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Archiv für 2007

WDR 200 – Respekt!

3. Oktober 2007 Kommentare ausgeschaltet

Die Hoerer/innen des Radiosenders "WDR 2" haben die 200 beliebtesten Alben aller Zeiten gewaehlt. Der Sender spielt das Ergebnis bereits seit gestern und ist jetzt gerade, um 14:35 Uhr, bei Platz 46 angelangt:
Mike Oldfield`s "Tubular Bells".

Zuvor gab es schon viele Klassiker zu hoeren, gerade die 70er Jahre waren und sind stark vertreten. Genesis` "A trick of the tail", "Gone to earth" von Barclay James Harvest, aber auch die Red Hot Chili Peppers und U2 zierten neben den obligatorischen Beatles bereits diese akustische Ahnengalerie. Und genau da setzt auch (m)eine Kritik an: Warum muss aus "Achtung Baby" von U2 ausgerechnet das viel zu oft genudelte "One" gespielt werden? Warum kam von den Eagles natuerlich "Hotel California" und von Neil Young ausgerechnet "Harvest Moon"? Hier waere die Chance gewesen, auch mal interessantere, weil nicht soooo oft gehoerte Songs zu spielen.

Aber jetzt, zum obigen Zeitpunkt, wetzen sie diese Scharte gnadenlos aus. Das Album "Tubular Bells" hat naemlich nur zwei Stuecke (Part 1 und Part 2 / jeweils eine LP-Seite). Und sie spielen gerade tatsaechlich 25 Minuten ununterbrochen eine komplette Plattenseite von diesem komplexen Gesamtwerk ohne Unterbrechung durch. Dafuer: Respekt!

Mehr unter http://www.wdr2.de

Update von 21:50 Uhr
Das Endergebnis steht fest. Ich war zwar nicht zugegen, aber hier kann man es nachlesen: Pink Floyd`s "Wish you were here" hat die Pole Position erklommen. Ich freue mich aber, dass immerhin zwei meiner absoluten Lieblingsalben unter den Top10 sind: U2 mit "The Joshua Tree" (Platz 7) und die Dire Straits mit "Brothers In Arms" (Platz 4). Auch Alphaville`s "Forever Young" (Platz 104), A-ha`s "Hunting High And Low" (Platz 76) und besonders BAP mit "Vun drinne noh druesse" (Platz 62) haben sich wacker geschlagen. Groenemeyer`s "Mensch" war mit Sicherheit eines der bedeutendsten, deutschsprachigen Alben der letzten Jahre und ist voellig zurecht in die Top20 (Platz 16) gekommen. Doch… DAS ist Radio, was Spass macht. Die GEZ lassen wir dabei mal aussen vor, denn das koennten die Privaten auch, wenn sie nur wollten (an dieser Stelle ein Hoertip: "Duebel`s Geistesblitz" (Podcast) Nr.56)!

KategorienMedien

Geisterbilder via Scart

2. Oktober 2007 Kommentare ausgeschaltet

Eine Wohnzimmer-DVD-Anlage moechte richtig verdrahtet sein. Oftmals sind die Ergebnisse von vornherein nicht unbedingt befriedigend und eine Nachbesserung scheint unausweichlich. Ein wesentliches Element ist (bei traditioneller Verdrahtung) das Scartkabel. Viele besitzen noch Videorecorder und/oder Roehrenfernseher, mittlerweile hat aber doch schon ein DVD-Player zusaetzlich Einzug gehalten. Es gilt also, diese Welten miteinander zu verbinden.

Waeren nur eine digitale Bildquelle (digitaler SAT-Empfaenger oder Kabelbox oder DVD-Player) und beispielsweise ein LCD/Plasma-Flachbildfernseher mit HDMI-Anschluessen vorhanden, waere es natuerlich wesentlich einfacher…

Unter Beibehaltung alter Analogkomponenten ist das Scartkabel noch immer die erste Wahl, obwohl es eigentlich viel zu unhandlich ist. Es sollte darauf geachtet werden, dass es einen moeglichst grossen Querschnitt und eine ordentliche Schirmung aufweist. Das duenne Billigkabel fuer 1,99 Euro aus der Wuehlkiste ist nur bedingt tauglich, denn spaetestens bei versuchter RGB-Bildausgabe seitens eines guten DVD-Players kann es bei Verwendung von minderwertigen Kabeln zu uneinheitlichen Schwarzflaechen, Geisterbildern oder einem verschwommenen Gesamtbildeindruck kommen. Fuer die allermeisten, normalen Videorecorder reichen diese Billgkabel aber meistens trotzdem noch aus…

Es gibt voll beschaltete und teilweise beschaltete Scartkabel. Erstere sind zwar generell vorzuziehen, koennen aber (auch bei hoher Guete) manchmal fuer Geisterbilder verantwortlich sein, wenn z.B. der angeschlossene Fernseher ebenfalls ein volles Tunersignal via Scart zurueckgibt. In solchen Faellen waere ein lediglich teilweise beschaltetes Kabel ausnahmsweise die bessere Wahl.

Fuer technisch versierte Anwender ergibt sich bei vielen Scartkabeln (sofern aufschraubbar) die Moeglichkeit, solche und aehnliche Probleme selbst zu beseitigen, indem die entsprechenenden Adern intern abgeloetet und somit totgelegt werden. Im hiesigen Datenarchiv fand ich das folgende, sicherlich auch fuer zu erstellende ATV-(=Amateurfunkfernseh-) Anlagen hilfreiche Bild…

KategorienAmateurfunk

Mal Sondock in Bielefeld

30. September 2007 Kommentare ausgeschaltet

Mal Sondock war am Samstag, den 29.09.2007 im Museum Huelsmann zum sogenannten "Salongespraech" eingeladen. Viele Besucher fanden sich gegen 19 Uhr dort ein, um den Geschichten des kultigen Radiomachers zu lauschen. Der kleine Salon war leider wirklich etwas zu klein und somit wurde ein dahinter liegender Raum aktiviert, so dass Mal ein Mikrophon benutzen musste. Dummerweise war der Durchgang zum hinteren Raum nicht sehr breit und die dort sitzenden Personen sahen nicht viel vom Geschehen. Man haette sich daher schon eine kleine Empore fuer Mal und einen passenderen Saal gewuenscht…

Michael Kretschmann, Mitarbeiter bei der "Mal Sondock Fanpage", war ebenfalls zugegen (hier rechts im Bild).

Mal erzaehlte im wesentlichen die Dinge, die auch in den beiden entsprechenden NormCast-Folgen (siehe Kasten "Besonderes" rechts auf dieser Seite) zu hoeren sind. Dies tat er aber nach wie vor mit viel Humor und auf seine typische Art und Weise. Zudem gab er einen ausfuehrlichen Einblick in seine gegenwaertigen Taetigkeiten und einen Ausblick auf zukuenftige Projekte.

Hinterher gab er noch Autogramme und viele Anwesende brachten eigene Utensilien mit (wie z.B. Eintrittskarten und Schallplatten) die Mal dann signierte. An dieser Stelle entstanden auch die wenigen, hier zu sehenden Videosequenzen. Es war ein netter Abend mit einem kultigen Gast…

KategorienLokales, Videos

Rubbel los mit dem Rubbellos

29. September 2007 Kommentare ausgeschaltet

Es gibt sie noch immer, die Rubellose. Frueher war die Sache ganz einfach, denn wenn das entsprechende Feld freigelegt worden war, konnte gleich gesehen werden, ob ein Gewinn vorliegt oder nicht. Im Zeitalter des www gibt es anscheinend das "Rubbellos 2.0″… Das Freirubbeln offenbart einen 16-stelligen (!) Code, dessen Struktur an alte Registriernummern von Win95 erinnert :) Danach soll man sich auf der Webseite cokefridge.de registrieren, diesen Code manuell eintippen und ihn dann gegen "Handy Specials, Musik Downloads oder coole Praemien eintauschen". Toll. Diese Lose lagen in einer Kneipe aus. Wer macht sich die Muehe, diese zu bearbeiten, einzustecken, mitzunehmen, zuhause ueberhaupt noch daran zu denken und die Internetprozedur durchzuziehen? Das Ganze ist viel zu umstaendlich und selbst jetzt, wo die Karten hier neben der Tastatur auf dem Tisch liegen, wird die entsprechende Seite wohl nicht angesteuert werden (vor allen Dingen wegen Unlust auf Registrierung). Also: Ablage B (Papierkorb)

KategorienDiverses

Endlich tut sich was…

28. September 2007 Kommentare ausgeschaltet

Mal eben so einfach "nur" einen Computer kaufen, das ist gar nicht so einfach. Versierte Anwender kaufen sich die Komponenten im Regelfall sowieso einzeln und stellen ihren Rechner ihren Beduerfnissen entsprechend angepasst zusammen. Oftmals kommen dabei sehr "schlanke" Loesungen zusammen, die sich, sofern gut komponiert, oft als sehr zuverlaessig und langlebig erweisen. Wenn dann noch das Betriebssystem entsprechend-abgestimmt installiert wird, kann so ein Computer sehr schnell viel Freude machen.

Die allermeisten Angebote fuer Komplettrechner (z.B. aus dem Discounter) protzen hingegen mit wuchtigem Innenleben. Dabei ist es egal, ob der Kunde die von vornherein eingebaute TV-Karte braucht oder gar nutzt oder nicht. Alles oder nichts. Besonders aergerlich wird es dann aber erst, wenn die meistens ueberdimensionierten, zugehoerigen Softwarepakete analysiert werden. Vieles von dem braucht die Mehrheit der Kaeufer/innen niemals. Trotzdem muss es miterworben werden. Auch das Betriebssystem selbst -meistens Windows- ist quasi Pflicht und auch nicht so ohne weiteres leicht veraeusserbar, da keine richtigen "Vollversionen" als Beigabe enthalten sind, sondern nur sogenannte "Recovery-Versionen", die auf anderen Rechnern meistens nicht funktionieren (Hardwarebindung) und/oder (bei Microsoft) nicht anderweitig freigeschaltet werden koennen.

Man betrachte den derzeit aktuellen Aldi-PC "Medion MD 8827". Er bietet in punkto Hardware eine gaengige Ausstattung fuer knapp 500 Euro. Im Preis enthalten ist dann ein "umfangreiches Softwarepaket":

– Windows Vista® Home Premium
– MEDION Home Cinema Suite
(PowerDirector 5 SE, PowerProducer 4, PowerDVD 7, MediaShow)
– nero Essentials
(Nero Burning ROM 7 Essentials, Nero Recode 2SE Essentials, Nero Express Essentials, Nero Vision Express Essentials)
– Microsoft® Works 9.0
– Microsoft® Math 3.0
– Microsoft® Office 2007 Trial Version
– Ulead PhotoImpact 12 SE
– T-Online
– WISO Mein Geld 2007
– STAMPIT® Home 3.0 – Frankiersoftware (Gewaltig wichtig :))
– TVsweeper 3 SE
– BullGuard Internet Security Paket
– Sceneo Bonavista

Da werden im Grunde genommen Nutzerabsichten unterstellt, die wahrlich nicht jeder hat. Besonders dreist wird es dann, wenn zum Beispiel mit beigefuegter FREEware (z.B. Skype) geworben wird…

Jetzt hat sich jemand dagegen gewehrt – mit Erfolg. "Antoine G. hatte es versucht. Mehrmals. Hatte versucht, sich seinen Wunschcomputer, ein Notebook des Herstellers Acer, ohne die darauf vorinstallierte Software zu beschaffen. Schließlich bestellte er im Sommer 2006 das Gerät mit dem Softwarepaket bei einem Online-Versand und wandte sich anschließend an die Herstellerfirma. Doch die bot ihm als Entschädigung dafür, dass er weder das vorinstallierte Windows XP noch andere ebenfalls schon eingerichtete Software zu nutzen gedachte, einen Betrag von 30 Euro an. Viel zu wenig, fand Antoine G., er klagte Das Verfahren zog sich fast ein Jahr hin, doch nun bekam G. das schriftliche Urteil zugestellt und darin fast in allen Punkten recht: Der Richter in Puteaux (Großraum Paris) verurteilte den Computerhersteller dazu, nicht nur 311,85 Euro für die nicht genutzte Software und deren Deinstallation zu bezahlen, sondern auch 500 Euro Schadenersatz sowie weitere 150 Euro für einmalige Kosten, die dem Kläger entstanden. Die Kosten des Verfahrens muss der Hersteller ebenfalls tragen. (…) Ein Kunde, der im März bei Dell Deutschland ein Notebook bestellte und das vorinstallierte Windows durch Linux ersetzte, bekam dafür und für ein weiteres ungenutztes Microsoft-Programm immerhin 78 Euro gutgeschrieben." (Quelle: Sueddeutsche.de)

Wenn man den "richtigen" Wert vieler Softwarepaketbeigaben vom Kaufpreis des Gesamtpakets Computer+Software abziehen wuerde, dann bliebe verwunderlicherweise oftmals kaum noch etwas uebrig. Die Hersteller muessen ihre Strategie zukuenftig wohl ueberdenken. Diese "Vollprogramme" moegen fuer den ein- oder anderen Anfaenger sicherlich ein Segen sein, da im Normalfall gleich losgelegt werden kann. Andererseits werden da meistens speicherintensive Programme von Anfang an immer mitgeladen, die man entweder nicht braucht oder die nach einer Frist verfallen und nicht mehr funktionieren. Der Datenmuell befindet sich dann trotzdem weiterhin auf der Festplatte und damit auch im System. AOL-Zugangssoftware und Norton Antivirus braucht nicht jeder und vor allen Dingen muessen solche Programme nicht von vornherein automatisch starten. Trotzdem sind solche und aehnliche Programme auf vielen vor"konfigurierten" Kaufrechnern bereits lauffaehig enthalten.

Wenn es denn schon ein fertiger Discounter-PC sein soll, dann kann man diesen ggf. kaufen und investiere ein bisschen Zusatzgeld (z.B. den etwaigen Erloes aus der Software-Preiserstattung oder aus deren Verkauf) in den freundlichen PC-Schrauber von nebenan, der das Geraet vom Hardwareballast befreit, die Festplatte neu formatiert und das System ordentlich, sauber und angepasst neu aufspielt. Dann kann so ein Geraet auf Dauer Spass machen. Allerdings bleibt dann abzuwaegen, ob dieser freundliche PC-Schrauber nicht von vornherein ein besseres Geraet zu einem fairen und reellen Preis haette bauen und durchkonfigurieren koennen…

"Alles aus einer Hand", eigentlich das Wunsch-Szenario aller Microsofties:))

Links:
Aldi-Rechner
Artikel bei der Sueddeutschen "Computer Nackt"

KategorienComputerkram