreht worden, denn zum einen bediente sie sich in punkto Special Effects meistens an der Vorgaengerserie (deren entsprechende Sequenzen einfach wiederverwendet wurden) und zum anderen war sie so schlecht gemacht, dass der Abschaltknopf oftmals in greifbare Naehe rueckte. Die Serie lief im Kinderprogramm, also wurde ein auch im Verhalten unsaegliches "Sternenkind" ("Doctor Zee") dem Commander Adama vor die Nase gesetzt, dem er sich anscheinend unterordnen musste. Desweiteren hatten die beiden (neuen) Hauptakteure, die "Starbuck und Apollo" aus der Vorserie ersetzten, ueber weite Strecken der zweiten Serie nichts weiter zu tun, als auf eine Horde Pfadfinderkinder ("The Super Scouts") mit besonderen Faehigkeiten aufzupassen und Probleme in der damals normalen Erdenwelt zu loesen – mit bei Bedarf fliegenden Motorraedern. Welch ein Humbug! Die Serie hat ausserdem ein unbefriedigendes Ende und sollte demzufolge aus der Galactica-Geschichte gestrichen werden.
Was heisst hier "sollte"? Sie wurde. Zumindest von vielen Fans und Fanseiten.

Mit der ab 2003 gestarteten "Battlestar Galactica"-Serie sollte das Thema in die filmtechnische Gegenwart gefuehrt werden und tatsaechlich war und ist das -bis auf wenige Referenzen- nicht mehr mit der Urserie vergleichbar. Allerdings habe ich nur einen Teil der ersten Staffel dieser neuen Serie gesehen und dabei schnell das Interesse daran verloren. Nach einem einigermassen gelungenen Pilotfilm flachte das Ganze ziemlich schnell ab. Vielleicht sind die aktuelleren Folgen besser, aber heutzutage schaut man, wenn ueberhaupt Zeit und Interesse zum DVD-Schauen da ist, doch lieber "24" & Co.

Viele Leute haben bei "Star Trek" zunaechst gesagt, dass sie nie eine Serie ausser der Urserie mit Kirk und Spock akzeptieren wuerden. Captain Picard hat viele bekehrt und fuer nicht wenige ist "Deep Space Nine" der interessanteste Star-Trek-Ableger. Ich konnte jeder der Star-Trek-Varianten etwas abgewinnen, beim "Kampfstern Galactica" wird es aber wohl lediglich bei der Ur-Serie bleiben…

Weiterlesen: Treffende Kritik an "Galactica 1980" (englisch)

KategorienMedien

NormCast 120

27. August 2008 Kommentare ausgeschaltet
KategorienNormCast

H-Blockx In The House…

22. August 2008 Kommentare ausgeschaltet

Die mittlerweile international bekannte Band aus Muenster gab sich am Donnerstagabend auf dem Dreiecksplatz in Guetersloh im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Woche der kleinen Kuenste" die akustische Ehre. Gerne werden solche Konzerte auch als "Unplugged"-Konzerte bezeichnet und dieser Begriff sagt eigentlich schon alles aus. Akustische Gitarren ersetzen ihre elektronischen Geschwister und genau das ist im Falle der "H-Blockx" sicherlich besonders interessant, beinhalten ihre teilweise schweren "Gitarrenbretter" in deren auf CD befindlicher Studioform oftmals doch entsprechend vordergruendige Riffs und Effekte.

Die H-Blockx spielten eine anstaendige Bandbreite ihres bisherigen Wirkens in einer netten Atmosphaere, denn das Wetter spielte mit und trotz einiger bedrohlicher Wolken im Vorfeld blieb es trocken. Der Platz war gerammelt voll, waehrend des Konzerts gab es kaum ein Durchkommen zu den Buden am Rand oder den Toiletten. Volker Wilmking betonte in seinen beiden Ansprachen den familiaeren Charakter der Sache, denn letztendlich hatten er und seine Frau dem Sohn schon frueh eine Trommel geschenkt und vermutlich deswegen sitzt der nun bei den H-Blockx am Schlagzeug.


Zum Video (neues Fenster)

Klassiker aus dem H-Blockx-Archiv gab es ebenso zu hoeren wie auch Songs aus dem juengsten Album "Open Letter To A Friend", dessen Titelsong besonders ideal in das Unplugged-Set passte. "Countdown To Insanity" erklang natuerlich ebenfalls. Lediglich die umarrangierte Version des ersten H-Blockx-Hits ueberhaupt, "Risin' High", klang fuer diejenigen, die bisher nur das wuchtige Original kannten, schon etwas ungewoehnlich oder zumindest "anders". Weitere Hits wie "Little Girl" und nicht zuletzt "Ring Of Fire" erklangen durchweg in wuerdigen, akustischen Versionen. Unter dem Strich war es ein zwar ruhigeres, aber nicht statisches und generell friedliches Konzert, welches ausserdem einen guten, angenehmen Sound zu bieten hatte.
Stagediving inklusive.

Eine Kritikerin schreibt in der am naechsten Tag erscheinenden Ausgabe der hiesigen Lokalzeitung "Neue Westfaelische", dass das "Crossover-Genre mit leisen Toenen allenfalls fuer ein Clubkonzert geeignet ist" und es in Guetersloh der "Versuch, das angestammte Publikum nicht zu erschrecken" gewesen sei. Fassungslosigkeit macht sich beim geneigten Leser breit.
"Frontmann Henning Wehland blieb in weiten Teilen bewegungslos und praesentierte Kuschelrock". Ja, was soll er denn machen? Den Huepfkasper mimen? Abgesehen davon sind die allermeisten Unplugged-Abende sitzend ausgelegt, so dass selbst Wehland sinngemaess sagte, dass es fuer ihn voellig ungewohnt sei, nicht so herumlaufen zu koennen wie sonst und es komisch sei, das ueberhaupt ein Hocker fuer ihn auf der Buehne stehen wuerde.

Zur Erinnerung: "Fools Garden" haben bei ihrem Unplugged-Konzert in der Weberei dasselbe getan und das sogar noch auf die Spitze getrieben, denn mehrere, mittelalterlich-anmutende Sessel mit knallrotem Plueschbezug und Kerzenhaltern zierten die Buehne und die Musiker machten es sich darin gerne bei einem Glas Wein gemuetlich (siehe hier), was wiederum niemandem sauer aufstiess und auch einen Hauch von Gemuetlichkeit in sich trug.

Der NW-Artikel beinhaltet zudem kein Wort ueber den sich redlich bemuehenden "Tadday", der sozusagen die musikalische Vorhut bildete und erst recht kein Wort ueber den bei den H-Blockx-Zugaben ueberraschend hinzugekommenen Lokalmatador aus Rheda-Wiedenbrueck, Ingo Pohlmann, der mittlerweile auch ueberregional bekannt geworden ist (unter anderem durch seinen Hit "Wenn jetzt Sommer waer", den er auch an diesem Abend zusammen mit den H-Blockx zum Besten gab). Nun denn.

Henning Wehland ist uebrigens nicht nur einer der "Soehne Mannheims", sondern mittlerweile auch im Pohlmann-Projekt involviert und sicherlich auch deswegen war Ingo Pohlmann mitsamt seiner Familie zugegen, wusste vor dem Konzert aber noch nichts von der ihm bevorstehenden Einladung auf die Buehne, wie Henning mir in einem Vorab-Interview (demnaechst im NormCast) erzaehlte.

In einem hatte die NW-Autorin nicht ganz unrecht, denn haetten die H-Blockx im gewohnten Setup beispielsweise ihre Version von Snap`s "The Power" auf dem 3ecksplatz gespielt, haette das sicherlich in gewaltigem Kontrast zu dem gestanden, was sonst waehrend der in musikalischer Hinsicht recht experimentell aber bodenstaendig angelegten Veranstaltungsreihe erklingt. So aber duerfte es ganz gut hineingepasst und den Toleranzbogen der Jazz-, Kunst- und Bluesfans, die normalerweise bei der "WDKK" mehr als gut bedient werden, nicht ueberspannt haben, denn auch den Freunden von traditionellerer Rock- und Popmusik soll mal ein Abend auf diesem mittlerweile wieder sehr heimeligen Gelaende gegoennt sein, oder? Das schreit nach Wiederholung…

Update vom 23.08.2008: Das Video gibt es nun auch bei YouTube

Update vom 26.08.2008: Bei GüterslohTV gibt es jetzt auch einen Filmbericht.

Update vom 29.08.2008:
Da hat es eines meiner Fotos doch glatt in die GT-Info geschafft…
(das Bild kommt auch in dem Video vor)

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