Religionsfreiheit

19. April 2008 Kommentare ausgeschaltet

Eine Leserin einer hiesigen Lokalzeitung schrieb einen Leserbrief an dieselbe und beteiligte sich dadurch an einer Diskussion "Pro und Contra Muezzinruf". Sie fuehlt sich durch diesen Ruf "genoetigt", da sie ihn in Bielefeld fuenfmal am Tag hoeren muss, wie sie schreibt. In ihrem Brief brachte sie dann den doch ueberdenkens- und bemerkenswerten Satz:

"Die Grenze der Religionsfreiheit ist die Religionsfreiheit des anderen".

Im Gegensatz zu den so gesehen "neutralen" Kirchenglocken, die ja "nur" Geraeusch machen und zum Gottesdienst einladen sollen, beinhalten die meistenteils laut gesprochenen oder lautsprecherverstaerkten Worte des Muezzins ein klares Glaubensbekenntnis, also auch eine verbale Botschaft, die zumindest den sprachkundigen Passanten und Anwohnern nicht entgehen duerfte. Viele Leute, die sich gegen den Muezzinruf aussprechen, sehen diesen als Eingriff in ihre persoenliche sowie religioese Freiheit und als auch in gesetzlicher Hinsicht nicht unbedingt einwandfreie Taetigkeit.

Wie sagt Fritz Eckenga immer so treffend:
"So, da kannste in der naechsten Halbzeitpause mal `ne Viertelstunde drueber nachdenken! Viertelstunde? Schaffst Du schon… Glueck auf!" :)

KategorienDiverses

Adios, Sonopress!

18. April 2008 Kommentare ausgeschaltet

Die bekannte Bertelsmann-Tocher "Sonopress", die in ihrer Geschichte ueber eine Milliarde Vinyl-Schallplatten gepresst hat, sieht in der "Blu-Ray-Disc" ihre vorlaeufige, blaue Zukunft und erweitert dementsprechend ihre Kapazitaeten.

Nachdem dort schon lange kein Vinyl mehr geplaettet wird, Audio-CDs dort nur noch einen Anteil von zwanzig Prozent oder weniger ausmachen und nachdem sich die "normale" DVD mittlerweile auf einem bestimmten Level etabliert hat, benennt sich die Firma in "Arvato Digital Services" um (jaaa…. auch hier braucht`s einen trendigen, englischen Namen fuer`s "Business" :)) und setzt nach dem wahrscheinlichen Tod der HD-DVD nun auf die neue, blaue Scheibe.

Doch ist die "BluRay" nicht eigentlich auch nur eine Durchgangsstation? Die Langlebigkeit und Relevanz der Schallplatte wird wohl kein weiteres, auf`s Rotieren angewiesenes Medium mehr erreichen koennen, denn die Fortschritte in Richtung Speicherkarten und aehnlicher Medien, die ohne anfaellige Mechanik auskommen, sind mittlerweile doch immens. Somit ist es doch nur eine Frage von vielleicht zwei, hoechstens drei Jahren (wenn ueberhaupt), bis dass diese Scheibe technisch auch wieder "ueberholt" sein wird (was sie eigentlich schon jetzt ist)…

Sollten die Konsumenten bis dahin allerdings ihre Lieblingsfilme und Serien (nachdem sie sie zunaechst als VHS-Cassetten hatten und vielleicht gerade zum jetzigen Zeitpunkt erst auf DVD ueberspielt oder neu gekauft haben) nochmal auf Blu-Ray kaufen, dann koennten sich die Investitionen in erweiterte Produktionskapazitaeten unter Umstaenden auszahlen. Vorsicht ist trotzdem geboten, denn irgendwann ist das Mass voll und so mancher "Director`s Cut" oder so manche "Special Edition" sind nur etwas fuer hartgesottene und investitionsbereite Fans eines Films oder einer Serie.

Schon jetzt gibt es leider viele Projekte, die testweise veroeffentlicht und dann wieder eingestellt werden, weil die Verkaufszahlen nicht den Erwartungen entsprachen. Da werden beispielsweise viele erste Staffeln diverser TV-Serien veroeffentlicht. Auf die Folgestaffeln muessen die Leute dann entweder ewig warten oder sie erscheinen gar nicht erst. Die Hersteller reden sich dann oft mit dem Schlagwort "Lizenzprobleme" heraus. Hier gilt also: "Ganz oder gar nicht". Alles andere fuehrt zu Verdruss beim Kunden…

Vom derzeitigen Boom bei hochaufloesenden Flachgrossbildschirmen koennte die BluRay trotzdem kurz- bis mittelfristig profitieren, denn eine normale DVD mit ihren 720*576 Pixeln kommt da trotz HDMI und diverser, neuartiger Skalierungsfunktionen, die bessere DVD-Player heutzutage bieten, schnell an ihre Grenzen.

Die Zukunft ist online: Video on demand per Breitbandanbindung. Bis dahin gibt`s wahrscheinlich demnaechst die x-te Auflage von "Star Wars". Nach der normalen Video-Edition, der THX-Video-Version, der Laser-/Videodisc und natuerlich den DVD-Ausgaben. Moege der Saft mit euch sein :)

KategorienMedien

NormCast 108

16. April 2008 Kommentare ausgeschaltet

Spike auf den Spuren von Rick Astley, Roland Koch im Jamaica Test, schluepfrige Klingeltoene und ein Treffen mit Fools Garden in Guetersloh. Die Fire Apes sind dabei und es gibt eine Backstage-Zugabe.

Eigenschaften:
128 kbps / Stereo / 24 MB / 26 Minuten

Direkt-Download:
NormCast Episode 108 vom 16.04.2008

Diese Podcastfolge setzt schon ein wenig die Kenntnis der beiden Interview-Folgen mit Peter Freudenthaler aus dem letzten Jahr voraus (was trotzdem nicht zwingend notwendig ist). Wer aber mag, kann die beiden Episoden hier nachhoeren:
NormCast 69 (=Teil 1) / NormCast 70 (=Teil 2)

Links:
Bericht ueber Fools Garden in Guetersloh inklusive Bilder und Video
Fools Garden`s Webseite
Fools Garden`s Tour-EP "Home"
Volker Hinkel`s Homepage
Dirk Bluemlein`s Homepage
Claus Mueller seine Seite :)
NormCast 106 mit Yvi
Bonanza
Tellerrand 159 ueber das "RickRolling"
Film "Neues vom Wixxer" (diente als Quelle fuer den Klingeltonspot)
Jamaica-Test mit Roland Koch

Musik:
Bob ReadNever give up
The Fire ApesHey Kate!

KategorienNormCast

Bielefeld!

16. April 2008 Kommentare ausgeschaltet

Mittlerweile gehoeren sie zum Kneipenbild, die sogenannten "City Cards". Das sind Werbepostkarten, die oftmals an den Eingaengen oder im Vorraum der Toiletten in einem Wandregal stehen und frei mitgenommen werden duerfen. Manche sind wirklich nett gestaltet und somit hat sich dahingehend auch schon eine Sammelkultur entwickelt, denn nicht selten haben die Motive auch einen regionalen Charakter. Wenn allerdings hier in Guetersloh die hier abgebildete Karte ins Auge sticht, ist das schon etwas seltsam :) Bielefeld, die Nachbarbaustelle am Teutoburger Wald, die Stadt, die es angeblich nicht gibt. Doch, es gibt sie, zumindest im Internet

KategorienLokales

Windows ME vs. XP

15. April 2008 Kommentare ausgeschaltet

Die Geschichte der Microsoft-Betriebssysteme ist bunt. Mal wieder im Heise-Forum fand sich zu einem Teilkapitel dieser Geschichte die folgende, doch lesenswerte Zuschrift (Link zum Original):

(…) Windows ME war eigentlich nie geplant. Windows 98 sollte die letzte 16-Bit Version von Windows sein, das letzte Betriebssystem mit den nahezu unvergänglichen Windows 3.0 Wurzeln. Danach kam Windows 2000, und endlich gibt es nur noch eine gemeinsame, stabile Basis für den Consumer- und den Professional-Markt.

Soweit die Theorie. Doch als Windows 2000 im Jahre 1999 auf den Markt kam, zeigte sich schnell, dass der Privatanwender von diesem Betriebssystem schlicht überfordert war. An vielen Stellen zeigte W2K noch viel zu deutlich seine Herkunft als NT4 Nachfolger. Zu wenig Multimedia, zu viele nicht mehr funktionierende Treiber, für den Privatanwender zu komplizierte Nutzer- und Rechteverwaltung.

Natürlich wurde Microsoft bald klar, dass die Rechnung nicht aufgeht. Schnell plante man einen W2K Nachfolger, der auf die speziellen Bedürfnisse des Consumer-Markts eingeht. Allerdings war zu dieser Zeit war die Leidensfähigkeit bei Microsoft noch nicht stark genug, man wollte nicht 5 Jahre zwischen zwei Consumer-Betriebssystemen vergehen lassen. 5 Jahre, in denen man kein Geld mit neuen Betriebssystemen verdienen konnte. 5 Jahre, in denen vielleicht eine Alternative zu Windows (sei es nun das damals noch halbwegs lebendige OS/2 oder das aufstrebende Linux) Marktanteile gewinnen könnte.

Das eigentliche Vorhaben – neben W2K Professional auch ein W2K Home herauszubringen – erwies sich als in der verfügbaren Zeit nicht machbar. Also stampfte man das Projekt ein, steckte die Leute in die Whistler-Gruppe und strickte mit heisser Nadel Windows ME. Eigentlich ein Service Pack für Windows 98 – sozusagen die "Third Edition" – kombiniert mit ein paar halbgaren Ideen, die von der eigentlich schon aufgelösten Win 98 Gruppe noch in der Schublade lagen.

Natürlich war Windows ME kein echter Erfolg. Es zeigte Inkompatibilitäten zu Windows 98 und brachte gleichzeitig keine nennenswerten Verbesserungen. Aber Microsoft hatte zumindest etwas Neues herausgebracht und sich damit ein wenig Zeit gekauft, um W2K zu einem "Klicki-Bunti" System zu machen.

2001 kam dann XP. Eigentlich nichts wirklich Neues, was auch die Versionsnummer (Windows NT 5.1) zeigt. Aber man hatte es geschafft, ein stabiles Betriebssystem (was Windows NT 4.0 und NT 5.0 wirklich waren) so mit bunter GUI und viel Multimedia zu durchsetzen, dass auch die Friseuse Erna Krause damit klarkommen konnte.

Und weil unter der Haube XP sich fast überhaupt nicht von W2K unterschied, gab es zum Starttermin auch hinreichend Treiber und angepasste Software. Endlich konnte Microsoft 16-Bit Windows und damit auch MS-DOS beerdigen.

Wenn es also überhaupt eine Verwandtschaft zwischen ME und XP Home gibt, dann die Ausrichtung auf den Consumer-Markt. Ansonsten haben diese beiden Betriebssysteme absolut nichts gemeinsam. (…)

KategorienComputerkram