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Die GT smAll Stars – DVD ist da!

29. November 2006 Kommentare ausgeschaltet

Am gestrigen Dienstagabend bestieg ich nach langen Jahren mal wieder die oberste Etage der "Weberei" in Guetersloh. In den 80er Jahren beherbergten diese Raeumlichkeiten noch eine sprichwortliche "kleine Kneipe", die wir oft besucht haben. Spaeter dann wurde dieser Bereich der Weberei fuer die Oeffentlichkeit geschlossen und diente zwischenzeitlich zum Beispiel als Herberge fuer Gaeste, u.a. der kubanischen Band "Habana Show", durch die das ehemalige Management der Weberei leider in etwas negativer Art und Weise in die Schlagzeilen geraten war.

Mittlerweile ist der Raum dort oben toll und sauber ausgebaut. Gestern diente er als Vorfuehrsaal fuer die Premiere der neuen DVD der "GT smAll Stars". Eine Theke mit frischem Fassbier gab es ebenfalls und somit fand dieser Abend einen gemuetlichen und harmonischen Rahmen. Die meisten der Musiker, die auf der DVD zu sehen sind, waren natuerlich anwesend.

Die Aufnahmen fuer die DVD entstanden am 28.12.2005 im grossen Saal der Weberei. Der daraus resultierende Konzertmitschnitt besticht durch eine hervorragende Bild- und Tonqualitaet bei einer Nettospielzeit von ca. 84 Minuten. Das Menue der DVD ist uebersichtlich, der Film startet so gut wie umgehend und man wird nicht mit ellenlangen Trailern belaestigt. Sehr schoen. Verantwortlich fuer die Produktion zeichnen Achim Meier (der auf den Konzerten auch immer in imponierender Art und Weise die Tasteninstrumente bearbeitet) und Olaf Westerbarkey.

Alljaehrlich treffen sich die Musiker in der Weberei und geben meistens drei Konzerte an drei Abenden hintereinander. Auch in diesem Jahr wird es zwischen Weihnachten und Neujahr wieder soweit sein. Die Konzerte beeindrucken durch eine sicht- und hoerbare Spielfreude und durch ein qualitativ extrem hohes Niveau.

Es werden Songs von Leuten wie z.B. James Taylor, Van Morrison oder auch Bob Marley intoniert, wobei die ein- oder andere Eigenkomposition nicht zu kurz kommt. Die "Besatzung" der Buehne wechselt oftmals von Stueck zu Stueck und zum grossen Finale versammeln sich noch einmal alle zusammen gleichzeitig vor dem Publikum. Phil Shackleton, Gerry Spooner, Steve Haggerty, Roger Clarke-Johnson, Jerry Hovell, Richie Arndt und viele mehr sind nahezu jedes Jahr dabei. Auf der vorliegenden DVD gibt es bekannte und unbekanntere Songs zu hoeren, wie z.B. "No woman no cry", "Tupelo Honey", "When the train comes", "Have a little faith in me" oder auch "The letter".

Diese Konzerte sind ein jaehrliches Highlight im Guetersloher Kulturleben und erfreuen sich hoher Beliebtheit.

Die DVD ist anlaesslich des zehnjaehrigen Jubilaeumskonzertes entstanden und kostet knapp 20 Euro. Die Macher haben in Eigenarbeit sehr viel Zeit und Aufwand darin investiert und das sieht man auch, zum Beispiel durch diverse, eingestreute "Homestory-Sequenzen" und passend-abgestimmte Blicke hinter die Kulissen. Erhaeltlich ist die Scheibe zum Beispiel in Volker Wilmking`s "Musikiste" am hiesigen Dreiecksplatz.

KategorienLokales

Viele Fehler in "Casino Royale"

28. November 2006 Kommentare ausgeschaltet

Je teurer, je perfekter, sollte man meinen. Weit gefehlt, denn in dem 70-Millionen-Dollar-Film "Casino Royale", der uebrigens die Anfaenge des James Bond im Dienste ihrer Majestaet zeigt, haben findige Zuseher schon einige Fehler entdeckt und es ist wahrscheinlich, dass es noch mehr werden. So spiegelt sich zum Beispiel das Kamerateam in einer glaenzenden Autotuer wieder und Bond wechselt von einem Schnitt zum anderen die Uhr. Hochinteressant. Als "schlimmster" Film mit den meisten Fehlern gilt uebrigens "Der Herr der Ringe – Die Gefaehrten". Interessante Webseite zum Thema: http://www.dieseher.de

KategorienMedien

For Promotion Only

27. November 2006 Kommentare ausgeschaltet

Was ist ein "Waschzettel"? – Die umgangssprachliche Bezeichnung fuer Zettelbeilagen in CD- oder Singleplattencover mit den "Informationen", die meistens direkt von der Plattenfirma verfasst wurden. Diese lobten den Song und/oder Interpreten meistens im Ueberschwang und waren selten objektiv. Konnten sie auch gar nicht sein, denn schliesslich sollte das Produkt auch bestmoeglich verkauft werden. Frueher wurden also CDs und Schallplatten "For Promotion Only" verschickt. Ein besonderes Fundstueck sieht man auf dem Bild: Auf der A-Seite gibt es den Song "Sea of time" (1987) von den "Rainbirds" und auf der B-Seite ist – nichts! Eine Rille ja, aber voellig tonlos. Was fuer eine Verschwendung, sowohl in punkto Ressourcen als auch eine vergebene Chance, eine weitere Seite der Band zu zeigen. Heutzutage werden in den allermeisten Faellen sowieso nur noch MP3-Files von den Labels zu den Sendern geschickt und "das Problem der B-Seite" stellt sich nicht mehr. Ein Fortschritt? Vielleicht…

KategorienMusik

Die Nacht der Antworten

26. November 2006 Kommentare ausgeschaltet

RTL bittet zu Tisch (oder besser gesagt: in den Ring) und alle kamen: Der Tiger, der Rocky, der Vitali und wie sie alle heissen. Es sollte das grosse Comeback des Axel Schulz werden und wie immer stand alles unter einem von RTL kreierten, etwas kuenstlich wirkenden Motto (siehe Ueberschrift).

Ueberhaupt hatte man den Eindruck, dass die ganze Veranstaltung am gestrigen Samstagabend von vorne bis hinten auf das Fernsehen abgestimmt war. Es wurde erst wieder geboxt, als die Werbespots durch waren (die subjektiv empfunden laenger als eine "normale" Ringpause dauerten) und am allerdeutlichsten wurde dies, als Michael Buffer den Einmarsch des Axel Schulz angekuendigt hatte. Schulz` Gegner Minto stand schon laengst im Ring (nachdem er zu Survivor`s "Eye of the tiger" stilecht einmarschiert war) als RTL erstmal einen ellenlangen, um nicht zu sagen "heldenhaften" Trailer ueber Axel Schulz einspielte. Normal war das nicht :)

Danach "Light my fire" in einer Schlafzimmerversion als symboltraechtige Einmarschmusik fuer Axel Schulz, bei der Jim Morrisson von den "Doors" sich sicherlich im Grab umgedreht haette. Was soll`s, die uebliche "Event-CD" will ja auch an den Mann/die Frau gebracht werden…

Letztendlich stand Schulz sprichwoertlich im Ring und wirkte wie ein stehender Sandsack, der nur auf Hiebe wartete. Nach der zweiten Runde festigten sich die Prognosen der illustren guetersloher Fernsehrunde, der ich beiwohnte, auf die "fuenfte oder sechste Runde" als moegliche letzte Runde fuer Axel Schulz. Er verlor voellig glanzlos. "Ich habe einfach nur beschissen geboxt", sagte er hinterher voellig berechtigt. Und selbst Zuschauer Graciano Rocchigiani traf ausnahmsweise mal ein fundiertes, richtiges Urteil und stellte oeffentlich die Frage, was die Trainer im mehrmonatigen US-Trainingslager wohl mit Axel angestellt haetten.

Der hatte wiederum zuvor gesagt, dass er "der Depp der Nation" sein wuerde, sollte er den Kampf verieren. Tja, dieser Aussage wird er sich jetzt wohl leider stellen muessen. Letztendlich aber nicht kostenlos, denn eine nicht unerhebliche Gage hat er trotz alledem eingeheimst.

Naechster Akt im "RTL-Revival": Henry Maske.
Demnaechst auf ihrer Mattscheibe…

KategorienMedien

Eierlegende Wollmilchsau

26. November 2006 Kommentare ausgeschaltet

Mal wieder ein Fundstueck (Klick auf`s Bild fuer Vergroesserung):

Eine Werbung fuer den "PK-232" aus den fruehen neunziger Jahren. Hierbei handelt es sich um einen wahren Amateurfunk-Alleskoenner (fuer damalige Verhaeltnisse). Mit diesem Geraet konnten verschiedene digitale Betriebsarten realisiert werden, traditionelles Morsen, Funkfernschreiben und sogar Packet Radio inklusive. Damals kaempfte man aber auch mit der softwarebasierten Initialisierung von seriellen Schnittstellen, was oftmals in kryptischen und ellenlangen Batchlaeufen gipfelte. Unter DOS und den ersten Windows-Versionen war dieses Geraet trotzdem ein Segen (auch deshalb, weil man zwei Funkgeraete gleichzeitig daran anschliessen konnte). Mit dem Aufkommen von Windows95 und den spaeteren Windows-Versionen liess die Popularitaet dieses Geraetes rapide nach, weil es innerhalb einer spaeteren Windows-Umgebung nur schwer zu handhaben war und die oftmals DOS-basierten Treiber (TFPCX und Co.) dort nur schwer oder gar nicht funktionierten. Da waren z.B. TNC (Terminal Node Controller) mit Host- und/oder Kiss-Modus fuer die Packet-Freaks wesentlich einfacher zu handhaben. In den spaeten neunziger Jahren verpasste die Firma Timewave dem Konzept noch einmal ein zeitgemaesseres Update (siehe hier), was aber auch nicht mehr viel einbrachte. Mittlerweile ist es moeglich, die meisten Betriebsarten, die der PK-232 zu bieten hat, sogar mit einer ganz normalen PC-Soundkarte zu realisieren. Auch deswegen ist dieses einst hochmoderne Geraet mittlerweile nur noch selten zu finden…

KategorienAmateurfunk