Computerdezentralisierung
Klobige und teilweise haessliche (weisse?) Rechteckgehaeuse und zugehoerige Roehrenmonitormonster dominierten die Neunziger Jahre im Hobbyraum oder heimischen Buero. In Bezug auf das Massenphaenomen PC hatte das Ganze natuerlich den Ursprung in den 80er Jahren als Resultat der Heimcomputer-Euphorie. Der Commodore 64 (genannt "Brotkasten") war im Gegensatz zu den einschlaegigen Spielkonsolen à la Atari auch schon fuer kleine Verwaltungsprogramme geeignet. Der virtuelle Einkaufszettel und die Steuerabrechnungen waren damit zumindest rudimentaer schon moeglich.
Was bis heute geblieben ist, ist der raeumliche Anspruch. Man muss zum Computer hingehen, ihn anschalten, sich davor setzen und mit ihm arbeiten, wenn man etwas wissen oder kreieren moechte. Und genau dieser Sachverhalt befindet sich laut Expertenanalysen derzeit massiv im Umbruch. »Statt Personal Computer werden kleinere Geräte künftig das Wachstum auf dem Massenmarkt vorantreiben«, sagt Timothy Bresnahan, Ökonomieprofessor an der Stanford University in Kalifornien, »vom Musikspieler bis zum Handy.« Multimedia-Handys wie das iPhone von Apple beweisen, dass sich auch ohne große Rechenmaschinen ganz passabel im Internet surfen lässt. (Quelle: Zeit)
Stimmt. Die denkende Mikrowelle, der intelligente Walkman, interaktive Fernseher, streamende Stereoanlagen, sprechende und selbststaendig navigierende Autos, kleine Pads à la "Star Trek". EE-PCs, die mit eigenen Hardware-Ressourcen sparen, dabei aber klein, leicht und guenstig sind, greifen auf Online-Dienste zu, die teilweise die heimische (Buero-) Software komplett und oftmals kostenlos ersetzen koennen. Das alles ist schon Realitaet und manchmal schon Teil des Alltags, zumindest bei den etwas betuchteren Leuten.
Sollte die Bandbreite des Internets stetig mitwachsen, dann werden viele weitere Haushaltsgegenstaende auf Dauer zu "intelligenten" Geraeten mutieren und die eigentliche Computer-Ecke wird zugunsten eines vielleicht im Keller befindlichen Servers verschwinden. Viele kleine Terminals werden dann jeweils von dieser "BlackBox" abhaengig sein. Das ist zwar eine zweischneidige, aber nicht unbedingt schlechte Entwicklung, denn der Begriff "Dezentralisierung" beinhaltet schliesslich auch das Wort "dezent". Und wenn sich nuetzliche Technik dezent und sinnvoll in die heimische Umgebung einfuegt, dann passiert das sicherlich (und hoffentlich) nicht auf Kosten der Wohnqualitaet und des Wohlfuehlfaktors…
Weiterlesen: "Revolution mit Ansage" bei Zeit Online

Beim Formel-Eins-Rennen auf dem Hockenheimring fielen sie auf: Die Schilder neben der Rennstrecke, die zwar entgegen der Fahrtrichtung ausgerichtet platziert waren, die aber trotzdem irgendwie den Eindruck entstehen liessen, dass auf Rutschgefahr (…oder Geruchsbelaestigung…) durch z.B. Kuhfladen oder Hundehaufen hingewiesen werden wuerde. Tatsaechlich handelte es sich bei dem rot-weissen Motiv aber um das Firmenlogo der "Santander Consumer Bank". Nix fuer ungut, aber in dem hier im Bild zu sehenden Kontext haette man es durchaus so ausdeuten koennen ;)
Kein Witz! Klaus Schumacher lebt in Brasilien und ist ein richtiger Satelliten-Freak. Mit seiner selbstproduzierten 8m-Satellitenschuessel ist es ihm tatsaechlich gelungen, das analoge TV-Signal vom europaeischen Astrasatelliten in Brasilien zu empfangen. Das ist schon erstaunlich, zumal sich die zentrale Ausleuchtzone dieser Astra-Satellitengruppe wirklich nur auf Europa beschraenkt und anschliessende Gebiete nur am Rand streift. Allerdings blieben dem 82-jaehrigen Herrn Schumacher die digitalen Fernsehsatellitensignale aus der Heimat bisher (bis auf Ausnahmen) verwehrt. Man raetselt noch, ob sie vielleicht durch etwaige Phasenverschiebungen dort undecodierbar werden. Da spaetestens ab dem Jahr 2010 die analoge TV-Verbreitung auch auf dem Astra abgeschaltet wird, muss fuer Schumacher bis dahin eine Loesung gefunden werden. Ihm wurden auch schon hochwertige LNBs und aehnliche, vielleicht hilfreiche Dinge geschickt, die noch getestet werden muessen.