Archiv

Archiv für 2007

Guetersloher Fruehling

24. März 2007 Kommentare ausgeschaltet

Leute, das waere der Mega-Event schlechthin! Ihr koennt euch wahrlich nichts Besseres vorstellen, als an einem Samstagmorgen ueber einen mittlepraechtig-belebten Innenstadtvorplatz zu laufen und euch kleine Blumenbeete, die temporaer dort hingepflanzt wurden, anzuschauen. Dazu ein echtes Koenigs-Pils am Stand und eine original-ostwestfaelische Currywurst an der Bretterbude nebenan. Heureka! :)

Spass beiseite. "Guetersloher Fruehling" heisst die Aktion und sie hat sogar eine eine eigene Webseite. Immerhin. Auch der Termin ist so gesehen gut gewaehlt, denn in der heutigen Nacht werden auch die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt (was ich nach wie vor fuer einen ueberfluessigen Bloedsinn halte, obwohl es u.a. fuer manche Schichtdienstler tatsaechlich Vorteile hat).

Auch moechte ich das Engagement der beteiligten Gartenbetriebe nicht in Abrede stellen und viele der Installationen sind wirklich sehr schoen geworden, soweit man das als "Garten-Laie" beurteilen kann. Aber irgendwie ist das alles sehr wenig und das haben auch viele der Passanten gesagt. Wenig ist zwar besser als nichts, aber ein absoluter "Publikumsmagnet" duerfte diese Veranstaltung in der jetzigen Form nicht unbedingt werden, was zu beweisen waere…

KategorienLokales

Neue Vokabel?

23. März 2007 Kommentare ausgeschaltet

"Guetseln"….

Gefunden auf einer sogenannten "City-Card" fuer das Portal Guetsel.de:

Die Gedanken sind frei… :)

KategorienLokales

Puppet On A String

23. März 2007 Kommentare ausgeschaltet

Vor ein paar Stunden haben wir die neue Podparade aufgenommen. Was fuer ein Chaos. Erst will die zweite Soundkarte nicht, dann die zugehoerige Saftware…. und alles erst auf dem letzten Druecker erkannt. Naja, wir hoffen, dass wir das Beste draus gemacht haben.

….und dann lese ich heute einen Eintrag beim Podparaden-Mitstreiter Roger Lévy im Blog (hier der Link zu dem Beitrag), er habe im Zuge der Vorbereitungen zur Sendung eine alte LP von Sandie Shaw gefunden…

Lieber Roger, das Ding ist mega-selten!!! Halte es in Ehren. Ich kann da "nur" mit zwei identischen Vinylsingles ihres Hits "Puppet on a string" aufwarten. Zwei Exemplare deswegen, weil ich mich nicht entscheiden konnte, welches besser erhalten ist :-)

Fuer alle, die den Song nicht kennen, hier kann man `reinhoeren (via Amazon.de)

KategorienMedien, Musik

Today is "Bum Rush Day"

22. März 2007 Kommentare ausgeschaltet

BUM RUSH THE CHARTS

Die Aktion wurde von C.C. Chapman und dem Financial Aid Podcast ins Leben gerufen.

Die Webseite "BumRushTheCharts" beklagt unter anderem, dass "dem Podcasting von den traditionellen Medien nur geringer Respekt entgegengebracht wird" und behauptet, dass diese nicht verstehen, dass "Podcasting mehr als ein Liefermechanismus ist" und das es "eine soziale Bewegung" sei. Die Leute waeren mittlerweile den vorgefertigten, glattgebuegelten Inhalten, die diese Netzwerke und Plattenlabels verbreiten, ueberdruessig geworden.

Am 22.03.2007 soll im Rahmen einer koordinierten Aktion versucht werden, einen Podsafe-Music-Song an die Spitze der iTunes-Singlecharts zu bringen, um den Verantwortlichen mal zu zeigen, was eine entsprechende Reichweite bewirken kann. Fuer 99 Cent und ca. zwei Minuten Zeitaufwand "pro Nase" soll dann der Song "Mine Again" von der Band "Black Lab" im itunes-Musikladen gekauft werden. Der finanzielle Erloes soll der Aktion "College Scholarships" zugute kommen, "zum Teil weil es das wert ist und zum anderen Teil, weil College-Studenten die von den grossen Medien am meisten unterschaetzte und missverstandene Menschengruppe bilden".

Black Lab ist eine Band, die laut dieser Webseite mittlerweile von zwei Plattenfirmen aufgegeben wurde (GEFFEN und SONY/EPIC). Dabei machen sie wirklich hervorragende und qualitativ-hochwertige Musik. Ihr Song "Remember" war z.B. sehr gut in der Podparade platziert. Die Tatsache, dass die Band jetzt um ihre Musik kaempfen muss, machte sie zum Zielobjekt fuer diese Aktion "die den grossen Labels zeigen soll, wem sie da den Ruecken zugekehrt haben."

Ich bin gespannt, ob das klappt. Weitere Informationen gibt es in einer PDF-Datei und auf "Bum Rush The Charts Dot Com" :)

Update:

Mittlerweile ist der Song auf Platz 13 bei iTunes Deutschland:

Die Amis schwaecheln da eher, bisher "nur" Platz 67:

…interessant ist es, die "Rock"-Kategorie in den USA zu beobachten. Da sind viele Klassiker dabei, z.B. "The Verve" mit "Bitter Sweet Symphony", U2 mit "Beautiful day" und Guns`n`Roses mit "Sweet child o`mine". Die Deutschen erdreisten sich ja, einen Song wie "Crazy" von Gnarls Barkley in die Rock-Charts einzuordnen. Andere Laender, andere Sitten…

Update 2 (23.03.2007):

Das Ziel wurde anscheinend unter dem Strich nicht erreicht. Ein sehr komplexes Statement dazu gibt es hier (klick). Kurz zusammengefasst:

Die erwartete, zweite Welle, die mit dem Feierabend der arbeitenden US-Bevoelkerung eintreten sollte, ist ausgeblieben. Beklagt wird dort die fehlende Transparenz der begleitenden Blogseite bumrushthecharts.blogspot.com. Auch die Auswahl der Band bzw. des betreffenden Songs haette oeffentlich getroffen werden sollen, obwohl der Song, wie dort gesagt wird, eine gute Wahl gewesen ist.

Die Traegheit, die durch das "Time Shifting" zwangsweise eintritt, wurde nicht angemessen beruecksichtigt.

Die Aktion hat Grenzen ueberwunden und war z.B. aeusserst erfolgreich in Kanada (Platz 22), Deutschland (Platz 13) und den Niederlanden (Platz 5).

Die eigentliche Absicht der Aktion war von vornherein nicht leicht ersichtlich. "Zeigt es den grossen Labels", "Sammelt Geld fuer wohltaetige Zwecke" und "Verdeutlicht die Macht der neuen Medien", das waren die drei Slogans, die erst spaeter und damit wahrscheinlich zu spaet unter einem Dach vereint worden sind.

Das Cover des Albums "Passion leaves a trace" von "Black Lab", aus dem der Song "Mine again" stammt, sei nicht familienfreundlich und daher nicht "save for work". In Zukunft sollte man darauf achten, dass durchweg familienkompatible Inhalte verwendet werden…

Fazit:
"No, Bum Rush the Charts was a great first experiment to test the reach of new media, and with the lessons learned from our first collective efforts, it’s only going to get better from here on out."

Es war also kein Reinfall, sondern eine Aktion, die ein grosses, weltweites Medieninteresse hervorgerufen und zusaetzlich Geld fuer wohltaetige Zwecke eingespielt hat. Die gelernten Lektionen werden dazu beitragen, es beim naechsten Mal besser zu machen…

Quelle: Financial Aid Podcast

KategorienMedien

Stirb langsam 4 – Die CD

21. März 2007 Kommentare ausgeschaltet

Einen schleichenden Tod sagt die Musikbranche der herkoemmlichen Audio-CD voraus. Die Netzeitung schreibt:

"Der seit rund sieben Jahren anhaltende Rückgang bei den CD-Verkäufen hat sich Anfang 2007 noch einmal drastisch verschärft: Die Zahl der in den USA verkauften Compact Discs sank nach einem Bericht des «Wall Street Journal» um 20 Prozent auf rund 81 Millionen.
Das langsamen Sterben der CD zeigt sich auch an den Charts: Mittlerweile reichen in den Vereinigten Staaten schon 65.000 verkaufte Scheiben, um auf Platz 1 zu landen. Vor einigen Jahren waren eine halbe Million nichts Ungewöhnliches. (…)
Bisher haben die großen Musik-Konzerne noch keine Antwort auf die sinkenden CD-Verkäufe gefunden. Der digitale Absatz wächst zwar rasant, kann den Rückgang bei CDs aber nicht kompensieren. (…)
In den USA musste im vergangenen Jahr sogar eine klassische Kette von Musik-Geschäften dicht machen: Tower Records konnte dem Druck der Einzelhändler nicht standhalten und meldete Insolvenz an.
Auch die großen Stars der Musik-Branche haben unter der Entwicklung zu leiden. Das neue Album von Norah Jones «Not to Late» verkaufte sich bisher 1,1 Millionen Mal. Was nach viel klingt, ist jedoch wenig: Vom Vorgängeralbum «Feels like Home» wurden 2004 noch 2,2 Millionen Kopien verkauft.
"

Die Distributionswege von Musik haben sich groesstenteils schon veraendert und dieser Trend wird sich auch weiterhin fortsetzen. Der Punkt ist, dass in Zukunft nicht darauf geachtet werden muss, wieviele Datentraeger- (CD-) Einheiten verkauft werden, sondern wieviele Menschen die jeweiligen Werke gegen entsprechende Entlohnung auch tatsaechlich gehoert bzw. genutzt haben. Wenn es zukuenftig heisst, dass das neue Norah-Jones-Album auf Anhieb 3 Millionen zahlende Hoerer/innen gehabt hat, dann ist das eine relevante Aussage. Die Art des Datentraegers oder der Typ der Datei selbst spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Es ist einzig und allein interessant, ob das Werk selbst auch nachgefragt und konsumiert wird. Bis die Musikindustrie das allerdings einsieht, werden wohl noch viele Artikel geschrieben werden, die Raubkopierer und Tauschboersen verteufeln…

KategorienMedien