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Archiv für die Kategorie ‘Lokales’

Funkamateure auf Fehmarn

1. August 2008 Kommentare ausgeschaltet

Eine "DX-Pedition" ist sozusagen eine "Expedition in Sachen Funk" mit dem Ziel, an einem (aus Funkersicht) moeglichst speziellen Ort viele Funkgespraeche in die ganze Welt fuehren zu koennen. Oftmals werden solche Wochenenden, Kurzreisen oder sogar komplette Saisonaufenthalte mit einer an einen Campingausflug erinnernden Ausruestung bestritten, manchmal werden aber auch beispielsweise historische Bauwerke und/oder Leuchttuerme dafuer in Beschlag genommen.

Vier Funkamateure aus dem hiesigen DARC-Ortsverband "N47" (Rheda-Wiedenbrueck) taten dieses nach einiger Vorbereitung vor mittlerweile einigen Monaten und suchten sich als erreichbares Ziel die Insel Fehmarn aus. Von dort aus fuehrten sie mit ihrem mitgebrachten Equipment einige "QSOs" (also Funkgespraeche) und natuerlich gab es auch viele Kontakte in die Heimat.

Ueber alle diese Dinge hat Henning Kanschik mit dem Rufzeichen "DK9LB" in Ausgabe 11 des Amateurfunk-Podcasts "QTH Germany" bereits viel erzaehlt und in der derzeit aktuellen Ausgabe der Funkzeitschrift "CQ DL" gibt es auf der Seite 561 einen kompletten Bericht von ihm in Wort und Bild. Diesen habe ich mal hier zur Ansicht hinterlegt.

Eine nette Aktion, die zeigt, dass es sehr wohl interessierten und einsatzfreudigen Nachwuchs im Bereich des Hobbys Amateurfunk gibt…

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Von da, wo wir herkommen…

29. Juli 2008 Kommentare ausgeschaltet

Gutes bleibt. Und kommt wieder. Wenn sie so weitermachen, dann koennen die "Four Roses" aus Leipzig bald ebenso wie die "Thunderbirds" aus Bielefeld die hiesige Freilichtbuehne im Mohns Park als ihr "Wohnzimmer" betrachten. So rappelvoll wie am 27.07.08 war es dort jedenfalls selten. Wuchtige Hitze fuehrte schon dazu, dass man -ohne sich zu bewegen- beim Stillstehen saemtliche am Koerper befindlichen Textilien muehelos durchschwitzte. Der Respekt gilt also denjenigen, die sich (aus der Perspektive des multiwichtigen Bierstandes gesehen) "da unten" auf der Buehne musikalisch abrackerten.

Die Four Roses gingen aus einem urspruenglich Anfang der Neunziger gegruendeten Projekt hervor und sind seit 2001 durchgehend aktiv. Die Leipziger sind in Guetersloh wahrlich keine Unbekannten mehr. Vor einem Jahr gab es schon einen netten Nachmittag im Mohns Park (siehe hier), zuvor und dazwischen Auftritte in der Weberei und bei "Vogi" im "Bermpohl".

"Trotzdem darf man das nicht als selbstverstaendlich hinnehmen. Man muss das Publikum immer wieder neu erobern", sagte Thomas, der Saenger der Band, sinngemaess in einem am Sonntag fuer den Audio-Podcast aufgezeichneten Gespraech.

Eine voellig-gelungene Neuinterpretierung des U2-Klassikers "One" und eine abgedreht-schnelle Rockversion von Boney M`s "Daddy Cool" demonstrierten eindrucksvoll die Experimentierfreude der Leipziger Combo. Die Ankuendigung, keine Pause zu machen und einfach durchzuspielen, zeigte den Durchhaltewillen. Da durfte man ihnen auch das Ausbleiben jeglicher Zugaben auch nicht uebel nehmen, was anscheinend auch niemand tat. Der eigentliche Grund fuer das Ausbleiben der Zugaben duerfte aber die leidige 19-Uhr-Auflage gewesen sein, denn die Freilichtbuehne grenzt an ein Wohngebiet. Aber trotzdem hatten die "Roses" zuvor insgesamt locker zwei Stunden + X in der Bullenhitze durchgespielt.

Metallica, die Red Hot Chili Peppers und natuerlich Pink Floyd wurden akustisch zelebriert. "Dann geh`n `wa mal wieder" brummelte der Saenger aus einiger Entfernung mehr oder weniger zu sich selbst ins Mikro, um dann lauthals "Here I Go Again" von Whitesnake anzustimmen. Ein Highlight kam natuerlich wie immer im letzten Drittel des Sets. "Jetzt ist es soweit… Von da, wo wir herkommen…" hiess es und jeder wusste sofort Bescheid, was nun ertoenen sollte: Der Ostrock-Klassiker "Am Fenster" von "City". Episch-genial…

Spitzenwetter (schon etwas zu heiss), eine schoene Atmosphaere, viel Publikum und endlich (!) gut schmeckendes (gezapftes) kaltes Bier, was will man mehr?
Gut gemacht, liebes "MoPa-Team".

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Toooor in Guetersloh

20. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

"Public Viewing" ist ein Begriff, der in dieser Form in der englischen Sprache ueberhaupt nicht vorkommt. Am gestrigen Donnerstagabend war der Berliner Platz im Guetersloher Stadtzentrum mit ca. 5000 fussballbegeisterten Leuten mehr als gut gefuellt und das trotz des zuvor sehr schlechten Wetters. Der Wetter- und der Fussballgott muessen gestern allerdings gleichzeitig gute Laune gehabt haben, denn puenktlich zum Spielbeginn klarte es auf und nach den ersten beiden Toren der deutschen Mannschaft gegen Portugel gab es zeitweise sogar Sonnenschein. Alles war sehr gut organisiert dort auf dem Platz, das muss man lobend anerkennen. Frank Moeller von Radio Guetersloh spielte in der Pause zwar eine Ballermann-Scheibe nach der anderen, aber in dieser Ausnahmesituation ist dann auch in musikalischer Hinsicht Toleranz angesagt. Den feierwilligen Fans gefiel`s. Das Bier floss in Stroemen und gluecklicherweise wurde kein Pfand auf die Becher erhoben, was alles etwas unkomplizierter machte.

Mit der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren war das Ganze zwar (noch) nicht so richtig vergleichbar, "damals" herrschte aber auch eine andere Grundstimmung, die vor allen Dingen durch die damalige, lang anhaltene Sommerwetterperiode befluegelt wurde. Trotzdem: Tolle Sache. Alles verlief friedlich und freundlich, das Spiel selbst war absolut positiv-ueberraschend (vor allen Dingen vor dem Hintergrund der beiden vorherigen, wenig schmeichelhaften Partien), aber natuerlich musste es zum Ende wieder in eine leichte "Zitterpartie" abdriften. Typisch. Egal, was zaehlt, ist das positive Endergebnis: Ein 3:2-Sieg gegen Portugal. Also dann, bis demnaechst im Halbfinale…

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Die mit der Fahne wedeln…

17. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

…und laut hupend durch die Innenstadt brausen. Immer wieder. Im Kreis. Friedrich-Ebert-Strasse, rechts ab am Bahnhof vorbei und ab Stohlmannplatz durch die Eickhoffstrasse, wieder rechts ab Richtung Ausgangspunkt und das Ganze dann mehrere Male… Da wurde nach dem gestrigen 1:0-Sieg der deutschen Mannschaft gegen Oesterreich wahrlich viel gehupt, gejubelt und geschrien. Ueber die spielerische Leistung der deutschen Elf huellen wir mal den Mantel des Schweigens, denn mit der Strategie koennen und werden sie gegen Portugal am Donnerstag nicht bestehen. Abwarten und das Beste hoffen ist angesagt…
Zurueck zu den Fans. Sicherlich sind die meisten Leute, die da in den toenenden Autoschlangen sitzen, in erster Linie hocherfreut ueber den positiven Ausgang der entsprechenden Spiele. Andererseits draengt sich mittlerweile aber auch der Eindruck auf, dass viele der Mitmachenden das nur tun, um sich und vor allen Dingen ihr Auto passend in Szene zu setzen. Gestern konnte es wieder massenhaft an einer Ampelkreuzung beobachtet werden. Anfahren mit blockierten Hinterreifen, Kavalierstarts sowieso und ab und zu kleine Rennen waren nicht selten zu sehen. Ob das im Sinne der Sache ist? Egal. Hauptsache, wir sehen demnaechst wieder viele Leute, die sich freuen, auf den Strassen. Egal ob mit oder ohne Auto…

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Staedtische Willkuer

17. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Bei einer oeffentlichen Veranstaltung muss der Autoverkehr natuerlich geregelt werden. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Man faehrt dem Tross hinterher und verlaesst sich auf die Einweiser, die einem letztendlich den Stellplatz zuweisen. So auch unlaengst bei der Landesgartenschau in Rietberg. Wenn man dann aber nach ein paar Stunden zum Auto zurueckkommt und ein "Knoellchen" daran vorfindet, welches letztendlich 35 Euro (!!!) Verwarngeld beinhaltet, dann darf man sich doch mal wundern. "Sie parkten auf einem Sonderparkplatz fuer Schwerbehinderte mit aussergewoehnlicher Gehbehinderung bzw. Blinde (…)".

Verwundert schaut man sich um und entdeckt tatsechlich geschaetzte zehn Stellplaetze weiter ein verhaeltnismaessig kleines Schild, welches den Behindertenparkplatz definiert, dies aber wahrlich nicht eindeutig tut, zumal es noch versetzt hinter der eigentlichen Parkreihe steht. Trotzdem, was bleibt, ist die Tatsache, dass ein Einweiser diesen Parkplatz zugewiesen hat und genau deswegen wurde das "Vergehen" so auch nicht eingesehen.

Ein paar Wochen spaeter trudelt dann auch das entsprechende, amtliche Schriftstueck ein. Es ist auch irgendwie Ironie, dass dieses mit einem Logo "Rietberg – sieben Mal sympathisch" versehen ist. Nun denn. Ein Anruf beim zustaendigen Sachbearbeiter, dessen direkte Telefon-Durchwahl immerhin auf dem Wisch vermerkt ist, laesst dann doch mit der Zeit den inneren Hut hochgehen. Soviel Ignoranz ist mir tatsaechlich selten begegnet. Hier der Dialog, verkuerzt-sinngemaess wiedergegeben…

(…)

"Sie haben ohne gueltigen Ausweis auf einem Behindertenparkplatz gestanden und allein das zaehlt. Wenn wir alle Einsprueche durchgehen liessen, dann haette jeder irgendwie eine Ausrede oder einen Zeugen zu bieten"

"Ja, aber ich bin doch eingewiesen worden…"

"Das tut nichts zur Sache. Der Belag, auf dem ihr Auto stand, haette ihnen schon auffallen muessen, der ist naemlich aus Sicherheitsgruenden extra-wasserbindend und hebt sich auch optisch vom Rest des Platzes ab"

"Ich bin kein Strassenbauer, aber ja, wasserbindend ist er, denn ich stand direkt neben einer grossen Pfuetze. Und ein Schild war dort nicht direkt einsehbar."

"Ja, das stimmt schon, dass die Schilder da etwas weitlaeufig verteilt sind, aber das schuetzt sie nicht vor den Auswirkungen ihres Falschparkens."

"MEINES Falschparkens? Ich wurde doch eingewiesen"

"Das tut nichts zur Sache."

"Nun denn, ich sehe schon, wir kommen da auf keinen gruenen Zweig. An wen kann ich mich denn wenden, wenn ich gegen diese Anschuldigung vorgehen moechte?

"Ich bin der zustaendige Sachbearbeiter…"

(…)

Also, was lernen wir daraus: Diese "zustaendigen Sachbearbeiter" haben anscheinend die Allmacht. Ihr Wort ist Gesetz. Und so vermitteln sie es wohl auch. Das kann`s doch nicht sein, oder? Gut, ich koennte jetzt dagegen klagen und die naechsthoehere Instanz bemuehen. Das wuerde aber noch mehr nervenaufreibenden Aerger und Beamtenmuff bedeuten und daher heisst es wohl diesmal "Zahlen und froehlich sein". So, wie es wohl taeglich hunderttausend andere Leute auch machen.

Rietberg – mir ab jetzt nur noch sechs Mal sympathisch…

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