Raubtiere auf dem PC

31. Oktober 2007 Kommentare ausgeschaltet

Es hat funktioniert. Das (Apple-) Betriebssystem "Leopard" wurde erfolgreich auf einem PC installiert. In einem Forum sind entsprechende Bilder und Kommentare aufgetaucht. Nun heisst es aber in einem Artikel bei der "PC-Welt", dass Apple nun mit aller Macht versuchen wird, die Urheber des Ganzen ausfindig zu machen und weitere Machenschaften dieser Art zu verhindern gedenkt.

Warum? Man nehme Programme wie "VMware", "Virtual PC" oder auch "Parallels Desktop". Sie alle ermoeglichen es unter anderem, Windows auf anderen Betriebssystemen wie MAC und Linux bequem zu nutzen. Nur gab es bisher keine Moeglichkeit, das "richtige" MAC-Betriebssystem auch mal auf einem PC auszuprobieren. Von zaghaften Anfaengen à la "CherryOS" und diversen Frontend-Vorgauklerprogrammen mal abgesehen. Aber das war und ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes. WindowsXP beispielsweise funktioniert innerhalb der verschiedenen Emulationen auf fremdem Betriebssystemuntergrund meistens brauchbar bis hervorragend. Und das schon recht lange. Microsoft hat sogar hoechselbst an dieser Moeglichkeit foerdernd mitgearbeitet ("Virtual PC"), wenn das Ergebnis auch deutlichst hinter "VMware" zurueckblieb…

Gaebe es eine Moeglichkeit, ein MAC-System (und viele mittlerweile erschienene, interessante MAC-Software) mal z.B. in einer auf XP-Basis laufenden VMware auszuprobieren, ich waere sofort mit dabei. Aber, um sich gleich eine suendhaft-teure Apple-Hardware zu kaufen, dafuer reicht die zweifelsohne vorhandene Neugier dann doch (noch) nicht.

Apple war schon immer etwas elitaer in solchen Dingen, man merkt es jetzt auch wieder an dem viel gehypten "iPhone". Und die hiesigen Telefonanbieter nutzen das natuerlich auch entsprechend aus. Das iPhone ist zweifelsohne ein schoenes und interessantes Geraet, aber die Bedingungen, unter denen es z.B. bei T-Mobile erhaeltlich sein soll, daempfen die Neugier auch an dieser Stelle wieder…

Der Spruch des Tages aber stammt aus einem Video von Alexx :
"Es gibt keinen zu geringen Grund fuer ein ordentliches Backup". => Amen! :)

…und dieser Satz wurde interesanterweise von zwei Apple-Fans gebracht, die im Zusammenhang mit dem MAC-Betriebssystem sogar solche Worte wie "Bluescreen" und "sauber neu installieren" in den Mund nahmen.
Nachtigall, ick hoer` dir trapsen :))

KategorienComputerkram

Tagesgericht

30. Oktober 2007 Kommentare ausgeschaltet

Legger Legger …allerdings ist das eher schon ein "Jahresgericht", denn seit bestimmt drei Jahren steht dieses "Tagesgericht" unveraendert auf der Tafel bei einem kultigen Griechen in der Naehe der hiesigen Berufsschulen. Das ist auch gut so, denn es ist qualitativ und quantitativ spitze und damit ein echtes Schnaeppchen ;)

KategorienLokales

Die Kirche im Dorf lassen…

29. Oktober 2007 Kommentare ausgeschaltet

…das ist anscheinend gar nicht so einfach. Das saechsische Oertchen Heuersdorf soll demnaechst dem Braunkohlebergbau komplett weichen. Mit all seinen Haeusern (die teilweise recht alt sind) und seiner ganzen Kultur. Zumindest die 750 Jahre alte Kirche soll gerettet werden und somit wird sie komplett (!) versetzt.

Bauingenieur Frank Preußler steht in der Kirche jetzt ungefähr da, wo der Pfarrer sonntags den Segen spendete, und sagt: „Wenn Sie so wollen, wird ein übergroßer Fußabtreter unter die Kirche eingezogen.“ Dieser Boden sei so stabil, dass der steinerne Altartisch beim Transport ebenso in der Kirche bleiben könne wie die Aufbauten des darüber stehenden Kanzelaltars, nur die bemalten Verblendungen sind entfernt. Die hölzerne Säule, die die Holzdecke stützt, wird genauso auf große Fahrt gehen wie die Emporen, selbst die zwei Glocken bleiben im Turm. Nur die Orgel wurde ausgebaut.

800 Tonnen gehen nun auf die Reise ins endgueltige Ausweichquartier, der vom bisherigen Standort ca. 12km entfernten Ortschaft Borna. Eine in technischer Hinsicht sicherlich faszinierende Herausforderung, die mit Sicherheit Unsummen verschlingen wird. Nur schade und aeusserst bedenklich, dass ganze Dorfgemeinschaften bzw. -Kulturen solchen Vorgaengen zum Opfer fallen…

Die Heuersdorfer aeussern sich auf ihrer Webseite folgendermassen:
Heuersdorf überstand Epidemien, Kriege, Plünderungen, Brände und zwei Diktaturen. Schliesslich wurden die Heuersdorfer dazu genötigt, mit allen rechtsstaatlich verfügbaren Mitteln ihren Heimatort zu verteidigen. Der Grund ist bekannt: Das Dorf steht auf Braunkohle. Dieser Bodenschatz stellte für die arbeitende Bevölkerung des 20. Jahrhunderts einen befristeten Segen dar. Doch wo heute die Braunkohle liegt, wird die Region in Geiselhaft genommen. Im Leipziger Südraum liegt die Arbeitslosigkeit weit über dem Landesdurchschnitt. Der Wegzug junger Menschen hält unvermindert an. Der Angebotspreis von Immobilien liegt weit unter dem Wert vergleichbarer Objekte in anderen Regionen, was auch Investitionen in Erneuerung und Ausbau zu einer risikobehafteten Unternehmung macht. Für die Natur- und Kulturlandschaft ist der Bergbau zum ewigen Fluch geworden.

Man stelle sich mal vor, dass das Heimat- oder Nachbardorf, mit dem man ggf. unendlich viele, positive Erinnerungen verbindet, aus so einem Grund auf einmal dem Erdboden gleichgemacht wuerde. Unfassbar. An mir zumindest wuerden dementsprechende Argumentationsversuche, und seien sie aus (energie- und/oder arbeitsplatz-)technischen, finanziellen oder sonstigen Gruenden noch so nachvollziehbar, generell abprallen. Da wuerde die Subjektivitaet mit Abstand siegen, und das mit Inbrunst…

Weiterlesen:
Welt Online
Heuersdorf Online
Bildstrecke bei Sueddeutsche.de
Wikipedia

KategorienDiverses

Farewell, Podcastverband!

28. Oktober 2007 Kommentare ausgeschaltet

Tja… das Ganze stand wohl unter einem unguenstigen Stern. Irgendwie…

Im August 2005 sollte der "Podcastverband / Verband deutschsprachiger Podcaster e.V." aus der Taufe gehoben werden. Unter anderem hatten Leute wie Thomas Wanhoff damals einige Leute zusammengetrommelt, um diese erste, offizielle "Podcastvereinigung" auf deutschsprachiger Ebene zu gruenden. Andreas Rompel, Gerrit Van Aaken, meine Wenigkeit, Roger Lévy, Peter Loeser und weitere Leute hatten sich quasi "ueberreden lassen" und/oder dazu bereit erklaert. Auch via Telefon waren waehrend der ersten Gruendungsversammlung in Frankfurt weitere Leute dazugeschaltet, somit war z.B. auch ein recht bekannter Video-Podcaster aus Guetersloh ebenfalls ein Gruendungsmitglied :-)

Es war ein netter Nachmittag mit geselligem Abschluss im Kneipenviertel (und das bisher einzige Mal, an dem Roger Lévy und ich uns "im richtigen Leben" getroffen haben). Dann kam ein paar Tage spaeter die Ernuechterung, die Gruendung war formal nicht richtig vollzogen worden, ein neuer Termin wurde einberaumt. Aber ein zweites Mal in so kurzer Zeit konnte nicht jeder in Frankfurt erscheinen (was in amtlicher Hinsicht notwendig gewesen waere, u.a. wegen der handschriftlich abzugebenden Unterschriften) und somit waren einige der Gruendungsmitglieder (wie z.B. 2/3 der damals noch nicht "richtig" existenten Podparade, bestehend aus Roger und mir) nicht mehr dabei. Unter dem Strich waren mehrere Anlaeufe noetig, um "das Ding zu gruenden", wie es zwischenzeitlich hiess.

Irgendwann danach wurde der "Podcastclub e.V." gegruendet. Somit gab es ploetzlich zwei Podcastgruppierungen, die sich u.a. zum Ziel gesetzt hatten, das Medium sowie dessen Gestalter/innen nach aussen hin zu vertreten und voranzubringen. Ein sicherlich fuer einige Leute wesentlicher Vorteil des "Clubs" war, dass er im Gegensatz zum "Verband" keinen finanziellen Mitgliedsbeitrag eingefordert hat. Unsereins und viele andere, die sich zwischenzeitlich ob der neuen Situation ausgetauscht hatten, war(en) mittlerweile "neutral" geworden und hegten (zumindest in meinem Fall) Sympathien fuer beide Seiten. Es gab zweifelsohne die ein- oder andere erwaehnenswerte Aktion des Verbandes, aber der Podcastclub hatte doch ziemlich schnell eine gute Position und Strategie (im positiven Sinne) gefunden. Die Folge: Auf breite Resonanz und Erwaehnung stossende Aktionen des Clubs wie z.B. die versuchte Interaktion mit der GEMA und die Schaffung der "Podcast Awards". Der Podcastclub war und ist (obwohl dessen Veranstaltungen einen anderen Ansatz verfolgten als wie die des Verbandes) naeher an der eigentlichen Podcast-Materie, ohne Frage. Das zeigte sich zum Beispiel waehrend der letzten Clubveranstaltung in Koeln, als Musikpodcaster wie Juergen Schlund im Rahmen von Vortraegen erklaerten, wie und womit sie ihre Sendungen gestalten und Vlogger wie Alexx Koellner ebenfalls Vortraege hielten.

Die letztendliche Abwanderung des Thomas Wanhoff nach Kambodscha hat den Verband zusaetzlich um eine seiner Leitfiguren beraubt. Das ist kein Vorwurf, nur eine Schlussfolgerung. Thomas, alles Gute weiterhin!!!

Jetzt ist es wohl endgueltig aus mit dem Podcastverband, denn seit kurzem ist auf der Webseite lediglich ein lapidarer Eintrag zu sehen:

…wobei das mit einem Link unterlegte Wort "hierhin" auf die Webseite des Podcastclubs verweist. Diesen gesamten Blogeintrag finde ich allerdings etwas arg duerftig und daher schade…

Noch im Sommer dieses Jahres hatte ich mich mit Marc C. Schmidt (ECO-Verband/Podcastclub) ueber die etwaige Reaktivierung des Podcastverbandes unterhalten, nachdem Thomas Wanhoff zwischenzeitlich kurzzeitig nach Deutschland zurueckgekehrt war. Marc sah der moeglichen "Wiederauferstehung" des Verbandes doch eher positiv entgegen (im O-Ton zu hoeren im "NormCast" Nr.84). Thomas kehrte spaeter nach Kambodscha zurueck, diesmal wohl vorlaeufig-endgueltig. Und jetzt ist es wohl auch endgueltig vorbei mit dem Verband.

Nun mag zurecht argumentiert werden, dass zwei "grosse" Vereinigungen eh zuviel sind bzw. waren. Daher hoffe ich, dass der "Podcastclub" darin einen Ansporn sieht. Aber, in Anbetracht der bisherigen Taetigkeiten des Clubs kommt eine "Floskel" doch wieder mal zum Tragen: "Weiter so!" :-)

Deutschland ist eine Hochburg der "Vereinsmeierei". Allerdings MUSS ja nicht daran teilgenommen werden, denn mittlerweile gibt es auch genuegend Beispiele und Einzelfaelle, die belegen, dass ein Verein, Club oder Verband zum Erreichen diverser Ziele nicht unbedingt noetig ist. Diejenigen, die darin aber einen Sinn und weitere Chancen sehen, sind aber auch nicht gerade selten… Summasumarum gilt auch hier: Nichts muss, vieles kann…

KategorienMedien

GT hat den Superstar?

27. Oktober 2007 Kommentare ausgeschaltet

Gino Badagliacca kam vor 46 Jahren aus Sizilien nach Guetersloh. Er ist Pizzabaecker und hier in der Tat ein bekanntes Gesicht… Nun schickt er sich an, in der RTL-TV-Sendung "Das Supertalent" ein wenig fuer Aufsehen zu sorgen. Die Englaender hatten es vor einiger Zeit vorgemacht, auch dort ist ein ganz "normaler Durchschnittsbuerger" ueber Nacht durch einen herzhaften Auftritt bei bester Stimme in einer aehnlichen Sendung bekannt geworden. "Unser" Gino kann Arien singen. Und er hat einen eigenen Willen: "Der hatte auf der Bühne ein italienisches Esellied gesungen, statt sein geplantes „O Sole Mio“. „RTL hat mich mehr oder weniger gezwungen, ein Volkslied zu singen“, erklärt Gino. Bohlen hatte jedoch nicht mit der Energie des resoluten Italieners gerechnet. „Ich war richtig sauer, als die drei Jurymitglieder mich mit einer Handbewegung von der Bühne scheuchen wollten“, sagt Badagliacca. Und deshalb legte er einfach noch einmal los, sang „Nessun Dorma“ aus der Puccini-Oper Turandot – und durfte bleiben." DAS macht ihn aeusserst sympathisch. Er hat sich nicht in eine gewollte Ecke draengen lassen, seinen Willen durchgesetzt und dadurch zumindest einen Etappensieg erzielt. Solche Sendungen werden hier normalerweise zwar ignoriert, aber, in diesem Fall bestaetigt vielleicht eine Ausnahme mal wieder die Regel ;) Naechste TV-Show: Samstag, 27.10.07, 20:15 Uhr, RTL

Weiterlesen: In der "Glocke" (endlich mal kein anmeldepflichtiges "ePaper"…)

KategorienLokales