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Archiv für die Kategorie ‘Computerkram’

Zum Download hier lang

16. September 2008 Kommentare ausgeschaltet

Der neue VLC-Player ist da und er soll auch einige angenehme Neuerungen mitbringen, berichtet die PC-Welt. So weit so gut.

Da das generell eine gute und nuetzliche (zudem kostenlose) Software ist, klickt man auf den "Download"-Button. Eine neue Seite oeffnet sich. Was dort steht, interessiert gar nicht, man sucht instinktiv nach dem naechsten "Download"-Button. Klick – nichts passiert. Diesmal erscheint eine weitere Seite mit einem "ZUM Download"-Button. Irgendwann klappt es dann auch.

Was soll das? Auf anderen Seiten ist es noch extremer, manchmal wird man ueber -gefuehlt- dudzende von Mirror-Seiten geleitet, bis dass man letztendlich an die Datei herankommt. Deren Download an sich ist dann meistens schneller vollzogen als wie das Auffinden derselben an Zeit verschlungen hat…

"Viele Wege fuehren nach Rom" – zu viele. Auch im Internet…

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Emsiger Onlineversand

13. September 2008 Kommentare ausgeschaltet

Eigentlich ist das ja nett gemeint – sollte man meinen. Aber natuerlich geht es hier letztendlich "nur" um`s liebe Geld… Folgende Email-Notiz traf heute hier ein:

Liebe Kundin, lieber Kunde!
Kunden, die "Mondbasis Alpha 1 – 16 DVD Box (16 DVDs)" gekauft oder bewertet haben, haben auch "Ufo – Weltraumkommando S.H.A.D.O. – Die komplette Serie" als DVD bestellt. Daher freut es Sie sicher, dass "Ufo – Weltraumkommando S.H.A.D.O. – Die komplette Serie" am 18. September 2008 erscheint. Bestellen Sie jetzt Ihr Exemplar vor! (…) Beste Grüße
Amazon.de

Tja… was soll man davon halten. Es stimmt tatsaechlich, dass die "Space 1999"-Box von mir erworben wurde (eine sehr empfehlenswerte Box uebrigens, siehe hier) und es ist nachvollziehbar, dass ein etwaiges Interesse an der "UFO"-Serie bestehen koennte (ist in diesem Fall aber nicht so, "UFO" war mir immer sprichwoertlich "zu bunt", denn "Du darfst keine andere knallbunte Serie neben der Star-Trek-Urserie haben" :)). Wenn man dann aber im Zuge der "Google-Kraken-Diskussion" liest, dass beispielsweise gewisse Geheimdienste genau solche Dinge akribisch sammeln, um etwaige Profile zu generieren und das das Surfverhalten auf Plattformen wie "YouTube" genau aufgezeichnet wird, dann gibt einem das in punkto Privatsphaere schon zu denken.

Nebenbei erwaehnt:
Manche Internetbrowser rueckvergleichen die aufgerufenen Seitenlisten mit einer Google-Datenbank, interagieren also mit ihr und teilen Google damit auch die jeweiligen Surfgewohnheiten mit.
Wie man das zumindest eindaemmen kann, steht hier: Link.

Der "glaeserne User" ist eigentlich schon Realitaet, die Autonomie des Einzelnen schwindet. Und das kann sicherlich auch oftmals merkwuerdige Nebenerscheinungen haben. Ich habe mal (das ist aber schon vier Jahre oder mehr her) eine offiziell erschienene und kommentierte Buchausgabe von "Mein Kampf" bei Amazon gekauft und diese einem geschichtsinteressierten Bekannten geschenkt (und zwar diese hier). Mich selbst interessiert das Buch aber so gut wie gar nicht. Trotzdem bekomme ich auch heute noch -wenn bei Amazon eingeloggt- entsprechende Vergleichsangebote um die Ohren gehauen, was mir eigentlich gar nicht passt. Noch schlimmer: Weiss man denn, was andere Leute, die Online-Profile zum Beispiel im Auftrag einer Regierung erstellen, daraus deuten? Nein. Unter Umstaenden bis zur boesen Ueberraschung waehrend irgendeiner Flughafenkontrolle. Und das Schlimmste ist: Anscheinend hat man selbst nur wenig bis gar keinen Einfluss darauf. Ausser, man zieht sich komplett aus dem internetten Leben zurueck. Und das duerfte auch nur bedingt helfen…

Das elefantoese Datengedaechtnis gewisser Onlineportale koennte dem Individuum auf Dauer mehr schaden als nuetzen…

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Wenn der Rechner muckt…

3. September 2008 Kommentare ausgeschaltet

Die "Overclocker", also diejenigen, die ihre Rechner uebertakten, schaukeln sich gerne gegenseitig hoch – mit Benchmark-Testergebnissen so richtig nach dem Motto: "Meiner ist schneller als deiner…". Allerdings sind die dabei verwendeten Programme oftmals auch fuer den Normalanwender nuetzlich, naemlich dann, wenn es um schnelle Fehlersuche geht und man sicher gehen will, dass das System nach vermeindlicher Beseitigung dieses Fehlers wieder stabil laeuft.

Heute ist es hier passiert. Etwas, das in der Form eigentlich noch nie mit dem jetzigen, schon sehr lange in Betrieb befindlichen System passiert ist. Mitten in einem Projekt wird auf einmal der Bildschirm schwarz und die Kiste bootet neu. Naja, kann ja mal passieren, sollte es aber nicht. Ca. zwei Stunden spaeter friert der Bildschirm einfach ein, nichts geht mehr. Nachtigall, ick hoer` dir trapsen. Das kann nicht richtig sein. Viren… Trojaner… nix da, alles sauber. Schnell verliert man das Vertrauen in die Stabilitaet des eigenen Systems, welches sich ueber eine lange Zeit aufgebaut hatte. Allerdings ist dieses schon einmal in diesem Jahr erschuettert worden (hier…), damals war der Fehler aber nachvollziehbar. Diesmal zunaechst nicht…

Letztendlich scheint es mal wieder das Netzteil zu sein. Es war der erste Verdacht, zumal beim Booten die Festplatten nicht mehr richtig anliefen. Diese billige Taiwansch****, die manche Laeden hier verkaufen (das Netzteil war erst ein paar Monate alt), koennen die sich echt an den Hut stecken…
Beim vorletzten Netzteil-Ausfall war lediglich der Luefter "festgefressen". Dadurch wurde es zu heiss und schaltete ab. Es wurde ausgetauscht, aber nicht weggeworfen. Der Luefter wurde wieder gaengig gemacht, das Netzteil gereinigt, durchgemessen, fuer heile befunden und eingelagert. Wie gut, denn jetzt tut es wieder gute Dienste.

Um sicher zu gehen, dass das System auch wieder stabil laeuft und z.B. nicht noch ein Speicherfehler vorliegt, gibt es wie gesagt so einige, kleine Programme. Eines davon ist z.B. "Super Pi", welches die Zahl "Pi" bis zum nicht vorhandenen Ende berechnet und den Rechner entsprechend quaelt. Aehnliches macht auch das altbewaehrte "Prime 95".

"3DMark06" geht einige Schritte weiter: Überprüft werden unter anderem erreichbare Frame-Raten in verschiedenen Auflösungen, die synthetische 3D-Geschwindigkeit der CPU, Textur-Rendering sowie das Bump-Mapping. (Chip.de)

Das kleine Programm "Toast.exe" faehrt das System richtig "an den Poller" und muss nicht extra installiert werden. Wenn der Rechner das ueber eine laengere Zeit ohne Absturz meistert, duerfte so gesehen erstmal alles in Ordnung sein. So wie hier jetzt wieder. Bis zum naechsten Netzteil-Luefterstillstand…

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Nuetzlich: Mux.am

11. August 2008 Kommentare ausgeschaltet

"Frueher", das heisst in diesem Fall: bis vor ein paar Monaten, da konnte ein YouTube- oder aehnliches Video online angeschaut werden und bei Gefallen genuegte ein Blick in den "Temp"-Ordner, um die zugehoerige Datei zu sichten und zu sichern. Mittlerweile hat sich das in vielen Faellen und auf vielen Webseiten geaendert. Im wahrsten Sinne des Wortes "gesperrte" TMP-Files verschwinden kurz nach dem Ansehen wieder und/oder lassen sich nicht in einen anderen Ordner kopieren, geschweige denn umbenennen. Wenn man in solchen Faellen ein Video trotzdem speichern moechte, dann gibt es Webseiten wie z.B. KeepVid.com, die nach Eingabe z.B. des YouTube-Pfades einen direkten Downloadlink fuer die FLV-Datei anbieten. Mux.am geht einen nuetzlichen Schritt weiter. Dort erfolgt ebenfalls die Eingabe des Links zum jeweiligen Video, danach kann aber ausgewaehlt werden, in welchem Dateiformat das Video denn uebermittelt werden soll. Somit ist es z.B. moeglich, anstelle der urspruenglichen FLV-Datei, die nicht mit jeder Software abgespielt werden kann, gleich beispielsweise ein DivX-Video, eine 3GP-Datei fuer`s Handy, ein ausgewachsenes MPG und/oder weitere Formate abzurufen. Dieser Online-Dienst konvertiert das Video also nach Wunsch um und eine hier als Test durchgefuehrte Umwandlung einer FLV-Datei ins DivX-Format zeigte, dass es natuerlich Qualitaetsverluste gab, das Endresultat aber durchaus brauchbar ist. Die Umwandlung und Uebermittlung des 5-Minuten-Filmchens dauerte in diesem Fall ca. eine Stunde. Ein weiterer Dienst dieser Art ist Vixy.net, der hier aber gleich zu Beginn eine "Too Busy"-Meldung brachte und somit nicht weiter beachtet wurde.

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Computerdezentralisierung

26. Juli 2008 Kommentare ausgeschaltet

Klobige und teilweise haessliche (weisse?) Rechteckgehaeuse und zugehoerige Roehrenmonitormonster dominierten die Neunziger Jahre im Hobbyraum oder heimischen Buero. In Bezug auf das Massenphaenomen PC hatte das Ganze natuerlich den Ursprung in den 80er Jahren als Resultat der Heimcomputer-Euphorie. Der Commodore 64 (genannt "Brotkasten") war im Gegensatz zu den einschlaegigen Spielkonsolen à la Atari auch schon fuer kleine Verwaltungsprogramme geeignet. Der virtuelle Einkaufszettel und die Steuerabrechnungen waren damit zumindest rudimentaer schon moeglich.

Was bis heute geblieben ist, ist der raeumliche Anspruch. Man muss zum Computer hingehen, ihn anschalten, sich davor setzen und mit ihm arbeiten, wenn man etwas wissen oder kreieren moechte. Und genau dieser Sachverhalt befindet sich laut Expertenanalysen derzeit massiv im Umbruch. »Statt Personal Computer werden kleinere Geräte künftig das Wachstum auf dem Massenmarkt vorantreiben«, sagt Timothy Bresnahan, Ökonomieprofessor an der Stanford University in Kalifornien, »vom Musikspieler bis zum Handy.« Multimedia-Handys wie das iPhone von Apple beweisen, dass sich auch ohne große Rechenmaschinen ganz passabel im Internet surfen lässt. (Quelle: Zeit)

Stimmt. Die denkende Mikrowelle, der intelligente Walkman, interaktive Fernseher, streamende Stereoanlagen, sprechende und selbststaendig navigierende Autos, kleine Pads à la "Star Trek". EE-PCs, die mit eigenen Hardware-Ressourcen sparen, dabei aber klein, leicht und guenstig sind, greifen auf Online-Dienste zu, die teilweise die heimische (Buero-) Software komplett und oftmals kostenlos ersetzen koennen. Das alles ist schon Realitaet und manchmal schon Teil des Alltags, zumindest bei den etwas betuchteren Leuten.

Sollte die Bandbreite des Internets stetig mitwachsen, dann werden viele weitere Haushaltsgegenstaende auf Dauer zu "intelligenten" Geraeten mutieren und die eigentliche Computer-Ecke wird zugunsten eines vielleicht im Keller befindlichen Servers verschwinden. Viele kleine Terminals werden dann jeweils von dieser "BlackBox" abhaengig sein. Das ist zwar eine zweischneidige, aber nicht unbedingt schlechte Entwicklung, denn der Begriff "Dezentralisierung" beinhaltet schliesslich auch das Wort "dezent". Und wenn sich nuetzliche Technik dezent und sinnvoll in die heimische Umgebung einfuegt, dann passiert das sicherlich (und hoffentlich) nicht auf Kosten der Wohnqualitaet und des Wohlfuehlfaktors…

Weiterlesen: "Revolution mit Ansage" bei Zeit Online

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