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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Telefunken, Dual, AEG & Co.

11. April 2014 Keine Kommentare

Telefunken, Dual, AEG, Grundig, Nordmende, Braun… einstmals klangvolle Namen, hinter denen sich renomierte, deutsche Firmen verbargen, deren Produkte fuer Qualitaet und Langlebigkeit standen. Doch, was ist aus ihnen geworden?

Die allermeisten Namen sind nur noch Labels bzw. Decknamen fuer elektronische Waren aus Frankreich oder Fernost. Geraete, die gegenwaertig unter dem Namen “Telefunken” verkauft werden, stammen aus tuerkischer Produktion (“Vestel”). Der DUAL-Schriftzug prangt auf Fernsehern und Billig-Plattenspielern und der von AEG auf Radioweckern und anderen Kleingeraeten.

Ein kleiner Lichtblick: Ebenfalls unter dem Namen “DUAL” produziert die Firma Fehrenbacher mittlerweile wieder qualitativ hochwertige Analogplattenspieler in Lizenz…

Doch viele ehemalige Marken sind nur noch Namen. Die Einzelschicksale dieser einstigen Traditionsfirmen hat WELT Online in einer interessanten Bilderstrecke zusammengefasst…

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Conserve The Sound!

26. März 2014 Keine Kommentare

Fuer mich ist das jetzt schon eine Webseite des Jahres: Conserve The Sound!

Hier werden ausgestorbene oder aussterbende Geraeusche konserviert.

“”Conserve the sound” ist ein Online-Archiv für verschwindende Geräusche.
Die Geräusche eines Wählscheibentelefons, eines Walkmans, einer analogen Schreibmaschine, eines Münztelefons, eines 56k-Modems, eines Atomkraftwerks oder sogar einer Handytastatur sind teilweise schon verschwunden oder verschwinden gerade aus dem täglichen Leben. Begleitend kommen Menschen
in Text- und Videointerviews zu Wort und vertiefen den Blick in die Welt der verschwindenden Geräusche.” Quelle: CTS-Projektseite

Besonders erwaehnenswert ist die Tatsache, dass nicht nur (damals) alltaegliche Geraeusche den Weg in das Soundarchiv gefunden haben, sondern auch exotische Klaenge, wie z.B. das Ausloesen des VIEW MASTER oder der Bandsalat einer Cassette. Zudem sind die Gegenstaende sehr schoen fotografiert, die Seite ist erfreulich-dezent gestaltet und intuitiv nutzbar. Ein “Must-Click” :-)

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Schnellsprechen erwuenscht ?

4. März 2014 Keine Kommentare

Ein Kommentar in der hiesigen Tageszeitung zum juengsten “Tatort” aus Wien kritisierte, dass der Fall aus Wien angeblich unverstaendlich war – und das bezog sich nicht auf die Handlung, sondern auf die Sprache. Der Kommentarschreiber forderte sogar hochdeutsche Untertitel fuer einzelne Filmsequenzen.

Doch das hat es ja, zumindest frueher, alles schon gegeben. Man erinnere sich an die legendaere “Originalton Süd”-Einblendung waehrend eines Interviews mit dem ehemaligen Skiprofi Markus Wasmeier.

Das jemand, der nie in Oesterreich gewesen ist und der selbst vielleicht in einer von starkem Lokalakzent gepraegten Region wohnt, Schwierigkeiten mit dem Wiener Dialekt hat, ist sicherlich nachvollziehbar. Doch, wie heisst es so schoen, “man kann es nicht allen recht machen” und ein starker, norddeutscher Akzent wird vielen Zusehern im Sueden der Republik auch Probleme bereiten.

Manchmal ist es aber noch viel schlimmer – naemlich dann, wenn selbst das Hochdeutsche in diversen Film- und Fernsehproduktionen nicht mehr verstaendlich ist. Anscheinend ist es mittlerweile “in” und/oder es zeugt von besonderer Sprachkunst, moeglichst maschinengewehrmaessig-schnell zu “sprechen”. Wird das in den Schauspielschulen heutzutage so gelehrt?

Selbst dann, wenn der Fernseher schon lauter gestellt und die etwaige Audio-Option zudem auf “Klare Stimmer” justiert wurde, sind viele, aktuelle Produktionen streckenweise nur schwer zu verstehen. Nuscheln die Akteure gar, wird es noch schwieriger.

Freunde der gepflegten Stereospur beim DVD-Genuss werden schon lange enttaeuscht, denn Dolby Digital 5.1 (oder hoeher) hoert sich auf “normalen” Anlagen und Fernsehern schlichtweg zu leise und dabei zu geraeuschlastig an. Sprache zu leise, Geraeusche und Musik zu laut – ein Teufelskreis.

Wenn das so weitergeht, dann schauen die Menschen in naher Zukunft nur noch tonlos und mit Untertiteln – wenn sie denn ueberhaupt noch zuschauen…

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WhatsApp, Facebook?

21. Februar 2014 Keine Kommentare

19 Milliarden US-Dollar (~ 14 Milliarden Euro) legte Mr. Zuckerberg’s Datenkrake fuer den aufstrebenden Messenger-Dienst auf den Tisch. Soviel Geld fuer eine Softwarebude, in der gerade einmal ca. 45 Leute arbeiten – da wird jetzt wohl selbst die dortige Putzfrau zur Millionaerin…

Die gute Seite: Schoen, dass gute Ideen auch heutzutage noch viel Geld einbringen koennen. Die Kehrseite: Eine weitere Konzentration der Datenflut auf ein Grossunternehmen findet statt – und das fuehrt zu allgemeiner Panik, die das Wort “Threema” ploetzlich zum Grossthema hochstilisiert.

Der schweizer Messengerdienst ist angeblich sicher und nicht so “mitteilsam” wie “WhatsApp”, welches ja unter anderem Zugriff auf das Adressbuch des Smartphones einfordert. Der allgemeine Verfolgungwahn nimmt derzeit bizarre Ausmaße an und gipfelt in einer WhatsApp-Deinstallationswelle…

Doch bis vor drei Tagen war die Welt doch noch in Ordnung? WhatsApp galt als guenstige SMS-Alternative und war die mit Abstand erfolgreichste APPlikation der PlayStores dieser Welt. Doch ploetzlich ist alles boese, nur, weil das Gesichtsbuch um ein weltweites Telefonbuch erweitert wird…

Zugegeben, ich haette auch nicht gedacht, dass dem Herrn Zuckerberg meine Telefonnummer, die er bei Facebook schon seit Monaten (gluecklicherweise wegklickbar) einforderte, sooooo viel Geld wert ist, aber letztendlich ist der Kauf von WhatsApp aus seiner Sicht ein tatsaechlich nachvollziehbarer Schritt.

Die hoechstwahrscheinlich allermeisten Leute und Leutinnen, die sich jetzt aufregen und die sich beobachtet fuehlen, schreien jetzt kurz auf und machen dann gemuetlich weiter. Dabei liegt das Problem nicht bei Facebook, WhatsApp & Co. direkt, denn das sind nur Werkzeuge. Es sind die Anwender selbst, die oftmals ein gesundes Sendungsbewusstsein vermissen lassen und sich ploetzlich in ihrer eigentlich niemals dagewesenen, virtuellen Privatsphaere eingeengt fuehlen. Grundsaetzlich ist alles, was man ins Internet hustet, von irgendwem lesbar. Wer das nicht versteht, hat das Internet nicht verstanden. Die naechste Panik ist also vorprogrammiert. Vielleicht kauft Google ja Facebook. Ohauerha…

KategorienComputerkram, Medien

Ein Medien-Kreis schliesst sich…

9. Februar 2014 Keine Kommentare

…so isses… (“Exoten” wie DCC, MD, SACD etc. mal aussen vor gelassen…)

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