WANTED: Steve Haggerty!
Und wieder einer aus der beruehmt-beruechtigten "Gt smAll Stars"-Riege, der sich in der Weberei die Ehre gibt. Seit 1961 schon ist er aktiver Musiker und hat seitdem in verschiedenen, teilweise auch ueberregional bekannten Bandprojekten mitgewirkt. Juengster Spross dieser Aktivitaeten ist seine Kooperation mit "The Wanted", einer Gruppe aus verschiedenen, renomierten Musikern.
In der Weberei traten sie in einer akustischen ("unplugged") Formation auf. Gerade die Kombination der verschiedenen Gitarren und der fein aufeinander abgestimmte Gesang liessen das Ganze sehr gut und ausgewogen klingen. Besonders die saitenzupfenden Mitglieder der Band zeigten echtes Koennen und Spielfreude…
Musikalisch gab es bekannte und eigene Songs der Band zu hoeren. Unter dem Strich war es eine Mischung aus Country mit BlueGrass-Elementen, Rock und ein wenig Pop. Dabei beschraenk(t)en sich Steve & Co. nicht auf die allgegenwaertigen Cover-Hits, sondern brachten mit Marc Cohn`s "Walking in Memphis" oder auch dem "High-Noon-Thema" (zunaechst nur mit paukenartigem Schlagzeug und Steve`s Gesang dargeboten) eine gehoerige Portion Abwechslung in den Abend. Die eigenen Stuecke fuegten sich nahezu nahtlos in das Gesamtkonzept ein und machten Appetit auf die CDs, die natuerlich auch neben der Buehne erworben werden konnten.
Doch, das war eine nette Geschichte. Bisher waren Steve und seine markante Stimme mir "nur" im Rahmen der "smAll Stars" aufgefallen, aber sein eigenes Projekt lohnt sich. Wer satten Sound mag, der zugleich nicht aufdringlich ist, der sollte sein Pferd demnaechst mal vor Steve`s Buehne parken. YeHaa :)

Links: Steve`s Homepage / The Wanted / Steve @ MySpace

Marta Jandová (Gesang), Thorsten Mewes (Gitarre), Ralph Rieker (Bass) und Juergen Stiehle (Schlagzeug) waren am 19.10.07 auf Einladung des Jugendkulturrings Guetersloh zu Gast in der hiesigen Weberei. Es war laut. Sehr laut. Aber richtig klasse… Volldampf-Rock stand auf der Tagesordnung, ziemlich gradlinig, unverfaelscht und schnoerkellos. Eine Zuschauerin verglich die viel herumhuepfende und absolut mit positiver Energie geladene Frontfrau Marta mit einem "Flummi". Tatsaechlich hat sie es geschaft, fast ueber die ganze Konzertdistanz immer in Bewegung zu bleiben und das Publikum mitzureissen.
Das letzte Album "No Nuts No Glory" unterscheidet sich von den Vorgaengern doch erheblich, denn hier wurde auf nahezu saemtliche technische Spielereien verzichtet und einfach nur drauflos komponiert und gespielt. Man hoert`s und das ist wahrlich kein Nachteil. "The Ordinary Song" ist die (noch) aktuelle Single der Band, die sich wiederum stilistisch vom Rest des Albums abhebt, da sie eher traditionell daherkommt. "Die Happy" sind keine "Reisbrett-Kopie der Guano Apes", wie einige Kritiker frueher mal geschrieben haben. Im Gegenteil. Nicht zuletzt haben sie die Guano Apes rein zeitlich schon ueberlebt… Marta, die Saengerin, teilt allerdings ein Schicksal mit Sandra Nasic von den ehemaligen "Guano Apes". Beide Frontfrauen haben schon mit "Apocalyptica" Aufnahmen gemacht und veroeffentlicht.
