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Archiv für die Kategorie ‘Lokales’

Stylin' & Profilin' – Jazz mit Flair

5. Oktober 2021 Kommentare ausgeschaltet

"Live from GütersLohisiana" hiess es vor knapp 10 Jahren, als eine Newcomer-Band namens "The Sazerac Swingers" Live-Aufnahmen, die mit äusserst simplen Mitteln erstellt worden waren, auf CD pressen ließ. Seitdem hat sich die Discographie gefüllt und gewandelt.
"Live IN GütersLohisiana", nämlich in der hiesigen Stadthalle, stellten sie am 2.10.2021 ihr neues Studioalbum "Stylin' and Profilin'" vor, dessen Name einem Zitat eines relativ durchgeknallten Wrestlers (Ric Flair) entliehen ist.

Die Sazerac Swingers etablierten im Lauf ihrer bisherigen Karriere den sogenannten "Party-Jazz" – nicht nur in Deutschland, denn auch die Leute in der Schweiz und in Frankreich wissen ein Lied von ihnen zu singen. Max Östersötebier, dem der Jazz quasi in die Wiege gelegt wurde, langweilte (und ärgerte) sich manchmal, wenn er die ruhigen, halb leeren Stuhlreihen bei Programmjazzkonzerten sah, auf denen sich ebenfalls langweilig aussehende Personen niederliessen. Hurz! – die Steilvorlage für die Sazerac Swingers war gegeben…
Was folgte, waren fröhliche Alben und Konzerte einer stetig wachsenden und sich wandelnden Band…

Nun erschien und erscheint mit "Stylin' & Profilin'" ein neues Doppelalbum, dessen Entstehung zahlende Fans über die Plattform "Patreon" sehr transparent verfolgen konnten und welches Altes mit Neuem verbindet. Vom Bar-Jazz ("Flamingo Nights") über traditionelle Anleihen ("Good night, Miss Georgia"), Fröhliches ("Muchacha Bonita"), bereits Bekanntes ("Parisian Boy"), Gehaltvolles ("Mojito"), PartyJazz ("Racing"), Komplexeres ("The End") bis hin zu Musik zur Nacht (Alternative Version von "The Sazerac Song") ist alles vertreten.

Mit "Five Chiefs" bewegt sich Max wieder auf die einstmals nicht ganz so geliebte, intellektuellere Jazz-Szene zu – ist es doch mit knapp zehn Minuten ein ziemlich langes Stück, welches sich nach recht funkigem, tanzbaren Beginn immer weiter in eine instrumentale Impro-Orgie hineinsteigert, was vor allem bei der Live-Uraufführung des Stückes hörbar wurde und was bei einigen Gästen fragende Blicke hinterliess. Andere wiederum haben genau das erst recht abgefeiert – weil sie es auf Dauer wohl auch von den Sazeracs erwartet haben. Zugegeben, das Lieblingsstück des Schreibers dieser Zeilen ist es nicht unbedingt, wohl aber erkennt er die Rafinesse, die dem Song innewohnt, absolut an.

Die Sazerac Swingers verbinden ihre musikalische Historie mit neuen, frischen Ideen und somit dürfte auch weiterhin für alle etwas dabei sein – und bleiben.

"Stylin' & Profilin'" erschien und erscheint bei "Irmi Music".

KategorienLokales, Musik

Freitag18 im Parkbad Guetersloh

2. Juli 2021 Kommentare ausgeschaltet

KategorienLokales

Weihnachtsmarkt in GT abgesagt

10. Oktober 2020 Kommentare ausgeschaltet

Das folgende Schreiben der Gütersloh Marketing bringt Gewissheit in die ohnehin brodelnde Gerüchteküche: Der Weihnachtsmarkt in Gütersloh fällt in diesem verkorksten Jahr 2020 ebenfalls der Corona-Pandemie zum Opfer. Jedoch lässt der letzte Abschnitt darin ein paar Ideen zu…

Wenn der Weihnachtsmarkt nicht konzentriert am bisherigen Standort stattfinden kann, könnte er doch gestreckt werden. Ein paar Buden auf dem Berliner Platz, um die Martin-Luther- und/oder Apostel-Kirche, auf den Kolbeplatz und/oder den Dreiecksplatz. Somit könnte eine abstandgarantierende Weihnachtsrundwanderung durch die Innenstadt ermöglicht werden…

Ansonsten bliebe ein "eingezäuntes Modell", ähnlich wie der aktuelle "Michaelis(kirmes)Park" auf dem Marktplatz, mit Einlasskontrollen, Teilnehmerbeschränkung und weitläufigen Wegen.

Aber, machen wir uns nichts vor, eine hier zurecht zitierte "heimelige Beengtheit" kann und wird es diesmal leider nicht geben…

KategorienLokales

Das Steinhorster Becken

24. Juni 2020 Kommentare ausgeschaltet

via Wikipedia:

"Das Steinhorster Becken ist ein künstlich angelegtes Naturschutzgebiet im Delbrücker Land bei Steinhorst im Norden des Kreises Paderborn. Das etwa 83 Hektar große Gebiet besteht hauptsächlich aus Wasserflächen der gestauten Ems und bietet vielen Wasservögeln einen Lebensraum. (…) Das Naturschutzgebiet dient als Rast-, Nahrungs- und Mauserplatz sowie als Überwinterungsplatz für durchziehende Vogelarten. Außerdem ist es Brut- und Rückzugsgebiet für Vögel, die für Feuchtgebiete typisch sind. Im Winter ziehen sich Schwimm- und Tauchenten, arktische Gänse, Grau- und Silberreiher, Kormorane und Gänsesäger hierhin zurück. (…)"

Der Rundweg um dieses Steinhorster Becken ist recht lang (ca. 5km) und teilt sich sozusagen in eine Sonnen- und eine Schattenhälfte auf. Es gibt Aussichtsstände, die u.a. einen Blick auf brütende Storchenpaare auf eigens dafür angelegte Storchenmasten ermöglichen. Die Natur vermittelt den Eindruck einer unberührten Idylle, die Stille tut ihr Übriges. Wer also mal für eine oder zwei Stunden abschalten möchte, ist hier gut aufgehoben…





KategorienDiverses, Lokales

Der (aktuelle) Fall Tönnies

17. Juni 2020 Kommentare ausgeschaltet

Achtung: Dies ist ein wohlgemerkt subjektiver Kommentar!

Nun kommt ans mediale Tagesscheinwerferrampenlicht, was schon seit vielen Jahren bekannt ist. Tönnies hat eine bezweiflungswürdige Personalpolitik und-Strategie, die auf Ausbeutung zur Gewinnoptimierung ausgelegt ist.
Arme Leute aus vor allem osteuropäischen Staaten werden temporär importiert, um hier unter unschönen Bedingungen zusammengepfercht in Hochhäusern in Blankenhagen, abgehalfterten Gastststättenhotels von ehemals gutem Ruf oder in von ebenfalls hier ansässigen Großunternehmen zugebauten Wohnklötzen zu "leben".
Schon seit vielen Jahren kommt es in diesen "Wohnballungsgebieten" immer wieder zu Spannungen und Auseinandersetzungen.
Ihren Weg zur Arbeit und zurück "dürfen" diese Arbeiter in dreckigen, alten Dieselstinkerbussen zurücklegen, die in anderen Städten nicht einmal in die Umweltzonen einfahren dürften.
All das ist offen zur Schau gestellte Schieflage, die sich jetzt rächt. Während Clemens Tönnies die Gütersloher Familien via WDR2 um Verzeihung bittet, winden sich seine Stellvertreter in einer zeitgleich stattfindenden Pressekonferenz im Fragenetz der Journalisten, die immer wieder auf diese Umstände zu sprechen kommen, aber letztendlich nur wenige bis gar keine Antworten erhalten.
Was nun? Reflexartig werden Kitas und Schulen geschlossen und so langsam zum normalen Leben zurückkehrende Familien vor erneute, plötzliche Probleme gestellt. Einen direkten, logischen Zusammenhang zwischen Maßnahme und Ursache sucht man hier vergebens…
NOCH wird es keinen zweiten Lockdown geben, versicherte der Landrat vorhin in besagter, technisch hochwertiger (*räusper*) Pressekonferenz, die ein die 90er-Jahre überlebendes Elsa Microlink 33,6 Modem in einer der Übertragungsleitungen vermuten ließ. NOCH nicht. Hoffentlich bleibt es so. Aber vielleicht wird er irgendwann keine Handhabe mehr haben und ein übervorsichtiger Herr Laschet könnte ihm in die Parade grätschen – und dann hätten wir, die wir nichts für die Machenschaften der Firma Tönnies können, (wieder) den Salat…
UPDATE (23.06.2020): Nun ist es doch passiert… :(
Die aktuellen Infektionsfälle aus dem Tönnies-Umfeld dürften aufgrund der Tests namentlich bekannt sein. Das einzig-logische wäre, diese Leute temporär einzukasernieren, wo sie unter Beobachtung stehen, Hilfe bekommen, versorgt werden und gefahrlos für die Restbevölkerung die nötige Quarantänezeit unter ordentlichen Bedingungen verleben können. Der Kreis Gütersloh hat genug Kapazitäten, die aktuell leer stehen und sich dafür eignen würden.
Mit einer Entschuldigung darf Tönnies nicht davonkommen. Die Firma gehört neu strukturiert – und zwar von Grund auf.

KategorienLokales