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Blaue Zukunft

7. Januar 2008 Kommentare ausgeschaltet

Hurra! Eventuell wird sich die Geschichte nicht wiederholen. Der Formatkrieg zwischen der "HD-DVD"- und der "BluRay"-Fraktion scheint beendet. Warner Brothers haben sich fuer das blaue Laserformat entschieden und Branchenkennern zufolge damit der High-Definition-DVD den Todesstoss versetzt.

Zumindest kommt diese Entscheidung zu einem Zeitpunkt, wo sich die Kunden noch nicht unbedingt zwingend fuer ein neues Format entscheiden muessen, denn die herkoemmlichen DVD-Spieler sind weit verbreitet und haben gerade mal die Videocassette abgeloest. Nun kann der Einzelanwender sich ganz in Ruhe ueberlegen, was das neue System fuer ihn fuer Vorteile bringen wuerde und dann entscheiden, ob zugeschlagen wird oder nicht. Ein Luxus, der z.B. bei der Einfuehrung der Videorecorder nicht gegeben war.

Die Fixierung auf eine Modellform wird die Industrie befluegeln, da sie jetzt genau weiss, welches Lizenzmodell in Einzelfaellen erworben werden muss und welche Distributionswege eingeschlagen werden koennen. Die beruehmten "Allesfresser" werden sicherlich nicht mehr soooo lange auf sich warten lassen.

Wenn da nicht das Internet waere. IPTV ist beispielsweise massiv auf dem Vormarsch und zwingt die Scheibendreher zu einem Wettlauf um die Zeit. An dieser Stelle wiederholt sich die Geschichte also doch mal wieder…

Dennoch wird die BluRay-Scheibe fuer wahre Perfektionisten mit Heimkino und Sammlergen interessant werden, eventuell auch noch fuer kurze Zeit als Traeger fuer allgemeine Daten. Der Normaldenker wird sich weiterhin mit der herkoemmlichen DVD begnuegen, solange es sie gibt. Die Zukunft ist mittelfristig wohl teilweise blau-rotierend, langfristig aber inter-nett und zusaetzlich duerften sich die statischen bzw. Flash-Speicherloesungen, die voellig ohne anfaellige Mechanik auskommen, durchsetzen.

Weiterlesen: Aelterer Beitrag "DVD XXL" / Artikel bei Sueddeutsche.de

KategorienMedien

Schwanzparade

6. Januar 2008 Kommentare ausgeschaltet

Der taegliche Spam ist umfangreicher geworden, aber auch einfallsloser.
Fast alles dreht sich nur noch um des Mannes angeblich bestes Stueck.
Wann hoert der Spuk endlich auf…

KategorienComputerkram

The Number One Project

5. Januar 2008 Kommentare ausgeschaltet

Liverpool ist eine Wiege der Popmusik, das ist spaetestens seit den Beatles Fakt. Das es aber bis zum jetzigen Zeitpunkt 56 Nummer-1-Hits gibt, die aus Liverpool stammen, ist schon erstaunlich. Und beiweitem nicht alle kommen von den Beatles. Es fing schon 1953 an, erst im Jahr 1963 kamen "Gerry And The Pacemakers" ("How do you do it?") und die Beatles ("From me to you").

Auch heute noch bekannte Gruppen und Einzelkuenstler folgten, wie z.B. natuerlich die einzelnen Beatles-Mitglieder mit ihren Soloprojekten, The Real Thing, Frankie Goes To Hollywood, The Lightning Seeds und Atomic Kitten.

In diesem Jahr 2008 ist Liverpool zu einer der Kulturhauptstaedte Europas gekuert worden und hoechstwahrscheinlich werden sich verdammt viele Touristen ueber die "Penny Lane" bewegen oder sich vor dem "Beatles Monument" versammeln. Ich bin mal dort gewesen und habe die Stadt eigentlich als recht haesslich in Erinnerung, was vielleicht auch daran lag, dass der Aufenthalt nur zwei Stunden dauerte und ausser Industriestrassen und McDonalds nichts zu sehen war, dort, wo wir waren. Allerdings war die Beatles-Statue gleich um die Ecke und machte damals einen sprichwoertlich "beschissenen" Eindruck, was allerdings den Tauben zu verdanken war.

Das "Number One Project" ist auch der Traeger eines Charity-Albums, welches im Februar veroeffentlicht werden wird. Zuvor gibt es am 19.01.08 ein Konzert in der neu eroeffneten "Echo Arena" mit den Liverpooler No.1-Songs, die dort live aufgefuehrt werden.

In die Live-Band, die dort zusammen mit den auftretenden Stars spielen wird, ist auch der Gitarrist, "GT smAll Star" und Liedermacher Mickey Meinert eingeladen worden. "Das ist das erste Mal seit langem, dass ich richtig nervoes bin", hat er mir gesagt. Er bricht in diesen Tagen nach Liverpool auf und da das Ganze bis ins kleinste Detail durchgeprobt werden wird, muss er dann auch einige Tage dort verbringen. Aber das Foto mit ihm und den Maedels von "Atomic Kitten" haben wir schon bei ihm vorbestellt. Und das mit den Rest-Beatles auch :)) Fortsetzung folgt…

Links: thenumberoneproject.org / www.mickeymeinert.de

Update vom 29.01.2008
Mittlerweile hatte es hier auf dieser Seite mehrere temporaere Eintraege gegeben, die zwischenzeitlich aber aufgrund der spaeteren Hinfaelligkeit wieder geloescht worden sind. Wir haben die Aktion im Rahmen eines Blogs beobachtet und wer mag, kann hier noch einmal alles nachlesen, -sehen und -hoeren…

24.01.2008 – Teil 14
23.01.2008 – Teil 13
20.01.2008 – Teil 12
20.01.2008 – Teil 11
19.01.2008 – Teil 10
18.01.2008 – Teil 9
17.01.2008 – Teil 8
17.01.2008 – Teil 7
16.01.2008 – Teil 6
15.01.2008 – Teil 5
13.01.2008 – Teil 4
12.01.2008 – Teil 3
11.01.2008 – Teil 2
09.01.2008 – Teil 1

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KategorienLokales, Musik

CC-Zwei ueber Amateurfunk

3. Januar 2008 Kommentare ausgeschaltet

Die beiden Wolfgangs vom "Computerclub Zwei" haben die Silvesterausgabe (=Nr.83) ihrer Internetradiosendung dem Thema "Amateurfunk" gewidmet. Zusammen mit einem Funkamateur (Ulfried, DJ6AN) als Studiogast unterhalten sie sich locker ueber diverse Facetten des Hobbys und das machen sie, ohne dabei zu theoretisch-spezifisch zu werden. Das Ganze wirkt eher wie eine lockere, aber durchaus unterhaltsame Plauderei, der selbst Laien sicherlich meistenteils folgen koennen duerften. Da es generell eigentlich nur recht wenige Sendungen zum Thema gibt, ist die Tatsache, dass der CC-Zwei sich dem Thema mal im Rahmen einer ganzen Sonderfolge widmet, aeusserst positiv zu vermerken.

Links:
Ausfuehrliche Shownotes auf CC-Zwei.de / Direkt-Download der MP3-Datei

KategorienAmateurfunk, Medien

Minus 20 Prozent…

2. Januar 2008 Kommentare ausgeschaltet

…ausser Tiernahrung :) In den USA sind die Umsaetze mit CD-Musikalben im vergangenen Weihnachtsgeschaeft um zwanzig Prozent geschrumpft, meldet Heise. Im zugehoerigen Forum stellte jemand daraufhin die Frage: "Was mache ich mit einer neuen CD?" und beantwortete sie gleich damit: "Rippen, in den Schrank stellen. Evtl. mal wenn Zeit da ist die Bonus Begleit DVD schauen. Von mir aus könnte man auch alles als Downloadlink anbieten. Spart das Rippen." Erschreckenderweise ist da was Wahres dran.

Waehrend das Sammeln und Abspielen von Vinylschallplatten nach wie vor einen gewissen Reiz ausuebt, ist das Ansehen der CD als Sammelobjekt im Zuge der Digitalisierung 2.0 rapide gesunken. Es ist tatsaechlich so, dass CD-Alben, die von Interesse sind, zwar nach wie vor ab und zu gekauft werden, aber eigentlich nur, um sie gleich einzulesen und in die heimische MP3-Musikbox und/oder den portablen MP3-Player zu integrieren. Der Tontraeger selbst wandert daraufhin ins wohlgeordnete Regal und bleibt dort meistens lange unbenutzt stehen. Zudem werden CDs meistens gar nicht mehr dann gekauft, wenn sie brandneu und teurer sind. Die begehrten Titel wandern auf eine Liste und werden erst dann gekauft, wenn sie im "Nice Price" oder sonstwie verguenstigt erscheinen, von Ausnahmen (z.B. der Lieblingsband) natuerlich abgesehen.

Bezeichnenderweise gibt es reine "nur-Audio-CD-Player" auch so gut wie gar nicht mehr zu kaufen. Wozu auch, wenn ein allesfressender DVD-Spieler, der auch gutes HiFi-Audio produziert, schon weit unter dem Preis zu haben ist, der frueher fuer einen CD-Player faellig war…

Bietet eine Band ihr Album -wie z.B. im Podsafe Music Bereich oftmals der Fall- von vornherein zu einem ordentlichen Preis an (normalerweise um die 10 Euro), dann muss man nicht lange mit dem Kauf zoegern. Preise von 13-18 Euro fuer eine Einzel-CD sind im DVD-Zeitalter schon happig. Manchmal liegt eine Extra-DVD als Zusatz einer Audio-CD bei, was die Sache wiederum interessanter macht.

Die Musikindustrie verteufelt bei Meldungen wie dieser natuerlich gleich wieder die Raubkopierer und Online-Sauger, verdraengt dabei aber gerne mal, dass die Leute sich natuerlich ueberlegen, ob sie eine reine Audio-CD fuer 15 Euro kaufen oder fuer 20 Euro gleich die Hybrid-DVD mit allem Drum und Dran. Somit schafft man sich natuerlich Konkurrenz im eigenen Haus und eine Partei muss logischerweise darunter leiden…

Drehende Silberscheiben werden generell in Zukunft wieder verschwinden, denn in dieser wird es vermehrt statische Speicher geben. Die Freunde von CoverArt werden wohl mit hochaufloesenden Bildern auf einem MemoryStick vertroestet werden, auf dem sich dann zusaetzlich das jeweilige Album der Band im Dateiformat befindet. Und irgendwann geht sowieso nur noch alles online, aber das Thema hatten wir schon…

In diesem Zusammenhang sei noch ein weiterer Beitrag aus dem Forum zitiert: …inklusive Schreibfehler :)

"Mein Kollege hatte so etwa 400 CDs (meist aus Second Hand Läden) in zwei runden 200er Aufbewahrungsboxen. Seine "Lieblinge". Dann baute er sich aus Spass mit ein wenig Bastel-Technik eine Rotorsteuerung und einen sehr doofen "Greifarm" – und Verband das mit einem externen Slotin-Brenner. Das Resultat war nach einer 10 Tagen laaaangsamen rumrödelns und Sumsen, das 400 CDs als Flac auf einer SEHR dicken USB-Festplatte landeten. Davon gibt es eine Kopie im Ferienhaus, eine mp3-Version im Auto, und eine bei Muttern. Die "Lieblinge" hat er seit zwei Jahren nicht mehr angefasst. Bei seinen Lieblings-Platten war er konsequenter: da hat er perfekt nachbearbeitete FLACs "im Netz" gefunden. Die stehen jetzt im Keller in einer schützenden Metallkiste.

Der Witz dieser ganzen Story: vor 5 Jahren sass der Kerl noch in seinem kleinen Musikreich mit mehreren Schränken voller Platten und CDs. Dann kamen die Wechsler und Umzugskartons. Und jetzt ist er der totale USB-Festplatten-Guru mit einem 20″ Display, das die Plattencover auf Bedarf als HQ-Scans anzeigt. "Aus nostalgischen Gründen".

Der Wandel in diesem Bereich geht tief und ist Grundsätzlich. Ich ertappe die totale Musikfans im Bekanntenkreis beim Dauersurfen auf myspace und co. Nicht selten auch auf halbschattigen Seiten. Früher hangen sie in in den kleinen Plattenläden in der Innenstadt ab. Heute steht da ein Call Shop, ein Mitnahme-Inder und eine bekannte Kaffehauskette. Die hat die kleine Boutique und die Konditorei gleich mit eingesaugt…"

KategorienMedien