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Archiv für die Kategorie ‘Computerkram’

eBay "neu" erleben?

9. August 2009 Kommentare ausgeschaltet

Mit diesem Slogan lockt die internette Auktionsplattform derzeit vor allem in ihren internen Mitteilungen an die Mitglieder. Dabei werden mal wieder unter dem Deckmantel schoener Floskeln irgendwelche "Neuerungen" schoengeschrieben, die eigentlich nicht schoen sind und sich dadurch in die lange Reihe vieler Massnahmen einreihen, die sich vor allen Dingen in den letzten 2-3 Jahren zurecht ungebrochener Unbeliebtheit erfreuen.

Ab Oktober 2009 sollen beispielsweise die Versandkosten fuer CDs wegfallen. Das heisst, dass der Verkaeufer keine Versandkosten hierfuer mehr berechnen darf. Ein moeglicher Hintergrund koennte natuerlich der sein, dass das Einstellen eines Artikels zum Anfangspreis von einem Euro keine Einstellgebuehren kostet. Wird der Artikel letztendlich auch nur fuer einen Euro verkauft (was bei der Masse der eingestellten CDs durchaus moeglich ist), dann haelt sich auch der eBay-Anteil am "Gewinn" in Grenzen. Der Kaeufer zahlt letztendlich den Euro plus Versandkosten irgendwo zwischen einem und zwei Euro, was auch voellig normal ist. Eine gepolsterter Umschlag in passender CD-Groesse kostet neu auch Geld (ab 60 Cent), die Briefmarke hierfuer 1,45 Euro. Wenn ein bereits gebrauchter Polsterumschlag wiederverwendet wird, dann ist ein Versandkostenpreis bis 2 Euro voellig okay.

Zukuenftig werden die Verkaeufer fuer ihre CD natuerlich einen Mindestpreis von € 2,50 oder mehr ansetzen (muessen), was die eBay-Mage natuerlich auch in die Hoehe treibt. Kleinvieh macht auch Mist, vor allen Dingen Millionen Kleinviecher. Fakt ist aber auch, dass die "Schnaeppchenjaeger", die durchaus zur Vielfalt von eBay beitragen, immer weniger Naehrboden finden werden.

Das Ganze ist mal wieder ein zweischneidiges Schwert. Natuerlich erscheinen demnaechst die letztendlichen Preise, die der Kaeufer zu zahlen hat, in den Angebotslisten, was wiederum ein Vorteil ist. Mit den Versandkosten wurde schon immer viel Schindluder getrieben. Da werden einzelne Antennensteckerchen mit geringem Geldwert wiederum mit 3,90 Versandkosten fuer ein Paeckchen belegt oder Pakete unter 10 kg (=6,90) fuer €9,90 (Paket ueber 10kg) verschickt. Auch die Post traegt dazu bei, dass Versandkosten unnoetig steigen. So konnten z.B. Vinyl-LPs frueher als Warensendung verschickt werden, was heutzutage offiziell nicht einmal mehr als 3,90-Euro-Paeckchen geht, was den Kauf diverser Einzeltitel uninteressant macht. Einen Trick hierfuer gibt es allerdings (noch): Link.

Trotzdem muessen Versandkosten bezahlt werden. Wenn das aber so weitergeht, wird eBay -wie schon oft am Schluss aehnlicher Ausfuehrungen festgestellt wurde- immer uninteressanter werden…

Weiterlesen: Artikel ueber die "neuen Neuerungen" bei Welt Online.

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Beschilderter Internetverkehr

4. August 2009 Kommentare ausgeschaltet

…noch ist es Satire, aber wer weiss, was "ZensUrsula" noch zu bieten hat…

Fuer Vergroesserung bitte in das Bild klicken!

Quelle: Satiremagazin "Titanic"

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Datenverlust

29. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Gestern ist meine Haupt-Festplatte gestorben. Sie hat sich wohl ueberhitzt und ist jetzt nicht mehr ansprechbar. Das ist natuerlich der uebelste aller Fehler, denn damit ist wirklich alles verloren. Das Ganze hat den hiesigen Datenbestand trotz normalerweise regelmaessig durchgefuehrter Backups um ungefaehr vierzehn Tage zurueckgeworfen, was teilweise sehr aergerlich ist.

Betroffen sind auch die Emails. Wer mir also in den letzten 2-3 Wochen eine Email geschickt hat und ggf. noch auf eine Antwort wartet, moege sie mir bitte noch einmal schicken, denn es ist alles weg. Das betrifft auch die teilweise privaten Fotos, die im Bekanntenkreis verschickt wurden. Hier wuerde ich mich ueber diverse Ruecksendungen freuen…

Alles hier wieder auf den neuen/alten Stand zu bringen, wird mich noch ein paar Tage beschaeftigen. Es wird also auch auf diesem Blog derzeit nicht viel passieren und bis zum naechsten Podcast wird es wohl auch etwas laenger dauern. Bis bald :-)

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Bing!

2. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Darauf hat die Welt gewartet. Microsoft bringt mit "Bing" eine weitere Suchmaschine an den Start. Nachdem "Google" mittlerweile oftmals als gefaehrliche "Datenkrake" angesehen wird, werden einige Leute und Leutinnen eine Konkurrenz begruessen – andere wiederum werden sich subjektiv zwischen "Pest" und "Cholera" entscheiden muessen…

Ob "Bing" die Allmacht von Google ankratzen kann, wird die Zeit belegen.
In Deutschland ist der Dienst "beschnitten" (…mal wieder typisch…) .
"In der Version für Deutschland bietet Bing aber keine Möglichkeit, den Jugendschutzfilter abzuschalten, und liefert bei Eingabe einschlägiger Suchbegriffe keine Treffer." (Quelle: Heise)

Geradezu laecherlich wird’s aber dann, wenn das passiert, was Deef ausprobiert hat:
Die Eingabe des Wortes "Strumpfhose" fuehrte zu folgendem Ergebnis:


Da lachen ja die Huehner! :-))) (… und nicht nur die …)

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Wegelagerei 2.0

28. Mai 2009 Kommentare ausgeschaltet

Es gibt Tage, an denen man am besten erst gar nicht die Morgenzeitung aufschlaegt, weil einem sonst wieder die imaginaere Hutschnur hochgehen koennte. In diesem Fall war das gar nicht noetig, denn diese Meldung stand sogar auf der Titelseite der gestrigen Ausgabe der Lokalzeitung "Neue Westfaelische".
Das Thema "GEZ" ist natuerlich schon oft auch auf dieser Seite erwaehnt und diskutiert worden, aber anlaesslich einer solchen, knappen Meldung stellen sie sich einmal mehr, diese Fragen…
Nichts gegen die Programme an sich, aber es geht um’s Prinzip:
Woher nehmen sich der WDR & Co. via GEZ das "Recht", Wegezoll auf der Datenbahn zu erheben, auch wenn das Angebot nicht genutzt wird? Muessten wir denn dann nicht auch Gebuehren z.B. fuer die Fehmarnsundbruecke bezahlen, "nur weil sie da ist" und wir rein theoretisch jederzeit drueberfahren koennten?

Die Aufgaben der GEZ gehoeren neu definiert. Einen Computer als "neuartiges Rundfunksempfangsgeraet" zu bezeichnen, ist von der Sache her zwar nachvollziehbar, trifft aber nicht das reale Nutzungsverhalten. Zumindest nicht immer. Im Zeitalter der digitalen Verbreitung multimedialer Inhalte ist es auch einfach, den Konsum dieser zu erfassen, zu zaehlen und zu berechnen. Datenschutz hin oder her…

Verschluesselt einfach alles (!) und gebt den Leuten eine "Speisekarte", aus der sie sich ihre Wunschprogramme zusammensuchen koennen. Daraus wird dann eine jeweilige Nutzungs(!)gebuehr berechnet, die dann am Ende des Monats zu entrichten ist.
Wer eine Fernsehflatrate haben und sich die Augen wundgucken moechte… bitteschoen!

Viele werden jetzt argumentieren, dass Minderheitenprogramme dann nicht mehr realisiert werden koennten, weil keine relevante Zielgruppe bzw. Mehrheit sie bestellt bzw. sehen moechte. Okay, das mag sein. An dieser Stelle koennten die Verantwortlichen aus Politik und Medien z.B. eine Art "Fortbestandspflicht" eines (!) landesweiten, ueberall empfangbaren TV-Programms beschliessen, welches die besagten Inhalte 24/7 bietet und welches dafuer voellig ausreichen wuerde. Das wuerde dem Individuum aber keinen monatlichen, zweistelligen Eurobetrag abverlangen. Ca. 4 Radiosender und 3+x Fernsehsender pro ARD-Sendeanstalt waeren dafuer naemlich kaum noetig…

Der Begriff der "Grundversorgung" ist schon lange ad absurdum gefuehrt. Die Leute suchen sich ihre Inhalte mittlerweile selbst heraus und sie fahren dabei auf der Datenautobahn sehr haeufig an den oeffentlich-rechtlichen Ausfahrten vorbei. Diese Pauschalisierung à la "man koennte ja jederzeit…" ist tiefstes Steinzeitdenken und wird der Gegenwart nicht gerecht.

Warum hatte das PayTV in diesem Land bisher kaum eine Chance? Ganz klar: Weil die Leute immer die GEZ-Gebuehren im Hinterkopf hatten und haben, die monatlich zu den etwaigen (Premiere?-)Gebuehren hinzu kaemen. Somit landet man rein rechnerisch ganz schnell bei ca. 50 Euro im Monat und das ist fuer die allermeisten Haushalte zuviel fuer’s Fernsehen…

Die Zukunft liegt auch nicht mehr in der Verbreitung von Vollprogrammen, sondern von in jeder Hinsicht gezielten Einzelproduktionen, die zeitlich- und formatunabhaengig abrufbar sind. Pro7 und andere Sender machen es auf ihren internetten Videoportalen doch jetzt schon eindrucksvoll vor. Daher ist es in Bezug auf die oeffentlich-rechtlichen Anstalten auch nicht gerecht, wenn diese in ihren Onlineaktivitaeten beschnitten werden. Sollen sie im Internet doch machen, was sie wollen, solange dies nicht mit Zwangsgebuehren finanziert werden muss.

Wenn oeffentlich-rechtliche Extra-Online-Angebote dennoch geschaltet werden sollen, dann aber bitte mit (ggf. kostenpflichtiger) Registrierung und Login-Seite, damit der "normale" Internetnutzer, der das nicht bestellt hat, auch nicht dafuer bezahlen muss…

Wie gesagt, nichts gegen den WDR & Co., sie produzieren wirklich gute, sehens- und hoerenswerte Inhalte und sollen dafuer auch entlohnt werden. An dieser Stelle waere ein "Pay Per View"-Verfahren ein guter, weil nachvollziehbarer und gerechter Ansatz…

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