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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Comag SL40HD

28. August 2010 Keine Kommentare

Dieser aeusserst klein geratene Satellitenreceiver hat es durchaus in sich und glaenzt unter anderem mit vielseitigen Anschlussmoeglichkeiten. Hierbei handelt es sich um ein recht neues Produkt, welches technisch baugleich mit dem HRS8500 der Firma XORO ist. Somit laesst sich auch dessen (manchmal vielseitigere) Software bei Bedarf auf den Comag aufspielen. Die derzeit aktuelle Xoro-Firmware brachte z.B die Moeglichkeit der individuellen Editierung der Sender-Favoritenliste mit sich. Ueber die frontseitige USB-Buchse lassen sich USB-Sticks und externe Festplatten ansprechen, die allerdings mit dem alten Dateisystem FAT32 versehen sein muessen. Auf diese externen Speichermedien kann der Receiver in originalgetreuer Qualitaet aufnehmen und diese Aufnahmen natuerlich auch abspielen. Auf diesen Speichermedien befindliche Bilder, Audio-und Videodateien koennen ebenfalls wiedergegeben werden. DivX und XviD sind kein Problem, lediglich VCD- und SVCD-Formate werden nicht bildfuellend, sondern leider nur verkleinert wiedergegeben.

Die Bildqualitaet ist selbst ueber Scart auf einem Roehren-TV noch sehr gut, ueber den rueckseitigen HDMI-Anschluss koennen hochaufloesende Fernseher angesprochen werden. Unverschluesseltes HDTV wird ebenfalls einwandfrei wiedergegeben und auf Knopfdruck aufgenommen. Das Geraet ist “PVR-ready”, kann also als persoenlicher Videorecorder fungieren. Die Aufnahmen werden als .ts-Datei (“Transport Stream“) abgelegt und koennen am PC zum Beispiel mit dem Programm “Project X” weiterverarbeitet werden, welches allerdings ein installiertes Java voraussetzt.

Ansonsten hat das Geraet alle Funktionen, die ein ordentlicher Satellitenreceiver normalerweise bieten muss, z.B. Teletext, EPG, waehlbares Audio, Untertitel usw.

Eine analoge Videoquelle kann durch die zweite Scartbuchse durchgeschliffen werden. Component-Videoanschluesse und Chinch-Ausgaenge fuer Stereo-Audio und Video komplettieren die Rueckseite.

Ein i-Tuepfelchen waere eine Stationsanzeige im Display gewesen, leider beschraenkt sich dieses auf eine vierstellige Kanalanzeige. Die Fernbedienung ist klein, funktionell und aufgeraeumt, setzt aber doch eine genauere Fokussierung voraus. Ein “richtiger” Ein-Aus-Schalter fehlt. Das Geraet ist im Stand-By-Betrieb zwar recht sparsam, doch empfiehlt sich hier der Einsatz einer abschaltbaren Steckerleiste, sollte die PVR-Funktion mal nicht gebraucht werden.

Fazit: Fuer schlappe 60 Euro bekommt man mit dem Comag SL40HD ein ordentliches Kleingeraet, welches alle noetigen Funktionen bietet und zudem HD-faehig ist, was in dieser Preisklasse (noch) nicht selbstverstaendlich ist. Fuer Leute mit Ambitionen in Richtung Pay-TV ist er allerdings aufgrund des fehlenden Karteneinschubs nicht geeignet.

Verbesserungswuerdig ist die VCD/SVCD-Formatwiedergabe und eine Implementierung des NTFS-Dateiformats waere ebenfalls wuenschenswert. Nichts, was nicht durch ein ordentliches Firmware-Update bewaeltigt werden koennte. Das laesst hoffen…

KategorienComputerkram, Medien

Neuvorstellung der CD

23. August 2010 1 Kommentar

“40 Mark soll die Miniplatte kosten, das Abspielgeraet rund 2000 Mark.” Damals, im Jahr 1982, wusste man noch nicht, dass die “Miniplatte” alias die CD irgendwann mal auf Flohmaerkten fuer 1 Euro das Stueck erhaeltlich sein wuerde und dass die Abspielgeraete heutzutage auch HD-Videos bewerkstelligen, teilweise zum Preis von umgerechnet weit unter 100 Mark…

Hertie-Kaufhaus in Guetersloh, Schallplattenabteilung, ca. 1983/84: Ein schmaler, rechteckfoermiger Glaskasten steht auf einmal mitten im Vinyl-Reich. Darin befinden sich die ersten Compact Discs und ein aus heutiger Sicht recht klobig anmutender CD-Player. Vornehmlich gab es zunaechst Klassik-Scheiben der “Deutschen Grammophon” zu hoeren und zu kaufen, denn besonders die leisen Passagen der klassischen Musik sollten von den Klangeigenschaften der CD profitieren. Das erste, in punkto CD relevante Pop/Rock-Album erschien 1985 mit “Brothers In Arms” von den “Dire Straits“, welches auch gezielt fuer die CD-Spezifikationen produziert wurde und daraufhin ueber Wochen die Spitze der Album-Charts bewohnte.

Liest man eine dieser Originalpressungen heutzutage digital aus (siehe hier), so wird man feststellen, dass die Huellkurven im Vergleich zu heutigen Produktionen sehr flach sind. Damals setzte man noch sehr auf feine Dynamik, waehrend gegenwaertig bei fast allen Produktionen die Pegel sprichwoertlich bis zum Rand ausgesteuert werden. Auch hier zeigt sich, dass alles irgendwie lauter und “genormter” geworden ist…

Ein schoenes Zeitdokument ist dieses Video von der Neuvorstellung der CD im Jahre 1982:

KategorienMedien, Musik, Videos

Buecher fuer den guten Zweck

21. August 2010 3 Kommentare

Diesmal bediene ich mich schamlos an den Ausfuehrungen anderer :)

Die “Textzicke” schreibt:

“Manche Menschen bewegen mit ihrer täglichen Arbeit so richtig was. HilliKnixiBix (das ist ihr Twittername) zum Beispiel, die als Sonderpädagogin in einer so genannten Schule für Kranke arbeitet. Eine Schule ist das, in der Kinder und Jugendliche untergebracht sind, die stationäre Betreuung brauchen und trotzdem lernen wollen-sollen-müssen. Suizidgefährdete junge Menschen sind dort, Autisten, Depressive, Magersüchtige, Schizophrene, potenzielle Amokläufer, Vernachlässigte, schwere ADHS-Fälle. Die in einer “normalen” Schule nicht gut aufgehoben wären, weil sie engmaschige medizinisch-psychologische Betreuung brauchen. Sie sind eben nicht “normal”, wenn auch manchmal geradezu erstaunlich.
Zum Gesund- und “Normal”werden gehört auch, dass diese jungen Menschen Zugang zu Literatur bekommen (…)”

…und damit landen wir auf “HilliKnixiBix” alias Susanne’s Webseite und lesen das folgende:

“Und Bücher sind das Herz meines Unterrichts. Bücher sind Werkzeuge, die verbinden. Die wissend machen, träumen lassen, Spaß machen. Bücher sind lebendig, Mittler zwischen Kopf und Leben, Hiersein und Dortsein. In der Schule, wo ich arbeite, lebe ich davon, so viele verschiedene Bücher aller Arten im Schrank stehen zu haben, die ich flugs greifen kann und einem erkrankten Schüler an die Hand gebe. Als Leihgabe, glücklicher Besitzer ist aber er in dem Moment. Und diese Bücher können Schulbücher sein, wissenschaftliche Arbeiten, Bilderbücher, Märchenbücher, Comics, Reihen. Egal was es ist, kein Buch, das bei uns in der Klasse weilt und noch nicht gelesen, angeschaut, besprochen wurde. Weil ich durch das Schuljahr im Krankenhaus über alle Schulformen und alle Altersgruppen berücksichtigen darf, ist ein umfassendes Repertoire an Büchern unerlässlich. Das Budget stellt meiner Klasse für ein ganzes Jahr 270€ zur Verfügung. Das ist nicht viel.

Daher sammele ich Bücher, wo ich sie nur kriegen kann. Meist sind es ehemalige Schulbücher von Freunden, Bekannten, Nachbarn. Teils finde ich gutes Material auf Flohmärkten und am Straßenrand. Ich nehme sie mit, weil sie die jungen Leute im Krankenhaus bereichern und erheitern können. Sie dienen hier besonders dem Weiterleben, der Teilnahme an Gesellschaft, der Bildung und letztendlich auch der Genesung. Jedes weggeworfene Buch ist ein Stich ins Herz, weil es doch für etwas, jemanden da sein kann.

Drum sei’s an dieser Stelle erwähnt: gibt es in Deinem Schrank, in Deinem Keller, im Karton oder im Elternhaus Bücher aller Art für Kinder und Jugendliche und angehende Erwachsene, die gelesen werden wollen? Die wieder eingesetzt werden dürfen? Völlig egal, wie alt und vernachlässigt. Dann wären sie in meiner Klasse in der Krankenhausschule bestens untergebracht und eingesetzt. Und wie!

Hier: HilliKnixibix (ät) googlemail.com

Und danke!”

Mein kleines Beitragspaket ist bereits auf die Reise gegangen…

KategorienMedien

Stars, Gesichtsbuch & Gezwitscher

19. August 2010 1 Kommentar

“RTL-”Superstar” Mehrzad muss seine Tour absagen”, titelte Welt Online gestern und dieses Zitat landete ebenso bei Twitter und Facebook. Interessant war es, die sich anschliessenden Reaktionen darauf zu beobachten. Als Trend kann derzeitig eindeutig festgehalten werden, dass Facebook in punkto Rueckmeldungen die Nase vorn hat. Die Reaktionen auf den “Tweet” sahen schon nach wenigen Minuten so aus:

Immer dann, wenn auf NormCast.de ein neuer Beitrag veroeffentlicht wird, landet ein entsprechender Hinweis auch bei Twitter, MySpace und Facebook. Waehrend “frueher” subjektiv empfunden viel haeufiger direkt auf dieser Seite kommentiert wurde, hat sich der Loewenanteil der Kommentare mittlerweile auf diese externen Plattformen (und interessanterweise nach wie vor auf Emails) verlagert. Feedback, egal wo und welcher Art, ist immer erstrebenswert und erwuenscht, doch ist eine zunehmende Dezentralisierung zu beobachten. Irgendwie weiss ich noch nicht so richtig, was ich davon halten soll…

Doch kurz zurueck zum Thema an sich: Shows wie “DSDS”, “Big Brother”, “Popstars” usw. (also Sendungen, die irgendwelche “Sieger” oder sogenannte “Superstars” hervorbringen), gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und daher wird es selbst fuer medien-affine Menschen zunehmend schwierig, das alles zu verarbeiten. Somit leidet natuerlich auch das Interesse an diesen kurzzeitig-gehypten “Stars”.

In der vergangenen Woche lief die juengste “Big Brother”-Staffel aus. Wenn mich der Guenther Jauch im Rahmen der Millionenfrage nach dem Sieger derselben fragen wuerde, wuerde ich ohne Joker klaeglich scheitern. Doch der Name des ersten DSDS-Siegers, Alexander Klaws, ist noch immer im Gedaechtnis geblieben, obwohl ich das auch damals nicht gesehen habe. Anscheinend wurde in anderen Medien oft genug darueber berichtet, so dass man zwangsweise damit konfrontiert wurde und/oder es liegt an der Tatsache, dass es damals noch nicht so viele Sendungen dieser Art gab. Die heutigen “Superstars” mutieren immer mehr zu “Eintagsfliegen”, deren Stern am Showhimmel schon nach wenigen Wochen oder Monaten verglueht. Powered by … (hier x-beliebigen TV-Sender einsetzen).

KategorienMedien

CC2 auf Dr. Dish TV

14. August 2010 3 Kommentare

Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph sind alte Hasen im Computerbereich. Vor etlichen Jahren leisteten sie im WDR Fernsehen mit dem legendaeren “Computerclub” wahre Pionierarbeit. Mittlerweile gilt ihr “Computerclub Zwei” – AudioCast als einer der erfolgreichsten Podcasts ueberhaupt und wurde im letzten Jahr im Rahmen des “European Podcast Award” dafuer ausgezeichnet.

Doch damit nicht genug: Die beiden sympathischen Rentner sind schon vor laengerer Zeit zu ihren Fernsehwurzeln zurueckgekehrt und machen seitdem eine regelmaessige, jeweils einstuendige TV-Informationsfernsehsendung. Diese lief bisher nur auf “NRW TV“, wurde aber auch als Download und Stream angeboten. Als logische Weiterfuehrung dieser Aktivitaeten laeuft das Ganze nun auch auf dem Satellitenfernsehsender “Dr. Dish TV“.

Vor einigen Jahren begab sich der “gute Geist” unseres Amateurfunkclubs, “Nobbi” (DL1YDW) regelmaessig in unser Clubheim und fing dort an, irgendwelche wirren Parameter in die Satellitenempfaenger zu hacken. In Zusammenspiel mit der dort vorhandenen, drehbaren Grossantenne war es ihm dadurch moeglich, die ersten Hobby-Versuchssendungen vom heutigen “Dr. Dish” zu sehen und auf VHS-Videos fuer uns aufzunehmen. Schon damals gab es dort interessante Berichte, z.B. zum Thema “Spionagesatelliten”, worin unter anderem auch einiges an Amateurfunkequipment zum Einsatz kam. Ebenso sehenswert war der spaetere, interessante Beitrag ueber einen ambitionierten, heute 84-jaehrigen Menschen, der schon seit Jahren versucht, die europaeischen Astra-Satelliten in Brasilien zu empfangen und dabei schon ganz erstaunliche Erfolge erzielt hat.

Mittlerweile ist “Dr. Dish TV” ganz normal mit jeder auf den Astra-Satelliten ausgerichteten Satanlage empfangbar. Im Jahr 2009 wurde das Programm deutlichst aufgeblaeht und man begann, auch ueber die eigentliche Kernthematik hinaus von anderen Medienfronten zu berichten. Somit passt der “ComputerClub 2″ prima ins neue Gesamtbild. Ganz im Gegensatz zu den leider auch vorhandenen Shoppingsendungen :)

KategorienAmateurfunk, Medien