Der Blues-Baer

27. April 2020 Kommentare ausgeschaltet

Michael Van Merwyk, gestandener Blues-Veteran aus hiesigen Gefilden, hat ein neues Werk vorgelegt. "The Bear" heisst es und es bietet abwechslungsreiche Blueskost, die auch mal über den Genretellerrand zwinkert…

Titelgeber ist das schon länger bekannte Blues-Stück "The Bear", welches auf dieser CD in gleich zwei Versionen vorhanden ist. Einmal in seeeehr traditionell-bluesiger, quasi "nackter" Form, so wie er es bei seinen Live-Auftritten bisher präsentierte und nochmal in einer wuchtigeren Fassung am Ende des Albums.

"This CD is not produced! The music is just performed by (…)" heißt es im Beitext – und gerade das macht die überragende Klangqualität dieses Werkes besonders. Es klingt, als ob Michael und seine Mitstreiter direkt vor und neben einem sitzen – das ist für eine Nicht-Vinyl-Wiedergabe erstaunlich und zeigt, dass auch eine CD ein wohliges Gefühl vermitteln kann, wenn gute Leute sie abmischen. Kudos to Henning Strandt!

Persönliche Texte, eingewebt in stimmige Klangteppiche gibt es hier zu genießen und wer die Vorgängerwerke des MVM kennt und schätzt, wird hier mit Sicherheit nicht enttäuscht werden.

Links: CD "THE BEAR" bei Timezone Records und JPC.de

KategorienLokales, Musik

BRAVO trotz(t) Corona

19. März 2020 Kommentare ausgeschaltet

Eine schöne Aktion: via Bravo-Archiv-Shop.com:

"Liebe BRAVO-Fans,

zur Zeit ist das große Thema die Corona-Krise. Soziale Kontakte sollte man so gut es geht meiden, Veranstaltungen finden nicht statt und geplante Urlaube müssen auch ausfallen. Wir haben uns gefragt, wie wir vom bravo-archiv einen kleinen Beitrag dazu leisten können, diese schweren Zeiten ein wenig schöner zu gestalten. Deswegen stellen wir euch hier kostenlos unsere BRAVO Ausgaben zur Verfügung. Und damit auch jede Generation etwas davon hat, gibt’s aus jedem Jahr jeweils eine Ausgabe. Ihr findet hier von 1956 bis zum Jahr 1994 (weil wir erst bis zu diesem Jahr digitalisert haben) jeweils die erste Augabe vollständig und komplett kostenfrei als Download vor. Außerdem gibt’s noch einen BRAVO Starschnitt. Also kramt mal wieder die Scheren und Klebstifte hervor und fangt an zu basteln!

Wir sind der festen Überzeugung, dass man mit schönen Erinnerungen und Nostalgie jede Zeit ein bisschen erträglicher machen kann.

Auf das auch diese Krise so schnell wie möglich vorrüber geht.

Liebe Grüße
Euer Team vom bravo-archiv!"

Ein Klick auf das Titelbild führt zur Download-Sonderseite beim Bravo-Archiv!

KategorienMedien

Morsetestsender

19. Februar 2020 Kommentare ausgeschaltet

Beim Herumstreifen über die Kurzwellenbänder fiel unlängst eine absolut präzise Morseübertragung auf der Frequenz 3881 khz auf. Dort wurden Fünfergruppen gemorst, wie sie früher auch zu Übungszwecken z.B. bei der Bundeswehr eingesetzt wurden. In der Marinefernmeldeschule Flensburg-Mürwik lernten wir damals 26wpm (=Wörter pro Minute, definiert an dem Wort "Paris") als Standard. Für die Amateurfunklizenz waren lediglich 12wpm nötig. Der hier nun gefundene Sender überträgt ungefähr 20wpm und eignet sich sehr gut zur Auffrischung des CW-Gehörs. Die gesendeten Gruppen können auf der zugehörigen Webseite nachgelesen und zu Korrekturzwecken genutzt werden.

"Die Station FAV22 wird von der französischen DIRISI (Direction Interarmées des Réseaux d’Infrastructure et des Systèmes Informatiques) zu Übungszwecken betrieben. Die Sender befinden sich im Département Eure (27, Normandie) und die Senderleistung beträgt 1 kW, 5 kW bzw. 10 kW."
(Quelle: http://www.darc-c12.de/node/1242)

Magnifique! :)

KategorienAmateurfunk

Satellitenlauscher

2. Februar 2020 Kommentare ausgeschaltet

Der geostationäre Amateurfunk-Satellit "Qatar-OSCAR 100" ist mittlerweile eine mit relativ einfachen Mitteln nutzbare Anlaufstation für Funkamateure geworden. Doch auch diejenigen, die den Aufbau einer ggf. zusätzlichen Satellitenschüssel scheuen, können zumindest passiv dabei sein, denn die Webseite https://eshail.batc.org.uk ermöglicht das Zuhören auf Web-SDR-Basis, beispielsweise am PC oder auf dem Smartphone. Sehr interesant…

KategorienAmateurfunk

TYT TH-7800 Transceiver

15. Januar 2020 Kommentare ausgeschaltet

Ein preisgünstiges "OV-Telephon" sollte es werden, nur an einer Unterdachantenne nebenbei betrieben. Wenn es dann noch zusätzlich das Ortsrelais mit beackern könnte, umso besser…

Zunächst ging die Suche in Richtung modernerer Kleinsttranceiver à la Retevis RT95 oder Midland CT2000. Letztendlich war es bei dem einen die unmittelbare Abhängigkeit vom PC und bei dem anderen die nirgendwo einsehbare Mikrophonpolung, was letztendlich ein Umdenken und ein Rückbesinnen auf bereits gehabte Geräte herbeiführte und im Kauf des TYT TH-7800 Dual-Band-FM-Transceivers resultierte.

Für preisgünstige 159 Euro (Technische Daten bei Funktechnik Bielefeld) gab es einen absoluten Klon des Yaesu FT-8800, der hier zuvor auch mal über eine längere Zeit in Betrieb gewesen ist. Was nach dem Verkauf des Yaesus schmerzlich vermisst wurde, waren die abspeicherbaren Frequenzpaare (sechs an der Zahl, über die frontseitigen Tasten A-F abrufbar). Diese waren doch sehr praktisch, zumal die Konstellation der zu hörenden Frequenzen schnell und abhängig vom Betrieb mit dem Haupttransceiver somit schnell angewählt werden konnte.

Auch sonst ist der TYT dem FT-8800 so frappierend ähnlich, dass es eigentlich keine Umstellung der Bediengewohnheiten nötig hat(te). Ausgeliefert wird der TYT mit Separationskabel und entsprechender Halterung für das Display, so dass ein abgesetzter Betrieb jederzeit möglich ist.

Die Verarbeitung ist überraschend gut, der Druckpunkt der frontseitigen Tasten ist aber höher als beim Yaesu. Die Menüführung ist intuitiv, der Empfang vergleichbar-gut. Lediglich die Modulation mit dem beleuchteten DTMF-Handmikrophon erschien leiser und gedrungener. Da der TRX hier sowieso mittels Weiche am Shack-Standmikrophon mitbetrieben wird, fiel das nicht weiter negativ ins Gewicht. Mit dem Standmikro erreicht der TYT ähnlich-gute Rapporte wie der Yaesu zuvor.

Ein 40er Lüfter ist vorhanden, der auch gut losföhnt, letztendlich aber weniger aufdringlich wirkte. Dennoch wurde er durch ein kompatibles Modell der Firma "Noctua" ersetzt und seitdem ist herrliche Ruhe :)

Fazit: Der TYT TH-7800 ist ein aus heutiger Sicht eher klassischer Duobander, der noch direkt am Gerät durchprogrammiert und eingestellt werden kann. Er bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist ideal geeignet für diejenigen, die bei einem "Nebenbei-Gerät" keinen Wert auf digitale Zutaten legen.

KategorienAmateurfunk