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Archiv für die Kategorie ‘Diverses’

Eingeschraenkter Winterdienst

19. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

…ein Artikel aus der letzten Wintersaison, hier aus aktuellem Anlass wieder hervorgeholt… :)

Diejenigen, die ein Eckhaus besitzen oder bewohnen, sind in diesen Tagen leider besonders gefordert, denn es reicht laut Gesetzesauflagen nicht, nur die Seite mit der Grundstueckseinfahrt vom Schnee zu befreien. Generell muss der gesamte Gehbereich, der vom eigenen Grundstueck gestreift wird, beruecksichtigt werden. Grundsaetzlich liegt diese Pfilcht beim Hauseigentuemer oder dem Vermieter, Letzterer kann aber per Mietvertrag seine Mietparteien dazu verdonnern.

Besonders in Deutschland ist diese Sache typischerweise ueber-reguliert. Waehrend in anderen Laendern ein nicht geraeumter Buergersteig als ein "Act Of God" bezeichnet und gehandhabt werden kann, treibt es hierzulande die Deutschen teilweise (wie hier kuerzlich geschehen) schon um fuenf Uhr morgens auf die Gehsteige, um die Nachbarn mittels lauter Kratzgeraeusche fruehzeitig aus dem Schlaf zu reissen. Manchmal geht es auch erst abends nach 22 Uhr los und derjenige, der gerade ins Bett gegangen ist, muss darauf hoffen, dass der arbeitswuetige Nachbar gleichmaessig schippt, damit das monotone Geraeusch den Einschlafvorgang befluegelt…

Fakt ist, dass trotz aller Witterungsbedingungen vergessen wird, dass es so etwas wie eine Nachtruhe gibt und dass es gerade am Wochenende Zeitraeume gibt, in denen Schnee schieben nicht gerade erwuenscht bzw. erlaubt ist. Es schneit. Es ist Winter. Darauf muessen sich auch Radfahrer und Fussgaenger einstellen und keiner darf erwarten, dass der Radweg bzw. Buergersteig generell in idealem Zustand gehalten werden kann. Die Kommune macht’s ja schliesslich vor, denn Nebenstrassen werden mittlerweile nicht mehr geraeumt und/oder gestreut, also muss jeder, der "abbiegt", sowieso mit erschwerten Bedingungen rechnen.

Diejenigen, die sofort "Schneeschieber bei Fuss" parat stehen, sobald sich nur eine Flocke am Himmel zeigt, haben entweder nichts Besseres zu tun oder sind uebervorsichtig, denn der Gesetzgeber sagt auch hier, dass nicht geschoben werden muss, solange der Niederschlag anhaelt.

Vielleicht sollten Privatleute auch hier der Kommune nacheifern und sich einfach ein Schild mit der Aufschrift "Eingeschraenkter Winterdienst" zulegen :-)

Weiterlesen: Streupflicht / Wikipedia / Sueddeutsche

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Ein Kommen und Gehen

14. November 2010 Kommentare ausgeschaltet

Ein Sport braucht eine Leitfigur, jemanden, mit dem oder der sich viele Leute identifizieren koennen. In den 80ern haben Steffi Graf und Boris Becker bei vielen Deutschen das Interesse am Tennis geweckt, Henry Maske begeisterte in den 90ern mit seinen siegreichen Boxkaempfen und um Michael Schumacher wuchs ein regelrechter Kult um die Formel Eins (und natuerlich Ferrari) heran. Mit dem "Abgang" dieser prominenten Leitfiguren sank oftmals auch das Interesse an den zugehoerigen Sportarten…

Aktuell ist es wieder ein deutscher Rennfahrer, der die Massen begeistert: Sebastian Vettel. Am Sonntag, den 14.11.2010 wurde er im finalen Saisonrennen erstmalig Weltmeister. Der juengste Formel-Eins-Weltmeister aller Zeiten. Herzlichen Glueckwunsch, toll gemacht!

Michael Schumacher fiel beim letzten Saisonrennen der Formel Eins gleich in der ersten Runde aus und konnte sich dabei noch gluecklich schaetzen, dass der Unfall so glimpflich ausgegangen ist. Schade fuer ihn, aber irgendwie stellvertretend fuer seine eigentlich verkorkste Comeback-Saison. Schon im Vorfeld des Schumi-Comebacks war ich der Meinung, dass selbiges keine gute Idee sei. Schumacher haette niemandem mehr auch nur irgendetwas beweisen muessen, er hatte alles erreicht, was es zu erreichen gibt und er hat nicht zuletzt dadurch den Formel-Eins-Rennsport nicht nur in Deutschland weit nach vorne gebracht. Und das wird ihm auch keiner nehmen koennen, doch in dieser schnellebigen Zeit werden sich viele im Nachhinein "nur" an diese misglueckte Saison erinnern, was den eigentlichen Leistungen dieses Ausnahmerennfahrers mit Sicherheit nicht gerecht wird.

Lena Meyer-Landrut sollte sich vielleicht auch ueberlegen, ob eine erneute Teilnahme am naechsten Eurovision Song Contest vorteilhaft fuer sie waere, denn es gibt Dinge, die man nicht so einfach toppen kann…

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Das Stummfilm-Handy

29. Oktober 2010 Kommentare ausgeschaltet

Es liest sich wie eine Star-Trek-Episode.
Oder wie ein Drehbuch fuer eine Folge von "Duebel’s Geistesblitz" :)

In einem mehr als 80 Jahre alten Charlie-Chaplin-Stummfilm taucht in einer Szene eine Passantin auf, die ziemlich offensichtlich mit einem Handy zu telefonieren scheint. Zufall? Manipulation? Waehrend die einen tatsaechlich eine "Zeitreisende" vermuten, fand die New York Daily News eine einleuchtendere Erklaerung:

Die Frau dürfte gerade ihr Hörgerät richten. Die erste Akustikhilfe wurde 1920 erfunden, 1928 waren einige Geräte bereits überall erhältlich. Quelle: Sueddeutsche.de

Das Filmchen laesst viel Raum fuer Spekulationen. Merkwuerdig ist es aber allemal…
Link zum Video bei YouTube

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Toilettenkleingeld

17. Oktober 2010 Kommentare ausgeschaltet

"Dieses Gruetzgeld nehme ich zuhause sofort aus der Geldboerse", sagte ein Bekannter kuerzlich. Und damit steht er nicht alleine da, auch unsereins sammelt das sonst nur die Hosentasche "ausbollernde" Kleingeld separat (siehe hier). Waehrend ein 50-Cent und ein 1-Euro-Stueck eigentlich immer im Portemonnaie verbleiben (damit man nicht dumm vor der Parkuhr steht…), wandert alles in punkto Wert darunter liegende in die Sammelflasche

Doch auch das kann Nachteile haben, vor allen Dingen dann, wenn im normalen Alltagsleben noch Muenz"automaten" aus der Steinzeit zum Einsatz kommen. Das Foto zeigt ein Beispiel aus den oeffentlichen (Herren-) Toilettenanlagen in der "Spiekergasse" in Guetersloh. Die Sitzgelegenheiten koennen nur gegen Einwurf zweier 5-Cent-Muenzen betreten werden…

…und man soll bitteschoen KEINE 10-Cent-Muenzen einwerfen :-))

Wohl dem, der immer eine Handvoll Kleingeld dabei und/oder seinen Stoffwechsel entsprechend unter Kontrolle hat…

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Das Hoch Norman

13. Oktober 2010 Kommentare ausgeschaltet

"Ein ueber Schleswig-Holstein liegendes Tief kommt hinten nicht mehr hoch" witzelte Otto Waalkes bereits vor etlichen Jahren. Derzeit ist von einem (Wetter-) Tief nicht viel zu spueren, Schuld daran ist das Hoch "Norman". Das wurde aber auch mal Zeit, dass eine Wetterlage einen ordentlichen Namen erhaelt :))

Doch wo kommen diese Namen eigentlich her? Das Institut fuer Meteorologie vergibt sogenannte Wetterpatenschaften…

"Seit 1954 vergibt das Institut für Meteorologie der FU Berlin Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Europa beeinflussen. Diese Namen werden von vielen Wetterdiensten und Medien übernommen und veröffentlicht. So erscheinen sie auf den Wetterkarten zahlreicher Zeitungen und werden in Radio- und Fernsehwetterberichten genannt." Quelle: Institut fuer Meteorologie

Achtung, Kalauer: Wie nennt man also die DERZEITIGE Wettervorhersage? – NormCast :-))))

…und so sieht’s derzeit aus…

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