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Archiv für die Kategorie ‘Lokales’

Woche der kleinen Kuenste

17. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

Alle Jahre wieder mutiert der relativ kleine Dreiecksplatz in Guetersloh zu einem Mini-Festivalplatz. Umrahmt von kleinen Buedchen und einer grossen Bierzeltgarniturgruppe in der Mitte des Platzes kommt doch eine gewisse Gemuetlichkeit auf. Die ordentlich-grosse Buehne, die mit gut-klingender Tontechnik bestueckt ist, passt ebenfalls gut ins Bild. Die Musikpalette reicht in diesem Jahr von Jazz ueber Blues bis hin zur Comedy-Revue, Folkore und Reggaeklaengen. Im letzten Jahr war das Musikprogramm aber doch etwas beliebter, das haben in der Zwischenzeit mehrere Leute gesagt und auch die Lokalpresse war in diesem Jahr nicht allen Akteuren durchweg wohlgesonnen. Vieles war bzw. ist einfach seeeehr gewoehnungsbeduerftig (z.B. "Leopold & Wadowski + die Zartbesaiteten") oder einfach nur auf Dauer "anstrengend" ("Quintessence Saxophone Quintett"). Aber gut, vielen anderen Leuten wird es sicherlich sehr gut gefallen haben, Musik ist generell eine subjektive Sache…

Eine wahre Perle kam dagegen leider etwas zu kurz: Ulli Boegershausen, der virtous und angenehm in die Atmosphaere integrierend einfach nur schoen Gitarre spielte und dabei nicht zu abgehoben wirkte (hier der Link zu einem Video). Dieses kleine Intermezzo, welches zwischen den beiden Auftritten der beiden Erstgenannten stattfand, war einfach nur wohltuend und auch das Publikum nahm es dankend hin. Das war am Dienstag. Am Montag und Mittwoch gab es auch Veranstaltungen, die ich aber nicht oder nur kurz besucht habe. Am Mittwoch fiel allgemein auf, dass der Platz relativ leer war, was aber auch am nicht so idealen Wetter gelegen haben koennte.

Am Donnerstag spielten zunaechst Michael Van Merwyk und Bluesoul aeusserst angenehmen Blues-Rock, der zudem sehr wohlklingend und kompetent abgemischt war. Das Michael das "Pseudo-Zither-Spiel" (Gitarre auf den Knien liegend im Sitzen) beherrscht, bewies er recht eindrucksvoll. Sogar Gerry Spooner gab ein kurzes Gastspiel und brachte seine beruehmten Loeffel fuer ein einziges Stueck zum Einsatz.

Danach kamen die "17 Hippies" auf die Buehne. Letztendlich sind sie aber keine und sehen auch nicht so aus. Auch waren sie in der Unterzahl, denn auf der Buehne bewegten sich "nur" zwoelf aktive Instrumentalisten. Von der Klarinette bis zur Zugposaune, vom Kontrabass bis zur akustischen Gitarre, vom Akkordeon bis zur Geige war alles irgendwie vertreten und die "Hippies" spielten eine interessante Mischung aus Folklore unterschiedlichster Stilarten, franzoesischen Chansonelementen und virtuos-hochwertigen, komplexen Gesamtkunstwerken akustischer Art.

Dabei versuchten sie immer wieder (und nach einiger Zeit auch mir gehoerigem Erfolg), das aeusserst zahlreich erschienene Publikum mit einzubeziehen. Humorvoll praesentierten sie ("Wikipedia sei Dank", wie einer der Akteure zugab) "Guetersloher Insiderwissen" ueber das "Pumpernickel"-Brot ("ein Rechteck auf dem Foto") und ueber die Bedeutung der Abkuerzung "HVP", obwohl die schon lange nicht mehr aktuell ist, denn den "Hertie-Vor-Platz" ziert ja heutzutage ein "Karstadt"-Warenhaus (was die Saengerin aber ebenfalls wusste).

Die "17 Hippies" sind mittlerweile sehr bekannt und Volker Wilmking, einer der Organisatoren der Veranstaltung, hob auch deutlichst hervor, dass schon in den vergangenen Jahren versucht worden war, der Hippies habhaft zu werden und es erst jetzt geklappt hat. Der Lohn: Ein ca. 90-minuetiges Feuerwerk der guten Laune mit aeusserst sympathischen Akteuren!

Die "Woche der kleinen Kuenste" endet am heutigen Freitagabend mit "Walter`s night", einer musikalischen Hommage an den verstorbenen Kneiper Walter Schmaeling. Jeweils aus der Rheingegend kommen "Cashma Hoody" und die "Knaller Allstars". Mal sehen, ob das ein "Knaller" wird…

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The Dizzy Dudes

13. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

Da gibt es seit ungefaehr anderthalb Jahren so eine Combo in Guetersloh und unsereins wusste nichts davon. Eigentlich undenkbar, denn gerade DIESE Musik, die sie machen, hat mich im Grunde genommen schon ein Leben lang begleitet: Der gute, alte Rock`n`Roll.

Mein Vater war in der passenden Zeit im besten Teenageralter und hat mir dann spaeter oftmals die alten Songs vorgespielt. Das die Mutter dasselbe mit deutschen Schlagern gemacht hat, soll hier mal wohlweislich nicht weiter ausgefuehrt werden :) Vielleicht resultiert aus diesem Mischmasch auch irgendwie die doch andere, "eigene" Musikrichtung, die sich im Laufe der weiteren Jahre zusaetzlich herauskristallisiert hat und die von Dancefloor bis zu richtigen Gitarrenbrettern reicht…

Zurueck zu den "Dizzy Dudes". Die traten am Sonntag im Mohns Park auf der Freilichtbuehne auf. Kontrabass, Schlagzeug, (E-)Piano, Gitarre, Gesang und ein Barhocker (der unter Mitwirkung eines Freiwilligen aus dem Publikum zeitweise ebenfalls zum Schlagzeug umfunktioniert wurde), das war die Besetzung. Und diese Palette reichte fuer einen wahrhaft satten Sound voellig aus.

Es gab Klassiker wie "Johnny B. Goode" oder "Twenty Flight Rock" zu hoeren, aber -und das war erst richtig interessant- viele weitere, mehr oder weniger aktuellere Lieder, die ins Rock`n`Roll-Gewand gehuellt wurden. Und das richtig gekonnt. Sicher, "Dick Brave" und andere haben es vorgemacht, aber die "Dizzy Dudes" glaenzten trotzdem mit einem irgendwie-eigenen Stil. Somit kamen dann solche Exoten wie Puddle Of Mudd`s "She hates me" oder Fool`s Garden`s "Lemon Tree" in schnellen Rock`n`Roll-Adaptionen daher und sogar ehemalige Sommerhits à la "Macarena" gipfelten dann in einem herzhaften "La Bamba", welches dann aber trotzdem nicht "abgeschmackt" wirkte.

Die Sitzreihen der Freilichtbuehne waren diesmal nicht ganz so voll besetzt wie z.B. unlaengst bei den "Thunderbirds", aber das tat der Stimmung nicht den geringsten Abbruch, zumal die Band (und allen voran ihr Schlagzeuger) es immer wieder verstand, das Publikum zum Mitmachen zu animieren.

Good old Rock`n`Roll made in Guetersloh – bitte mehr davon! :)
http://www.dizzydudes.com

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Volle Buehne beim Barfly

10. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

An jedem zweiten Donnerstag im Monat findet in der "Weberei" in Guetersloh der sogenannte "BarFly"-Kneipenevent statt. Normalerweise zwar nur im Winter, aber in diesem Jahr sollte es auch in den Sommermonaten "open air" stattfinden. Bisher hat das das Wetter jedesmal punktgenau das Vorhaben boykottiert, so dass die ganze Geschichte (wie sonst auch immer) im inneren Kneipenbereich stattfinden musste. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Am gestrigen Donnerstagabend standen zeitweise bis zu neun Leute gleichzeitig auf der Buehne und musizierten. Kurze Zeit spaeter standen einige Jugendliche in entsprechender Anzahl auf einem grossen Tisch gegenueber und tanzten darauf. Befuerchtungen, dass das Ganze in einem Chaos und einem zusammengebrochenen Tisch enden wuerde, sind gluecklicherweise nicht wahr geworden. Musikalisch trug der erstmalig aktiv anwesende Mickey Meinert gehoerig zum Gelingen des Abends bei. Halli-Galli beim "Weberei-Barfly"… so habe ich das auch noch nie erlebt :)

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A visit at Shack`s Shack

4. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

Phil Shackleton duerfte zumindest auf lokaler Ebene kein Unbekannter mehr sein und die Hoerer/innen der "Podparade" kennen ihn spaetestens seit "Look into my heart". Zusammen mit Roger Clarke-Johnson spielt er demnaechst einen Gig und dafuer wurde natuerlich etwas geuebt, zumal die Beiden bisher noch nicht sooo oft direkt zusammen gespielt haben. Nebenbei zeigte uns Phil seinen Aufnahmeraum und spielte uns einen Song vor, den er gerade in der Bearbeitung hat. Und der hoert sich echt gut an. Weitere sollen demnaechst folgen…

Links:
Phil Shackleton`s Homepage: http://www.pjsmusic.de
Roger`s MySpace-Praesenz: http://www.myspace.com/rogercj

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KupferKlau…

3. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

Einem besorgniserregenden "Trend" begegnet man in letzter Zeit ziemlich haeufig, sowohl in den Medien als auch im taeglichen Leben: dem organisierten Eisen- und Kupferklauen. Da werden Zauntore ausgebaut und gestohlen, Regenrinnen und Fallrohre abgerissen, Gullideckel ausgehebelt. Auch im hiesigen (Nachbar-) Kreisgebiet, siehe hier.

Rohmaterialien scheinen hoch im Kurs zu liegen, vor allen Dingen -wenn man den Berichten gewisser sonst eher fragwuerdiger TV-Sender Glauben schenken darf- in Osteuropa. Es gibt aber mittlerweile auch organisierte (deutsche!) Banden, die nichts anderes tun, als wie naechtelang durch die Wohnsiedlungen zu fahren und potentielle Objekte auszuspaehen.

Ein vom TV-Sender SAT1 kuerzlich durchgefuehrter Test bewies, dass es kein Problem ist, einen Gullideckel bei so manchem Schrotthaendler fuer ungefaehr 20 Euro pro Stueck zu versilbern. Bedenklich. Sehr bedenklich.

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