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Archiv für die Kategorie ‘Computerkram’

Netscape verschwindet…

29. Dezember 2007 Kommentare ausgeschaltet

…und diesmal wohl endgueltig. AOL hat angekuendigt, dass der Browser ab dem Februar 2008 nicht mehr unterstuetzt werden soll. Man erinnere sich an die legendaere Version "Netscape Gold 3.0". Die war -zumindest hier- damals ziemlich lange in Betrieb, denn schon frueh wurden Alternativen zum Internet Explorer gesucht. Zudem gab es Netscape auch damals schon fuer Linux und daher war kein Umgewoehnen notwendig, wenn denn ein anderes Betriebssystem benutzt wurde. Nicht zuletzt aufgrund von Diskrepanzen mit Microsoft geriet der Netscape im Laufe der Zeit ins Hintertreffen, weil der Internet Explorer zu den Standard-Bordmitteln des Windows-Betriebssystems gehoerte. Die juengeren Versionen vom "Netscape" waren relativ aufgeblaeht und traege, zudem gab es oftmals Darstellungsprobleme. Mit "Opera" erschien eine weitere, schlanke und schnelle Browseralternative auf dem Markt, welche schnell Anhaenger gewann. Letztendlich war und ist es aber der "Mozilla Firefox", der in den letzten Jahren zurecht einen beispielhaften Siegeszug angetreten hat und dem IE absolut paroli bietet. Zudem ist der Feuerfuchs plattformuebergreifend und kostenlos erhaeltlich und es gibt ausserdem viele Plugins dafuer, die eine individuelle Anpassung erleichtern. Alles richtig gemacht, weitermachen! :) | Link: Heise

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CSI Datenrettung

11. Dezember 2007 Kommentare ausgeschaltet

Wer seine Daten rechtzeitig und regelmaessig sichert, sollte unter normalen Umstaenden eigentlich selten bis gar nicht in die Not kommen, sie retten (lassen) zu muessen. Und doch gibt es immer wieder unvorhergesehene Faelle, die aufgrund ihrer Vielzahl sogar ganze Firmenexistenzen sichern. So lebt zum Beispiel "Kroll Ontrack" von solchen Dingen. In der "Netzeitung" wurden jetzt die zehn kuriosesten Faelle genannt, die eine Datenrettung kompliziert gemacht haben (Link).

Dabei kommt die eigentlich schon klassische Begegnung mit der Waschmaschine ebenso zutage wie das Resultat einer Beruehrung eines externen Laufwerkes mit Saeure. Ein im Wasser versenktes Notebook, der USB-Stick im Babybrei oder Daten-CDs, die nach einem Brand mit ihrer Huelle verschmolzen waren, all diese Faelle waren unglaublicherweise loesbar und die Daten konnten gerettet werden.

"Platz 1 sicherte sich der Fotograf in Thailand, der feststellte, dass sich Ameisen in seiner externen Festplatte eingenistet hatten. Er entfernte das Gehäuse und sprühte Insektenspray hinein. Ameisen und Daten waren hinüber. Die Ingenieure «konnten letztere immerhin wiederbeleben», hieß es."

Trotzdem gilt:
§ 1: Sichere Deine Daten haeufig und vielseitig. Pflege und verwahre sie gut!
§ 2: siehe Paragraph 1 :)

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Sony Ericsson w810i

6. Dezember 2007 Kommentare ausgeschaltet

Es begann im Jahr 1999 mit einem Motorola M3888. Das gab`s fuer 99.- DM (!) inklusive T-Mobile-Prepaid-Tarif und 25 DM Startguthaben. Der "Knochen" erfuellte seinen Zweck voellig. Danach gab`s mit dem Modell 3310 das erste Nokia, welches heute noch mit der alten T-Nummer ab und zu in Betrieb ist (warum verkaufen? Gibt`s doch nix mehr fuer :))

Danach kamen das Nokia 6230 und das 6230i, da unter anderem fuer die internetten Blogtaetigkeiten zumindest ab und zu mal ein Foto geschossen werden sollte, ohne gleich immer die richtige Digitalkamera mitnehmen zu muessen. Die Kameras der 6230-Reihe blieben aber weit unter den Erwartungen… Die Nokias waren -bis auf Kleinigkeiten- trotzdem durchweg gut. Aber DAS ist weitaus besser: Sony Ericsson w810i !

Es war die Empfehlung eines Freundes und die traf absolut ins Schwarze. Sprichwoertlich. Nachdem alle moeglichen K- und W-Modelle von Sony recherchiert und teilweise im Media Markt in Natura angeschaut worden waren, war das w810i die erste Wahl. Es vereinigt eigentlich alles, was noetig ist und ist toll verarbeitet. Bei den vielen anderen Sony-Modellen gab es immer irgendwelche "Pferdefuesse". Zum einen die Abdeckklappe fuer die Linse bei den K-Modellen. Sie ist oftmals anfaellig und "bullerig". Bei vielen Modellen fehlt das aeusserst effiziente Blitzlicht. Andere benoetigen eine spezielle Software zur Ansteuerung ueber den PC. Und gerade die brandneuen Modelle haben diese kleinen Minitasten, die aeusserst gewoehnungsbeduerftig sind (z.B. das w880).

Das w810i ist toll verarbeitet, bietet eine fuer Schnappschuesse ausreichende 2-Megapixel-Kamera und einen sehr guten, integrierten MP3-Walkman, der durch narrensichere und dadurch einfache Bedienung besticht. Zusaetzlich bietet er einen hervorragenden Klang und eine praktische, menueunabhanengige Bedienungsmoeglichkeit mittels einer seitlichen Extrataste. Das Radio war zwar kein Kaufkriterium, ist aber absolut genial. Der Empfaenger ist trennscharf und hellhoerig. Selbst schwache Sender wie hr3, der MDR oder NDR2 sind damit hier einwandfrei empfangbar. Das ist eine unerwartete Ueberraschung. Das Radio funktioniert aber nicht ohne eingestecktes Headset, ist also ohne dieses funktionsuntuechtig. Nein, jetzt kommt kein Satz zum Thema GEZ ;). Der integrierte Lautsprecher (auch fuer Freisprechen geeignet) klingt uebrigens ebenfalls ueberraschend gut, auch bei MP3-Musikwiedergabe. Fuer den Nachttisch ist das absolut in Ordnung…

Ach ja, telefonieren kann man damit natuerlich auch ;) Und das ordentlich… Es gibt weitere Features wie Internet usw., das interessiert hier aber (noch) nicht unbedingt, wozu gibt`s Laptops. Letztere sind viel angenehmer als Briefmarkendisplays und eine permanente Emailabfrage ist hier gar nicht unbedingt erwuenscht.

Es wurde lediglich Wert auf eine gute Verarbeitung, eine gute Menuefuehrung (genial, im Walkmanbereich dem iPod nicht unaehnlich), Kompatibilitaet zu vielen Uebertragungsstandards, einen guten MP3-Klang, gute Anschlussmoeglichkeiten an den PC (als Wechselplatte, ohne proprietaere Software) und eine brauchbare Schnappschuss-Kamera gelegt. All das erfuellt das Teil mit Bravour und es vereinigt somit mehrere Geraete, die zukuenftig zuhause bleiben oder versteigert werden koennen, in sich. Sehr praktisch.

Der Lieferumfang umfasst beispielsweise eine 512-MB-Micro-MS-Karte, die schnell und recht guenstig gegen eine groessere ausgetauscht werden kann. Ein USB-Kabel (das bei Nokia oftmals extra berechnet wurde und separat bestellt werden musste) ist ebenfalls dabei sowie ein Adapter fuer Standard-Kopfhoerer mit 3,5mm Stereo-Klinkenanschluss.

Fazit: Manchmal sind die Vorserienmodelle praktischer als die aktuellen, anscheined gerade im Falle von Sony. Es muss also nicht immer das neueste vom Neuesten sein… What the f**k is iPhone? :-)

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Hab Acht!

26. November 2007 Kommentare ausgeschaltet

Gerade einmal acht Lieder passen auf eine 32-MB-Speicherkarte, sollten sie jeweils als MP3 mit 128kbps/44khz/Stereo codiert sein und eine ungefaehre Spiellaenge von jeweils 4 Minuten aufweisen…

32 Megabyte waren vor zwei bis drei Jahren noch ein Grund, z.B. auf der Verpackung eines Nokia-Handys des Typs 6230(i) einen Extra-Aufkleber zu platzieren. Wenn man es nuechtern betrachtet, war das damals eigentlich schon laecherlich. Es zeigt aber, wie schnell es vorangeht. Heutzutage haben gaengige Mobiltelefone (damit sind nicht iPhones und kleine Mobilcomputer gemeint) eine Speichergroesse zwischen 512 MB und 2 GB, also doch ein Vielfaches. Verbesserte Kameras und MP3-Player innerhalb der Handys verlangen das. Wenn man dieses exponentielle Speicherwachstum mal hochrechnet, dann wird es tatsaechlich nicht mehr lange dauern, bis sich die komplette heimische Jukebox samt der Filmesammlung auf`s Handy laden laesst. Nicht schlecht, Herr Specht…

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Es ist doch nur ein Telefon…

22. November 2007 Kommentare ausgeschaltet

…oder nicht? Apple`s "iPhone" spaltet die Nation. In mehrerer Hinsicht. Die einen finden es "sexy" (was fuer eine Assoziation; ein Schelm, wer dabei an die seelige "Nokia-Banane" denkt :)) und die anderen sehen darin ein ueberfluessiges Gadget, das nicht einmal MMS beherrscht(e).

Fakt ist, dass ein iPhone schon ein bedeutendes Stueck mobile Medienfreiheit bedeuten koennte, wenn da nicht wieder die vielen (teilweise typisch-deutschen) Huerden waeren. So wollte der Anbieter "T-Mobile", seines Zeichens sowieso nicht gerade der "billige Jakob", das iPhone exklusiv fuer sich und ueber sein Netz vertreiben (und das zudem mit einer laecherlich-fehlerhaften Werbekampagne, siehe hier) und scheitert damit zunaechst am Einspruch der Mitbewerber und einer daraus resultierenden, einstweiligen Verfuegung. Letztere hat wiederum zur Folge, dass das Geraet zwar mittlerweile ohne T-Mobile-Vertrag angeboten werden darf, dann aber anstelle der 399 Euro satte 999 Euro kostet. Hinzu kaemen natuerlich die Kosten, die sich aus dem Nutzbetrieb des iPhones ergeben.

Somit wird dieses Teil beim jetzigen Status Quo eventuell zu einem richtigen "Juppi-Objekt" mutieren. Oder zum Statussymbol unter den Apple-Juengern. Ok, leben und leben lassen…

Unterdessen widmet sich die Gerüchteküche schon dem iPhone der nächsten Generation: ein UMTS-taugliches 3G-iPhone wird für das kommende Frühjahr erwartet. Gerüchten zufolge steht Telefonica in fortgesetzen Verhandlungen mit Apple für das iPhone in Spanien, das dort im Mai auf den Markt kommen solle. Quelle: Heise

DA haben wir`s doch wieder und genau das ist das, was an Apple oftmals fragwuerdig ist: Kaum ist ein Produkt fuer gutes Geld auf dem Markt, kommt schon wieder etwas Neues, bei dem dann z.B. eine Anschlussbuchse geaendert wird, so dass das bisherige Zubehoer nicht mehr passt. Ehemalige iPod-Besitzer werden ein Lied davon singen koennen. Nach dem "iPod Photo" kam relativ schnell der "iPod Video" und schon war der Unmut bei denen gross, die viel Geld fuer das "alte" Geraet bezahlt hatten und den rapiden Wertverfall desselben in Kauf nehmen mussten.

Eine weitere Parallele zum iPod ist die Akku-Problematik, die es Geruechten zufolge auch beim iPhone geben soll (nicht lange Lebensdauer, schwieriger und ggf. kostenpflichtiger Wechsel). History Repeating?

Das iPhone ist (mal wieder!) eine faszinierende Innovation aus dem Hause Apple, keine Frage. Ich sehe jetzt schon die Apple-Fans auf die naechste Buehnenpraesentation von Steve Jobs warten, damit der ihnen die naechste Generation ihres Lieblings"handys" mit blumigen Worten praesentiert, die eigentlich nur aussagen: "Wenn ihr mithalten wollt, verkloppt das alte Ding bei eBay und gebt uns Geld "for the next generation" und fuer die zugehoerige Zubehoerpalette". Und so geht es immer weiter…

…und irgendwann werden die ganzen iPhone-Clones auf den Markt kommen, denn Nokia, Sony, Creative etc. werden das nicht verschlafen wollen. Bis dahin hat der deutsche Monopolistenmichel noch etwas Zeit, den Amtsschimmel durch den Tarifdschungel zu scheuchen…

Wie sang doch der Olli Pocher mal fuer den Media Markt:
"La-la-la-lasst euch nicht verarschen-vor allem nicht beim Preis" :)

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