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Archiv für die Kategorie ‘Computerkram’

eBook Reader – nuetzlich oder Ballast?

19. März 2009 Kommentare ausgeschaltet

Es ist schon ein paar Jahre her, als der "klassische" iPod auf den Markt kam. Puenktlich zum Erscheinen der zweiten Generation mit 20 GB Festplatte gab es dann auch hier den ersten (und bisher einzigen) Ausflug in die Apple-Welt. Das Geraet blieb ungefaehr 14 Tage und wurde dann ohne grossen Verlust wieder versteigert. Der Grund war einfach: Schon beim Betrachten des blossen Formats war klar, dass viel mehr damit machbar sein muesste als wie nur das blosse Abspielen von Musik hinter einem monochromen Display. Und dafuer war der iPod mit seinen damals mehr als 300 Euronen Kaufpreis und dem ziemlich elitaer-proprietaeren Gehabe der zugehoerigen Software einfach zu teuer. Geruechte um ein Serienproblem mit dem Akku, dessen Behebung haette teuer werden koennen, trugen ebenfalls nicht zur Zufriedenheit bei…

Schon bald kuendigte sich der iPod Photo an und glaenzte mit einem Farb-Display. Mittlerweile koennen die Geraete natuerlich auch Videos abspielen. Es geht immer weiter. Aber schon damals war klar, dass so ein Geraet der Schluessel zur Bequemlichkeit sein koennte, sollte es denn irgendwann einmal alles in sich vereinen, was Mann/Frau gerne als Extra-Ballast mit sich herumschleppt: Telefonfunktion, Internetzugang, Fernsehen, Radio, Kamera, mobile Jukebox, Organizer etc…

Das ist mittlerweile Realitaet. Hier und da mit Abstrichen, aber generell durchaus erhaeltlich und es wird nicht mehr lange dauern, bis das ultimative Allround-Geraet auf den Markt kommt. Das iPhone ist es (noch) nicht…

In diesen Zeiten kommen diverse Firmen daher und versuchen mit den "eBook Readern" in punkto Abmessungen wiederum verhaeltnismaessig grosse Geraete am Markt zu platzieren, welche (abgesehen von rudimentaeren MP3-Abspielmoeglichkeiten) eigentlich nur einer Funktion dienen: dem Lesen von papierlosen, elektronischen Buechern. Gehaeuse fuer PDF-Dateien sozusagen. Und fuer weitere Formate, ueber die mal wieder keine Einigung herrscht. Zugegeben, das speziell dem Zweck angepasste, augenschonende Display ist sicherlich ein grosser Pluspunkt dieser Geraete. Das "Umblaettern" soll aber noch sehr lange dauern und stark bebilderte Seiten erscheinen ebenfalls etwas grob und behaebig. Natuerlich kann die haeusliche Bibliothek im Idealfall in so einem Geraet untergebracht werden und somit waere es die Buch-Variante zur mobilen MP3-Jukebox.

An dieser Stelle stellt sich aber dann doch die Frage, ob ein gutes Laptop und/oder ein Netbook diese Aufgabe nicht ebenfalls uebernehmen koennte, denn damit funktionieren auch die meisten anderen, gaengigen Anwendungen richtig. Bis auf das dem Dauerlesen angepasste Spezialdisplay fehlt einem gaengigen Kleinlaptop sicherlich nichts, doch auch ein normales Display laesst sich sehr augenschonend einstellen. Im Gegensatz zum (Musik-) Hoeren braucht man zum Lesen ja ein Display und dementsprechend groessere Geraete.

Eigentlich hat es doch mehr Charme, beim Haendler an der Ecke ein Taschenbuch zu kaufen und sich damit auf eine Parkbank zu setzen. Gut, in punkto Musik koennte man aehnlich argumentieren, dass eine CD her muss, aber deren Wiedergabe ist ja gerade im Mobilbetrieb sehr stossanfaellig und viele Leute haben auch unterwegs gerne eine groessere Auswahl dabei. Aber wer liest mehr als hoechstens zwei Buecher gleichzeitig und muss diese staendig (u.U. in einem Extra-Geraet, welches nur dafuer gedacht ist) dabei haben?

KategorienComputerkram, Medien

Test 1234

23. Februar 2009 Kommentare ausgeschaltet

Waehrend die Strassen am Rosenmontag in vielen Staedten und Doerfern von Kammellewerfern beschlagnahmt waren, haben sich die Karnevalsmuffel (anwesende eingeschlossen!) in ihre vier Waende zurueckgezogen und gewerkelt. Ein Ergebnis: Diese Seite laeuft jetzt auf der derzeit neuesten WordPress-Version (2.7.1) und zusaetzlich hat es eine neue Oberflaeche gegeben (Fuer WordPress-Interessierte: Es ist eine geringfuegig-angepasste Version des "inove"-Themes).

Ich hoffe, dass erstmal alles funktioniert. Hinter den Kulissen sieht es gut aus. So manch ein aelterer Beitrag koennte merkwuerdige Formatierungen (Zeilenspruenge, Absaetze etc.) haben, aber das schaue ich jetzt nicht alles nach. Der Grund dafuer waere ggf., dass die jetzige Textflaeche breiter ist als vorher und das das Schriftbild ebenfalls anders ist. Der alte "Look" (das war eine fast komplett-umgeschriebene Version des "MistyLook"-Themes) waere (noch) relativ einfach wieder herstellbar. Aber jetzt laeuft diese Seite erstmal testweise im neuen Anzug :-)

KategorienComputerkram

Zerkratzte Kneipen-CDs

12. Februar 2009 Kommentare ausgeschaltet

Eine gutgehende Kneipe laesst den Wirkenden hinter dem Tresen wenig Zeit, sich um die Musik zu kuemmern. Da werden die CDs achtlos in der Gegend umhergeworfen und meistens nicht mehr in ihre Huellen zurueckgesteckt. Dementsprechend sehen sie dann nach kurzer Zeit auch aus und haben nur eine geringe Lebensdauer zu erwarten. Eine Spindel waere an dieser Stelle schon eine gute Zwischenloesung… Die Neuzeit ist weiterhin digital, aber gewissermassen "sauberer". Insbesondere fuer Gastronomen ist es nach wie vor von Vorteil, Original-CDs vorzeigbar zu halten (falls der GEMA-Mensch kontrolliert), trotzdem koennen diese auch bequem sofort in einen Rechner als MP3-Dateien eingelesen werden. Unter Zuhilfenahme einer geeigneten Jukebox-Software gehoeren Skip-Geraeusche, Spruenge und andere unschoene Toene, die von zerstoerten CD-Oberflaechen herruehren, der Vergangenheit an.

Das Aufarbeiten beginnt zunaechst grundsaetzlich mit dem Reinigen. Nicht selten wandern die Scheiben erstmal ins Wasser. Spaeter werden sie mit dem "Audiograbber" eingelesen. Es empfiehlt sich, dort beim Punkt "Allgemeine Einstellungen" die "CD Rom Zugriffsart" auf einen der "Fixed Sync" Werte einzustellen, damit etwaige Lesefehler auch bemerkt werden. Ansonsten bleibt nur die Option, alle Dateien einzeln abzuhoeren und zu pruefen, ob sie auch "sauber" sind, was in Anbetracht der Masse nicht immer moeglich ist. "Dynamic Sync Width" laesst den Auslesevorgang im Regelfall zwar fehlerlos erscheinen und bis zum Ende durchlaufen, garantiert aber trotz entsprechender Statusmeldungen nicht die Korrektheit der resultierenden Datei. Bei sauberen CDs kann diese (schnellere) Option im allgemeinen aber bedenkenlos angewendet werden…

Vor dem Anlegen einer Jukebox empfiehlt es sich, eine geeignete Dateistruktur zu erstellen, damit die Alben und Einzelsongs gegebenenfalls auch "zu Fuss" bzw. manuell wiedergefunden werden koennen. Fuer ordentliche id3-Tags kann zum Beispiel die hervorragende Software "MP3TAG" sorgen. Als Verwaltungs- und Wiedergabesoftware eigenen sich z.B. Winamp oder der Media Monkey. Apple-Anwender benutzen meistens iTunes. Ein PC-basierter Rechner ab ca. 500 mhz aufwaerts reicht ungefaehr aus, mit steigender Titelanzahl sollte aber auch der Rechner schneller werden. Erfahrungsgemaess ist die "Roedelei" auf der Festplatte sonst gross. Ein 1Ghz-PC sollte aber auch das bequem bewaeltigen koennen.

Immer haeufiger stehen alte Rechner mittlerweile als virtuelle Musikboxen in den Kneipen. Richtig so. Zum einen ist es eine sinnvolle Weiterverwendung alter Hardware, zum anderen schont es die CDs und eine Zufallswiedergabe foerdert zusaetzlich die musikalische Vielfalt…

Das ist eigentlich ein schoenes Thema fuer eine ausfuehrlichere Podcastfolge. Steht hiermit auf der Liste :)

KategorienComputerkram

Spamflut im Hintergrund

29. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Jeder Kommentar, der auf dieser Seite erscheint, laeuft zunaechst in eine im Hintergrund aktive "Warteschleife" und muss moderiert bzw. freigeschaltet werden. Hierbei ist es egal, ob es sich um einen "normalen" (also erwuenschten) Kommentar oder doch um einen unerwuenschten Spam-Kommentar handelt. Hinter den Kulissen muss also oefters selektiert werden. Waehrend die Email-Spamflut, wie kuerzlich zu lesen war, gluecklicherweise etwas nachgelassen hat, laufen die Kommentarspammer derzeit anscheinend zu Hoechstform auf. Tagtaeglich laufen hier einige, teilweise seitenlange und groesstenteils nichtssagende "Kommentare" ein, die meistens nur Links zu irgendwelchen dubiosen Drittseiten enthalten. Gluecklicherweise verhindern hier entsprechende und aufgrund von automatischen Sortierfunktionen arbeitserleichternde Softwaremechanismen, dass diese Textsaboteure ein Forum bekommen…

KategorienComputerkram

Windows-Wubi-Ubuntu

10. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Menschenskinder, was haben wir frueher Linux-Kernel kompiliert, um spezielle Hardwarekomponenten ans Laufen zu bekommen. Abende wurden mit vielen Fehlversuchen, aber oftmals auch mit guten Erfolgen gefuellt. Im Linux-Lager hat sich seitdem einiges getan, denn auch die Freunde von einfachen Installationsvorgaengen und Klicki-Bunti-Oberflaechen kommen dort mittlerweile auf ihre Kosten.

Eine schoene Methode, das kostenlos erhaeltliche, freie Betriebssystem Linux zu testen, ist die Methode mit dem sogenannten "Wubi-Installer". Das ist ein klitzekleines Programm, welches eigentlich nichts weiter macht, ausser dem zu installierenden Linux (hier die sogenannte "Ubuntu"-Distribution) Platz auf einer bestehenden Festplattenpartition zuzuweisen, die nicht veraendert wird. Zusaetzlich legt Wubi eine Verknuepfung im Bereich "Systemsteuerung/Software" unter Windows an, damit man das Ganze auch von Windows ausgehend absolut rueckstandslos (!) wieder deinstallieren kann.

Aus einem laufenden Windows ruft man die "Wubi.exe" auf, die sich tunlichst im gleichen Verzeichnis befinden sollte, in dem auch das zuvor heruntergeladene Ubuntu-CD-Image (699 MB, eine CD muss nicht gebrannt werden) liegt. Das geht alles sehr schnell. Man definiert, wohin das System installiert werden soll und welche Dateigroesse es einnehmen darf. Fertig. Daraufhin wird der Rechner neu gebootet und es erscheint gleich zu Anfang ein einfaches Auswahlmenue mit den Startoptionen "Windows" und "Ubuntu". Waehlt man Letzteres, dann beginnt der Installationsvorgang, der nach ca. 10 Minuten durchlaufen ist. Unter Windows sieht man davon nur zwei Dateien auf dem C-Laufwerk und das Verzeichnis "Ubuntu", welches natuerlich auch auf einer anderen Partition liegen darf.

Wie gesagt, frueher mussten fuer Dinge, die unter dem jetzigen Ubuntu selbstverstaendlich sind, richtige "Kommandozeilenschlachten" geschlagen werden. Heutzutage ist das Ganze aehnlich bequem wie unter Windows zu meistern. Die normalen Systemkomponenten sowie das Internet funktionieren sofort. Sogar eine DVB-S-Karte wurde auf Anhieb erkannt und war fast betriebsbereit. Fast. An dieser Stelle zeigt sich naemlich auch bei Linux eine Tendenz, die man unter Windows gerne mal limitiert: Die Downloadfreude. Fehlt beispielsweise ein Videocodec, dann laedt Ubuntu diesen sofort herunter und installiert ihn (natuerlich muss das vorher bestaetigt werden). Im Gegensatz zu vielen Windows-Update-Funktionen klappte das hier aber reibungslos. Auch das Flash-Plugin fuer den Firefox und aehnliche Dinge wurden online besorgt und gleich installiert. Die Installation von anderen Softwareprogrammen laeuft mittlerweile auch quasi per Mausklick und zuverlaessig. So gesehen gibt es erstmal nicht viel zu meckern.

Linux ist traditionell ein sehr ausgekluegeltes, aber auch sehr sensibles System, wenn es um Rechteverwaltung und Zugangsberechtigung geht. An vielen Stellen muss uebertrieben oft das Zugangspasswort eingegeben werden, was aber sicherlich in der Benutzerverwaltung angepasst werden kann. Es gibt auch nach wie vor Programme, die eine manuelle Anpassung per Konsole und Skripte erfordern, diese wurden hier aber extra ausgelassen, denn gluecklicherweise gibt es auch zu diesen dann in den allermeisten Faellen modernere Alternativen, bei denen die Installation und Konfiguration aehnlich komfortabel durchfuehrbar ist wie unter Windows.

Mit "Kaffeine" bekommt man einen schlanken, aber wirklich omnipotenten Mediaplayer, der auch digitale TV-Karten unterstuetzt, "Skype" gibt es ebenfalls fuer Linux und die Freeware "Audacity" duerfte gerade die Audioproduzenten ansprechen. Das OpenOffice funktioniert eigentlich so wie das Microsoft-Officepaket und der mitgelieferte "GIMP" ist ebenfalls recht effizient, wenn es um Grafikbearbeitung geht.

Die "Wubi"-Methode hat gegenueber einer Emulation à la VMware oder "within Windows-Loesungen" à la "andLinux" den Vorteil, dass es hiermit moeglich ist, das Linux unter realen Hardware-Bedingungen und ohne Einschraenkungen zu testen, da kein Windows parallel laufen muss und die normalen Ressourcen des Rechners komplett und frei zur Verfuegung stehen. Moechte man danach dann doch kein Linux mehr haben, dann entfernt man es einfach auf traditionellem Wege aus dem anschliessend gestarteten Windows heraus, es bleibt wirklich nichts davon uebrig (weil sich die Sache auch nicht in die Systemordner installiert) und Windows bootet dann auch wieder automatisch und ohne Abfrage hoch. Voellig unproblematisch.

Es gibt verschiedene "Ubuntu"-Versionen, neben der normalen beispielweise eine fuer Schulen und eine weitere fuer Multimediaproduzenten. Wer eine sehr Windows-aehnliche Oberflaeche haben moechte, kann "Kubuntu" (mit dem KDE-Desktop) testen, etwas schlanker (aber nicht weniger funktionell) wirkt das Ganze mit der Gnome-Oberflaeche.

Zum `Reinschnuppern (und Benutzen) wirklich eine tolle Sache!
(Thanks, Juergen!)

Bei der Abwaegung, ob es fuer persoenlich gewuenschte oder noetige Windows-Anwendungen ein jeweiliges Linux-Aequivalent gibt, kann die folgende Software-Vergleichsliste sicherlich hilfreich sein: Link

KategorienComputerkram