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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Langenberg 720khz verstummt

1. September 2015 Keine Kommentare

Das analoge Sterben der Mittelwelle geht weiter. Nun hat es den Sender Langenberg erwischt, der zuletzt via 720khz u.a. WDR2 und den zugehoerigen Verkehrskanal ausstrahlte…

via DerWesten.de:

“Gestern früh, 2 Uhr, endete ein Stück Langenberger Geschichte: Der „Sender Langenberg“, Teil des Westdeutschen Rundfunks (WDR), stellte endgültig die Ausstrahlung des Mittelwellenprogramms ein. „720 kHz“ schweigt nun. Zuletzt wurde diese Frequenz fast ausschließlich für den Verkehrsfunk und auch für Direktübertragungen aus dem Landtag Düsseldorf genutzt. Diese Mittelwelle war quasi ein Spartensender. (…) Nun also ist der „720er“ verstummt. Warum? Das erklärt der WDR in einer Pressemitteilung: Man erfülle damit „eine Forderung der KEF, der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten“. Kurz: Die (analoge) Mittelwelle sendete zu teuer – das machen Digitalradio und -fernseher billiger, die jetzt das Land mit Musik und Fernsehbildern versorgen.”

Trotz aller Nostalgie ist das ein nachvollziehbarer Schritt…

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Star Trek Renegades

26. August 2015 Keine Kommentare

Nach “Star Trek Continues” hier nun ein weiteres, faszinierendes Fan-Produkt aus der und fuer die “Star Trek” Welt: Star Trek Renegades.

Der Film wurde durch Crowdfunding ermoeglicht und ihm koennte eventuell eine Serie folgen, die im Internet publiziert werden soll. Die Geschichte einer kleinen, kriminellen Gruppe, die ploetzlich in eine Undercover-Mission geraet, wurde unter der Regie von Tim Russ gedreht, der auch hier seine aus der Star-Trek-Serie “Voyager” bekannte Rolle als Vulkanier “Tuvok” wieder aufnimmt. Ebenso sind der “Holodoc” Zimmerman und der Ex-Borg “Icheb” aus dieser Serie wieder zu sehen und mit Gary Graham taucht ein ebenfalls bekanntes Gesicht wieder auf, wenn auch eines aus einer anderen Serie: Graham spielte den Detective Sikes in der Serie “Alien Nation”.

Doch ueber allem thront Admiral (!) Pavel Chekov. Ja, genau der, der neben Sulu die Kirk-Enterprise in der Ur-Serie steuerte. Ein grosses Modell der NCC-1701 steht in Chekov’s Admiralspalast, ebenso haengen Bilder der alten Originalcrew an der Wand.

“Renegades” strotzt nur so vor Anspielungen auf alte Star-Trek-Tage und -Serien. Die “U.S.S. Archer” spielt eine tragende Rolle und ein “Admiral Nimoy Memorial” gibt es auch.
Doch Schluss damit. Keine weiteren Spoiler. Die technische Qualitaet dieses Films liegt natuerlich etwas unter dem “normalen” Star-Trek-Niveau, steckt aber so manchen “normal” produzierten US-Film dennoch locker in die Tasche. Die Story ist simpel, die Agierenden bemuehen sich. Es ist nicht Oscar(tm)-verdaechtig, aber unterhaltsam allemal und ein netter Lichtblick am derzeit bewoelkten (weil leeren) Star-Trek-Himmel…

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Das Serienevent

27. Juli 2015 Keine Kommentare

Als “Serienevent” wird das Abspielen mehrerer Folgen einer Fernsehserie an einem Abend seitens der Fernsehsender bezeichnet. So weit, so schlecht, denn hierbei geht oftmals das eigentliche “Serienfeeling” (um im D-Englischen zu bleiben) verloren.

Eine Serienfolge besteht aus einem “Was bisher geschah”-Zusammenschnitt der bisherigen Ereignisse, dem Vorspann, der eigentlichen Folge und dem Abspann. Letzterer ist im Free-TV (oops… Modewort) schon lange nicht mehr zu sehen, was dem Zuseher wichtige Sekunden zum Verarbeiten des eventuellen Cliffhangers (schon wieder ein Fremdwort…) raubt. Doch daran hat man sich mittlerweile leider gewoehnen muessen.

Mittlerweile werden “Events” geschaltet, die meistens ca. zwei bis vier Folgen einer Serie zu einem “Spielfilm” verbinden. Das heisst, dass der Vorspann nur einmal laeuft und die Handlungen der Folgen uebergangslos miteinander verschmelzen – und das, sorry, ist kein “Event”, das ist eine Qual…

Das Ende einer Serienfolge, egal, ob offen oder abgeschlossen, ist grundsaetzlich ein Sinnabschnitt, an dem gestoppt werden KANN, aber natuerlich nicht muss. Oftmals fuehren fortlaufende Serien wie z.B. “24″ dazu, dass es ohnehin nicht beim Genuss einer Einzelfolge bleibt – aber das koennen die Zuseher, die sie per Stream, Festplatte oder DVD geniessen, selbst entscheiden.

Mir persoenlich gefallen diese “Serienevents” in der Form, wie sie z.B. ProSieben mit der Serie “Black Sails” geschaltet hat, nicht. Ich moechte abgeschlossene Serienfolgen, die ich mir nicht erst muehsam selbst zusammenschneiden muss. So gesehen liefern die Streamingdienste einen Grund dafuer, warum eigentlich erfolgreiche US-Serien wie “The Blacklist” im deutschen Fernsehen nicht wirklich gut funktionieren: Via Streaming/HDD/DVD sind diese verfuegbar, wie sie gedacht waren und variabel in der Zahl der abrufbaren Folgen, die wiederum auch als solche definiert sind.

Eine loebliche Ausnahme stellt hierbei der Sender ARTE dar, der, wenn er Serien wie z.B. “Real Humans” zeigt, dies auch so tut, wie es sein sollte: In HD, ungeschnitten und mit einem zumindest erkennbaren Abspann!

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Oesterreich zeigt’s der (Ex-)GEZ

20. Juli 2015 Keine Kommentare

So. Zumindest in Österreich scheint die Frage geklärt zu sein, ob Computer mit Internetanschluß als “Rundfunkempfänger” zu bezeichnen sind – oder nicht. Letzteres ist in der sympathischen Alpenrepublik nun der Fall. Sollte das Modellwirkung für Deutschland haben, wäre das durchaus erfreulich – und spannend…

via Digitalfernsehen.de :

“Das Verwaltungsgericht (VwGH) in Österreich hat entschieden, dass das Internet keinen Rundfunk darstellt, Computer mit Internetanschluss seien daher nicht als Rundfunkempfangsgeräte zu rechnen. Demnach muss für den Empfang von Rundfunkprogrammen über das Internet auch keine Rundfunkgebühr gezahlt werden. Ein Österreicher hatte bei dem Verwaltungsgerichtshof Beschwerde eingereicht. Die GIS, Gebühren Info Service, die in Österreich die Rundfunkgebühr erhebt, hatte dem Mann, der einen Internetanschluss sowie Laptops mit Lautsprechern besitzt, zur Entrichtung der Rundfunkgebühr für Radiogeräte aufgefordert. Der Verwaltungsgerichtshof gab dem Beschwerdeführer, der sich der Gebührenzahlung verweigert hatte, nun recht, da seine Computer nicht über Rundunkempfangsmodule verfügen und Streaming aus dem Internet nicht als Rundfunkempfang zu klassifizieren sei. Der Gerichtshof wies den Gesetzgeber auf sein Versäumnis hin, andere Empfangsarten unter den gesetzlich definierten Rundfunkbegriff zu fassen. (…) Der VwGH hat aufgezeigt, dass die jetzige Rechtsmeinung mit der technischen Realität nicht zusammenpasst.(…)”

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Die Odeonette

7. Juli 2015 Keine Kommentare

Es gab schon Singles, bevor es Singles gab :-)

Die hier in der Mitte des Bildes befindliche Scheibe ist eine sogenannte “Odeonette”, die einen Durchmesser von 15cm aufweist und somit im Groessenvergleich genau zwischen einer normalen CD (links) und einer 45er-Vinyl-Single (rechts) liegt.

Das Internet gibt nur wenige Informationen über dieses “Sonderformat” preis.
Auf der Webseite Grammophonplatten.de steht zu lesen:

“15cm Label des Lindström Konzerns von 1926 – 1930 als Sonderserie des Odeon Labels. Nur Eigenaufnahmen von Lindström Künstlern. Viele der Odeonette Aufnahmen erschienen auch auf Homocord Liliput.”

Auf diesem Exemplar befinden sich zwei Volkslieder, “Hänschen Klein” und “Fuchs, du hast die Gans gestohlen”, jeweils von einem Tenor unter Klavierbegleitung gesungen. Jede Seite dieser mit 78 Umdrehungen pro Minute rotierenden Schellacksingle läuft ca. zwei Minuten.

Es handelt sich hierbei sicherlich um eine sprichwörtlich “kleine” Kuriosität…

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