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Archiv für 2007

NormCast 91

27. September 2007 Kommentare ausgeschaltet

Ein Rueckblick auf alte Zeiten, Inflight Entertainment der Lufthansa, Rihanna vs. Stevie Wonder, der Lichtdesigner Matt Finke im Gespraech, Feedback und Revolution von Jammin Inc

Eigenschaften:
128 kbps / Stereo / 32,6 MB / 35:36 Minuten

Direkt-Download:
NormCast Episode 91 vom 27.09.2007

Links:
Das "Pipes and Whistles" – Festival
Text: "So war`s damals"
Der "Corporate Sound" der Lufthansa
Matt Finke`s Looplight
Video: "Helifliegen mit Matt"
QTH Germany – Hobby Amateurfunk 10
Die Cobblestones
Podparade bei MySpace

Musik:
Pheugoo`s Mashup "Part time umbrella lover" (Ausschnitt)
Johann Gottfried feat. Christopher Peter Robinson – Lufthansa Corporate Song
Jammin*Inc – Revolution

KategorienNormCast

Teures Telefonat

26. September 2007 Kommentare ausgeschaltet

Die Lokalpresse ist am heutigen Mittwoch voll davon. Ein Motorradfahrer wird waehrend einer Ueberlandfahrt von einer Wespe gestochen. Er weiss noch nicht, dass er diesbezueglich Allergiker ist. Kurz darauf wird ihm schwummrig, er faehrt rechts `ran, stellt sein Motorrad ab und bricht zusammen. Allergischer Schock. Er wird re-animiert und mittlerweile ist er wieder okay. Die Polizei leitet den Abtransport des Motorrades in die Wege. So weit – so gut. Der Motorradfahrer bezahlt das Abschleppen seiner Maschine auch willig, soll aber zusaetzlich 114 Euro fuer den eigentlichen Telefonanruf der Polizei bezahlen. Die Rechnung flatterte unlaengst ins Haus. Begruendet wird diese horrende Summe durchweg mit internem Verwaltungsaufwand seitens der Polizeibehoerde, die zugehoerige Gebuehrenstruktur sei in einem auf Landesebene gueltigen Katalog festgelegt und es gaebe kaum Verhandlungsspielraum. Die Angelegenheit wurde an die uebergeordnete Verwaltungsbehoerde weitergeleitet. Sie prueft jetzt, ob nicht doch eine Ausnahme gemacht werden kann. 114 Euro… "Jamba" und Co. sind ja Waisenknaben dagegen :))

KategorienLokales

So war`s damals…

22. September 2007 Kommentare ausgeschaltet

Der folgende Text wurde aus einer Power-Point-Praesentation herausextrahiert (wie geht das? siehe hier). Irgendwie trifft er den beruehmten Nagel auf den Kopf :)

Bist du vor 1978 geboren ??? – Bitte weiter lesen!
Nach 1978 geboren ??? Hau ab! Folgendes verstehst du sowieso nicht !!!

Wie ist es nur moeglich, dass wir, geboren in den 50-er, 60-er, und 70-er Jahren, immer noch leben ???!
Gemaess Theorien von anno 2004/2005/2006 haetten wir schon laengst tot sein muessen!

WARUM ??? Weiter lesen!

Wir sassen im Auto: Ohne Kindersitz, Sicherheitsgurt oder Airbag!
Unser Bett war mit Farbe voller Blei und Cadmium angestrichen und auch die bunten Holzbaukloetze, die wir uns begeistert in den Mund steckten… Zuoberst an der Treppe gab es fuer uns kein BfU-Sicherheitsgitter: Wer das Treppenlaufen nicht beherrschte und nicht aufpasste, purzelte hinunter und schlug sich die Fresse blutig!

Wenn wir nachts weinend im Bett aufwachten, so hoerte es niemand! Falls wirklich etwas los war, so mussten wir ganz laut schreien, damit die Eltern aufmerksam wurden! Babyphon? Von wegen!

Flaschen mit gefährlichem Inhalt (auch die aus der Apotheke … mit Salzsaeure, Brennspritus und so) konnten wir ganz einfach mit unseren Haendchen und beschraenkter Motorik oeffnen! Viele Tueren (vor allen die vom Lift und den Autos) gingen einfach zu. Und wenn unsere Fingerchen dazwischen kamen, tat‘s mehr als nur hoellisch weh! Wenn wir zu faul zum laufen waren, setzten wir uns hinten auf das Fahrrad unseres Freundes. Der strampelte sich einen ab, und wir versuchten, uns an den Stahlfedern des Velosattels festzuhalten! AUAAAAA !!! Einen Helm trug man nicht einmal auf dem Moped und schon gar nicht auf dem Fahrrad!

Wasser tranken wir vom Wasserhahn und nicht aus der Pet-Flasche! Farb- und Aromastoffe muss es auch schon gegeben haben, denn so rot, gruen und gelb wie die Limonade damals war, sieht man heute keine mehr! Einen Kaugummi legte man am Abend auf den Nachttisch und am naechsten Morgen steckte man ihn einfach wieder in den Mund…

In der Schule gab‘s nur eine einheitliche Groesse von Pulten. Die Luxusmodelle waren in der Schreibhoehe zwar verstellbar, aber alle hatten so eine herrlich-gefaehrliche Klappe dran.

Unsere Schuhe waren immer schon eingelaufen durch Bruder, Schwester, Neffe oder so. Auch das Fahrrad war meistens entweder zu gross oder zu klein. Ueberhaupt hatte ein Fahrrad keine Gangschaltung und wenn doch, dann nur eine mit 3 Stufen! Und wenn du einen Platten hattest, lerntest du vom Vater, wie man das selber flicken konnte (am Samstagnachmittag mit Wassereimer, Schlauchwerkzeug, Schmirgelpapier und Gummiloesung…).

Wir verliessen fruehmorgens das Haus und kamen wieder heim, wenn die Strassenbeleuchtung bereits eingeschaltet war. In der Zwischenzeit wusste meistens niemand, wo wir waren … und keiner von uns hatte ein Handy mit dabei.

Wir liessen im Wald die Sau raus… oder im Park auf Spielplaetzen mit Sandkasten, Schaukeln und Klettergeruesten… …oder auf dem Pausenplatz, der kein Versammlungspunkt von irgendwelchen abartigen Schmutzfinken war. Da lagen auch keine Spritzen und gebrauchte Kondome herum…

Wenn wir zu einem Freund wollten, gingen wir einfach hin! Wir mussten nicht vorher anrufen und einen Termin vereinbaren. Es kamen auch nie Erwachsene mit…

Wir assen Kekse und bekamen Brot mit viel echter Butter drauf. Und davon wurden wir nicht dick!
Wir tranken aus der gleichen Flasche wie unsere Freunde und keiner machte deswegen ein Theater oder wurde gleich krank…

Wir hatten keine Playstation, Nintendos, X-box, 64 Fernsehsender, Videos, DVD‘s mit Dolby-Surround-Sound, MP3-Player, eigene Fernseher mit Satelitenempfang, PC‘s und Internet… Wir hatten Freunde!

Das Fernsehprogramm begann erst um 18 Uhr! Da kam (manchmal) eine Stunde lang etwas Lustiges für Kinder. Und wehe dem, der sich nachher traute aufzustehen um den einzigen Knopf für einen anderen Sender zu betaetigen (fest am Apparat montiert). Die Eltern bestimmten, was und wie lange TV-geglotzt wurde!

Wir haben uns geschnitten, die Knochen gebrochen, Zaehne rausgeschlagen und niemand wurde vor den Richter zitiert. Das waren ganz normale, taegliche Unfaelle und manchmal bekamst Du hinterher (als erzieherische Zugabe) noch eins auf den Arsch! Wir kaempften, schlugen einander gruen und blau und es gab keinen Erwachsenen, der sich darueber aufregte. Keiner haengte deswegen gleich eine Peace-Flagge zum Fenster raus!

Paedagogisch-verantwortliches Spielzeug machten wir selber; mit Knueppel schlugen wir auf Baelle … Wir bauten Seifenkisten und merkten erst unten am Berg, dass wir die Bremse vergessen hatten! Wir spielten Strassenfussball und nur wer gut war, durfte mitspielen. Wer nicht gut genug war, musste zuschauen und lernen, mit der Enttaeuschung umzugehen! Da half nur Training und das ging auch ohne Kinderpsychiater und Rorschach-Test!

In der Schule gab es auch dumme Schueler. Sie gingen und kamen gleichzeitig mit den anderen und wir hatten den gleichen Lehrstoff. Manchmal mussten sie ein Jahr wiederholen und darueber wurde nicht diskutiert. Auch nicht am Elternabend. Der Lehrer hatte immer recht! Wir machten unsere Pausenbrote selber, nahmen am Morgen einen Apfel mit, und wenn wir das vergassen, konnte man in der Schule nichts kaufen! McDonalds? Burger-King? Doener-Bude? Snack-Bar? Imbiss-Stand? Pizza-Ecke? M-Take-Away? Selecta-Automat? FEHLANZEIGE!

Zur Schule gingen wir (auch im Winter) zu Fuss! Velo-Berechtigung gab‘s erst bei Distanzen von 1 km und mehr (Luftlinie!).
Baere-Abi? Libero-Tarifverbund? PUSTEKUCHEN !!! Wenn deine Mutter zum Abschied in der Türe stand oder dir aus dem Fenster nachwinkte, warst du eine Memme. Und kam sie sogar als Begleitschutz mit, na dann Gute Nacht !!!

Und wenn du dich wirklich in echte Gesetzeskonflikte gebracht hattest, dann waren die Eltern schnell mit der Polizei einer Meinung! Sie holten dich zwar auf der Wache ab – aber nicht, um dich rauszupauken. Daheim ging das Verhoer gnadenlos weiter, ohne Jugendberater, Sozialarbeiter und anderen paedagogischen Schoengeistern. Unsere Taten hatten Konsequenzen und wir konnten uns nicht verstecken. Kinder-Sorgentelefon? Ach was !!

Wir waren frei, hatten Pech und auch Erfolg und trugen Verantwortung. …und wir mussten lernen, damit umzugehen!
Unsere Generation hat viele Menschen hervorgebracht, welche Probleme loesen koennen, die innovativ arbeiten und dafuer Risiken eingehen – und die Folgen nicht scheuen…!

Gehoerst DU auch dazu? GRATULIERE !!!!! WIR WAREN HELDEN !!!

Geboren nach 1978 ???? Verdammt eigensinnig und erst noch weitergelesen, hä? Jetzt weisst du, Weichschnaebi, was wahre Helden sind !!! Schau in den Spiegel und schicke dies dann ruhig weiter! Auch an die, die NACH 1978 geboren sind … !!! Sie koennten die neuen Helden von morgen sein…

:-)

KategorienDiverses

Zukunftsradio

21. September 2007 Kommentare ausgeschaltet

Ein paar interessante Aspekte bezueglich des "Radios" der Zukunft wirft "Welt Online" derzeit in die Waagschale…

"Es dudelt ueberall, aber kaum einer hoert dem Radio noch richtig zu. (…) klar ist, dass die Zeiten, da die Sender nur Musik abspielen und Infos verbreiten, vorbei sind. Das Radio von morgen ist multifunktional: So sollen die Apparate kuenftig morgens mit dem Lieblingshit wecken, Informationen ueber die wichtigen persoenlichen Termine des Tages verbreiten oder Hinweise auf Veranstaltungen oder Werbeangebote geben, die den individuellen Beduerfnissen entsprechen – und das sind nur einige Funktionen, die ein Audioempfaenger der Zukunft bieten duerfte. (…) Kurz vor dem Start steht auch "Radio.de": Die Betreiber möchten hier Hunderte von Radioprogrammen buendeln, die uebers Internet ausgestrahlt werden. Die Bereitstellung von Audiodateien ("Podcasting") ist bereits Realitaet, ebenso "Second Radio" in der virtuellen Welt sowie Hoerfunk via Handy. (…)"

Besonders hervorhebenswert ist dabei der folgende Aspekt:
"Trotz aller Veraenderungen im Audiomarkt zeigt sich aber beachtlicherweise: 90 Prozent der Hoerer moechten auch in Zukunft vor allem ihr bekanntes Produkt, ihren Sender aus der Region nutzen. Und das über alle Kanaele. Radio wird damit zum konvergenten Produkt
Bingo! Trotz aller Globalisierung und Weltoffenheit moechten viele Leute auf ihre lokalen "Gewohnheiten" nicht unbedingt verzichten, sondern sie lieber in der neuen, mobilen und dezentralen Medienwelt fuer sich selbst platzieren. Und das ist eigentlich jetzt schon sehr viel einfacher als je zuvor.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Die Tatsache, dass beispielweise der Internet-Audiostream von Radio Guetersloh so eine grausame Ton"qualitaet" hat, haben viele Leute bereits in Emails oder auch persoenlich mir gegenueber erwaehnt. Da laege doch eine Chance fuer die Lokalradios, denn viele Menschen wohnen mittlerweile woanders, aber sie verspueren oftmals doch noch den Drang, zumindest einmal am Tag Lokalnachrichten aus ihrer alten Wohngegend zu hoeren, auch wenn es nur fuenf Minuten sein sollten.

"Aber diese Entwicklung muss erst mal vollzogen werden. Und das koennte schwierig werden: Denn ueber notwendige gemeinsame technischen Standards und ueber Geraete, die verschiedene Funktionen zusammenfassen, gibt es noch keine Einigung." Natuerlich. Typisch. Wie immer…

"Stationen, die sich weiterhin auf den groesstmoeglichen Massengeschmack konzentrieren, schaden sich selbst damit. Die Hoerer haben diese Hits sowieso schon auf dem MP3-Player." Korrekt. Aber sie hoeren nicht unbedingt dreimal am Tag "1973" von James Blunt oder "I`m outta love" von Anastacia :-)

KategorienMedien

Trekkies

19. September 2007 Kommentare ausgeschaltet

Denise Crosby spielte den Charakter "Tasha Yar" in der Star Trek Fernsehserie "The Next Generation". Im Jahr 1996 machte sie sich erstmalig auf, um die skurilsten Typen fuer ihr Filmprojekt "Trekkies" aufzuspueren und zu filmen. Was dabei herauskam, war eine amuesante, aber auch erschreckende Fuelle von Filmsequenzen mit teilweise voellig durchgeknallten Menschen, fuer die "Star Trek" der gesamte Lebensinhalt zu sein scheint.

Tatsaechlich identifizieren sich die meisten Leute aber nur auf besonders intensive Art und Weise mit der Philosophie des zweifelsohne faszinierenden Star-Trek-Universums und/oder mit den Charakteren aus Gene Roddenberry`s Weltraumsaga. Im "normalen" Berufs- oder Familienleben merkt man es ihnen oftmals nicht an. Trotzdem werden da ganze Wohnungen zu Raumschiffen umkonstruiert und Star-Trek-Messen abgehalten, es gibt Star-Trek-Bands mit den Namen "Warp11" oder "Stovokor" (natuerlich eine Death-Metal-Truppe) und Kleinkinder, die in Uniformen gestopft werden und das ganz klasse finden. Omas im Spock-Outfit glauben an eine bessere Zukunft und Trekkies im ehemaligen Jugoslawien erkennen auf der ersten dortigen Convention, dass sie nicht allein sind.

"Trekkies 2" fuehrt Denise Crosby dahin, wo sie vielleicht nie zuvor gewesen ist, naemlich zur Fed Con nach Deutschland, nach Sydney, Frankreich, London, Italien und ueberall trifft sie – Trekkies. Oder "Trekkers", was viele Science-Fiction-Fans lieber hoeren. Sehenswert ist es allemal, wenn man manchmal auch nur kopfschuettelnd schmunzeln kann. Und das schreibe ich als absoluter "Star-Trek-Gernseher". Vieles geht dann aber doch etwas zu weit. Manche Leute zeigen mit ihrem Auftreten und Tun aber doch eine gehoerige Portion Selbstvertrauen und Courage, die beiweitem nicht jede DVD-schauende Sofakartoffel (Anwesende eingeschlossen) aufbringt. Muss ja auch nicht… :)

Links:
Denise Crosby
Trekkies – Der erste Film von 1996
Trekkies2.com
StarTrek.com
Wikipedia ueber Trekkies
Stovokor – Death Metal Band
Warp11 – Star Trek Tribute Band

KategorienMedien