via Digitalfernsehen.de:
"VIVA – einst unter dem gefeierten, deutschen Videoclip-König und väterlichem Jugend-Talent-Entdecker Dieter Gorny gestartet, stürzte schon vor gefühlt einem Jahrzehnt in die Bedeutungslosigkeit ab. (…) Nun wird VIVA weiterhin zeitlich beschnitten. "Zeitpartagiert" heißt das dann in der Sprache der Programmmacher. VIVA teilt sich die Programmzeit künftig mit Comedy Central, einem Programm amerikanischer Komödien. MTV wird es nur noch in HD geben, was zu erwarten war. Der Kindersender Nickelodeon soll mit amerikanischen Zeichentrickserien wieder rund um die Uhr senden, denn durch den Abbau der Marke VIVA lassen sich die weltweit durchsetzungfähigeren Marken des Viacom-Konzerns nun mal besser pushen.
Nun mag es keinen in Deutschland mehr stören, dass VIVA auf Dauer ganz verschwindet, denn das Programm war ohnehin im letzten Jahrzehnt von amerikanischen B- und C-Inhalten geprägt und nicht mehr von deutschen Talenten. Es zeigt jedoch ein Mal mehr, dass es an diesen deutschen Talentschmieden heute fehlt. Da nützt kein Jugendsender Joiz und auch kein Musikfernsehen von Deluxe Music. (…)
In Erinnerung also, bevor es ganz verschwindet: VIVA ist tot – es lebe VIVA."
VIVA startete 1993 als frecher, innovativer Musiksender, dem eine Pipi-Langstrumpf-Kopie namens Heike Makatsch, ein cool brabbelnder Schwarzer namens Mola Adebisi, Niels Ruf und andere, bunte Typen ihre Gesichter liehen. Nicht zuletzt startete ein gewisser Stefan Raab dort mit dem frechen Format "Vivasion" einen ersten Show-Vorfahren seiner heutigen Projekte. Mit Koteletten, auffaelliger Brille und Ukulele verulkte er die damals schon zahlreich in seiner kleinen Studioecke erscheinenden Stars und Sternchen.
Viva zeigte Musikvideos fast aller Genres, ausgespielt und entsprechend gewuerdigt. Es gab Hitparaden, Magazine und Naechte, die nicht mit Fremd- und Eigenwerbung vollgestopft waren. Viva war Kult und lief (zumindest hier in Deutschland) dem Konkurrenten MTV den Rang ab. Und zu was? Zurecht!
Viva ist Geschichte. Wie im oben zitierten Artikel schon steht, sind Deluxe & Co. kein wirklicher Ersatz dafuer, aber zumindest bieten Deluxe oder auch GoTV in aktuellen Youtube-Zeiten noch eine Art von Musikfernsehen an. So wie frueher wird’s eh nicht mehr. Viva ist mittlerweile verzichtbar geworden und eigentlich schon vor langer Zeit gestorben. Ruhe in Frieden!
"Roter Blitz" -so der Titel der frueher in Deutschland erhaeltlichen Comichefte- ist ein Superheld, der schneller als der Schall laufen kann. Zusammen mit Superman, Batman und vielen anderen Superhelden ist er Mitglied der "Gerechtigkeitsliga", seine Heimatstadt ist das fiktive Central City. Die Abenteuer des "Flash" wurden Anfang der 90er Jahre in einer 22-teiligen Fernsehserie verfilmt, die heutzutage nur schwer zu bekommen ist. Es existiert lediglich eine australische DVD-Box, die unter anderem eine deutsche Synchronspur enthaelt und die mittlerweile hoch gehandelt wird.
Die Serie wirkt aus heutiger Sicht etwas angestaubt, kuenstlich und auch duester, doch versprueht sie nach wie vor einen gewissen Charme, zumal sie (fuer damalige Verhaeltnisse) nicht unaufwaendig ist. Mark Hamill, der "Luke Skywalker" aus den Star-Wars-Filmen, spielt darin unter anderem eine Gastrolle.
In naher Zukunft duerfte sich die geschaeftstuechtige TV-Serien-Industrie daran zurueckerinnern und die alte 4:3-Serie etwas aufpoliert in die Laeden bringen, denn es naht eine Neuverfilmung des Stoffes in Form einer neuen Fernsehserie. Ein erster, ca. fuenf Minuten langer Trailer ist bereits erschienen. John Wesley Shipp, der 90er-Jahre-TV-Flash, ist darin als Vater des "Neuen" zu sehen. Man darf gespannt sein…
via Welt Online:
""Ich habe da noch Bilder von dir …" Beunruhigend, wenn man eine Mail mit dieser Nachricht erhält, oder? Einer nervigen Ex-Freundin vergleichbar, hat MySpace eine solche Mail an mich und andere gesandt, die schon ewig nicht mehr im einst größten sozialen Netzwerk der Welt eingeloggt waren.
MySpace will mich an die schönen Momente, die wir gemeinsam hatten, erinnern. Und es hat keinen einzigen davon vergessen. MySpace hat noch alle 15 Milliarden Fotos, die seine Nutzer in all den Jahren hochluden. (…) Mein alter MySpace-Account ist wie ein Blick in eine verlassene Stadt im Wilden Westen. Keiner meiner Freunde hat seit Jahren irgendetwas gepostet. Alle meine Nachrichten sind weg. Aber die Fotos sind noch da. Mann, waren wir jung. Und wild. Nostalgie ist eine schlimme Droge.
Und damit geht der Plan von MySpace auf: Man will mit dieser Fotomail einst treue User wie mich locken. Damit ich dann sage: Oh, es gibt MySpace noch, und es sieht ja cool aus, hier bleibe ich. Sie haben die gewünschte Aufmerksamkeit, aber sie ist getragen von einem Gefühl der Erpressung. Und das ist uncool in einer Zeit, in der man stets um seine Daten fürchtet. Not my space anymore."
Hier stellt sich nun die Frage: Was ist mit den Daten der User passiert, die sich schon vor Jahren von MySpace abgewandt hatten? Hoechstwahrscheinlich sind auch diese noch vorhanden. MySpace war eine tolle Sache in der Pre-Facebook-Aera, doch leider wurde es von den Programmierern deutlichst an die Wand gefahren. Es wurde komplizierter, langsamer, unuebersichtlicher und es war zuletzt mit nerviger Werbung ueberfrachtet. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Leute in Scharen davonrannten. Vielleicht schaffen es ja einige davon zurueck, aber, wofuer? Rest in peace!
Thomas Wanhoff, unter anderem Journalist, Blogger und Podcaster, berichtet in der aktuellen Ausgabe seines "Scienceblogs"-Podcasts ueber die derzeitige Lage in Thailand, wo er zusammen mit seiner Frau seit 2013 lebt. Natuerlich mit aller gebotener Vorsicht und Zurueckhaltung, denn schliesslich unterliegen ausgehende, journalistische Beitraege einer Pruefung und Zensur. Thomas erzaehlt, wie sich die derzeitigen Geschehnisse auf das taegliche Leben in Bangkok / Thailand auswirken. Hochinteressant, gut verstaendlich und -im Gegensatz zu vielen anderen, auch hiesigen Medien- natuerlich sehr glaubwuerdig, da hier ein ganz normaler Mensch quasi aus erster Hand und mit viel Sachverstand berichtet.
Zum Direkt-Download der Podcast-MP3-Datei
Urspruenglich sollte das Folgende "nur" ein kleiner Facebook-Beitrag werden, daher ist es sprachlich auch nicht voellig ausformuliert. Doch es spiegelt das wieder, was unsereins ueber den diesjaehrigen "Eurovision Song Contest" denkt, also warum doppelte Arbeit machen? :-) Zitat:
"Habe gerade quasi im Schnelldurchlauf die abendlichen #ESC – Ereignisse nachgeholt. Meine (musikalischen!) Favoriten waeren Daenemark (ja, der Bruno-Mars-Abklatsch) und (mit weitem Abstand) die Niederlande gewesen.
Der Sieg Oesterreichs war tatsaechlich vorhersehbar, da alles fuer diese Veranstaltung massgeschneidert war. Trotzdem: Echt gute Stimme und Auftritt.
Ein Vergleich mit Udo Juergens, der 1966 den ersten (und bis dato einzigen) ESC-Sieg fuer Oesterreich holte, waere und ist vermessen, da der ESC mittlerweile auch zum Sprachrohr fuer politische Botschaften (oder zumindest ein Spiegelbild politischer Tendenzen) geworden ist – und ein transsexueller Mensch vielen ESC-Anhaenger/innen mittlerweile aus der Seele singt. Paradoxerweise werden viele Leute den Sieg von Conchita Wurst wohl mit "Merci Chérie" kommentieren :-)
Oberweitenlastige Pseudo-Raps aus Polen hatten gluecklicherweise keine Chance und der zu sehr aufgesetzt wirkende Slapstick aus Frankreich landete zurecht ganz hinten.
Die Beitraege aus Malta und Ungarn klangen nicht schlecht, aber doch eher nach Kopien von aktuelleren Hitparadensongs. San Marino floppte mit Ralph Siegel am Klavier und einem durchweg langweiligen 08/15-Liedchen.
Der deutsche Auftritt von "Elaiza" ging -bis auf den Rock der Saengerin- absolut in Ordnung. Schade, dass es nur zu Platz 18 gereicht hat."
Okay. "The Wiener takes it all", so war heute zu lesen. Glueckwunsch, Austria!