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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

One Year Ago…

27. Februar 2010

Der 27.02.2009 war ein schoener Tag. Heute vor einem Jahr trafen wir uns zu mehreren Leuten und Leutinnen mit Mal Sondock in seinen Bueroraeumlichkeiten in Koeln. Das damals anstehende CD-Release der ersten beiden CD-Boxen wurde besprochen und Teile des an diesem Tag entstandenen Gespraechs sollten posthum ein paar Monate spaeter auch auf die dritte und letzte CD-Box wandern. Es war ein harmonischer Tag mit vielen Anekdoten im Kreise netter Leute. Ein zwischenzeitlicher Ausflug zu Mal’s “Hausgriechen” rundete das Ganze bei Mousaka, Gyros und einem Kölsch ab. Waehrend zunaechst noch David Toelle, Macher der “Mal Sondock Fanpage”, Michael Kretschmann (”Oberfan vom Dienst” :)) und einige Leute von “Radio Unna” dabei waren, wird mir besonders das herzliche Gespraech in Erinnerung bleiben, welches Christian (von der Firma “Sony”), Mal und meine Wenigkeit am Abend zum guten Schluss noch gefuehrt haben. Mal wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts von seiner eigentlichen, schweren Krankheit und litt “nur” an einem Bandscheibenvorfall, der ihn in seiner Bewegungsfreiheit einschraenkte, der ihm aber die Stimmung zumindest nach aussen hin nicht merklich vermieste. Er war voller Tatendrang und angespornt durch die anstehenden CD-Veroeffentlichungen wollte er mehr, wobei er nur so vor Ideen spruehte. Es hat nicht sollen sein. Mal starb am 9.6.2009 in Koeln. Der Sommertag im Juni 2007, an dem ich Mal zum ersten Mal alleine traf, wird mir immer in besonderer Erinnerung bleiben. Doch dieser 27.2.2009 hatte auch etwas ganz Besonderes an sich.

Gruesse an alle, die dabei waren!

(Weiterlesen: “Mal Sondock-Bereich” auf dieser Seite, alle Links und Podcasts dort unten)

Medien, Privates

Wird wer Millionaer?

17. Februar 2010

“Warum knackt niemand mehr die Millionenfrage?” fragt die “Welt” in einem Artikel vom 17.02.2010. Tatsaechlich scheint es schon ziemlich lange her zu sein, dass der Konfettiregen im Studio der RTL-Ratesendung “Wer wird Millionaer” losgelassen wurde. Ausgenommen davon sind die “Prominentensendungen”, die aber aufgrund verhaeltnismaessig leichterer Fragen nicht unbedingt mitzaehlen.

Wer nicht nach dem Motto “Ich bin mit nichts gekommen und kann zur Not auch ohne Verlust wieder gehen” auf dem Stuhl gegenueber von Guenther Jauch Platz nimmt, ist weniger risikofreudig und hat oftmals genau kalkuliert, was letztendlich dabei herausspringen muss. “Sie wollen ein neues Auto, die Wohnung renovieren oder eine Australienreise mit der Familie unternehmen. Sie rechnen sich vorher aus, wie viel das kostet und konzentrieren sich auf diesen Betrag.”
Leidet die Risikofreudigkeit der Kandidaten unter der allgemeinen Wirtschaftslage oder druecken die Macher selbst auf die Spesenbremse? “Die Fragen sind nicht schwerer geworden“, sagt Moderator Jauch. „Aber es gibt immer seltener die spielfreudigen Draufgänger, die entweder etwas riskieren oder einfach ihrer ersten Intuition trauen und nicht jede kleine Unsicherheit mit einem oder gar mehreren Jokern zu eliminieren versuchen.“

Der geneigte Zuseher mag vielleicht denken, dass der Zufallskandidat nichts zu verlieren hat und mutig drauflos raten koennte. Wenn der aber selbst im Studioscheinwerferlicht einen kuehlen Kopf bewahrt und seine eigene Situation nicht aus den Augen verliert, geht das zu Lasten der Attraktivitaet der Sendung. Stellt sich die Frage, was besser ist…

Medien

CDs leben nicht ewig

1. Februar 2010

Etwa ab Mitte der Neunziger Jahre ging es los mit der privaten Musik- und Datenbrennerei im heimischen Buero, spaeter kamen dank geeigneter Kompressionsverfahren auch Videoinhalte hinzu. Die Leute digitalisierten ihre Bilder, Schallplatten und Videocassetten, waren die CD-Scheiben doch wesentlich flexibler, vor allen Dingen im mobilen Einsatz. Mit Beginn des neuen Jahrzehnts schicken sich Festplatte und statischer Speicher an, den rotierenden Silberscheiben in ihrer Funktion als Datentraeger den Rang abzulaufen.

Tonband-Cassetten haben schon laenger keine Relevanz mehr, die klobigen CD-Walkmaenner sind zugunsten schlanker MP3-Player nahezu ausgestorben und die Schallplatte erlebt zumindest auf den Heimanlagen eine Renaissance. Groessere Datenmengen landen immer haeufiger auf Speicherkarten oder Terrabyte-Festplatten. Und warum? Weil es besser ist. Wer heutzutage seine Daten auf einer Festplatte ablegt und von dieser wiederum ein identisches Backup pflegt, duerfte bei sorgfaeltiger Handhabung weitaus laenger Freude an seinen Daten haben als wie diejenigen, die ihre Inhalte auf CD-Spindeln horten.

Im Jahr 1986 kaufte ich eine meiner ersten Original-CDs, “Kleine Helden” von Wolf Maahn. Eine Originalpressung aus dem Hause EMI. Diese CD wurde immer “artgerecht gehalten”, bekam so gut wie nie Sonne ab und war auch nie groesseren Temperaturschwankungen ausgesetzt, natuerlich wurde sie immer in ihrer Huelle verwahrt. Sie spielt nach wie vor, hat aber im aeusseren Randbereich Ausfransungen und Verfaerbungen. Da das Album mit ungefaehr 45 Minuten Spielzeit nicht die ganze Scheibe ausfuellt, blieb die Musik bisher erhalten und diese wurde mittlerweile ohnehin in die MP3-Jukebox uebertragen.

Viel schlimmer sieht es aber mit selbstgebrannten CDs und DVDs aus. Deren Verfall macht vor ihren Inhalten auch nicht Halt. In vielen Faellen wurden und werden diese Scheiben bis zum Rand bespielt und genau diese “Randdaten” sind diejenigen, die am ehesten verloren gehen koennen. Die aelteste, hier auf einem Audio-CD-Recorder gebrannte CD, auf der eigene Vinyl-Singles verewigt wurden, ist mittlerweile 15 Jahre alt und laeuft noch einwandfrei. Andere Scheiben, die noch vor wenigen Jahren auf dem PC unter Umstaenden schneller gebrannt wurden, funktionieren mittlerweile nicht mehr. Das kleine Foto zeigt ein eigenes Beispiel, diese CD (Fabrikat “Lifetec” (Medion) / Aldi) wurde im Jahr 2002 getoastet und seit bestimmt mehr als sechs Jahren im trockenen, dunklen Keller gelagert. Sie hat sich sprichwoertlich selbst zersetzt und ist generell unbrauchbar geworden…

Eine hohe Ausfallquote haben gelabelte CDs, also diejenigen, die nachtraeglich mit einem Papier-Etikett beklebt wurden. Auch die Kombination Marken-Etiketten (z.B. Zweckform) und Marken-Rohling ist davon betroffen.

Fazit: Der Zerfall macht vor digital-optischen Datentraegern auf Dauer nicht Halt.
Beguenstigend auf deren Langlebigkeit wirken sich dennoch folgende Dinge aus:

- Dunkel und trocken lagern
- Langsam brennen (Audio nicht schneller als achtfach, Video bis zu vierfach, Daten bis zu 16-fach)
- Markenrohlinge verwenden (Verbatim, TDK, Sony, etc. Ganz schlecht: Octron, Intenso & Co.)
- Keine direkte Sonnenbestrahlung, grosse Temperaturschwankungen vermeiden
- Niemals nachtraeglich mit Etiketten versehen!

CDs werden bald verschwunden sein. Sehr innovativ und weiter gedacht ist diesbezueglich die Praxis, die manche Plattenfirmen und/oder Bands sich mittlerweile angeeignet haben: Beim Kauf einer Schallplatte wird ein entsprechender Download-Code gleich mitgeliefert, so dass das Album auch z.B. fuer mobile Zwecke zur Verfuegung steht, ohne dass der rechtmaessige Kaeufer der Musik erst irgendwelche (mittlerweile gluecklicherweise gescheiterten) Kopiersch(m)utzmechanismen umgehen muss. Gut so!

Computerkram, Medien, Musik

Er gab uns 39…

27. Januar 2010

…Friteusen? …Autos? …Jahre? …Kinder? Man weiss es nicht, denn der Satz blieb unvollendet.

LaToya Jackson, eine Schwester des verstorbenen Michael Jackson, nimmt auf dem Semperopernball in Dresden einen posthum an ihren Bruder verliehenen Preis entgegen und haelt eine Dankesrede. So weit, so gut, so normal. Doch das, was der “Uebersetzer” daraus macht, ist schon so peinlich-schlecht, dass es zu einem herzhaften Lachen animiert.


Zum Video (neues Fenster)

Das haette fast jeder aus dem Stand besser machen koennen, Anwesende eingeschlossen…

Das Ganze gibt es in voller Laenge und besserer Bildqualitaet hier.

…und wo wir schonmal bei lustigen YouTube-Videos sind, lohnt sich auf der Blick auf
Guenther Oettinger’s “spezielle” Art, “Englisch” zu sprechen.

“On Si Asser Händ” hat’s der Herr Westerwelle auch eindrucksvoll vorgemacht

…aber der war waehrenddessen wenigstens nicht betrunken :-)

Medien, Videos

Spielfeld-Spam

22. Januar 2010

Vor Jahren sah man die ersten Boxer im Fernsehen mit aufgemalten Webadressen auf dem Ruecken. Mit zunehmender Dauer des Boxkampfs verschmierten diese immer mehr. Ein unaesthetischer Anblick, der irgendwie auch was “Prolliges” an sich hatte…

Im Zeitalter, wo traditionelle Namen von Fussballstadien auf der Suche nach neuen Werbe-Einnahmequellen zu oftmals gekuenstelt-schlecht klingende “Arenen” mutieren und normale Bandenwerbung oftmals schon durch staendig wechselnde Inhalte auf als Banden fungierende Flachbildschirmreihen verdraengt wurde, ist es daher leider (!) nicht so abwegig, ein Spielfeld selbst zur Werbeflaeche umzufunktionieren. Auch bei der derzeitigen Handball-Europameisterschaft ist dieses Phaenomen zu beobachten:

Es ist stoerend und irgendwie unangebracht. Ebenso das lautstarke Abspielen von irgendwelchen Mitgröhl-Sequenzen aus einschlaegigen Ballermann- und Partysongs selbst in den kuerzesten Spielpausen. Da geht das Urtuemliche doch irgendwie verloren, “Stadionhits” werden programmiert. Frueher haben Leute wie “Manolo” noch ohne ausgefeilte Technik Stimmung in die Bude gebracht. Werbung-Werbung ueber alles…

Medien